Das mit schönen Ereignissen ist bei mir auch so eine Sache. Da gibt es viele, mir sehr bedeutsame. Ohne Alk hätte es da viel nicht gegeben.
Wenn man Alkohol ausschließlich als Möglichkeit zur Entspannung sieht, kann ich diese Sicht/Sucht verstehen. Wenn nur Alkohol oder eine sonstige Droge in der Lage ist, einen zu beruhigen bzw. entspannt, locker, vielleicht auch zufrieden sein zu lassen, kommt man wohl schwerlich davon los.
Erst wenn der Konsum ins Gegenteil umschlägt, es unangenehm, vielleicht auch bedrohlich wird, will man davon weg. Kontrollverlust wird doch erst unangenehm, wenn einen Nachteile entstehen, sofern man auch diese bemerkt.
Mal etwas beschwippst, locker, fröhlich, enthemmt sein, fand auch ich anfangs sehr angenehm, verklemmt (unsicher/unlocker) wie ich war. Doch mit zunehmender Gewöhnung blieb diese Lockerheit aus und wich der Betäubung.
Wo früher ein ... zwei Bier, Wein oder Schnaps genügten, konnte ich diesen angenehmen Zustand später nicht mehr erreichen, im Gegenteil ... ich trank und trank, wurde zwar allmählich besoffen/betäubt, doch entspannt im Sinne von fröhlich, gelassen wurde ich nicht mehr.
Das bemerkte ich, der Alkohol hatte diese euphorisierende, entspannende Wirkung verloren. In meinem Test, nach ca. 3 Jahren Anbstinenz, wollte ich genau das ergründen: wie wirkt Alkohol auf mich? Da war nix mehr mit leicht, locker, fröhlich, entspannt! Nach Menge X traten erste Lähmungs-/Betäubungserscheinungen auf und das war's! Auch schmeckte es ganz und gar nicht.
Ich schlief recht schnell ein, das war es aber schon.
... Vorteile ... "Teufel und Engel", solange das Zeug wirkt, mag man das vielleicht so sehen, doch wenn es nur noch betäubt? Manche nehmen es als Einschlafhilfe, Antidepressiva oder Schmerzmittel. Benzodiazepine, Barbiturate, Phenole wirken ähnlich - sie betäuben vortrefflich, wenn da nicht diese Nebenwirkungen/Vergiftungserscheinungen wären.
Für mich war es eine Frage der Vernunft, wenn ich weiß, der Stoff schadet mir mehr, als er nutzt, tue ich das doch nicht, d.h. ich nähme sehr wahrscheinlich eine (garantierte?) Langzeitschädigungen an Körper und Geist in Kauf, um den Preis einer kurzzeitigen Betäubung.
Auch redete ich es mit jahrelang schön und verdrängte ... war das Unwissenheit oder die Sucht ... nach Betäubung, der oft so garstigen Realität enfliehen wollen?
Gut, im Alter, ich bin mittlerweile alt, kann es einem vielleicht egal sein ... wenn man eh' nichts mehr möchte, wäre da nicht die Gefahr des Siechtums, des frühzeitgen, weil ich eben so viel trank.