Also ich habe mich so vielen Risiken nicht ausgesetzt. Erst Recht nicht in den ersten paar Monaten. Auch jetzt gehe ich Alkohol möglichst aus dem Weg. Wenn sich das nicht ganz vermeiden lässt, verschwinde ich rechtzeitig und schaue, dass Alkohol so wenig wie möglich Aufmerksamkeit von mir bekommt. Damit fahre ich ziemlich gut.
In meinen Gedanken kommt der Rückfall nur am Rande vor, so nach dem Motto wenn's passiert, schauen warum und das ganze von vorne.
Das hört sich ziemlich entspannt an. Für mich zu entspannt. Ich denke erst gar nicht, dass ein Rückfall überhaupt passiert. Klar kann man aus einem Rückfall lernen und wieder von vorne anfangen. Aber ich will erst gar keinen bauen, weil ich nicht sicher weiß, ob ich es dann schaffe wieder von vorne anzufangen. Mir klingt das zu sehr nach Hintertür.
Bin ich einfach nur übermütig, bzw. leichtsinnig?
Bei 3-4 Monaten gibt’s ja die bekannte Rosa Wolke. Die hatte ich auch. Alles etwas euphorisch, neu und aufregend. Auch sogar spannend jeden Tag das Glas stehen zu lassen. Wichtig ist aber, wirklich jeden Tag das Glas tatsächlich stehen zu lassen.
Ich meide einfach Risiken so gut ich kann. Ich hab einfach keinen Bock rückfällig zu werden. Die Sucht ist nicht zu unterschätzen und ich kann nicht nach 1-2 Gläsern aufhören. Meine Gesundheit und mein Leben sind es mir wert, meine Abstinenz ernst zu nehmen und sie auch von innen heraus mit Überzeugung zu leben.