Moinsen. Zufriedenheit fand ich früher (also schon entzogen) auch als das höchste Gut. Mittlerweile ist es mir mindestens genauso wichtig, auch mal unzufrieden zu sein. Denn immer zufrieden geht ja sowieso nicht. Also in meinem Kopf. Der Unterschied zur Saufzeit ist für mich: Ich betäube sie nicht mehr. Ich lasse sie zu, sie darf sein, ich höre und spüre hin. Und im besten Fall finde ich dann für die Unzufriedenheit (Trauer, Wut, Angst, whatever) ein Werkzeug, gern auch aus dem Notfallkoffer, lieber aber langfristige Strategien. Dazu gehört auch radikale Akzeptanz von manchen Dingen. Unzufriedenheit ist bei mir ein Zeichen von "uffbasse", hier knirscht es gerade, ich lebe entgegen meinem Seelenheil.
Will sagen: "negative" Gefühle sind für mich wichtige HinweisgeberInnen geworden.