• Diese Frage kannst letztlich nur Du selbst für Dich beantworten. Ich würde Dir in dem Falle von mir her mitgeben: informiere Dich so intensiv und umfangreich wie möglich ...

    Vielen Dank, für den Tip!

    Ich weiß doch, was mich triggert oder ein "Verlangen" auslösen könnte, ich bemerke doch, wie's mir geht, selbst wenn ich mit dem Klammerbeutel gepudert wurde, als Kind!

    Wenn ich der Versuchung erliege nach einer Rumkugel, einem Stück Schwarzwälderkirsch ein Bier, Wein oder Schnaps trinken zu müssen, dann lasse ich das.

    Weihnachten wird auch nicht schöner mit Alkohol, es bleibt wie es ist! Dank der Betäubung wird es vielleicht erträglicher, weil ich nicht so viel mitbekomme oder gar nichts. Das Leben bleibt ebenso, mit all seinem Freud und Leid.

    Mein Körper/Hirn schüttet eben keine "Botenstoffe" aus bei minimalen Alkohokonzentrationen im Futter, weil er/es es gar nicht bemerkt/registriert, diese 0,1 Volumenpozente in der obergärigen Banane, in der Pranline oder im Balsamico.

    Erst wenn ich es weiß bzw. es annehme, regt sich die Erinnerung, mein "Suchtgedächtnis", vielleicht auch die Furcht - die Furcht lässt mich wanken, hadern, unsicher werden.

    Wenn ich glaube Lebensmittel XY enthält Alkohol, obwohl nicht mal ein Hauch davon enthalten ist, werde ich getriggert? Dagegen, z.Bsp. beim Taubensaft, der sehr wohl minimale Alkoholspuren enthält, passiert das nicht? Wo bleibt da die Logik? Das beweist doch nur, wir triggern uns selbst, durch das was wir annehmen. Sich dessen bewusst, möge sich jeder informieren, so intensiv und umfangreich wie möglich.

  • wir triggern uns selbst, durch das was wir annehmen.

    Den Verdacht habe ich auch. Was habe ich mir vor meiner Abstinenz Gedanken gemacht, was mich alles triggern könnte, gerade indem ersten Monaten wird davor gewarnt. Und was war? Nichts, egal ob Supermarkt, Getränkemarkt, Restaurant oder Weihnachten, es interessiert mich nicht, ob Alkohol verfügbar ist oder getrunken wird. Ich hoffe und bin davon überzeugt, dass da so bleibt.

  • Hi Paddy

    Freut mich, dass es so gut läuft bei dir. Was Cravings verursacht, ist sehr individuell. Ich kann beispielsweise auch im Supermarkt durch Bier, Wein und Schnapsregale laufen und es lässt mich völlig kalt. Alkoholfreies Bier konnte ich anfänglich problemlos trinken, mittlerweile geht das nicht mehr, ohne Lust auf mehr (alkoholhaltiges) Bier zu kriegen. Schon seltsam. Aber gut weiss ich das jetzt, denn so kann ich entsprechend handeln. Ab und zu gibt es aber doch Situationen, die ich als unproblematisch einschätze, dann aber doch das Suchtgedächtnis kitzeln. Mir hilft es dann jeweils zu vergegenwärtigen, dass solche Empfindungen wieder vergehen, genauso wie sie gekommen sind.

    Rückblickend ist es dann oft so, dass meine Grundstimmung in diesem Moment schon nicht so toll, oder ganz im Gegenteil, euphorisch aufgekratzt war.

    Für mich ist wichtig zu wissen, dass ich nicht gefeit bin von solchen Situationen und dass es ok ist, sollten sie wieder mal eintreten. Mich zu sicher zu fühlen ist gefährlicher als ab und zu vom Suchtgedächtnis gepiesackt zu werden.;)

    Beste Grüße

    Tom

  • Mich zu sicher zu fühlen ist gefährlicher als ab und zu vom Suchtgedächtnis gepiesackt zu werden.;)

    Sind es nicht solche Aussagen, die wir selbst machen oder gefällig von anderen übernehmen, welche uns oft immer wieder an uns zweifeln lassen?

    Nähren wir dadurch nicht unsere Unsicherheit? Auch das ewige Hochhalten der Angst vor Triggering oder Craving, erinnert mich oft an die Gruselgeschichten, die wir unseren Kindern erzählten, damit sie keinen oder weniger Blödsinn machten, so wie unsere Eltern es mit uns schon taten.

    Du bist sicher, zu 100%, wenn du nichts trinkst! Es ist so leicht nichts zu trinken, niemand zwingt einen (wirklich!), man stirbt nicht sofort, wenn man es nicht tut.

    Wenn ich auf einem Berg stehe, egal wie hoch er ist, egal wie steil seine Ränder auch sein mögen, dort bin ich sicher!

    Natürlich ... wenn ... ! Doch warum sollte ich das tun? Ich bin weder 10 Jahre alt, noch geistig minderbemittelt (ja na, vielleicht ein bisschen:S) = ich weiß doch was passiert, wenn ...

    Wenn ich wieder etwas trinke, geht der ganze Schei** von vorn los, das weiß ich doch. Das erlebte ich doch schon -zig Mal. Warum sollte das jetzt nach 1...3 Jahren Abstinenz anders sein? Jeder möge es probieren, wider besseren Wissens, jedoch sich nicht beschweren, wenn es mal wieder nicht klappt.

    Einmal abhängig gewesen und dann kontrolliert trinken können ... wer's glaubt ... einfach Mal ausprobieren oder die unzähligen Gescheiterten befragen.

  • Ich mag grundsätzlich den rationalen, faktenbasierten Ansatz. Ich trinke nicht mehr, auch kein bisschen. psychisch und physisch geht es mir um Welten besser, es gibt keine vernünftigen Grund, je wieder zu trinken. Soweit alles klar, da können wir das Forum ja schliessen.

    Ganz so einfach ist es halt eben doch nicht. Dass ab und zu das Suchtteufelchen anklopft - damit meine ich keineswegs, dass ich dann jeweils konsumiere - kann ich nicht argumentativ verhindern. Sehr wohl kann ich aber mi klaren Gedanken und Handlungen das Teufelchen wieder zum Verschwinden bringen.

    Ich ticke wahrscheinlich einfach anders als du: wenn ich Craving als Niederlage auffasse, ist der Weg zu "dann saufe ich halt wieder" nicht mehr so weit. Der sichere Hafen ist und bleibt auf jedenfall dort, wo es trocken ist.

    Zumindest auf das können wir uns einigen, hoffe ich.

    Gruß

    Tom

  • Hi Tom,

    Danke dir für deine beiden letzten Beiträge, da finde ich meine eigenen Gedanken und Erfahrungen zu diesem Thema wieder.

    Für mich ist wichtig zu wissen, dass ich nicht gefeit bin von solchen Situationen und dass es ok ist, sollten sie wieder mal eintreten.

    Diese Einstellung gefällt mir, ich teile sie und halte sie für eine entlastende und gelassene Einstellung. Ich fühle mich dabei ganz und gar nicht unter Druck und ich fühle auch keine Angst.

    Nähren wir dadurch nicht unsere Unsicherheit? Auch das ewige Hochhalten der Angst vor Triggering oder Craving, erinnert mich oft an die Gruselgeschichten, die wir unseren Kindern erzählten, damit sie keinen oder weniger Blödsinn machten, so wie unsere Eltern es mit uns schon taten.

    Ich weiß nicht und kann da auch nicht ganz folgen, warum mancher aus einer Einstellung wie deiner Tom oder meiner ein „Hochhalten von Angst“ sieht.

    Es geht doch überhaupt nicht darum, Angst zu haben, und ich lese aus deinen Zeilen auch kein bisschen Angst heraus, sondern im Gegenteil eher Gelassenheit.

    Ich denke mir sogar: Wenn ich glaubte, ich selbst würde mich durch irgendwelche Annahmen triggern, dann würde ich mir, wenn’s denn irgendwann doch mal aus welchen Gründen auch immer zu einer Trigger- oder Craving-Situation kommen sollte, ich mir selbst auch noch Vorwürfe und zusätzlichen Druck machen würde, weil ich mich selbst getriggert hätte. Das käme, wie du Tom das formulierst, dem Gedanken einer Niederlage gleich.
    Für mich jedenfalls eher weniger hilfreich.


    Nach allem aber, was ich bislang gelesen und beobachtet habe, gehe ich nicht davon aus, dass es da eine Logik gäbe oder sich eine Erklärung finden ließe, mit der sich das Thema ein für allemal für jeden Selbstbetroffenen zutreffend beantworten ließe. Da scheint so vieles hineinzuspielen.

    Insofern, wenn’s denn, warum auch immer, zu einer Trigger- oder Cravingsituation kommen sollte, dann ist das eben so und im Prinzip auch ok so. 🤷‍♀️ Hilfreich ist meines Erachtens dann so ein Leitmotiv, wie Bighara das formuliert hat: „Suchtgedanken schaffen keine Tatsachen"

    Beste Grüße

    AmSee

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Tom   Paul an euren Beiträgen sieht man, wie individuell der Umgang mit Alkohol ist, wenn man erstmal in der Sucht gelandet war. Ich selber bin mir des Risikos eines Rückfalls durchaus bewusst, es bestimmt aber nicht mein Leben. Ich versuche gelegentlich zu ergründen, warum die Abstinenz für mich in relativ kurzer Zeit normal geworden ist. Selbst wenn ich die alles erklärende Ursache finden würde, so ist es meine individuelle Geschichte und nicht übertragbar auf andere. Egal, wie ihr euch motiviert, wenn euer Weg für euch funktioniert, ist er richtig.

  • Paddy bringt es genau auf den Punkt, jeder hat seine eigene Weise, wie er mit dem Thema umgeht. Der Eine tut's (irgenwann) gelassen, ein Anderer eben nicht so - Hauptsache es funktioniert!

    Auch meinem "Suchtteufelchen" gingen recht schnell die Argumente aus, sobald ich dieses ganze Hätte, Würde, Könnte oder ja, aber wenn ... ignorierte.

  • Als ich mich aus der ewigen Rechtfertigungsnummer verabschiedete, wurde ich viel entspannter. Ich bemerkte, eigentlich ist's allen egal, ob ich nun trinke oder nicht, nicht nur bei Festen. Auch wollte ich niemanden bekehren, belehren - Alkohol ist nicht gerade gesundheitsförderlich, den Rest darf bitte jeder selbst entscheiden, auch wie er damit umgeht.

  • " Paul Ich finde, du machst es dir zu einfach. Es gibt sicherlich Menschen, ‚die trinken, weil‘s sonst unerträglich wird mit der ganzen Fröhlichkeit‘. Dürfte aber nur eine kleine Anzahl sein und ich gehe eh davon aus, dass dieser Halbsatz nicht ganz Ernst gemeint war.

    Stell dir einfach mal vor, du bist total einsam. Du bist 83 Jahre, deine Kinder sind nicht da, weil sie bei der Familie des Partners feiern und alle deine Freunde sind schon tot. Dass man sich da voll einen hinter die Binde kippt, finde ich überaus nachvollziehbar.

    Oder die Familie ist so brüchig, dass nur der Alkohol die ganze Situation unter dem Weihnachtsbaum nicht eskalieren lässt, weil jeder Streit unter dem Suff begraben wird.

    Wie du selbst weißt, sind die Gründe zu trinken äußerst vielfältig. Und ich habe auch für jeden Verständnis, der sich an Weihnachten besaufen muss.

    Wir sollten dankbar sein, dass wir uns Umstände geschaffen haben, das nicht mehr tun zu müssen."

    ‐---------------

    Ich gebe dir völlig Recht, Bighara , wir und wohl auch alle anderen nutzen bzw. nutzten den Alkohol als Realitätsverdränger oder "Verschönerer", als Es-ertäglich-macher, egal ob zum Weihnachtsfeste, als 83jähriger Einsamer oder als (verklemmter) unsicherer heranwachsender Teenager - Alkohol lässt Kummer verschwinden, lässt nervige Situatuonen erträglicher werden, macht auch selbstbewusster oder betäubt einfach nur ... eine wirksame Flucht aus der Realität heraus, vielleicht ein Seeligmacher.

    Daran erinnert sich unser Gehirn, unser Suchtgedächtnis, an den Sanitäter in der Not ... immer verfügbar, immer funktionierend = Suchtdruck entsteht bei Unpässlichkeit, Not, Unbehagen oder auch Stress ... meistens.

    Manchmal ploppt auch noch der Belohnungsgedanke auf, doch das wird eher selten der Fall sein.

    Auf nichts anderes wollte ich hinaus in meinem "Weihnachtspost"! 👌

  • Zu "Alkohol News", aktuellen Nachrichten, "Neuigkeiten":

    Die sogenannten "News" sind doch seit Jahrzehnten bekannt: Alkohol ist nicht gerade gesundheitsförderlich, verursacht div. perönliches Leid, immense Kosten im Gesundheitsbereich, begünstgt div. Krankheiten, nicht nur Krebs, hat ebenfalls erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft (Ausfallzeiten) und (!) man kann jede Menge Profit damit erwirtschaften.

    Wenn mir alle negativen Wirkungen bewusst sind, warum sollte ich dann überhaupt Alkohol trinken, wenn ich keinen Vorteil (Profit) habe?

    Ob es im Bahnbistro nun gezapftes oder nur Flaschenbier gibt, die Regierung ein Werbeverbot verhängt oder nicht ...

    Wenn ich weiß, es lernte (Bewusstsein), dass nicht nur Alkohol, Nikotin, zuviel zuckerhaltige Nahrungsmittel etc.pp. meine Gesundheit, mein Leben erheblich beeinträchtigen können und es auch tun, dann verhalte ich mich doch dementsprechend. Oder?

    Wenn ich der Meinung bin, dass übermässiges Trinken ein Kulturgut sei und endlose Diskussionen über Verbote etc. zum Erfolg führen, dann muss wohl am Bewusstsein noch etwas gebastelt werden.

    Anstatt das zu tun, wird ewig lange diskutiert, obwohl die Fakten alle (!) bekannt sind.

    Liegt da nicht das Problem?

    Viele behaupten, die Prävention an Schulen etc. würde ausreichend sein, andere loben den Rückgang von verkauften Alkoholika im Jahr u.s.w. ... alles Erfolge!:thumbup:

    Doch sind weder die Suchtkliniken leerer, noch die Alkoholkranken nehmen ab. Wer das nicht glaubt, möge bitte Ärzte, Rettungsperonal oder die Polizei befragen, was sich da in den letzten Jahrzehnten veränderte.

    Selbstverständlich benötigt eine Bewusstseinveränderung Zeit, nicht nur Wochen oder Monate, das sehe/sah ich ja an mir.

    Selbstverständlich beeinflusst Propaganda (Werbung) die Massen, je unwissender, leichtgläubiger desto einfacher!

  • Viele behaupten, die Prävention an Schulen etc. würde ausreichend sein

    Auf Grund von Sparkassen_Helga 's Äußerung: "Hätte mir damals eine alte Schachtel gesagt ... "

    Das Problem der mangelnden Einsicht ist doch oft, dass man es gesagt bekommt: 'du sollst nicht' ...

    Das sehen viele als Bevormundung an, das mögen weder Junge, noch Alte. Regeln, Vorhaltungen, "Drohungen" oder gar das Erzeugen von Angst, erzeugen diese Abwehrhaltung, diesen Trotz!

    Wenn mir dagegen die Möglìchkeit gegeben wird, selbst zu schlussfolgern, selbst darauf zu kommen (Aha-Effekt), die Erkenntnis eine selbstgewonnene, nicht eine scheinbar "übergebügelte" ist, hat diese Erkenntnis doch eine ganz andere Wirkung!

    Als ich mir den Alkohol nicht mehr verbot (gerade in meiner ersten Abstinenzzeit), schwand auch bei mir "dieser" Druck, denn nun konnte ich frei entscheiden, ich konnte Alkohol kaufen, ihn meinetwegen auch trinken - doch wollte ich das?

    Wollte ich wieder zur hilflosen Person werden, die sich nur all zu oft selbst verachtete, schämte, sich und andere belog, nur um heimlich saufen zu können?

  • Ich hab das so nicht empfunden, wie Du das beschreibst Paul . Mir wurde nie verboten zu trinken oder zu feiern. Ich hab das Problem Alkoholismus nie bei mir gesehen. Für mich war ein Alki der Typ auf der Bank am Bahnhof mit seinem Herrengedeck, mein Opa, der sich heimlich mit Bier und Schnaps abgeschossen hat und dann zu Hause Terror verbreitet hat. Mein anderer Opa, der immer ketterauchend Bier und Schnaps auf der Terrasse getrunken hat und vor dem ich immer Angst hatte.

    Alkis waren für mein junges Ich nie die fröhlich feiernden Partymäuse, die fit und durchtrainiert 3mal die Woche zum Sport gehen und tagsüber ihren Job machen und am Wochenende die Sau rauslassen. Ich hab das nicht begriffen, dass die Art wie ich Alk trinke dazu führt, dass ich irgendwann auch die traurige Person bin, die nach der Arbeit ganz ohne Party und Freunde alleine auf dem Sofa drei Bier reinschüttet. Hätte das jemand meinem jungen Ich erzählt - ich hätte das nicht verstanden. Ich hab doch damals ganz anders Alk konsumiert als die "alten Alkis".

    Beste Grüße Helga

  • Ich hab das nicht begriffen, dass die Art wie ich Alk trinke dazu führt, dass ich irgendwann auch die traurige Person bin, die nach der Arbeit ganz ohne Party und Freunde alleine auf dem Sofa drei Bier reinschüttet.

    Das ist doch die Kunst, dieses zu vermitteln ... schleichende Sucht, was macht Alkohol mit mir/uns?

    Da ist doch so ein dry january oder ein alkoholfreier Monat, der beste Aha-Effekt-Produzent überhaupt!

    Zwar war ich nie so'ne fröhliche Partymaus, weil mir diese, erst durch Alhohol so fröhlich werdenen Menschen schon immer suspekt waren.

    Doch auch ich konnte an einem Abend zechen, war dann fit auf der Arbeit, aktiv in der Freizeit, sportlich, alles andere als mittelmäßig und das sehr gern (nur für mich!), doch im Laufe der Zeit schlich sich eben genau diese Gewohnheit ein ... täglich Bier am Abend, immer fauler werdend, Vorratshaltung, gar nicht auf die Idee kommend, mal 'ne Alkoholpause zu machen.

    Auch für mich waren immer nur die Anderen die Säufer!

    Ich wurde zum Wirklichkeitsverdränger, zum Ignoranten, immer nur die Anderen kritisierend.

    Erst als ich mal 'ne Pause probierte oder (ganz schlimm) ich Abends nach Haus kam und kein Alk war da, da wurde mir so einiges bewusst.

  • Puuuhhh, viel Stoff zum lesen^^


    Habe mich bis Mitte der 3. Seite ernsthaft bemüht und musste/wollte bei "GegnerInnen" Herzchen verteilen. Nun, auf der 4. Seite nur die 2 über mir gelesen. Anscheinend ist der strittige Austausch beigelegt worden.


    Möchte aber trotzdem noch kurz dazu was senfeln, weil ich ja auch nun schon das drittemal hier bin. Ich hatte mich zweimal ziemlich überfordert mit alles lesen/verstehen wollen (bin super wortaffin^^). Dann Missverständnisse/gegenteilige Meinungen/ich wurde kratzbürstig/es kamen entsprechende Reaktionen/ich Flucht (Abmeldung).


    Jetzt mit Abstand und Erfahrung, hoffe ich, dass dem einen oder anderen w/m/d das erspart bleiben möge.


    Denn heute morgen sah ich, dass "der Notfallkoffer", den einige (ich war auch beteiligt) hier erstellt hatten, wieder mal hochgeholt wurde. Auch das gute Ding von Reko (kann den Namen immer noch nicht vollständig) und Greenfox. Was für ein Wissensgeschenk! Also in meinem Kopf. Kann sein, dass ich mit einigen nicht mehr in Austausch komme. Das bedaure ich heute. Aber der Nutzen ist für mich nach zweimal Krempel hinschmeissen (eine meiner Kernkompetenzen, leider) nun wieder gerade wesentlich höher .


    Deshalb für mich hier im Forum nun: Sachebene ist superwichtig. Und weniger ist immer mehr^^


    Danke an die alten ModeratorInnen und die neuen, hier für mich hauptsächlich AmSee, deren Anfänge ich hier mitlesen durfte. Respekt! Ohne euch wär alles nix ;)

  • Ich weiß nicht und kann da auch nicht ganz folgen, warum mancher aus einer Einstellung wie deiner Tom oder meiner ein „Hochhalten von Angst“ sieht.

    Es geht doch überhaupt nicht darum, Angst zu haben, und ich lese aus deinen Zeilen auch kein bisschen Angst heraus, sondern im Gegenteil eher Gelassenheit.

    Ohne, dich @AmSee direkt ansprechen zu wollen!

    Ja, ich bin mittler gelassen (=angstfrei). Ich kann mittlerweile völlig entspannt Alkohol begegnen.

    Das konnte ich in meiner Anfangsabstinenzzeit nicht! Denn ich hatte Angst. Angst wieder schwach zu werden, Angst wieder zu versagen (trinken) , Angst vor Suchtdruck/Craving, Angst davor Angst zu bekommen und eben diese betäuben zu müssen.

    Wem das Wort Angst missfällt, nehme bitte Unsicherheit, Zweifel oder Es-sich-nicht-zutrauen.

    Egal, das Gegenteil ist furchtlos oder sich sicher sein = Selbstbewusstsein ... es können.

    Ich verlor mit der Zeit, dieses unangenehme Gefühl (Alkohol-Sucht-gefährlich!), ich gewöhnte mich daran, dass Alkohol genau so harmlos ist, wie Verdünnung, Arsen oder Haushaltsreiniger, solange er nicht nicht in meinen Körper gelangt.

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