Mein zufriedenes, nüchternes Leben 🍀

  • Liebe Emily,

    hier von mir noch eine Gedankenanregung zu einer Formulierung von dir:

    Leuten, die ab und zu trinken können, kann ich sowieso nichts schreiben oder helfen, weil ich nicht ab und zu trinken kann.


    Ich selbst würde das nicht (mehr) so ausdrücken, dass ich keinen Alkohol trinken kann, weil das Können oder Nicht-Können für mich keine Rolle mehr spielt und ich mich auch überhaupt nicht dazu herausgefordert fühle, das in irgendeiner Weise begründen zu müssen, dass ich keinen Alkohol trinke.

    Ich bin im Laufe der Beschäftigung mit den Thema sowie im Laufe meiner Genesung von meiner Alkoholabhängigkeit dahin gekommen, dass es für mich absolut nichts gibt, was mich noch daran reizen könnte. Insofern will ich gar keinen Alkohol konsumieren. Es ist für mich also völlig unerheblich, ob ich es kann oder nicht kann.

    Ich beneide die, die Alkohol konsumieren, auch nicht. Im Hinterkopf habe ich da eher, dass jeder / jede selbst wissen muss und entscheiden darf, ob er / sie sich mit den Auswirkungen von Alkohol abgibt oder nicht.


    Ich habe insofern kein Problem damit, wenn der eine oder andere Nutzer hier meint, ohne Alkohol nicht auskommen zu wollen. Ich muss dem nicht "helfen", kann es nicht und will es auch nicht. Wenn er oder sie für sich einen guten Weg gefunden hat, ist ja alles bestens.

    Wenn er oder sie damit keinen guten Weg gefunden hat, findet sich vielleicht ein besserer.

    Herzlich wenig Interesse habe ich und meine Zeit ist mir dafür zu schade, mich zum wiederholten Male mit einem Nutzer zu beschäftigen, der der Definition von Wahnsinn entspricht: immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.


    Und noch etwas zum Abschluss:

    Ich sehe das auch nicht so, dass ich hier bin, um anderen zu helfen. Ich finde das missverständlich, wenn das so ausgedrückt wird, denn der Kernpunkt hier ist die "Selbsthilfe".

    Mit anderen Worten: Die Nutzer sind hier, um sich selbst zu helfen.


    Liebe Grüße

    AmSee

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Tom 1. September 2025 um 19:21

    Hat das Thema geöffnet.
  • selbst würde das nicht (mehr) so ausdrücken, dass ich keinen Alkohol trinken kann, weil das Können oder Nicht-Können für mich keine Rolle mehr spielt und ich mich auch überhaupt nicht dazu herausgefordert fühle, das in irgendeiner Weise begründen zu müssen, dass ich keinen Alkohol trinke.

    Das hast du gut formuliert. Geht auch nicht um können sondern eher um wollen. Ich will keinen Alkohol mehr trinken.

    Und hier meinte jemand kürzlich, dass man jeden Tag kämpfen müsste und abstinent zu leben. Ich kämpfe schon lange nicht mehr gegen Alkohol. Und als ich begriffen hatte, dass ich gegen die Sucht und den Alkohol nicht gewinnen kann, habe ich den Kampf aufgegeben. Letztendlich habe ich dadurch gewonnen, nämlich eine stabile Abstinenz.

  • Und als ich begriffen hatte, dass ich gegen die Sucht und den Alkohol nicht gewinnen kann

    Ist für mich die wichtigste Erkenntnis auf dem Weg zur Abstinenz. Was hatte ich nicht alles versucht, cleverer als der Alk zu sein und irgendwie einen Weg zu finden, weiter zu trinken und nur irgendwie die Kolateralschäden zu vermeiden. War aussichtslos🤦‍♂️

  • Heute bin ich 474 Tage abstinent 🍀

    Und ich beobachte, dass ich mich ziemlich verändert habe. Diese hibbelige Unruhe und Nervösität ist so gut wie verschwunden. Die gestresste Grundstimmung ist auch weg. Dafür hat sich eine innere Ruhe und Ausgeglichenheit entwickelt. Ich fühle mich selbst. Ich gehe auch Dinge viel bedachter und überlegter an. Nehme mir Zeit und bin auf die Sache, die ich gerade mache fokussiert. Ich bringe meinem eigenen Leben und mir selbst Wertschätzung entgegen. Ich tue mir Gutes und achte auf mein Wohlbefinden und dass ich genug ausruhe und Pausen mache und mich entspanne. Eben Selbstfürsorge.

    Dieser ganze Stress, die Lügen, Heimlichtuerei als Begleitung vom Trinken haben sich komplett in Luft aufgelöst.

  • "Und als ich begriffen hatte, das ich gegen die Sucht und den Alkohol nicht gewinnen kann" ...

    Als ich begriff, dass ich weder gegen die Sucht noch gegen Alkohol kämpfen musste, hatte ich gewonnen!

    Mir geht's ähnlich wie Emily, ich bin mittlerweile völlig entspannt was Alkohol angeht!

    Es ist schon der pure Wahnsinn, was so ein Getränk, so ein Stoff im Kopf anrichten kann. Was man sich so alles einbildet bzw. was einem auch eingeredet wird ... dann nüchtern irgendwann, d.h. richtig nüchtern nach 3 ... 12 Monaten oder mehr, denn so lange braucht nun mal das Gehirn, meines jedenfalls, bis es den Urzustand wieder hergestellt hat, vorausgesetzt es ging nichts richtig kaputt und man wieder klar denken kann, suchtfrei.

  • Ja, Alkohol greift schon ganz schön in die Hirnchemie ein..

    Muss man zufrieden sein, oder reicht auch nicht völlig unglücklich und die vielen Vorteile bermerkend.

    Ich bin froh, dass der Alkohol keine Rolle mehr spielt. Mir war das Eis gerade viel lieber. Vor ein paar Jahren noch undenkbar.

  • Diese hibbelige Unruhe und Nervösität ist so gut wie verschwunden. Die gestresste Grundstimmung ist auch weg. Dafür hat sich eine innere Ruhe und Ausgeglichenheit entwickelt. Ich fühle mich selbst. Ich gehe auch Dinge viel bedachter und überlegter an. Nehme mir Zeit und bin auf die Sache, die ich gerade mache fokussiert. Ich bringe meinem eigenen Leben und mir selbst Wertschätzung entgegen. Ich tue mir Gutes und achte auf mein Wohlbefinden und dass ich genug ausruhe und Pausen mache und mich entspanne. Eben Selbstfürsorge.

    Dieser ganze Stress, die Lügen, Heimlichtuerei als Begleitung vom Trinken haben sich komplett in Luft aufgelöst.

    Besonders diese ständige innere Unruhe, die ist auch bei mir ein sehr großer Faktor. Dieses sich ständig wegen keine Ahnung was getrieben fühlen, nicht mehr richtig entspannen können (ohne Alkohol), permanent ein höheres Stresslevel zu haben. Es ist echt heftig, was Alkohol mit der Hirnchmie macht. Alkohol ist ein starkes Depressivum.

    Umso schöner, dass man die Beeinträchtigungen mit Wissen und Willen wieder umkehren kann. Sofern man sich nicht schon zu stark selbst geschädigt hat. Umso schöner, dass Du das für Dich so entschieden hast und jetzt davon profitieren kannst!

  • Liebe Emily,

    schön, dass du wieder da bist :) und wunderbar, wie sich das bei dir entwickelt hat! :thumbup:

    So langsam komme ich auch aus meiner negativen Grundstimmung heraus … Ich merke , dass ich viel Ruhe brauche und auf mich achten muss. Dann wird alles einfacher und der Druck weniger.

    LG Ciara

  • Mein nüchternes Leben hat in letzter Zeit andere Gedanken begleitet. Gesundheitliche Probleme, allgemein den Sinn des Lebens zu sehen, Alkohol war mir ungewollt sehr nahe gekommen. Bin aktuell sehr nachdenklich, gleichzeitig auch unruhig, vielleicht sogar etwas unzufrieden im allgemeinen.

    Gesundheitlich habe ich gerade ziemlich zu kämpfen, begleitet mit Ärztemarathon und ewigem Wartezeiten auf Termine. Bin insgesamt, auch im Job unkonzentriert und habe weniger Kondition als sonst. Fühle mich nicht wirklich wohl und schlafe schlecht.

    Habe auch wenig Lust und Elan, egal ob Job oder privat Haushalt. Ich weiß nicht wirklich was dahinter steckt.

  • Sparkassen_Helga keine Ahnung, ich bin eigentlich nicht so der Depri Typ, aber irgendwie fühle ich mich niedergeschlagen und schlapp.

    So null Bock und keine Lust auf irgendwas. Ist vielleicht einfach mal so eine Phase. Aber in letzter Zeit denke ich auch wieder öfter über Alk nach. Nicht dass ich welchen trinken möchte, eher über das Thema generell. Diese Leichtigkeit ist gerade weg.

    Gestern bei dem Film konnte ich mir genau vorstellen wie es nach dem ersten Schluck ist. Glaube der Film hat mir nicht gut getan.

    Andererseits hat doch jeder im Leben unterschiedliche Phasen, Stimmungsschwankungen. Mal fühlt man sich besser mal nicht so dolle. Gibt eben Hoch‘s und Tief‘s. Wird auch wieder anders.

    Ich wollte das nur mal hier schreiben, weil ich grad auch nicht so aktiv im Forum bin.

  • Hallo Emily, ich denke die Stimmungslage ändert sich schon mal. Das kommt bei mir auch schon vor, lenk dich ab, oder schlaf einfach wenn es dir gut tut. Guck nach vorn und tu dir was gutes. Es kann auch tatsächlich an den Wechseljahren liegen. Die Unruhe eher nicht. Hör auf deinen Körper! Ich habe gestern bewusst den Film nicht geschaut, weil ich nach vorne schauen möchte und nicht zurück. Was ich getan habe, weiß ich auch ohne Film. Ich möchte das nicht mehr erleben und auch nicht im Film sehen. Es geht vorbei und du bist so weit gekommen. Wenn du im Moment lustlos bist und unkonzentriert, dann ist es so. Es wird auch wieder anders. HG

  • ... weil ich nach vorne schauen möchte und nicht zurück. Was ich getan habe, weiß ich auch ohne Film. Ich möchte das nicht mehr erleben und auch nicht im Film sehen.

    Als ich aufhörte zu trinken wusste ich nicht so genau was ich da die Jahre über eigentlich so getrieben hatte. Dies enthüllte sich mir erst so nach und nach. Der Schreck darüber wandelte sich zu allmählich zu einem Erstaunen und manchmal auch zu einem Lächeln über das was so geschehen ist. Hierzu war ich auch bereit mich konfrontieren zu lassen denn ohne diese inneren Begegnungen mit meinem Dämon, von Angesicht zu Angesicht sozusagen, wäre wohl viel nur an der Oberfläche geblieben und hätte mich dann weiterhin beeinflusst. Eine Versöhnung mit meiner ganzen vergangenen Scheiße war und ist mir wichtig denn nur so behalte ich die Zügel in der Hand was meine Gegenwart betrifft.

    Wahrscheinlich sind da die Menschen doch sehr verschieden in ihrer Herangehensweise wie sie mit der Vergangenheit umgehen. Sie so einfach aufgeben wäre schön, funktioniert aber nicht so ganz. Ich denke mal um im Leben wieder in Balance zu kommen braucht es nur ein bisschen Bereitschaft um die Zeichen zu erkennen. Wenn das ins Dunkel verdrängte dann anklopft ist die Zeit gekommen um zu handeln. Das ist meine Erfahrung.

    LG Brant

  • Ich weiß genau, was Du meinst, Emily. Ich hardere ja auch immer wieder mit der Sinnfindung und im Moment tue ich mich auch wieder sehr schwer. Bei mir liegt es an dem verregneten Sommer, der allgemeinen schlechten Wirtschaftslage, der damit verbundenen gesellschaftlichen Entwicklung und der Tatsache, dass ich mittlerweile über 50 bin. Wieviel "gesunde" Restlaufzeit ist da wohl noch? 20 Jahre? Wenn ich auf die letzten 20 Jahre zurück schaue, sind die wie im Flug vergangen, meine Hochzeit war gefühlt erst vorletztes Jahr und wenn ich mir vorstelle die nächsten 20 Jahre verfliegen auch so schnell, ohne, dass irgendwas in meinem Leben passiert, ist das sehr bedrückend. Ich lande immer wieder an dem Punkt, dass der Sinn des Lebens das Leben ist - aber komme gleichzeitig auch immer wieder an den Punkt, dass mir das nicht reicht. Und dann ist auch schnell der Gedanke da - was ist jetzt anders als zu der Zeit wo ich noch gebechert habe? Nichts, außer, dass ich diese Trostlosigkeit nüchtern ertragen muss. Am Ende erinnere ich mich daran, wie elend ich mich morgens gefühlt habe und wie wenig man ehrlicherweise gebacken bekommt, weil man ständig verkatert ist. Vielleicht verhindere ich mit der Abstinenz auch die eine oder andere schwere Erkrankung. Aber die Gemütsschwere vermag es nicht zu heilen. Und es ändert auch nichts an dem täglichen Hamsterrad. Ich muss dabei oft an meinen Opa denken, der immer gesagt hat, was er alles machen möchte, wenn er Rentner ist. Am Ende ist er dann kurz nach Rentenbeginn an Krebs gestorben, mein anderer Opa hat noch nicht einmal das Rentenalter erreicht und meine beste Freundin ist mit 19 ermordet worden. Alle haben ihre Sehnsüchte und Wünsche nicht umsetzen können. Ich wünschte oft, ich würde mir auch vorstellen können mit Rentenbeginn meine Träume zu erleben - ich weiß nur nicht einmal welche das überhaupt sind. Die Sinnfindung im Leben erscheint mir das schwierigste überhaupt, da sie anscheinend nicht mit Denken zu lösen ist.

    Ich hab durch meinen Hormonmangel wirklich grauenhafte Schlafstörungen gehabt. Die sind mit Beginn der Hormonersatztherapie viel besser geworden, kommen jetzt aber wieder auf. Vielleicht muss ich da nochmal nachjustieren, ich hab sehr niedrig dosiert gestartet. Schlafmangel ist nicht unterschätzen. Nicht umsonst ist das eine Foltermethode. Vielleicht führst Du mal ein Schlaftagebuch und schaust, ob Du Ein- oder Durchschlafstörungen hast und ob das immer zur gleichen Zeit passiert? Ich war immer um 04:00 glockenwach und konnte partout nicht einschlafen. Jetzt nehme ich abends transdermal bioidentisches Progesteron - das klappt ganz prima. Leider ist meine extreme Erschöpfung als PMS Problem immer noch nicht gelöst und leider kommen auch die Gelenkschmerzen in der zweiten ZH wieder durch. Aber durch die bessere Schlafqualität kann sich auch gemütsmäßig einiges verbessern. Ich will Dich da nicht in etwas reinquatschen, aber der Hormonumbruch bei der Frau ist schon heftiger als allgemein bekannt und ich habe den Eindruck, dass erst langsam durch Ärzte wie Sheila de Liz darüber Bewusstsein entsteht.

    Kannst Du Dich gut erholen, wenn Du so schlapp bist oder hast Du das Gefühl Du müsstest jetzt was dagegen tun, um wieder fitter zu sein? Kannst Du gut faul sein und die Schlappheit einfach Schlappheit sein lassen?

    Beste Grüße Helga

  • Ich hardere ja auch immer wieder mit der Sinnfindung und im Moment tue ich mich auch wieder sehr schwer. Bei mir liegt es an dem verregneten Sommer, der allgemeinen schlechten Wirtschaftslage, der damit verbundenen gesellschaftlichen Entwicklung und der Tatsache, dass ich mittlerweile über 50 bin. Wieviel "gesunde" Restlaufzeit ist da wohl noch? 20 Jahre?

    Ich als 60jähriger hab' wohl noch so round about 15 Sommer,
    die ich genießen kann -
    oder auch nicht.

    Ja, das Vergegenwärtigen, dass unser Leben endlich ist, also der Zähler unserer verbleibenden Lebenszeit stetig rückwärts läuft, ist einerseits schmerzhaft. Das ging mir auch so und ist auch nicht ungewöhnlich: Gerade in der Lebensphase zwischen 50 und 60 vergegenwärtigen sich viele Menschen ihrer Endlichkeit und stellen sich die Sinnfrage.

    Der Sinn des Lebens besteht meines Erachtens darin, sein Leben zu leben. Klingt erstmal ziemlich profan. Klarer wird es, wenn man das Ganze umdreht, also wenn man feststellt, dass man in Teilen ein ungelebtes Leben geführt hat. Ungelebt heißt, wenn man das Leben so vor sich hin plätschern lässt, sich nur im Hamsterrad bewegt und die täglichen schönen Momente dabei übersieht.

    Wenn man dem folgt, ergibt sich quasi der Auftrag an sich selbst:
    Nutze Deine (verbleibende) Lebenszeit!

    Die Endlichkeit des eigenen Lebens kann einem also auch den Wert des eigenen Lebens vor Augen führen - zumal man nur dieses eine Leben hat.

    Das Leben ist doch letztlich eine Aneinanderreihung von wahrgenommenen und verpassten Chancen. In diesem Sinne kann man die Augen für alles Schöne offen halten, vom Denken ins Handeln kommen (man kann sein Leben nicht "erdenken", sondern nur erleben), öfters etwas Körperliches tun (z.B. ein Spaziergang in der Natur) und dankbar sein für das, was man hat, anstatt sich über das zu beklagen, was man nicht hat.

    Was ich hilfreich empfand beim erstmaligen Lesen: Man ist zwar seine Glückes Schmied, aber man ist auch stets das heiße Eisen auf dem Amboss seines Schicksals. Ergo: Der Fluss des Lebens geht manchmal eigentümliche Wege und ich tue gut daran, dies anzunehmen.

  • Der Sinn des Lebens besteht meines Erachtens darin, sein Leben zu leben. Klingt erstmal ziemlich profan.

    So sehe ich das auch und es ist wirklich so profan.

    So lange noch was geht, sollte man es auch nutzen. Sicherlich werden mit zunehmendem Alter die Chancen nicht gerade größer, doch dafür ist man erfahrener, vielleicht auch cleverer, gelassener.

    Mit 55 Jahren bemerkte ich erst, das ich schon ziemlich alt bin für den Arbeitsmarkt, um nochmal neu zu beginnen, obwohl ich noch top fit und voll motiviert war. Irgendwann beginnen dann die kleinen Wehwehchen, wenn man Pech hat auch die großen, doch so is'es nun mal wenn man alt wird/ist.

    Lebe dein Leben so lange wie es geht, freue dich an dem was (noch) geht. Die vielen kleinen Dinge geben doch dem Leben einen Sinn, oft (leider) bemerkt man sie erst wenn sie "weg" sind oder kaum/nicht mehr zu erreichen.

    Die ganzen gemachten Fehler zu betrauern ist äußerst unintelligent ... wir machten sie ... der Drops ist gelutscht! Vielleicht bleiben dir noch 15 Sommer, vielleicht fällt dir auch übermorgen ein Meteorit auf den Kopf oder der böse Herzkasper ereilt dich oder oder oder.

    Lebe heute, hier und jetzt! ... und mach' das Beste daraus ...

  • Kannst Du Dich gut erholen, wenn Du so schlapp bist oder hast Du das Gefühl Du müsstest jetzt was dagegen tun, um wieder fitter zu sein? Kannst Du gut faul sein und die Schlappheit einfach Schlappheit sein lassen?

    Ich kann mich nicht besonders gut erholen und überlege oder lese wie ich wieder fit werden kann. Und bei Schlappheit mache ich mir Gedanken was alles gemacht werden muss und ich nur faul bin.

    Auch wie du schreibst, dieses Hamsterrad geht mir auf den Zeiger. Im Job, aber auch privat.

    Gestern hatte ich richtig depressive Stimmungsschwankungen. Ich schleppe ne Kehlkopfentzündung schon seit Ewigkeiten rum und das wird nicht besser, jetzt kam noch ne Erkältung dazu.

    Das einzige was mir aktuell Spaß macht ist mit dem Hund in der Natur zu sein. Aber einen Wald gibt’s bei uns nicht und muss man mit dem Auto erst hinfahren.

    Eine Versöhnung mit meiner ganzen vergangenen Scheiße war und ist mir wichtig denn nur so behalte ich die Zügel in der Hand was meine Gegenwart betrifft.

    Das habe ich auch alles bereits aufgearbeitet und bin im Reinen mit meiner Vergangenheit.

    Derzeit sehe ich die Gefahr eher, dass ich bei trüber Stimmungslage denke…ach ist doch eh egal und so ein Rausch war doch ganz gut um mal der Welt zu entkommen. Solche Gedanken hatte ich bei dem Film.

    Klar mache ich nicht, dazu bin ich viel zu vernünftig.

  • Lebe dein Leben so lange wie es geht, freue dich an dem was (noch) geht. Die vielen kleinen Dinge geben doch dem Leben einen Sinn, oft (leider) bemerkt man sie erst wenn sie "weg" sind oder kaum/nicht mehr zu erreichen.

    Paul du hörst dich so richtig gelassen an. Wie hast du diese Gelassenheit bekommen?

    Lebe heute, hier und jetzt! ... und mach' das Beste daraus ...

    Ich werde mich einfach aufrappeln, mal schütteln, lächeln und den Tag genießen. Heute ist Teil meines Lebens und nur jetzt zählt.

    Bei solchen fiesen Stimmungsschwankungen wie aktuell neige ich sogar zur Suchtverlagerung. Ich kaufe dann schnell was. Habe ich wieder gemacht, von Kosmetik über Jacken, Pullis. Aber nix bräüchte ich tatsächlich wirklich. Habe alles da. Oder ich esse viel Eis. Klar der Arzt hat gesagt, Eis wäre gut bei der Kehlkopfentzündung. Aber ich esse da dann die ganze Dose leer.

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