Mich nervt schon das wörding der Ärzte, oder Pfleger manchmal: Der Rückfall gehört dazu.
Meine Antwort lautet NEIN. Es passieren halt so viele. Nur warum?
ich habe in der ganzen Zeit -mehr als 10 Jahre- einige Rückfälle beobachten dürfen. Meine Beobachtungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit, dafür sind die Vergleichszahlen zu klein.
Rückfallbegünstigende Faktoren:
1.)
Stand der Rückfällige (generisches Maskulinum) jemals rückhaltlos zu seiner Abstinenz oder geisterte stets im Oberstübchen noch der Gedanke herum, igrndwann in der Zukunft gehe ja vielleicht doch noch mal was mit dem Stoff. Ich nenne es den geheimen Trinkvorbehalt. Ist er noch im Köpfchen, dann wird's schwer bis unmöglich mit einer dauerhaften Abstinenz.
2.)
War er bereit, seiner Abstinenz alles, aber auch wirklich alles unterzuordnen?
3.)
Hielt er sich in einem Umfeld auf, das vom regelmäßigen bis starken Alkoholkonsum geprägt ist?
4.)
Hat er sich regelmäßig mit seinem Problem auseinandergesetzt oder schlief dieses Befassen, ich nenne es Training, andere Trockenarbeit, irgendwann ein?
Hielt er sich irgendwann für geheilt und meinte, er könne doch mal wieder ein Glas trinken?
5.) Eine überragend wichtige Funktion nimmt das Suchtgedächtnis ein. Bei mir schlummert es vor sich hin, aber es ist noch da und geht niemals weg. Vernachlässige ich mein Training z.B. hier im Forum spiegele ich es mir allein schon durch Aufrufer dieser Seite, dann erwacht es womöglich und will mich in Versuchung führen.
Zur Ausgangsfrage zurück: Diese Ausrede ist m.E. nicht nur blöd, sie ist gefährlich. Sie redet den Rückfall schön und bereitet den nächsten gleich mal vor.
Wer garantiert, dass der Rückfällige überhaupt noch mal den Ausgang in Richtung Abstinenz findet. Es haben sich genügend Leute kaputt gesoffen, auch solche, die vorübergehend mal clean waren.