Beiträge von Johannes

    Hallo Greenfox,

    ich habe deine Geschichte gelesen und muss dir erstmal gratulieren.
    Das du es nach so vielen Rückschlägen dann doch noch (bis heute) geschafft hast, meine absoluten Respekt.
    Ich stehe da noch ganz am Anfang.
    Ob ich genauso weit fallen werde/muss, ich weis es noch nicht.
    Danke für dein Engagement hier!!!!!!!!

    Hallo und danke für eure Antworten.
    ich denke das mit dem nicht-einschlafen-können als Hauptproblem zu bezeichnen, war grundverkehrt von mir.
    Das ist in der Tat nur die ersten 1-3 Nächte, ab dann schlafe ich so gut und erholsam, herrlich.
    Das Problem ist die fehlende Kontrolle, einmal um eben nicht jeden Tag zu trinken und dann, wenn ein gewisses Level erreicht ist, nicht mehr aufhören zu können.
    Ich hatte mal eine zeitlang mir für jeden Abend ein kleines Glas Wein "verordnet", hat eine Weile funktioniert, dann war irgendwas - Stress oder ein Freund kam vorbei - etwas belangloses eigentlich und dann gings wieder los.
    Und wenn einmal die Phase der guten Vorsätze durchbrochen wurde, dann wirds erstmal wieder kontinuierlich schlimmer.
    Also die komplett Abschüsse gibt es eigentlich nicht mehr, aber hauptsächlich deswegen, weil die Gelegenheiten nicht mehr da sind, oder von mir gemieden werden.
    Früher gab es Wochenenden, da haben wir 30 Stunden durchgesoffen, da ging dann schon mal eine Kiste pro Person drauf + Schnaps.
    Aber das waren die wilden Zeiten.
    In meinem Freundeskreis ist Alkohol extrem präsent, das macht Versuche langsam zu treten oder aufzuhören schwierig.
    Mindestens 4 meiner Freunde sind ebenfalls Alkoholiker, einer ist Trocken, zum dem haben wir den Kontakt verloren (klar)
    Ich Kapsel mich aber die letzten Jahre immer mehr ab, hab aber noch nicht den richtigen Absprung geschafft, ein Freundeskreis von "normalen" Menschen wäre zwar greifbar, aber ich fühle mich da nicht wohl.
    Das Thema Therapie ist für mich (noch?) so eine Sache. Ich weis ja, das ich sofort aufhören könnte, deswegen sagt mir der Kopf: wofür eine Therapie (erst recht stationär)?
    An eine Selbsthilfegruppe hab ich schon öfters gedacht, Adressen hab ich.
    Aber das ist schon ein gewaltiger Schritt, das ist das vollständigen selbst eingestehen und soweit hab ich es noch nicht geschafft.
    Mir tut es schon extrem gut, hier mal alles rauslassen zu können, das geht mit Freunden zwar bedingt, aber meist kommt das Thema nur im Suff auf den Tisch.
    Ich habe leider immer noch die blöde Hoffnung, das in den Griff zu bekommen, es kontrollieren zu können, wie ein "normaler" am Wochenende im Lokal mal ein oder zwei Gläser guten Wein zum Essen zu genießen und es dann gut sein zu lassen.
    Wenn wir jetzt Essen gehen, zwäng ich mir oft noch einen Nachtisch rein, nur um ein 3. Glas Wein "rechtfertigen" zu können.
    Ich bestelle auch lieber 3 Gläser einzeln, statt eine 0,75er Flasche, in der Hoffnung der Wirt schenk etwas mehr als bis zum Eichstrich ein.
    Daheim dann noch schnell einen halben Liter Wein auf einen Zug, wenn die Frau im Bad ist.
    Die Fahne ist ja da, also passt das und nicht vergessen die Spuren zu beseitigen (Leergut, Glas usw).

    Ich ärgere mich so dermaßen über mein scheiß Verhalten, da ich auf der anderen Seite so viel überwunden und erreicht habe.

    Fragen, hmmmmm, habe ich eigentlich keine parat, danke für das Angebot.
    Ich muss mal schauen wie ich jetzt weitermache, der Jahreswechsel hat mir in den letzten Jahren oft als Ansporn geholfen, wirklich loszulegen.
    Ich war da sogar mal 6 Wochen trocken, dann gings langsam wieder los.
    Ich habe auch schon versucht, ein paar ausgesuchte Freunde mit mir zusammen "loszulegen", aber das lief ins leere.

    Hallo,
    Ich bin der Johannes und mittlerweile 44 Jahre alt.
    Hmm.....wie bin ich hier geraten, wie fings an?
    Bei uns zu Hause wurde immer getrunken, das war selbstverständlich.
    Als ich dann die ersten Kontakte mit Alkohol hatte, so mit 14, war das für meine Eltern kein Grund zur Besorgniss.
    Bald wars dann normal, das wir uns i. Freundeskreis jedes Wochenende besoffen haben.
    Das änderte sich aber bald, dann kamen die Drogen.
    Über Gras gings zu XTC, Speed, LSD.
    Das ging lang und teils heftig, bis Mitte Ende 20.
    Stück für Stück hatte ich keinen Bock mehr,mich kaputt zu machen und bin alles los geworden.
    Die harten Drogen,
    Dann das Gras,
    Vor 7 Jahren sogar die Zigaretten,
    Ich hab meine Ernährung umgestellt, mache Sport, bin erfolgreich im Job, Verheiratet, Frau, Haus usw....alles super.
    Nur den Drecksalk, den hab ich nicht im Griff.
    Ich trink alleine, teils heimlich, bunkere Flaschen.
    Unter der Woche versuche ich mit 2 Flaschen Bier auszukommen.
    Oft werdens 3....4....5 oder ne Flasche Wein.
    Am Wochenende dann zur Belohnung einiges mehr.
    Das Hauptproblem ist eigentlich das Einschlafen ohne.
    Ich schaff es schon mal eine, zwei oder drei Wochen ohne Suff, nur sind da die ersten 1-2Nächte schwierig.
    Mit Suff schlaf ich dafür nicht durch, lieg dann ab der Hälfte der Nacht länger wach......auch Scheiße.
    Es ist aber jedes mal eine Erleichterung, wenn ich dann mal wieder den Absprung geschafft habe, Zeit des Erwachens nenn ichs immer.
    Dann fängts wieder an....da mal ein Bier, hier Glas Wein und ab dem 3. gibts eh kein Ende mehr, dann heistsvalles was geht.
    Ich geh nur noch wenig weg, will komplett Abschüsse vermeiden.
    Mittlerweile bin abercan einem Punkt, ich will einfach was ändern, nicht ewig diese Tretmühle!!!!
    Ok.....erstmal soweit zu mir.
    Hallo an Alle. ;)