vor allem bei einer Frau
Ich dachte immer du bist ein Mann 😀
Habe vor einigen Wochen auch mit Yoga angefangen.
vor allem bei einer Frau
Ich dachte immer du bist ein Mann 😀
Habe vor einigen Wochen auch mit Yoga angefangen.
Also ich habe mich so vielen Risiken nicht ausgesetzt. Erst Recht nicht in den ersten paar Monaten. Auch jetzt gehe ich Alkohol möglichst aus dem Weg. Wenn sich das nicht ganz vermeiden lässt, verschwinde ich rechtzeitig und schaue, dass Alkohol so wenig wie möglich Aufmerksamkeit von mir bekommt. Damit fahre ich ziemlich gut.
In meinen Gedanken kommt der Rückfall nur am Rande vor, so nach dem Motto wenn's passiert, schauen warum und das ganze von vorne.
Das hört sich ziemlich entspannt an. Für mich zu entspannt. Ich denke erst gar nicht, dass ein Rückfall überhaupt passiert. Klar kann man aus einem Rückfall lernen und wieder von vorne anfangen. Aber ich will erst gar keinen bauen, weil ich nicht sicher weiß, ob ich es dann schaffe wieder von vorne anzufangen. Mir klingt das zu sehr nach Hintertür.
Bin ich einfach nur übermütig, bzw. leichtsinnig?
Bei 3-4 Monaten gibt’s ja die bekannte Rosa Wolke. Die hatte ich auch. Alles etwas euphorisch, neu und aufregend. Auch sogar spannend jeden Tag das Glas stehen zu lassen. Wichtig ist aber, wirklich jeden Tag das Glas tatsächlich stehen zu lassen.
Ich meide einfach Risiken so gut ich kann. Ich hab einfach keinen Bock rückfällig zu werden. Die Sucht ist nicht zu unterschätzen und ich kann nicht nach 1-2 Gläsern aufhören. Meine Gesundheit und mein Leben sind es mir wert, meine Abstinenz ernst zu nehmen und sie auch von innen heraus mit Überzeugung zu leben.
Für mich ist das sonnenklar. Wie man sich selber darstellt, wie man nach außen lebt, wie man mit seiner Geschichte umgeht, sorgt exakt dafür, wie man draußen wahrgenommen wird.
Deine Sicht gefällt mir. Ich strahle nirgendwo nach außen die traurige, verzichtende trockene Alkoholikerin aus. Warum auch, ich habe nichts verbrochen und niemandem geschadet. Ich bin mit mir im Reinen. Da ich es nicht an die große Glocke gehängt habe, wissen nur wenige, dass ich trockene Alkoholikerin bin.
Im Gegenteil zu dir ist mein Geist nun aber nicht wie „frei gelassen“ sondern ich bin immer noch so wie ich war, jedoch nüchtern und mit klaren Gedanken. Ich denke nicht zurück und schaue nur wie ich in der Gegenwart das Beste machen kann.
Wichtig ist bei Veranstaltungen, dass ich gehen kann sobald es „anders“ wird.
Mein kleiner Trick war, dass ich immer ein paar Pfefferkörner in der Tasche hatte. Die sind klein und unauffällig und konnte ich gut mitnehmen. Im Notfall einfach zerbeißen. Die Schärfe verjagt Saufgedanken direkt und das Suchtgedächtnis ist komplett irritiert und hält Ruhe.
Wie nehmt ihr solch "Aussagen" war? Redet ihr bei solchen Gespräch mit?
Ich sage klar, dass ich keinen Alkohol trinke, das darf gerne sogar etwas stolz und angeberisch klingen.
Auf solchen alkoholhaltigen Veranstaltungen bin ich nicht lange.
Das Jahr 15 nach dem Ausstieg hat begonnen.
Oh wie toll, herzlichen Glückwunsch. Wow freue mich für dich. Dein Beitrag ist so positiv und motivierend. 👍
Ist das Gewöhnung, diese Gelassenheit ... "is' mir doch egal!" ? Bewusstsein ... Alkohol ist nicht gefährlich, so lange ich ihn nicht trinke?
Kann man das trainieren, sich angewöhnen oder andersherum, sich diese Angst des "ewig drohenden Rückfalls" abtrainieren/abgewöhnen? Weil man sich eben mit der Zeit bewusst wird "ich entscheide, kein *Suchthirn*" keine imaginäre Kraft, sondern ich allein? Also 'ne reine Glaubenssache?
Ist ne interessante Überlegung.Ich habe mir z.B. angewöhnt, keine Gedanken und Aufmerksamkeit an Alkohol oder Sucht zu verschwenden, damit fühle ich mich wohl. Habe auch gelernt auszublenden. Wenn ich irgendwo Alk sehe, nicht weg zu gucken, aber auszublenden, also ignorieren ohne Gedanken dazu. So als wäre es z.B. was belangloses wie ein Aschenbecher den ich sehe.
Das macht meine Abstinenz einfach und es fällt mir leicht nüchtern zu bleiben.
Über Rückfälle denke ich nicht nach. Den Respekt erhalte ich mir durch das Forum.
die schon viele Jahre nüchtern
Ich bin zwar noch nicht viele Jahre nüchtern aber fast 2 Jahre.
Ich habe mir bewusst angewöhnt dem Alkohol und der Sucht wenig Raum in meinen Gedanken zu geben. Also ich blocke evtl. aufkommende Gedanken schnell ab. Anfangs musste ich das richtig bewusst üben mit Ablenkung, inzwischen klappt das fast schon von alleine.
Mir gelingt es ziemlich gut so ein Bier wie oben geschrieben einfach zu ignorieren und diesbezüglich keine Gedanken aufkommen zu lassen. Das wirkt sich sehr positiv auf mein Suchtgedächtnis aus, nämlich dass es ruhig bleibt, ebenso Saufgedanken.
Nobs das kenne ich auch, gerade wenn es besonders schön ist können Gedanken an ein Glas Wein aufkommen. Ich denke dann in Sekundenschnelle wie es dann weiter geht nach dem 1 Glas. 2. Glas, 3. Glas ganze Flasche und die negativen bekannten Seiten des Alkohols. Das hilft sofort. Auch blocke ich solche Gedanken schnell ab und lasse sie nicht länger zu. Direkt ablenken, was essen usw.
Danke Helga, normalerweise mache ich mir da gar nicht viele Gedanken. Werde die Tropfen auch wieder nehmen wenn nötig.
Ich meide schon alles mögliche wo Alk drin sein könnte. Wenn ich Nix schmecke oder rieche ist es mir auch egal.
wenn alte mit Alkoholkonsum verbundene, ehemals automatisierte Handlungsmuster, Gedanken, Emotionen und Erinnerungen betroffen sind.
Fraglich ist, ob du’s in diesem Fall mit einer Situation zu tun hast, die das alte Suchtverhalten reaktivieren könnte.
Bei mir sind keinerlei Suchtgedanken mit der Einnahme dieser Tropfen verbunden. Da warte ich nur drauf, dass das Medikament schnell wirkt und die Symptome erträglich werden.
Habe mir da gestern überlegt, dass ich das Medikament weiterhin für den Notfall einnehmen werde. Ich möchte aber diesbezüglich mal Apotheken und auch den Hersteller kontaktieren ob es da andere Möglichkeiten und Lösungen gibt.
Ich bin nun auch schon länger abstinent, aber Leute die frisch abstinent sind, könnten dadurch Probleme bekommen.
Danke dir jedenfalls für deine Rückmeldung 💐
Ich musste heute unbedingt ein Medikament nehmen. Es ist in Tropfenform. Später kam mir der Gedanke, dass da vielleicht Alkohol enthalten ist. Habe gegoogelt und es war so. Dieses Medikament ist für mich für Notfälle und ich nehme es nicht oft. Es wirkt zuverlässig und schnell.
Würdet ihr euch an meiner Stelle Gedanken wegen dem enthaltenen Alkohol machen? Ich muss da nur wenige Tropfen nehmen und die Einnahmen sind recht selten? Leider gibt es dieses Medikament nicht in anderer Form.
Heute habe ich genau 4 Tropfen davon genommen. Das sind ja nicht 4 Tropfen Alkohol, der ist da ja noch verdünnt drin enthalten. Also ich denke, dass ich das Medikament im Notfall wieder nehmen werde, habe leider keine Alternative dazu.
Bisher habe ich mir noch nie Gedanken wegen dem enthaltenen Alkohol gemacht. Heute ist es mir eingefallen und ich habe gegoogelt. Ich sehe das entspannt und trinke deshalb ja nicht wieder. Wie seht ihr das? Eher dramatisch und / oder gefährlich?
Ich hatte auch mein ganz persönliches Ziel. Das war es auch was mir die Augen geöffnet hat. Meine Gesundheit. Glaube jetzt im Nachhinein war das zeitlich mein Glück, noch gerade rechtzeitig. Keine Ahnung ob oder wie es heute um mich stehen würde. Meine Gesundheit ist wieder richtig auf Vordermann gebracht während meiner Abstinenz von bald 2 Jahren. Bin froh und dankbar, dass ich die Kurve gekriegt habe.
Aber man hat als „Kranker“ dennoch einzig und alleine die Verantwortung dafür, wie man mit der Krankheit umgeht. Ob ich sie bekämpfe oder ob ich der Krankheit die Oberhand lasse.
Von daher, es ist der Trinkende, der entscheiden muss. Sonst niemand.
Das ist klar, da stimme ich dir absolut zu. Ich habe bei MissBee ja auch geschrieben, dass sie für sich selbst entscheiden und handeln muss.
Alkoholsucht ist eine Krankheit, bei der ich mich selber heilen kann.
Das weiß ich nicht ob es stimmt, ich kann die Alkoholsucht nur stoppen durch die Abstinenz. Ob Alkoholsucht heilbar ist, kann ich nicht beurteilen und weiß das nicht. Habe bisher immer nur gehört, dass es nicht heilbar ist und nur gestoppt werden kann.
Von daher kann man DOCH etwas dafür, wenn man nichts ändert.
Das klingt, als ob ein nasser Alki jederzeit aufhören kann. Ich konnte es erst, als ich an einem ganz persönlichen Tiefpunkt war. Ich stand vor der Entscheidung meinen Körper zu ruinieren oder zu leben. Ich habe mich entschieden und fühle mich nun belohnt und befreit. Mein Körper hat sich gesundheitlich wieder gut erholt.
Vorher hatte ich auch öfter gedacht, dass ich viel zu viel trinke und habe öfter versucht zu reduzieren oder aufzuhören. dAs ging mal 1 Tag oder 2. Ich war dann bei jedem Versuch im kalten Entzug.
Für mich klingt der Satz, dass man doch etwas dafür kann, wenn man nix ändert, zu einfach. Es ist eine Sucht und die hat‘s in sich. Ich hab’s geschafft und es ist auch zu schaffen. Aber ganz so einfach wie dieser Satz sich anhört, ist es nicht.
Ich hatte nur gehofft, dass wenn er schwach wird er mein Angebot annimmt offen darüber zu reden aber da habe
Mit Leuten, die keine Alkoholiker sind, rede ich nicht darüber. Auch nicht im engen Familienkreis. Die einzigen, die mich richtig verstehen sind Selbstbetroffene. Die finde ich hier im Forum. Die wissen nämlich selbst genau wovon gesprochen wird und haben das auch erlebt. Ich lerne aus deren Erfahrungen und gebe meine Erfahrungen weiter. Also dieser Austausch hilft. Gespräche mit normalen Menschen bringen mir nichts und bringen mich auch nicht weiter.
MissBee , die Alkohol Sucht ist eine Krankheit. Er kann da nix dafür. Selbst ein langjährig Trockener kann jederzeit wieder rückfällig werden, nur wenn er zum ersten Glas greift.
Es gehört täglich einiges dazu um trocken zu bleiben. Eine kleine Unachtsamkeit, oder der Gedanke … ach ein Gläschen… Nein, das geht einfach nicht.
Bei mir zuhause gibt es keinen Alkohol, auch wenn Gäste kommen oder wir etwas feiern, ist immer alles alkoholfrei. Ich habe das so bestimmt. Weil das für mich wichtig ist und ich konsequent sein muss.
Ich gehe Alkohol aus dem Weg, treffe mich mit Freunden lieber morgens oder mittags in einem Café statt abends im Biergarten oder einer Kneipe. Um Sucht- oder Saufdruck zu vermeiden.
Ich musste lernen mit meinem Suchtgedächtnis und Saufgedanken umzugehen.
Meine Familie steht komplett hinter mir, das hilft mir sehr.
Es ist nicht einfach so, dass jemand auf Knopfdruck nix mehr trinkt und mit links für immer nüchtern ist. Aber es ist zu schaffen. Mit Hilfe einer SHG oder sogar zwei, eine reale und eine online wie hier. Die Abstinenz muss an allererster Stelle stehen. Es gibt für mich keine, also gar keine Ausnahme.
Liebe MissBee ich bin seit knapp 2 Jahren trockene Alkoholikerin.
Lügen, Verheimlichen sind völlig normale Dinge im Leben eines nassen Alkoholikers. Alki’s habe geheime Verstecke für den Vorrat. Er weiß selbst, dass er lügt. Er kann gar nicht anders, das ist nicht mal böse oder absichtlich. Es ist einfach die Sucht. Ein Alki ist fast immer und überall unverstanden. Er ist in die Sucht gerutscht und es ist schwer da wieder raus zu kommen. Nüchtern ist er der gleiche Mensch, den du kennst. Aber als nasser Alki dreht sich alles um den nächsten Schluck, er kann daran gar nix selbst ändern.
Das einzige was ihn retten kann ist, wenn er selbst am Tiefpunkt ist und selbst und ernsthaft aufhören will. Von da an muss sich ein trockener Alki jeden Tag bewusst sein, lebenslang nichts trinken zu können. Ein einziges Glas kann alles zunichte machen. Meine Aufgabe als trockene Alki ist, jeden Tag weiterhin nüchtern zu bleiben. Egal ob Grillfest, Party, Weihnachtsfeier, Silvester, Gäste oder Sommerfest. Ich werde egal wo immer Kaffee, Wasser, Tee, Saft oder Limo trinken. Nie Sekt, Wein, Bier oder sonst was. Das schaffen nicht viele. Es gibt Statistiken darüber. Die Sucht ist knallhart und macht keine Ausnahme.
Du kannst nur für dich handeln und das Richtige für dich tun.
Das hört sich gut an Memory immer weiter so.
Gratuliere zu 3 Monaten Abstinenz.
Können Launen ein Zeichen sein, dass du nicht wirklich ausgeglichen bist? Fällt dir etwas ein, das besser auszugleichen? Vielleicht Bewegung, Sport?
Ich weiß nicht, es dreht sich doch im Leben nicht nur um Partys. Ich gehe auf keine Partys. Das habe ich in jungen Jahren gemacht. Es gibt doch soviel schönes zu erleben, was gar nichts mit Partys zu tun hat.
Ich war in den letzten Tagen unterwegs und an einem Ort hat es mir so gut gefallen. Habe das mit allen Sinnen gefühlt und ganz bewusst genossen.
Mein Leben spielt sich überhaupt nicht auf Partys ab. Muss ich auch gar nicht haben, denn es gibt genug anderes, was ich nüchtern erleben möchte.
Ich will keinesfalls zu dem damaligen Konsummuster zurück, aber ein wenig Nachtrauern ist vorhanden.
Das habe ich überhaupt nicht. Ich trauere dem Alkohol nicht nach, sondern bin froh, dass ich ihn los bin und nicht mehr in Suchtform brauche.
Deshalb war für mich auch der einzig richtige Weg, den komplett abstinenten Weg zu gehen.