Ich hatte auch mein ganz persönliches Ziel. Das war es auch was mir die Augen geöffnet hat. Meine Gesundheit. Glaube jetzt im Nachhinein war das zeitlich mein Glück, noch gerade rechtzeitig. Keine Ahnung ob oder wie es heute um mich stehen würde. Meine Gesundheit ist wieder richtig auf Vordermann gebracht während meiner Abstinenz von bald 2 Jahren. Bin froh und dankbar, dass ich die Kurve gekriegt habe.
Beiträge von Emily
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Aber man hat als „Kranker“ dennoch einzig und alleine die Verantwortung dafür, wie man mit der Krankheit umgeht. Ob ich sie bekämpfe oder ob ich der Krankheit die Oberhand lasse.
Von daher, es ist der Trinkende, der entscheiden muss. Sonst niemand.
Das ist klar, da stimme ich dir absolut zu. Ich habe bei MissBee ja auch geschrieben, dass sie für sich selbst entscheiden und handeln muss.
Alkoholsucht ist eine Krankheit, bei der ich mich selber heilen kann.
Das weiß ich nicht ob es stimmt, ich kann die Alkoholsucht nur stoppen durch die Abstinenz. Ob Alkoholsucht heilbar ist, kann ich nicht beurteilen und weiß das nicht. Habe bisher immer nur gehört, dass es nicht heilbar ist und nur gestoppt werden kann.
Von daher kann man DOCH etwas dafür, wenn man nichts ändert.
Das klingt, als ob ein nasser Alki jederzeit aufhören kann. Ich konnte es erst, als ich an einem ganz persönlichen Tiefpunkt war. Ich stand vor der Entscheidung meinen Körper zu ruinieren oder zu leben. Ich habe mich entschieden und fühle mich nun belohnt und befreit. Mein Körper hat sich gesundheitlich wieder gut erholt.
Vorher hatte ich auch öfter gedacht, dass ich viel zu viel trinke und habe öfter versucht zu reduzieren oder aufzuhören. dAs ging mal 1 Tag oder 2. Ich war dann bei jedem Versuch im kalten Entzug.
Für mich klingt der Satz, dass man doch etwas dafür kann, wenn man nix ändert, zu einfach. Es ist eine Sucht und die hat‘s in sich. Ich hab’s geschafft und es ist auch zu schaffen. Aber ganz so einfach wie dieser Satz sich anhört, ist es nicht.
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Ich hatte nur gehofft, dass wenn er schwach wird er mein Angebot annimmt offen darüber zu reden aber da habe
Mit Leuten, die keine Alkoholiker sind, rede ich nicht darüber. Auch nicht im engen Familienkreis. Die einzigen, die mich richtig verstehen sind Selbstbetroffene. Die finde ich hier im Forum. Die wissen nämlich selbst genau wovon gesprochen wird und haben das auch erlebt. Ich lerne aus deren Erfahrungen und gebe meine Erfahrungen weiter. Also dieser Austausch hilft. Gespräche mit normalen Menschen bringen mir nichts und bringen mich auch nicht weiter.
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MissBee , die Alkohol Sucht ist eine Krankheit. Er kann da nix dafür. Selbst ein langjährig Trockener kann jederzeit wieder rückfällig werden, nur wenn er zum ersten Glas greift.
Es gehört täglich einiges dazu um trocken zu bleiben. Eine kleine Unachtsamkeit, oder der Gedanke … ach ein Gläschen… Nein, das geht einfach nicht.
Bei mir zuhause gibt es keinen Alkohol, auch wenn Gäste kommen oder wir etwas feiern, ist immer alles alkoholfrei. Ich habe das so bestimmt. Weil das für mich wichtig ist und ich konsequent sein muss.
Ich gehe Alkohol aus dem Weg, treffe mich mit Freunden lieber morgens oder mittags in einem Café statt abends im Biergarten oder einer Kneipe. Um Sucht- oder Saufdruck zu vermeiden.
Ich musste lernen mit meinem Suchtgedächtnis und Saufgedanken umzugehen.
Meine Familie steht komplett hinter mir, das hilft mir sehr.
Es ist nicht einfach so, dass jemand auf Knopfdruck nix mehr trinkt und mit links für immer nüchtern ist. Aber es ist zu schaffen. Mit Hilfe einer SHG oder sogar zwei, eine reale und eine online wie hier. Die Abstinenz muss an allererster Stelle stehen. Es gibt für mich keine, also gar keine Ausnahme.
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Liebe MissBee ich bin seit knapp 2 Jahren trockene Alkoholikerin.
Lügen, Verheimlichen sind völlig normale Dinge im Leben eines nassen Alkoholikers. Alki’s habe geheime Verstecke für den Vorrat. Er weiß selbst, dass er lügt. Er kann gar nicht anders, das ist nicht mal böse oder absichtlich. Es ist einfach die Sucht. Ein Alki ist fast immer und überall unverstanden. Er ist in die Sucht gerutscht und es ist schwer da wieder raus zu kommen. Nüchtern ist er der gleiche Mensch, den du kennst. Aber als nasser Alki dreht sich alles um den nächsten Schluck, er kann daran gar nix selbst ändern.
Das einzige was ihn retten kann ist, wenn er selbst am Tiefpunkt ist und selbst und ernsthaft aufhören will. Von da an muss sich ein trockener Alki jeden Tag bewusst sein, lebenslang nichts trinken zu können. Ein einziges Glas kann alles zunichte machen. Meine Aufgabe als trockene Alki ist, jeden Tag weiterhin nüchtern zu bleiben. Egal ob Grillfest, Party, Weihnachtsfeier, Silvester, Gäste oder Sommerfest. Ich werde egal wo immer Kaffee, Wasser, Tee, Saft oder Limo trinken. Nie Sekt, Wein, Bier oder sonst was. Das schaffen nicht viele. Es gibt Statistiken darüber. Die Sucht ist knallhart und macht keine Ausnahme.
Du kannst nur für dich handeln und das Richtige für dich tun.
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Das hört sich gut an Memory immer weiter so.
Gratuliere zu 3 Monaten Abstinenz.
Können Launen ein Zeichen sein, dass du nicht wirklich ausgeglichen bist? Fällt dir etwas ein, das besser auszugleichen? Vielleicht Bewegung, Sport? -
Ich weiß nicht, es dreht sich doch im Leben nicht nur um Partys. Ich gehe auf keine Partys. Das habe ich in jungen Jahren gemacht. Es gibt doch soviel schönes zu erleben, was gar nichts mit Partys zu tun hat.
Ich war in den letzten Tagen unterwegs und an einem Ort hat es mir so gut gefallen. Habe das mit allen Sinnen gefühlt und ganz bewusst genossen.
Mein Leben spielt sich überhaupt nicht auf Partys ab. Muss ich auch gar nicht haben, denn es gibt genug anderes, was ich nüchtern erleben möchte.
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Ich will keinesfalls zu dem damaligen Konsummuster zurück, aber ein wenig Nachtrauern ist vorhanden.
Das habe ich überhaupt nicht. Ich trauere dem Alkohol nicht nach, sondern bin froh, dass ich ihn los bin und nicht mehr in Suchtform brauche.
Deshalb war für mich auch der einzig richtige Weg, den komplett abstinenten Weg zu gehen.
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Ich hole mal einen Beitrag von mir, den ich in einem anderen Thread geschrieben habe zu mir. Da habe ich gut beschrieben wie bei mir der Stand der Dinge ist.
Ich mache mir kaum Gedanken bezüglich Alk oder generell um Getränke. Getränke spielen einfach nicht mehr eine große Rolle in meinem Alltag. Unterwegs bestelle ich mir einfach selbstverständlich ne Limonade oder Wasser.
Ich finde je weniger Aufmerksamkeit ich dem Thema beimesse, desto unkomplizierterer ist es. Den Respekt behalte ich zwar, aber das war’s. Da genügt mir das Forum für.
Ich finde diesen entspannten Umgang und diese ruhige Einstellung sehr angenehm.
So fühlt sich meine Abstinenz gut und richtig an. Manchmal habe ich diese leisen, subtilen Glücksgefühle.
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Ist das "Zauberwort" nicht Gelassenheit? Erst als ich mich nicht mehr stresste, konnte ich entspannt mit Alkohol umgehen, ihn einfach stehen lassen.
Das ist bei mir auch so. Ich mache mir kaum Gedanken bezüglich Alk oder generell um Getränke. Getränke spielen einfach nicht mehr eine große Rolle in meinem Alltag. Unterwegs bestelle ich mir einfach selbstverständlich ne Limonade oder Wasser.
Ich finde je weniger Aufmerksamkeit ich dem Thema beimesse, desto unkomplizierterer ist es. Den Respekt behalte ich zwar, aber das war’s. Da genügt mir das Forum für.
Ich finde diesen entspannten Umgang und diese ruhige Einstellung sehr angenehm.
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dass mir die erste Wirkung von Alkohol, dieses leicht schwummerige, wattige Empfinden - ich kann‘s nicht besser beschreiben - , über das ich keinerlei Kontrolle hatte, nicht recht behagte, mir eigentlich sogar unangenehm war.
Das kenne ich auch. Dieser erste Moment war auch bei mir eher unangenehm.
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was möchtest du für dich denn aus Pauls Test schließen?
Nichts weiter. Für mich käme so ein Test nicht in Frage.
Würdest du wieder ab und zu ein Glas Wein trinken wollen, wenn das Risiko, dass du früher oder später wieder einen Kontrollverlust erleidest, nicht (mehr) bestünde?
Das kann ich so gar nicht sagen und beantworten. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen NUR 1 Glas Wein zu trinken. Deshalb ist konsequente Abstinenz für mich der beste Weg. Das Risiko irgendwelcher Tests gehe ich erst gar nicht ein. Und solche Überlegungen was wäre wenn sind zuviele Gedanken an Alkohol und Sucht. Ich kontrolliere meine Gedanken sogar, damit das Thema sowenig wie möglich Raum bekommt. Lediglich im Forum ist das Thema aktiv und zwar nur um den Respekt zu behalten. Kontrolliertes Trinken und Tests sind nicht meins.
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Auch ich "wagte" nach drei Jahren Abstinenz ein Experiment, ich trank Bier und wartete was passiert ... es meldete sich weder "die Sucht", noch hatte ich ein Verlagen/Bedürfnis dieses zu wiederholen oder dieses in die Länge zu ziehen (mehr zu trinken) = das Bier schmeckte nicht und eine angenehme Wirkung hatte es auch nicht.
Ich kann mich noch an deinen Test erinnern, aber nicht mehr, was dabei für dich rausgekommen ist.
Hast du dieses Bier denn gemerkt, dusseligen Kopf oder Übelkeit oder so? Und hattest du Gedanken, noch eins trinken zu wollen?
Ich frage deshalb, weil ich kürzlich mal den Gedanken hatte, dass mir 1 Glas Wein bestimmt nix ausmachen würde und ich doch ruhig mal eins trinken könnte und es könne ja nicht sein, dass ich dann noch mehr haben wollte.
Dachte dann aber, dass sich wohl das Suchtgedächtnis gemeldet hat. Habe diesem Gedanken einfach keine weitere Aufmerksamkeit mehr gegeben.
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Für mich wäre das nichts. Ich denke, dass ich ja dann dauernd einen Entzug habe. Außerdem wäre mir das Risiko nach den 1-2 Gläsern, dann doch auch das 3. und 4. trinken zu wollen.
Bei mir funktioniert ganz oder gar nicht am Besten. Einmal durch den Entzug und mit Trockenarbeit zur Stabilität gelangen.
Mir haben 1-2 Gläser nicht genügt. Ich stelle mir da halt vor, dass ich dann immer nach den weiteren Gläsern gieren würde.
Mir erscheint das anstrengender als komplett abstinent zu sein.
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ich früher an einem Tag geschafft habe, ist jetzt höchstens mein Monatskonsum. Ich war schon "gut" dabei. Ich kenne sehr wohl diesen Sog, wenn man nach einem Bier z.B. nicht aufhören kann.
Das ist weg, warum auch immer.
Verstehe ich das richtig, dass du kontrolliertes Trinken praktizierst und dass du es kannst nach dem ersten Glas kein zweites, drittes…usw?
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Vor exakt 3 Jahren stand ich morgens vor dem Spiegel und wollte die Person darin niemals wiedersehen.
Dann gratuliere ich dir gerne zum 3 Jährigen 👍
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Ciara ich verstehe deine Situation. Denke aber, dass Alkohol die Panikattacken eher verstärkt.
Ich habe für mich erkannt, dass auch schlimme Krankheitssituationen im engen Familienkreis besser nüchtern zu durchleben sind. Alkohol macht ja nichts besser und hilft niemandem.
Und gerade wenn das Leben eines Familienangehörigen zu Ende geht, dann ist diese Zeit, die noch bleibt, viel zu kostbar um sie versoffen und im Suff zu vernebeln und sich nur noch verschwommen dran erinnern zu können.
Ich erlebe jetzt alles was das Leben für mich bereithält nüchtern und mit klarem Kopf. Ich kann auch viel besser auf meine Stärken aufbauen.
Alkohol ist für niemanden gesund, weil es ein Gift ist. Selbst kleine Mengen Alkohol können Schaden anrichten. Das ist eine bestätigte Tatsache und ist überall nachzulesen.
Ich wünsche dir Kraft für die anstrengende Zeit.
Mein Leben ist es mir wert, es nüchtern zu erleben, mit allem was kommt.
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Ich schreibe mal wieder in meinem TB, denn es soll ja nicht verstauben 😊
Es gibt jetzt Zeiten, da denke ich nicht daran, dass ich keinen Alkohol mehr trinke, da denke ich auch nicht daran, dass ich trotzdem noch süchtig bin. Da vergesse ich das ganze Thema und wie selbstverständlich mache mein Ding.
Aber selbstverständlich ist gar nichts. Nur meiner strikten Abstinenz ist es zu verdanken, dass ich mein Leben wieder habe und alles normal und selbstverständlich erleben kann. Egal ob Job, Sport, Privatleben alles ist nur nüchtern möglich.
Meine Gesundheit und Fitness sind wieder gut auf Vordermann. Alles habe ich nur meinem starken Entschluss zu verdanken endlich keinen Alkohol mehr zu saufen. Bis der Tag kam hatte ich schon vorher rumgeeiert und versucht weniger zu trinken. Das ging gar nicht weil ich meinen Pegel haben musste. Ich hatte gewusst, dass ich Alkoholikerin geworden bin und nicht mehr kontrolliert trinken kann.
Meine Gesundheit hing am seidenen Faden und plötzlich hatte ich Angst davor Krebs zu bekommen und dass mein Leben enden wird. Nur die konsequente Entscheidung aufzuhören mit dem Saufen, konnte mich noch retten. Ich hatte Angst, ohne Alkohol leben zu müssen und ob und wie ich es schaffe ohne Alkohol überhaupt nur einen einzigen Tag zu überstehen.
Aber meiner Gesundheit stand das Wasser bis zum Hals und da habe ich dann ganz spontan und ohne groß zu überlegen von einem Tag auf den anderen aufgehört zu saufen und das bis heute rückfallfrei durchgezogen. Mein Leben hat sich inzwischen stark verändert. Am Anfang war mein Fokus auf die Gesundheit gelegt. Es gab ernsthafte Baustellen zu verbessern. Es hat sich gelohnt. Inzwischen hat sich mein Körper erholt und es sind alle meine Blutwerte wieder im Normalbereich und alle Untersuchungen unauffällig und ohne besonderen Befund. Also ich bin wieder gesund. Das ist das allerwichtigste und allergrößte Geschenk, dass ich mir selbst durch die Abstinenz machen konnte.
Es ist doch so, dass Alkohol nur eins kann, nämlich mein Leben zu ruinieren und mich zu zerstören. Aber ich habe nur dieses eine Leben und ich sorge nun mit klarem Kopf gut für mich.
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Hallo Ben willkommen zurück im Forum. Ich wünsche dir einen guten Nutzen aus dem Forum auf deinem Weg. Hier zu lesen und zu schreiben ist für meine Abstinenz wichtig, damit ich am Thema dran bleibe und stets an meiner Abstinenz festhalte.
Alles Gute für dich.
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Bei mir hat es ne ganze Weile gedauert. War zum Teil sehr unruhig und Gedankenkarusell. Habe mir dann ein besonders ruhiges Abend Ritual angewöhnt. Ein paar Minuten was angenehmes positives zu lesen, Tee, Entspannungstechniken oder Meditation. Beim Einschlafen habe ich die Gedanken mit zählen und Stop abgelenkt. So wurde das dann ganz gut.