ich weiß nicht, ob ich super regelmäßig schreiben werde, aber wenn was ansteht teile ich meine Befindlichkeiten gerne.
Ich hab in den letzten 20 Jahren sehr viel mit mir alleine ausgemacht, weil ich so ein freiheitsliebender, autarker Mensch bin - beim Alkohol konnte mich das Suchtgedächtnis nach langen Phasen der Abstinenz immer wieder davon überzeugen, dass das gelegentliche Trinken gar nicht so schlimm sei. Mein letzter Versuch den Absprung zu schaffen, ist durch dieses Forum geglückt. Eine reale SHG wäre für mich niemals in Frage gekommen.
Ich möchte Dich gerne motivieren die nächsten Wochen hier regelmäßig vorbeizuschauen - da liegt noch die eine oder andere Herausforderung vor Dir und ich kann aus Erfahrung sagen, dass das schnell verfügbare Forum dann sehr hilfreich sein kann. Nutz diese unkomplizierte Möglichkeit für den Austausch mit uns. Selbst heute - ich bin gedanklich sehr frei und glücklich ohne Alk - blitzt aus dem Nichts in manchen Situationen der Gedanke auf sich was "gönnen zu wollen" - das ist völlig verrückt und spiegelt überhaupt nicht mein heutiges Mindset wider. Dennoch passiert das, ich kann das nicht steuern. Das ist das Suchtgedächtnis. Was ich heute sehr wohl steuern kann, ist mein Umgang damit. Ich nehme das wahr und schiebe es beiseite. Gerade in der Anfangszeit der Abstinenz, kann das Suchtgedächtnis sehr manipulativ agieren.
Was machst Du jetzt in der Zeit, wo Du normalerweise getrunken hast? Für mich war die dazugewonnene Zeit anfangs schwierig auszuhalten. Ich hab diese mit allen möglichen Aktivitäten gefüllt - aber irgendwann wurde mir klar, dass ich mich auch einfach mal aushalten muss.