Meine persönliche Erfahrung ist dass ich ein paar hunderte Mal den Alkohol abrupt abgesetzt habe und vielleicht nach maximal zwei Tagen sich auch die letzten Katerreste gelegt hatten und ich sozusagen wieder auf dem Damm war. Auch meinen Saufkumpels ging es ähnlich. Da war nichts was mit dem Begriff Lebensgefahr in Verbindung gebracht werden könnte. Deshalb ist es für mich nicht möglich mit aller Eindringlichkeit den warmen Entzug in einer Klinik zu empfehlen. Ich weiß dass die Chancen auf ein abstinentes Leben umso größer sind je mehr sich ein Betroffener um echte Hilfe bemüht und dazu gehören eben auch Arztbesuch, Klinikum , Therapie und / oder Selbsthilfegruppe.
Ich möchte nichts verharmlosen, doch werde ich auch nichts übernehmen dass ich nur mal soeben gehört habe. Zahlen kenne ich bisher nicht. Was mich dann doch etwas verwundert da ja Todesfälle zumeist etwas genauer dokumentiert werden und ich habe hierzu nichts gefunden.
In der Drogenhilfe wo ich ja mehrere Jahre gearbeitet habe kam dieses Thema nicht vor. Vielleicht auch deshalb da das Angebot sehr niedrigschwellig gestaltet war. Da hätte es entsprechendes Klientel mit so knallharten Ansagen kaum erreicht.
Brant
Kalter Entzug bei Alkoholismus
Vier bis zwölf Stunden nach dem letzten Alkoholkonsum können bei Abhängigen die ersten Entzugserscheinungen auftreten und bei fortgesetzter Abstinenz bis zu fünf Tage lang anhalten. Magenschmerzen und Unwohlsein gehören zu den häufigsten, wenn auch leichteren Symptomen. Die Dysregulation des vegetativen Nervensystems führt zu starkem Schwitzen, Mundtrockenheit sowie Kreislaufproblemen wie Herzrasen und Bluthochdruck, ggf. mit Blutdruckkrisen.
Durch den Wegfall des dämpfenden Alkohols kommt es zu Übelkeit, Erbrechen, Zittern, Sprach-, Seh- und Empfindungsstörungen. Daneben sinkt die Krampfschwelle des Gehirns, so dass generalisierte Krampfanfälle mit Verletzungspotenzial durch Stürze, Aspiration und Zungenbisse häufig sind. Darüber hinaus kann es zu Stoffwechselentgleisungen wie Unterzuckerung kommen.
Psychische Entzugserscheinungen reichen von innerer Reizbarkeit und Unruhe über Konzentrations- und Gedächtnisstörungen mit verstärkter Suggestibilität bis hin zu depressiven Verstimmungen und Suizidgedanken. Überlegungen, die um die Beschaffung von Alkohol kreisen, sind bei Alkoholkranken auf Entzug die Regel.
Kalter Entzug kann zum Delirium führen, das häufig intensivmedizinisch behandelt werden muss.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kalter_Entzug?wprov=sfla1