Beiträge von Sparkassen_Helga

    Dieser Schalter, wenn es ihn denn gäbe, hätte manchmal direkt neben mir liegen können, und ich frage mich, ob ich ihn immer sofort gedrückt hätte.

    Hättest Du den Schalter gesehen, wenn Deine Frau Dir unmissverständlich klargemacht hätte, dass sie Dich jetzt mit den Kindern verlässt?

    Ich glaube, dass viele Süchtige den Schalter nicht sehen, weil das Umfeld unterstützt.

    Es fällt mir schwer es abzulegen, mich verantwortlich zu fühlen obwohl ich weiß das ich es nicht bin aber eure Nachrichten helfen, es mehr zu verstehen.

    Und für Kinder ist es noch viel schwieriger. Sie fühlen sich oft auch verantwortlich und schuldig, können dieses Gefühl aber nicht in Worte fassen, bzw. erfahren den Trinker als unberechenbar und inkonstant in seiner Handlung.

    Du solltest dringend Dein Verantwortungsgefühl gegenüber Deinem Mann ablegen und auf Deine Kinder richten.

    Ich möchte mich Kogge und AmSee auch in dem Gedanken anschließen, dass der Süchtge nicht hoffnungslos der Sucht ausgeliefert ist. Jeder Süchtige kann zu jedem Zeitpunkt in seinem Leben eine Entscheidung für ein anderes suchtfreies Leben treffen.

    Geht Dein Mann zu Selbsthilfegruppen oder eine weitere therapeutische Begleitung?

    Es ist so schwer, eigentl. hatte ich mir vorgenommen die Kinder zu nehmen und zu gehen wenn es nicht wird.

    Ich hätte mir das von den Frauen in meiner Familie erhofft, denn das Leid, was Kinder ertragen müssen, ist unendlich. Was sagt er dazu, dass Du gehen möchtest? Nimmt er das Ernst? Ist es ihm egal?

    Ich hatte es befürchtet, er hat sich so wahnsinnig gequält und war depressiv und antriebslos und völlig überfordert.

    Was ist denn in der Reha passiert? Sich nach einem Entzug und 13 Wochen Reha noch so zu quälen finde ich seltsam. Was genau meinst Du mit quälen?

    Depressivität und Antriebslosigkeit können gesundheitliche Ursachen haben, die nicht alkoholbedingt sind - müssen es aber nicht. Wird er diesbezüglich behandelt? Ich kenne auch Phasen der Selbstmedikation, wegen einer unbehandelten Krankheit. Das war mir selbst nicht bewusst. Ist er hormonell gesund?

    Was mich fertig macht ist das Lügen, immer wieder Lügen; ich weiß es gehört leider dazu aber ich ertrage es nicht und weiß nicht was ich machen soll.

    In erster Linie musst Du mit ihm reden. Und Du musst Dir klar darüber werden, ob Du Konsequenzen ziehen möchtest.

    Ist Dein Mann berufstätig? Hat das keine Auswirkungen auf seinen Beruf?

    Fühl Dich auch von mir gedrückt!

    Super Memory

    Ein viertel Jahr ist eine starke Leistung. Und weißt Du was das Beste ist: es wird sich für Dich auch noch viel in den folgenden Monaten verbessern. Es sind kleine subtile Veränderungen, die nach längerer Zeit ein großes Ganzes ergeben. Ich konnte anfangs nicht glauben, wie sehr sich meine mentale und körperliche Gesundheit nach 1 Jahr noch verbessern konnte.

    verwirrend und komisch, so gesehen ein ständiges Wechselbad von Gefühlen und Eindrücken. Aber es ist nicht der befürchtete ständige Kampf, es ist manchmal noch ein kleiner Kampf, manchmal auch eine Herausforderung aber die sind da um sie zu bestehen.

    Das wird auch immer mal wieder passieren. Das Suchtgedächtis wird Dich immer mal wieder herausfordern. Ich saß letztens beim Italiener mit offener Küche und habe auf mein Essen gewartet. Der Betreiber hat Wein getrunken und wir haben nett geflirtet. Ganz kurz ploppte in meinem Kopf der Gedanke auf: lass uns zusammen ein Glas Wein trinken - völlig verrückt. :D natürlich wollte ich kein Glas Wein trinken, ich mag nicht mal Wein. Komische Gedanken kommen, man muss sie anschauen und beiseite schieben. Dann wird alles gut.

    jedoch war ich wohl vor dem Alkohol auch schon ein launischer Mensch, das hat sich nicht geändert laut meiner Frau ;) .

    Man kann nicht jede Baustelle gleichzeitig bearbeiten. Vielleicht wirst Du mit anhaltender Abstinenz ausgeglichener. Schau, dass Du Dich gesund (mineralstoffreich) ernährst - das ist wichtig für mentale Gesundheit und ich kann auch Emilys Tipp unterstreichen. Büschen Sport ist ebenfalls gut für die seelische Gesundheit. Und sei stolz auf Deine Leistung!

    Das mit schönen Ereignissen ist bei mir auch so eine Sache. Da gibt es viele, mir sehr bedeutsame. Ohne Alk hätte es da viel nicht gegeben.

    Ich finde das eine wahnsinnig traurige Aussage.

    Natürlich erinnere ich mich auch an feucht-fröhliche Parties, die mir gut gefallen haben. Aber die Aussage, dass Du keine schönen Dinge ohne Alk erleben kannst, ist wirklich verstörend und ich frage mich, woran das liegt?

    Glaubst Du, dass Du eher schüchtern oder zurückhaltend in Gesellschaft bist? Oder ist das eher die Gesellschaft in der Du Dich aufhältst, wo mehr getrunken wird, sodass Du als nicht trinkender nicht so richtig dabei bist? Finden Dich andere Menschen nüchtern uninteressant? Ich glaube es wäre gut, wenn Du da mal schaust, wie Du das für Dich lösen kannst. Denn die Lösung kann nicht sein zu trinken, damit man soziale Kontakte hat.

    Ich war in meiner Abstinenz bei einigen Anlässen, wo getrunken wurde und wo nicht getrunken wurde. Ich kann mich überall wohl fühlen, wo Menschen sind, die mir grundsätzlich sympathisch sind und bis zu einem bestimmten Promillebereich feier ich da gerne mit. Ich fühle mich nicht wohl auf Parties, wo ich die Leute blöd finde und trinken muss, um diese zu ertragen oder besser, ein Level findet. Vielleicht bist Du auf den falschen Parties oder bei den falschen Leuten? Vielleicht kannst Du mit den richtigen Menschen schöne bedeutsame Erlebnisse ohne Alk haben?

    Chuck Norris kann mit einer Lupe Feuer machen – nachts.

    Chuck Norris schläft bei Licht, weil die Dunkelheit Angst vor ihm hat.

    Chuck Norris hat als Kind Sandburgen gebaut. Wir kennen sie heute als Pyramiden.

    Chuck Norris kann eine Party schmeißen – 100 Meter weit.

    Chuck Norris kann Bälle umkippen.

    Chuck Norris kann mit offenen Augen niesen. Chuck Norris kann Zwiebeln zum Weinen bringen.

    Chuck Norris kann mit einem Brot ein Messer durchschneiden.

    Chuck Norris kann die Welt mit einem einzigen Blick auslöschen.

    Chuck Norris hat die Schallmauer gestrichen.

    Chuck Norris kann die Nadel im Heuhaufen finden.

    Chuck Norris kann die Rechtschreibfehler im Duden korrigieren.

    Chuck Norris braucht keinen Dosenöffner. Er kaut sich einfach durch die Konserve.

    Chuck Norris steht morgens nie auf, weil sich Chuck Norris niemals hinlegt.

    Chuck Norris war mal in einer Messerstecherei verwickelt. Das Messer hat verloren.

    Wenn Google etwas nicht findet, fragt es Chuck Norris.

    Wenn Chuck Norris von einer Kugel getroffen wird, blutet nicht er, sondern die Kugel.

    Chuck Norris kann barfuß Seiltanzen – auf Stacheldraht.

    Chuck Norris wurde von einer Schlange gebissen. Nach drei Tagen voller Schmerz starb die Schlange.

    Chuck Norris braucht keinen Fahrradhelm – wenn er stürzt, bricht die Erdkruste.

    Chuck Norris kann eigentlich nicht unter Wasser atmen. Er tut es trotzdem.

    Chuck Norris ist Darth Vaders Vater!

    Am Anfang war nichts. Dann hat Chuck Norris dem Nichts einen Roundhouse-Kick verpasst und gesagt: "Besorg dir ‘nen Job." Das ist die Geschichte des Universums.

    Chuck Norris hält seine Elfmeter selbst.

    Chuck Norris wurde gestern geblitzt – beim Einparken.

    Chuck Norris kann über seinen eigenen Schatten springen.

    Chuck Norris darf während der Fahrt mit dem Busfahrer sprechen.

    Chuck Norris bekommt auch auf Tiernahrung 20%

    Würde ich mich hier hinsetzen, mir ein Bier aufmachen, es trinken und warten, was passiert, dann garantiere ich dir, dass erst einmal absolut nichts passiert.

    Ich würde sogar behaupten, dass es vielen von uns so gehen würde. Es ist nämlich nicht so, dass das versehentlich gegessene Dessert mit Schnaps oder die eine Likörpraline eine Verwandlung á la Hulk auslöst - so wie es gerne dargestellt wird.

    Aber es passiert was. Als Langzeitabstinenter mit entsprechemdem Mindset kann man das sicherlich verwinden. Dennoch ist da was im Kopf passiert und selbst wenn es nur der flüchtige vorbeihuschende Gedanke ist: "Das war ja gar kein Problem, hab ich überhaupt ein Problem?"

    Genau das ist mir in der Vergangenheit immer wieder passiert. Ich habe über Monate nichts getrunken und dann war da immer etwas, eine bestandene Prüfung, eine Hochzeit, ein Jubiläum oder einfach nur eine Situation, wo man geglaubt hat, dass das jetzt einmal sein darf und kein Problem werden wird. Ich bin nach diesen Events nicht wieder in exzessive Saufgelage zurückgefallen, aber es schlichen sich immer öfter Anlässe ein, wo dann wieder diese Ausnahme gemacht werden durfte und plötzlich war das Grill-Wochenende auch ein Anlass. Die Anlässe wurde immer banaler und die Trinkerei immer regelmäßiger.

    Ich freue mich, dass Du da einen Weg für Dich gefunden hast. Für mich persönlich wäre das undenkbar.

    Ich mag, im Gegensatz zu Dir den Geschmack, und trinke daher im Sommer gerne mal ein alkfreies Weizen. Warum Du an Bier festhältst, obwohl es Dir gar nicht schmeckt, finde ich nicht so recht nachvollziehbar. Sei´s drum. Hauptsache Du hast einen gesunden Weg für Dich gefunden.

    Ich bin jetzt fast 2 Jahre abstinent und stelle mehr und mehr fest wie sich meine körperliche Leistungfähigkeit verbessert. Heute ist Sonntag, es ist noch nicht einmal 07:00Uhr und ich war bereits eine Runde laufen. Vor Jahren wäre ich Sonntags nie vor 10:00 verkatert aus dem Bett gekrochen. Wenn das so weiter geht, bin ich bald stärker und härter als jemals zuvor ^^ am Ende des Tages müssen wir alle in unseren eigenen Spiegel schauen und mögen, was wir sehen.

    Hallo Ben,

    vielen Dank für Deine umfangreiche Vorstellung. Es ist schon verrückt wie sehr sich viele Geschichten ähneln und am Ende auch wie glücklich die Abstinenz sein wird. Leider kann man einem Trinkenden das Gefühl nicht verkaufen. Es ist eine spannende Reise, die jeder selbst entdecken muss. Umso wichtiger, dass mehr Abstinente davon berichten und es imemr wieder bestätigen.

    Ich freue mich sehr, dass Du Deine Familie retten konntest. In meiner großväterlichen Familie waren die Männer auch starke Trinker und ich dachte als Kind schon immer, "wenn Oma es nur schaffen würde sich zu trennen..." Kinder leiden besonders und zeigen es nie.

    Ich habe eine jahrzehntelange on-off-Beziehung mit dem Alk gehabt und erst in der Lebensmitte den finalen Absprung geschafft. Ich hab erst durch dieses Forum das Bewusstsein über mein Trinkverhalten entwickeln können und würde mich heute nicht nur als zufrieden abstinent bezeichnen, sondern als glücklich abstinent. Man gewinnt soviel dadurch.

    Gutes Ankommen im Forum und nochmal herzlich willkommen.

    Ich hab das, was allgemein als Suchtstimme bezeichnet wird, als ziemlich findig kennengelernt. Sie kann später kommen, so als Einflüsterung „Jetzt hast du so toll durchgehalten, da hast du dir eine Belohnung (Alkohol) verdient.“

    Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Ich habe viele Jahre meines Lebens On-Off-Beziehungen zu Substanzen geführt und mich mein Leben lang betrogen. Ich habe auch immer geglaubt, dass ich die Entscheidung wieder zu konsumieren aktiv selbst getroffen habe. Jede Pause hat mir immer wieder bestätigt "Ich bin kein Alki, ich kann ja Pausen machen". Erst mit der Reflektion dieses Musters ist mir klar geworden, dass genau dies das Wesen der Sucht ist und dass es immer gilt wachsam zu bleiben.

    Der verzögerte Suchtdruck nach einer alkoholischen Situation bestärkt einen sogar noch mehr. "Ich konnte in der (Theater)-Situation gut bestehen, jetzt kann ich mich belohnen, denn ich habe ja offensichtlich gar kein Problem!". Ich hatte auch eine Phase, wo ich dann nur am Wochenende trinken wollte. Erst war das Wochenende nur Samstags, dann auch Freitags und dann kam noch der Sonntag dazu und den Rest der Woche sehnte ich das Wochenende vorbei, wo ich mich für meine "problemlose Abstinenz" selbst feiern konnte.

    Die Ruhe im Kopf zu bekommen benötigt einfach Zeit. Das geht nicht nach 3 Monaten Abstinenz. Das ist ein lohnenswerter Prozess, der mich auch in meiner Entwicklung als Mensch geholfen hat. Ich verstehe sogar Deinen Drang Dich zu konfrontieren, aber es gibt Kämpfe, die sich lohnen zu führen und andere, die sinnlos sind. Der Versuch es sich selbst zu beweisen wie stark man dem Alk gegenüber ist, ist nicht nur gefährlich, er ist auch sinnlos. Alles im Leben hat seine Zeit - ich hab den Satz erst heute wirklich verstanden.

    Ich denke das muss jeder für sich selbst herausfinden. Ein dauerhaftes Leben in Vermeidung wäre für mich undenkbar gewesen, weil ich ein soziales Wesen bin und nicht meine Freizeitaktivitäten aufgeben wollen würde, um trinkende Menschen zu vermeiden. In meinem Sport wird viel gesoffen. Danach in der Gastro, bei der Preisverleihung, teilweise während der Runde. Alkohol trifft man in jedem Verein, Club oder Freizeitaktivität an.

    Wenn ich mal auf privaten Feiern bin, wird da auch gebechert. Ich möchte die Leute trotzdem treffen, weil ich sie mag. Das sind auch keine Säufer, sondern einfach Menschen des Alltags, die zweimal im Jahr beim Osterfeier, Silvester oder wo auch immer was trinken. Der eine mal mehr oder weniger. Ich will mein Problem auch nicht auf andere übertragen. Nicht jeder, der mal eine feuchtfröhliche Party macht, hat ein Alkproblem. Es findet sich außerdem immer jemand zum quatschen, der nicht trinkt - die Fahrer.

    Mir ist es mittlerweile völlig egal, was andere machen. Wenn es zu räudig wird, gehe ich früher. Was ich aber nicht mache, ist Bekanntschaften zu pflegen, die als Basis ausschließlich das gemeinsame Trinken haben. Wir haben sehr nette Nachbarn, die uns immer wieder einladen. Leider sind die beiden auch immer gut dabei und neben Wein und Bier, sind auch immer Schnäpse am Start. Man könnte daraus sicherlich eine gute Freundschaft entwickeln, aber die Sauferei steht dazwischen.

    Nichtsdestotrotz halte ich es zumindest im ersten halben Jahr der Abstinenz für sinnvoll solche Kontakte wegzulassen. Ich war nach einem halben Jahr auf einer Silvesterparty im Urlaubshotel. Ging problemlos, aber war schon merkwürdig und etwas, was ich erstmal verarbeiten musste.

    Hallo Memory,

    schön, dass Du den Weg zu uns gefunden hast. Hast Du in einer Klinik entzogen oder bist Du den Weg allein gegangen?

    Nach 6 Wochen hatte ich auch das Gefühl, dass es ein guter Zeitpunkt ist sich mal mit dem grundsätzlichen Problem auseinanderzusetzen. Bist Du männlich oder weiblich? Ich frag deshalb, weil für viele Frauen die Jahre um das 50. LJ mit Wechseljahrsbeschwerden sehr belastend sein können, körperlich und seelisch. Für mich war der Alkohol auch immer ein Stück Selbstmedikation, wenn es mir wieder schlecht ging.

    Was machst Du mit der neu gewonnenen Zeit?

    Hallo Larissa,

    ich interessiere mich auch mehr für Deinen Weg.

    Da könnte ich kotzen, der Rückfall kann passieren aber gehört er dazu?????? Bin ich zu kleinlich?

    Ich verstehe das übrigens ganz anders. Nicht jeder muss auf dem Weg in die Abstinenz einen Rückfall erleiden. Wir haben im Forum Menschen, die komplett rückfallfrei sind. Ich sehe die Rückfallthematik eher in dem Sinne, dass das nicht aufhören können die Sucht definiert. Jemand, der das Trinken sein lassen kann, also nicht immer wieder zurückfällt in ein Trinkmuster ist nicht süchtig. Für mich ist das eher das Kennzeichen der Sucht.

    Warum erleiden soviele Menschen einen Rückfall?

    Es gibt keine Pauschalantworten auf individuelle Probleme. Aber da Sucht ein körperliches Phänomen ist, das viel mit Körperchemie zu tun hat, wirst Du da sicherlich auch die Antworten finden.

    Und sicherlich gibt es auch soziale Verstärker, wie Perspektivlosigkeit, soziales Umfeld, berufliche Belastung. Mich wundert ehrlich gesagt, dass Du Dir diese Fragen stellst, wenn Du in dem Bereich arbeitest.

    Warum hast Du getrunken? Und wie kam Dein Entschluss aufzuhören zustande? Welche Techniken wendest Du an, um nicht rückfällig zu werden? Bist Du zufrieden abstinent?

    Alkohol empfinde ich persönlich als Zeitfresser, weil beim auskatern so viel nicht wirklich nutzbare Zeit drauf geht.

    Das habe ich auch für mich erkannt. Ich habe ja auch immer viel gearbeitet und fühlte mich aber permanent am Limit. Kein Wunder, wenn man einen halben Tag lang nur mit existieren und ins Leben finden beschäftigt ist.

    Heute wache ich am Wochenende erholt und glockenwach auch. Anfangs konnte ich mit dieser neuen Energie erstmal gar nichts so recht anfangen und musste wieder lernen, dass ich auch im Nichtstun sein kann. Heute nutze ich diese neue Energie und lerne direkt am morgen für 1-2 Stunden Sprachen. Ich hatte das lange Zeit aufgegeben, weil ich es als nutzlos empfand und dachte, dass es mir keinen Mehrwert verschafft. Es verschafft mir aber einen Mehrwert - nämlich die Freude am Lernen. Ob die Sprache am Ende so wichtig ist - who knows, oder wie der Franzose sagen würde.

    Ich empfinde die Zeit, die dazugewonnen ist als doppelte Zeit. Man muss nicht nur X-Stunden ausnüchtern, sondern hat zusätzliche X-Stunden für was auch immer man damit anstellen möchte.

    Das, was ich viele Jahre entweder weg gefeiert, weg gelaufen, weg gearbeitet habe. Irgendetwas findet sich immer.

    Dr. Rangan Chatterjee hat mal ein Video darüber gemacht wie kurz das Leben ist und warum man so viel prokrastiniert. Wir haben zuviele Wahlmöglichkeiten und verstricken uns solange in den Entscheidungsprozess, dass wir am Ende gar nichts mehr machen, weil wir uns nicht entscheiden. Seit ich nicht mehr trinke, komme ich immer mehr ins "Tun".

    AmSee13 betont diesen Punkt auch oft in ihren Beiträgen. Wobei ich glaube, dass auch das Denken/ Lernen eine Form von Tun sein kann, wenn man es denn kanalisiert, zB. in Form von Sprache lernen oder auch Wissen erwerben durch die Dinge, die Du machst, wenn Du Dich mit neurobiologischen Prozessen beschäftigst. Solange das Denken nicht das Tun beschneidet, sondern eine andere Art des Tuns ist, finde ich die auch ok.

    Genauso kann das Laufen auch eine Form von Nichtstun sein, wenn es nur dazu dient die Zeit totazuschlagen, wo man sich eigentlich mit anderen Dingen beschäftigen sollte. Nach dem Motto: ich wollte eine bestimmte Sache machen, aber vorher muss ich doch noch fix staubsaugen, aufräumen... also eine Form von aktivem prokrastinieren.

    Eine Freundin schwört auf Schüsslersalze, eine andere auf Globoli, (...) ... alle sind fest überzeugt von der Wirkung = es geht ihnen gut oder besser. Ist das nun Einbildung (Placebo) oder ... ???

    Bei Homöopathie und Schüsslersalzen kann man aber ganz sicher davon ausgehen, dass es Placebo ist - denn Sie enthalten keinen Wirkstoff. Nada - ZERO -Nüscht!

    Und deshalb ärgert es mich wahnsinnig, wenn die immer in einen Topf mit Phytotherapeutika oder NEMs geworfen werden.

    Ich nutze KI auch sehr viel im Beruf und privat. Bei KI kommt es, und das weißt Du als ITler sicherlich am besten, auf die richtigen Fragen an.

    Beispiel: wie sind die Steuersätze in Portugal? Und wie sind die Steuersätze für deutsche Steuerausländer in Portugal? Da kommen zwei grundlegend unterschiedliche Antworten bei raus. Und je mehr Variablen hinzugefügt werden, umso größer ist die Abweichung zur Standardantwort =O Je größer also das grundsätzliche Wissen zum Thema ist, desto konkreter oder differenzierter können auch die Fragen formuliert werden. Und hinzu kommt auch, dass Du vorangegangene Variablen in die weiteren Konkretisierungen einarbeitest. Ich finde das Thema KI auch sehr spannend aber was ich eigentlich fragen wollte:

    welches Passionsblumenpräparat nimmst Du da? Und mich interessiert auch Deine Erfahrung mit dem Taurat. Ich benutze das Mg von Sunday mit 11 verschiedenen Verbindungen und habe den Eindruck, dass es besser wirkt als Glycinat oder Citrat Verbindungen allein. Taurat ist da nicht enthalten, aber wird dort auch angeboten. Vielleicht teste ich das dann mal. Nimmst Du Mg jeden Abend?

    Leider hab ich keinen Zugriff auf einen ausreichend ausgebildeten Mediziner, der Zeit und Lust hat weiter in die Tiefe zu gehen. Und ich bin halt sehr neugierig

    Nutz doch die KI dafür. Man kann da ja auch zig 1.000seitige Dokumente hochladen und auswerten lassen. Man muss halt einfach kritisch mit den Antworten sein oder eine gewisse Unschärfe akzeptieren.

    Mir ist hier im Forum ein Buch empfohlen worden: "eine kurze Geschichte von fast allem". Da geht es auch um sehr viel Quatsch, der wissenschaftlich bewiesen wurde und wird - was sich im Nachhinein als nonsense herausgestellt hat oder immer noch ambivalent diskutiert wird. Auf all diese Informationen kann die KI zugreifen und soll dann selbst auswerten welche wissenschaftliche Erkenntnis die richtige ist? Drollige Vorstellung.

    Und poste vor allem Deine neuen Erkenntnisse. Ich lese sowas ja auch gerne.

    Warum wird einen sowas nicht beigebracht? Ja, keine Ahnung. Ich persönlich hab eh das Gefühl, dass es den einen oder anderen Arzt schlicht nicht interessiert.

    Nichts für ungut, aber Ärzte sind ausgebildet Medikamente zu verschreiben. Der gemeine Hausarzt hat wieviele Minuten für einen Patienten? 8 Minuten? Die Wahrscheinlichkeit einen Arzt zu treffen, der Bock auf seinen Beruf hat, ist eh schon recht gering. Ich sehe es ehrlich gesagt auch nicht als Aufgabe des Arztes den Patienten an die Hand zu nehmen, um ihm zu erklären, wie man gesund lebt, sondern als Mittelsmann für meine Medikamente, weil sie verschreibungspflichtig sind. Dass Alkohol (Rauchen/ schlechte Ernährung/ mangelnde Bewegung...) krank macht, ist ja kein großes Geheimnis und der Körper erholt sich ja auch irgendwann wieder von allein, wenn man ihn gut behandelt.

    Wenn Dich das Thema interessiert, kannst Du Dir ja mal den YT Kanal von Dr. Janis anschauen. Er erklärt in einem Video wie das mit den Neurotransmittern funktioniert - unter anderem, dass GABA und Glycin Gegenspieler sind. "Neurotransmitter wirklich verstehen" heißt das glaube ich. Ich interessiere mich ja auch für diverse Themen, muss aber feststellen, dass KI gerne mal halluziniert und dann totalen Blödsinn erzählt. Ich hatte das mit ChatGPT bei einer Sache, wo ich ganz genau wusste wie etwas funktioniert und auf meinen Hinweis, dass das gerade falsch war, kommt von ChatGPT nur ein: Oh, ja, stimmt, Du hast Recht. Ich nutze KI trotzdem sehr viel im Alltag und Beruf, aber da muss man schon gut hinterfragen ;)

    Von Deinen aufgezählten Symptomen habe ich auch einige, glaube aber nicht, dass sie bei mir vom Alk kommen. Insofern erhoffe ich mir da keine Besserung. Mit GABA hab ich auch mal experimentiert, vertrage ich gar nicht gut, bekomme Kopfschmerzen. Die Abstinenz lehrt uns geduldiger zu werden. Nichts geht über Nacht, nur mit Konsequenz und Ausdauer. Und so bleibe ich für meinen Teil bei guter Ernährung, Sport und hoffe auf das Beste.

    Deshalb geh ich jetzt raus in die Kälte, 25km-Marsch und Vorbereitung für den Megamarsch im März🥾🥾

    Ich schließe mich Dir gleich mal an, aber keine 25km.

    Andererseits ist es auch nur eine Zahl, ein Zeitraum, weswegen ich nicht in Jubelschreie ausgebrochen bin.

    Ja, einerseits nur eine Zahl, andererseits ist für mich dieses Mal das ganze Jahr auch ein Meilenstein gewesen. Immerhin hat man alle Stationen des Jahres gemeistert.

    Ostern, Weihnachten, Silvester, Geburtstage, Jubiläen und was da nicht alles wiederkehrend anfällt.

    Ich freue mich wirklich sehr für Dich und ich bin Dir wahnsinnig dankbar, dass Du vor einem Jahr von dem Unfall erzählt hast. Es hat mir vor Augen geführt, was ich auch immer und immer wieder in der Vergangenheit versaut hatte. Diese vom Alltag entkoppelte Urlaubssituation, plötzlich wieder das Gefühl, es ist ja alles in Ordnung, man will einfach mal wieder feiern, so wie anderen. Ich kann auch heute nicht mit Sicherheit wissen, dass mich nicht wieder diese trügerische Sehnsucht überfällt - und das verrückterweise obwohl mir das Saufen gerade so fern ist und ich das wirklich nie wieder erleben möchte. Wenn ich dieses anschleichende Gefühl heute verspüre, denke ich oft an Dich. Ich fühle mich dann nicht mehr allein und exotisch und der Wunsch des einfach mal wieder "normal feiern wollens" wird in meinem Kopf zurecht gerückt.

    Auf das nächste Jahr!