Beiträge von Stilles Wasser

    Hallo Emily

    Ich habe die letzten zweieinhalb Jahre sehr intensiv hier im Forum geschrieben. Für mich ist jetzt die Zeit gekommen da mal meine Situation zu überdenken. Ich gehe auf die siebzig zu und bin fast drei Jahrzehnte abstinent. Der Fokus hat sich bei mir verändert.

    Von meinem Gefühl her wäre es momentan besser das diejenigen das Forum hochhalten, die gerade dabei sind sich von ihren nassen Gedankenstrukturen zu befreien. Eine nüchterne und stabile Perspektive für sich selbst entwickeln. Ich selber sehe mich da nicht mehr an der vordersten Front.

    Im Moment fühle ich mich tief berührt vom Leben. Das ist das Wichtigste. Was die Zukunft bringt? Wir werden es sehen.

    Allerliebste Grüße

    🙈 Stilles Wasser

    Hallo Emily

    Aus deiner Situation wird dich vermutlich niemand herausholen können außer du selbst. Da bleibt doch die Frage wie wichtig dir deine Position ist auch wenn sie dich herunterzieht und auszehrt. Ich kenne diese Jobsituation in der Form nicht da ich nüchtern einen Arbeitsplatz hatte wo ich zwar nicht viel verdient, jedoch sehr viel Freiraum für mich hatte. Und als irgendwann ein neuer Ehrgeizling mobbte bin ich gegangen sa sich die Situation nicht ändern ließ. Ich habe es nie bereut.

    Vielleicht ein Wort zu dem was du als Kaufsucht bezeichnest. Ich habe seit Beginn meiner Abstinenz mir immer wieder Dinge gekauft wie CDs, Bücher oder auch anderen Schnickschnack der nicht unbedingt lebensnotwendig gewesen wäre. Als Sucht würde ich das bei mir nicht bezeichnen. Ich hatte halt endlich den Blick frei mir endlich Dinge zu gönnen die jenseits des Schnapsregals im Supermarkt beheimatet waren. Zu heilig sollten wir halt alle nicht werden wollen.

    Da mit dem Rentner hast du vielleicht recht. Für mich ist es der Traumjob. Es gibt nur noch wenige Dinge die zu erledigen sind und diese kann ich relativ gemütlich angehen. Nichts eilt.

    In der Nachbarschaft ist so ein Mann. Man kann ihn werktags immer pünktlich um 6:23 Uhr aus dem Haus stürzen sehen und im Laufschritt hin zur Arbeit. Er muss das schon so verinnerlicht haben dass er gar nicht mehr auf die Idee kommt sich vielleicht ein, zwei Minuten früher auf dem Weg zu machen. Nun ja nicht mein Bier.

    Dieses nicht viel um die Ohren zu haben ist schon länger das worauf ich sehr achte und es tut mir unwahrscheinlich gut.

    Jetzt habe ich dir ein bisschen vollgequatscht und kann dir nur noch wünschen dass deine Reise dich bald wieder in ruhigere Gewässer bringt.

    Stilles Wasser

    Alkoholsucht der Eltern: Film soll Kinder stärken

    Eine Kindheit mit suchtkranken Eltern – das hat Regisseur Lars Smekal erlebt und in einem Kurzfilm verarbeitet. Als Präventionsprojekt lief der Film im Marktredwitzer Kino. Er soll Jugendlichen zeigen, warum Hinschauen so wichtig ist.

    Sonntagmittag am Familientisch: Das Kind trink Limo, die Mutter Wodka, der Vater fehlt. Er hockt mit einem Bier am Spielautomaten in der Kneipe. Diese Szene stammt aus dem Kurzfilm "Erinnerungen einer vergessenen Kindheit" von Lars Smekal. Sie ist aber genauso auch Realität – so die Botschaft des Filmemachers. Er ist selbst mit suchtkranken Eltern aufgewachsen. "Ich hätte mir einfach auch oft gewünscht, dass in meiner Jugend, in meiner Kindheit mehr Menschen hingeschaut hätten", sagt Smekal. Sein Ziel: auf die Kinder aufmerksam machen, die in suchtbelasteten Familien leben und sie ermutigen, sich anderen anzuvertrauen.

    https://www.br.de/nachrichten/ba…taerken,V2Wcpuq

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Hallo Emily

    Die innere Haltung ist wohl entscheidend. Schwere Hürden begegnen wir alle im Leben. Dies als Herausforderung anzunehmen und nicht in Resignation zu verfallen ist mehr als die halbe Miete. Ich jedenfalls wünsche dir ein stilles Retreat, wo du abseits vom Staub der Welt neue Kraft schöpfen und die echten Schwingungen deines wahren Natur mehr wahrnimmst als das in einem stressigen, hektischen Alltag möglich ist.

    Liebe Grüße 👋 Stilles Wasser

    Hallo Emily

    Abstinenz bietet ja die Möglichkeit sich mehr und mehr dem Wesentlichen des Lebens zu öffnen, zuzuwenden und hinzugeben. Dazu ist es wohl nötig ab und an in die Dunkelkammer zu gehen um dort den eigenen Alltag auf dem Prüfstand zu stellen. Unbewusste Denkschablonen und eingefahrene Gedankenkonstrukte aufspüren. Gewohnheiten haben sich eingeschlichen, verfestigt und fühlen sich nun nicht mehr so okay an. Irgendwie haben sie ihre Frische und ihre Farbe verloren. Was vielleicht mal gut und richtig war hat sich inzwischen überholt. Das ist der Lauf der Dinge, das nichts bleibt wie es war sondern ständig im Fluss ist. Ein kleiner Rückzug vom bisherigen ist vielleicht die beste Möglichkeit um wieder in den Flow zu kommen und die Energien des Seins neu zu spüren.

    Alles Gute

    Brant

    Andrew07

    Ich habe mir schon Gedanken 💭 gemacht , wen ich in meinem Umfeld davon erzählen werde . Und mir dann zusammen mit dieser Person Hilfe beim Arzt hole . Alleine traue ich mich nicht !

    Stelle ich mir schwierig vor da so einfach los zu gehen. Meine Erfahrung ist dass die meisten Menschen so gar nichts damit anfangen können was es bedeutet den "Großen Durst" zu verspüren. Sie kennen das halt einfach nicht und denken wir müssten halt auch so wie sie sein. Das sind wir aber nicht.

    Es spricht auf alle Fälle für dich dass du beginnst reinen Tisch zu machen mit dem was deine Blockaden ausmachen.

    Ich kann mir selbst keine genaue Antwort darauf geben aber es ist eher das Gefühl ohne halt zu sein in dem Moment . Dieses Gefühl reißt mir dann den Boden unter den Füßen weg .

    Im Grunde ist an der Situation nichts verkehrt. Die Tragik ist vielleicht nur der Umstand dass wir kontrollieren wollen wie alles so sein sollte.

    Eine Zeit lang ohne Bodenkontakt zu sein ist sehr entspannend. Ich habe es mir zu einer Angewohnheit gemacht des öfteren völlig losgelöst die Zeit zu verbringen. Möglicherweise nennen das manche auch Meditation oder auch nur schlicht und einfach relaxen.

    Wenn ich ehrlich bin braucht mich die Welt da unten doch gar nicht so oft wie ich es mir vllt gerne einreden will.

    Gute 24 Stunden

    ich habe mich gefragt , warum ich eigentlich den Alkohol 🍸 so dringend brauch . Ich schlucke meine Gefühle runter !

    Weil ich sie nicht fühlen will . Ich denke auch das kennt hier sicherlich jeder !

    Du erlebst momentan vllt. ein Erkennen.

    Den Abschied von deinem alten Selbst.

    Da bist du nicht die Einzige.

    Jeder geschieht es zu irgendeiner Zeit.

    Die Gelegenheit zu einer Wiedergeburt.

    Klammere dich nicht aus Liebe

    oder Schwäche an dein altes Selbst.

    Auch wenn du an deinen Gefühlen hängst,

    hast du nicht die Kraft, sie zu behalten.

    Binde dich nicht ans Denken. Bleib wach.

    Was immer an Angst auch auftaucht.

    Vergiss niemals deinen Entschluss.

    Geh voran. Das ist das Geheimnis.


    Brant

    „Niemand kann erreichen, dass das, was dem Altern unterworfen ist, der Krankheit, dem Sterben, dem Untergang, nicht altert, krank wird, stirbt und untergeht.

    Wer Trauer empfindet über Alter, Krankheit und Tod ... sollte sich klarmachen: Ich bin nicht der Einzige, der das erfährt. Im Gegenteil, alle erfahren das."

    Kommentar zum Tibetischen Totenbuch

    ☀️♥️wenn du einen Tag ohne Alkohol verbringen kannst , schaffst du es auch ein ganzes Leben ♥️☀️

    Nur heute

    ist ist ein weiterer knapper Spruch der gern verwendet wird. Er schaltet einfach alle unnötigen Gedanken ab. Die Geschichte von Beppo dem Straßenkehrer ist hier vllt sinnbildlich.

    Nach der Arbeit, wenn er bei Momo saß, erklärte er ihr seine großen Gedanken. Und da sie auf ihre besondere Art zuhörte, löste sich seine Zunge, und er fand die richtigen Worte. „Siehst du, Momo“, sagte er dann zum Beispiel, „es ist so: Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man.“

    Er blickte eine Weile schweigend vor sich hin, dann fuhr er fort: „Und dann fängt man an, sich zu beeilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedes Mal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt. Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst, und zum Schluss ist man ganz außer Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man es nicht machen.“

    Er dachte einige Zeit nach. Dann sprach er weiter: „Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Man muss nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten.“ Wieder hielt er inne und überlegte, ehe er hinzufügte: „Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein.“

    Und abermals nach einer langen Pause fuhr er fort: „Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht außer Puste.“

    Er nickte vor sich hin und sagte abschließend: „Das ist wichtig.“

    Hallo Andrew

    Auch von mir ein Willkommen und Gratulation für deinen Mut ins Forum gefunden zu haben.

    Du wirst hier auf Leute treffen die kein Blatt vor dem Mund nehmen und nichts beschwichtigen was ihre alkoholische Vergangenheit oder auch die Auswirkungen bis in die Gegenwart hinein betrifft. Das ist der Schlüssel. Ehrlichkeit bezüglich des Fusels und dann lassen sich die richtigen Schritte einleiten.

    Das Forum ist ein guter Ort um sich selbst zu reflektieren.

    Im Grunde bedarf es ja nichts, wirklich nichts, um abstinent zu sein. Wäre da nicht der Mensch der wie lange auch schon sich selbst immer und immer wieder betrogen und sein Geflecht aus Lügen soweit verinnerlicht hat das ihm jeglicher Sinn für Geradlinigkeit und das Gespür für das Echte und Richtige abhanden gekommen ist. Diesen schleichenden Prozess wollten wir einfach nicht wahr haben und erst als die negative Seite nicht mehr zu übersehen waren schauten wir uns panisch nach einem Rettungsanker um.

    Und jetzt steht uns das eigene ICH im Weg da es nicht mehr weiß was Vertrauen, Stabilität und Mut in seinem Kern bedeutet. So bleibt es dann auch beim Versuch ohne Alkohol zu sein weiterhin bei einer toxischen Starrköpfigkeit. Die Richtung ist dann nur ein umhergehen im Kreis.

    Sich selbst eingestehen zu können: "Wer bin ich eigentlich wirklich" öffnet den Weg heraus aus der Hölle in ein Sein wo zumeist die Sonne scheint und die unausweichlichen Stürme eben nicht mehr weggesoffen werden müssen.

    LG Brant

    SuchtfreiLeben ist eine ansprechend gemachte Website auf dessen Vorschläge samt der kleinen Einführung ich hier mal hinweisen möchte. Der Link beinhaltet viele aktuelle Bücher die momentan auf dem Markt erhältlich sind.

    Literatur & Medien

    Im Buchhandel gibt es zahllose Bücher rund um Suchterkrankungen. Als mein Weg in die Abstinenz begann, begann auch die Lust aufs Lesen. Ich wollte wissen, wie andere ihre Erkrankung (oder die eines Angehörigen) erlebt haben, was ihnen geholfen hat, aus der Sucht hinaus zu finden und dauerhaft suchtfrei zu leben.

    Ich las mich durch unzählige Biografien, Ratgeberbücher und Anleitungen. Die Qualität geht dabei weit auseinander. So fand ich viele Bücher sehr bereichernd, hilfreich und manches sogar unterhaltend. Viele andere empfand ich dagegen als wenig hilfreich oder gar als Zeitverschwendung. Hier möchte ich meine persönlichen Lesetipps & Highlights weitergeben*:

    https://suchtfrei-leben.de/buchtipps-fuer…nd-angehoerige/

    Kapitulation

    Ernst Herhaus beendete 1954 – inzwischen zum Alkoholiker geworden – seine bürgerliche Existenz und begann ein rastloses Leben, das ihn nach München, Paris, Frankfurt, Wien und Zürich führte. Er übte Gelegenheitsarbeiten aus und war Gasthörer bei akademischen Vorlesungen, unter anderem bei Adorno und Horkheimer. Daneben verfolgte Herhaus, soweit es seine Alkoholsucht zuließ, weiter das Ziel, Schriftsteller zu werden. Herhaus’ Alkoholsucht hatte jedoch schon lebensbedrohliche Formen angenommen. Im Rahmen und mit Hilfe der Selbsthilfegruppe Anonyme Alkoholiker vermochte es Herhaus im Jahr 1973, sich auf Dauer von seiner Sucht zu lösen.

    Es gab lange keine Literatur über die Abstinenz. Das vielleicht erste Buch hierüber wurde von Herhaus geschrieben. Es erschien 1977 und hieß „Kapitulation. Vom Anfang einer Krankheit". Hierin macht er die eigene Lebens- und Krankengeschichte zum Thema, weist aber hin auf den rettenden Ausweg der totalen Abstinenz in Gemeinschaft mit anderen Abhängigen.

    Er läßt sich das selbst von einem anderen „trockenen" Alkoholiker sagen:

    Ernst, du wirst es schaffen. Eher als du denkst, wirst du Alkoholikern, die noch drinhängen, durch Erzählen helfen."

    Eine zehnminütige Hörprobe:

    Ernst Herhaus: Kapitulation (aus: Kapitulation. Aufgang einer Krankheit) (1977), gelesen von Marc Mann - YouTube

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Und mir kam der Gedanke, nach 1000 Tagen Jubiläum, das einmal zurückzugeben und einen Rückblick zu schreiben, um vielleicht anderen, stillen Leser- natürlich auch aktiven Lesern, einen Rückblick zu gewähren. Vielleicht mag der eine oder die etwas daraus für sich ziehen.

    Kogge

    Hmm. Irgendwie scheint die Kogge ja auf Grund gelaufen zu sein. Du hast positives Feedback erhalten für dein Vorhaben und jetzt nach Tagen ist noch Leere. Hast du überraschend ein Schweigegelübde abgelegt? Ein paar klärende Worte von dir wären ganz gut.

    Brant

    Vor ein paar Wochen war ich in der Stadt und da hörte ich markerschütternde Schreie. Sie kamen von einem osteuropäischen Penner, der am Boden saß oder vielmehr herumrutschte als sässe er auf glühenden Kohlen. Dabei versuchte er mit seinen Armen einen Schmerz seiner Füße zu bändigen. Der wirre Blick in seinen Augen verdeutlichte dass er irgendetwas sehr sehr Schlimmes sah dass jedoch nur ihm zugänglich war. Vielleicht sowas wie eine leibhaftige Grube mit sich windenden Giftschlangen. Jemand rief die Sanitäter. Ich ging weiter.

    In Reddit habe ich einen Erfahrungsbericht gefunden den ich hier einstellen möchte.

    Ja ja der Bruder Alkohol.


    Meine Erfahrung mit Delirium Tremens

    Ich hab das vor ein paar Jahren geschrieben und bin nie dazu gekommen, es zu posten. Das Folgende lasse ich uneditiert aus der Zeit, als es geschrieben wurde, also verzeiht mir etwaige grammatikalische Fehler, da mein Geist noch extrem benebelt war. Das war meine Erfahrung mit Delirium tremens:


    https://www.reddit.com/r/stopdrinking…_tremens/?tl=de

    Meine persönliche Erfahrung ist dass ich ein paar hunderte Mal den Alkohol abrupt abgesetzt habe und vielleicht nach maximal zwei Tagen sich auch die letzten Katerreste gelegt hatten und ich sozusagen wieder auf dem Damm war. Auch meinen Saufkumpels ging es ähnlich. Da war nichts was mit dem Begriff Lebensgefahr in Verbindung gebracht werden könnte. Deshalb ist es für mich nicht möglich mit aller Eindringlichkeit den warmen Entzug in einer Klinik zu empfehlen. Ich weiß dass die Chancen auf ein abstinentes Leben umso größer sind je mehr sich ein Betroffener um echte Hilfe bemüht und dazu gehören eben auch Arztbesuch, Klinikum , Therapie und / oder Selbsthilfegruppe.

    Ich möchte nichts verharmlosen, doch werde ich auch nichts übernehmen dass ich nur mal soeben gehört habe. Zahlen kenne ich bisher nicht. Was mich dann doch etwas verwundert da ja Todesfälle zumeist etwas genauer dokumentiert werden und ich habe hierzu nichts gefunden.

    In der Drogenhilfe wo ich ja mehrere Jahre gearbeitet habe kam dieses Thema nicht vor. Vielleicht auch deshalb da das Angebot sehr niedrigschwellig gestaltet war. Da hätte es entsprechendes Klientel mit so knallharten Ansagen kaum erreicht.

    Brant

    Kalter Entzug bei Alkoholismus

    Vier bis zwölf Stunden nach dem letzten Alkoholkonsum können bei Abhängigen die ersten Entzugserscheinungen auftreten und bei fortgesetzter Abstinenz bis zu fünf Tage lang anhalten. Magenschmerzen und Unwohlsein gehören zu den häufigsten, wenn auch leichteren Symptomen. Die Dysregulation des vegetativen Nervensystems führt zu starkem Schwitzen, Mundtrockenheit sowie Kreislaufproblemen wie Herzrasen und Bluthochdruck, ggf. mit Blutdruckkrisen.

    Durch den Wegfall des dämpfenden Alkohols kommt es zu Übelkeit, Erbrechen, Zittern, Sprach-, Seh- und Empfindungsstörungen. Daneben sinkt die Krampfschwelle des Gehirns, so dass generalisierte Krampfanfälle mit Verletzungspotenzial durch Stürze, Aspiration und Zungenbisse häufig sind. Darüber hinaus kann es zu Stoffwechselentgleisungen wie Unterzuckerung kommen.

    Psychische Entzugserscheinungen reichen von innerer Reizbarkeit und Unruhe über Konzentrations- und Gedächtnisstörungen mit verstärkter Suggestibilität bis hin zu depressiven Verstimmungen und Suizidgedanken. Überlegungen, die um die Beschaffung von Alkohol kreisen, sind bei Alkoholkranken auf Entzug die Regel.

    Kalter Entzug kann zum Delirium führen, das häufig intensivmedizinisch behandelt werden muss.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kalter_Entzug?wprov=sfla1