Liebe Emily, deine Zeilen hören sich so gut an ![]()
Du kannst wirklich stolz auf dich sein, dass du das alles so gut geschafft hast. Ich bewundere, wie du jetzt alle Gefühle, die du früher durch Alkohol verdrängt hast, aushalten kannst. Du hast es ja auch nicht leicht. Mir fällt das unheimlich schwer. Ich habe sehr lange mit Alkohol meine Ängste quasi selbst behandelt. Um keine Panikattacken zu bekommen, habe ich ein paar Bier getrunken und wenn jemand gestorben ist oder schwer krank war, wurde auch das Gefühl betäubt. Wenn ich mir das mal so überlege, waren das über die Jahre schon große Mengen, die mein Körper da verarbeiten musste. Hinzukommt, dass ich auch nur eine Niere habe…. Meine Blut- beziehungsweise Leberwerte waren aber komischerweise nie schlecht. Scheinbar liegt das bei mir in der Familie, dass wir das gut wegstecken. Bei meinem Vater und meinen Brüdern waren auch nie die Werte schlecht, obwohl sie viel mehr konsumierten als ich konsumiert habe. Trotzdem frage ich mich, ob es überhaupt einen einigermaßen gesunden Umgang mit Alkohol geben kann. Also ich meine jetzt andere Leute, nicht mich. Die, die immer mal ein Bierchen trinken oder auf Feiern Sekt und Wein und so…und dann aber einfach nichts mehr…. das kann doch auch alles nicht gesund sein, oder? Ja und Angst vor Krebs habe ich auch. Das habe ich schon immer. Ich bin sowieso so ein Angst Mensch.
Eine ehemalige Arbeitskollegin von mir ist kürzlich an Leukämie erkrankt und liegt nun böse da. Sie hat keinen Alkohol getrunken, aber den ganzen Körper tätowiert. Das ist vielleicht auch nicht so gut… Und immer Cola und Red Bull getrunken…
LG Ciara