Liebe Emily,
hier von mir noch eine Gedankenanregung zu einer Formulierung von dir:
Leuten, die ab und zu trinken können, kann ich sowieso nichts schreiben oder helfen, weil ich nicht ab und zu trinken kann.
Ich selbst würde das nicht (mehr) so ausdrücken, dass ich keinen Alkohol trinken kann, weil das Können oder Nicht-Können für mich keine Rolle mehr spielt und ich mich auch überhaupt nicht dazu herausgefordert fühle, das in irgendeiner Weise begründen zu müssen, dass ich keinen Alkohol trinke.
Ich bin im Laufe der Beschäftigung mit den Thema sowie im Laufe meiner Genesung von meiner Alkoholabhängigkeit dahin gekommen, dass es für mich absolut nichts gibt, was mich noch daran reizen könnte. Insofern will ich gar keinen Alkohol konsumieren. Es ist für mich also völlig unerheblich, ob ich es kann oder nicht kann.
Ich beneide die, die Alkohol konsumieren, auch nicht. Im Hinterkopf habe ich da eher, dass jeder / jede selbst wissen muss und entscheiden darf, ob er / sie sich mit den Auswirkungen von Alkohol abgibt oder nicht.
Ich habe insofern kein Problem damit, wenn der eine oder andere Nutzer hier meint, ohne Alkohol nicht auskommen zu wollen. Ich muss dem nicht "helfen", kann es nicht und will es auch nicht. Wenn er oder sie für sich einen guten Weg gefunden hat, ist ja alles bestens.
Wenn er oder sie damit keinen guten Weg gefunden hat, findet sich vielleicht ein besserer.
Herzlich wenig Interesse habe ich und meine Zeit ist mir dafür zu schade, mich zum wiederholten Male mit einem Nutzer zu beschäftigen, der der Definition von Wahnsinn entspricht: immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.
Und noch etwas zum Abschluss:
Ich sehe das auch nicht so, dass ich hier bin, um anderen zu helfen. Ich finde das missverständlich, wenn das so ausgedrückt wird, denn der Kernpunkt hier ist die "Selbsthilfe".
Mit anderen Worten: Die Nutzer sind hier, um sich selbst zu helfen.
Liebe Grüße
AmSee