da du selbst doch den ganzheitlichen Ansatz favorisierst, bei dem in gewisser Weise alles miteinander zusammenhängt.
Und gerade weil alles mit allem zusammenhängt, wagte ich dieses Experiment.
Wenn indische Yoga-Gurus sogar ihren Herzschlag willentlich, wesentlich (!) beeinflussen können, "normale Menschen" sich nur durch ihre Vorstellungen exellent aufregen können, manchmal auch beruhigen
, da wird es mir, halbgebildeter Pappnase, doch gelingen, nach 2 ... 3 Bier eben nicht den Vollrausch, die absolute Betäubung anzustreben, um mich am nächsten Tag darüber zu ärgern (wie all die Jahre zuvor), was ich doch für ein Volltrottel bin/war.
Das weiß ich doch alles ... vorher! Ich musste für mich den Beweis erbringen, dass nicht der "böse Alkohol" eine Gefahr darstellt, sondern ich, mein Denken, mein Verhalten, ja, auch mein Bewusstsein.
Ich weiß doch, dass Alkohol blöd in der Birne macht, selbst schon tausendmal erlebt und tausendmal bereut. Komisch ... bei anderen psychoaktiven Substanzen weiß man/ich es doch auch, ohne es zu probieren und lässt die Finger davon, weil man/ich sich dessen eben bewusst ist!
Mit diesem Bewusstsein startete ich diesen Versuch: kann ich mir einreden, dass Alkohol eben nicht wirkt, psychisch? Oder ist der Körper schon so an diesen Stoff gewöhnt, dass kaum noch was passiert?
Sicher, ich hochtrainierter (Suchtgedächnis - physisch) Ex-Alkoholiker, hab' da wohl die besten Chancen für den sogenannten Rückfall. Auch will ich nichts verallgemeinern, ich wollte nur meine Furcht loswerden, mir beweisen, Alkohol kann mir nichts, ausser ich lasse es zu.
Auch bemerkte ich während meiner Hochalkoholphase, dass Alkohol kaum noch wirkte ... ich wurde weder "verzaubert", noch euphorisch oder gelassen. Die Motorik setze allmählich aus, die Betäubung nahm zu und endete, dann in komatösen Schlaf = es wurde also nichts "besser", angenehmer, schöner.
Klar, wusste ich das - theroretisch, nun weiß ich das auch "praktisch", die Nervenbahnen, auch das Denken regenerieren sich wieder ... zurück zu "Vernunft", nur die Alkoholresilienz, die antrainierte bleibt.
Wer Psyche und Physis (Geist und Körper) getrennt behandeln will/sieht, kommt schnell an seine Grenzen oder in die berühmten, immerwährenden Behandlungssackgassen. Depressionsbehandlungen, Psychsomatik sind die besten Beispiele = an den Symtomen wird ewig herumgedoktort ... anstatt sich der Ursache zu widmen.
Warum soff ich? Löse ich diese Frage, dieses Problem, bin ich auf einem guten Weg!
Die Abhängigkeit ist doch "nur" ein unangenehmer, arg gesundheitsgefährdender Nebeneffekt.