Mein zufriedenes, nĂŒchternes Leben 🍀

  • Es gibt fĂŒr mich einen Unterschied bei den Worten schön und schön. Es gibt doch dieses Lied: "So ein Tag so wunderschön wie heute." Da ist der eine Space dessen Ursprung dem Vergessen oder dem Nichthinsehen wollen entspringt. Es gibt jedoch auch den anderen Raum. Hier leuchtet als Ergebnis einer gelebten Abstinenz ein klares Licht, eine echte Zuversicht, im Innern eines Menschen das unabhĂ€ngig von den Ereignissen in der Außenwelt ist.

    Weisheit ist das Eine vom Anderen unterscheiden zu können.

  • Es gibt fĂŒr mich einen Unterschied bei den Worten schön und schön

    im Innern eines Menschen das unabhĂ€ngig von den Ereignissen in der Außenwelt ist.

    FĂŒr mich gibt es auch einen großen Unterschied zwischen "dem Sinn des Lebens" - also das, was man als Teenager mit 15 Jahren meinte diskutieren zu mĂŒssen und dem persönlichen Sinn - dem Lebenszweck, die Metaebene.

    Sich das Leben schön zu machen, ist ein hedonistischer Ansatz, also wie All-In-Urlaub mit FrĂŒhstĂŒcksbuffet. Not my cup of tea, ohne es fĂŒr andere werten zu wollen.

    Beste GrĂŒĂŸe Helga

  • Hier leuchtet als Ergebnis einer gelebten Abstinenz ein klares Licht, eine echte Zuversicht, im Innern eines Menschen das unabhĂ€ngig von den Ereignissen in der Außenwelt ist.

    Brant das ist ein toller Satz. GefÀllt mir sehr gut.

    Das Thema Sinn des Lebens ist riesig, man kann da viele Aspekte mit einfließen lassen.

    Letztendlich schaue ich tÀglich, also auch im Alltagstrott einen Sinn zu sehen. Die Arbeit im Job, privat macht kochen Sinn, da ich was essen muss, ein Arzttermin macht Sinn weil ich gesund sein möchte, aufmerksam Auto fahren macht Sinn weil ich keinen Unfall bauen möchte usw.

    Im Grunde sind es doch auch die vielen Punkte im tÀglichen Leben die Sinn machen.

  • ... "zufriedenes, nĂŒchternes Leben" ... auch ich konnte anfangs nichts damit anfangen, bis ich die Aussage relativierte in "zufrieden nĂŒchtern/alkoholfrei", dass ich also damit zufrieden bin, dass ich keinen Alkohol trinke und nicht mehr stĂ€ndig hadere, gequĂ€lt von Suchtdruck oder den stĂ€ndigen Gedanken mir wĂŒrde etwas genommen, ich mĂŒsse verzichten.

    = gelassen (zufrieden) Alkohol einfach stehen lassen zu können, ohne dass sich irgendetwas in mir rĂŒhrt!

    Zugegeben, das dauerte eine Weile bis ich diese Gelassenheit erreichte, es bedurfte wochen-/monatelanges Training, auch div. Konfrontationen mit Situationen in denen ich frĂŒher zum Glas griff oder gleich zur Flasche.

    "Das Leben" (um mich herum) blieb so wie es ist, nur meines verĂ€nderte sich, sehr merklich zum Positiven ... zwar sehr langsam, jedoch es tat es. Es blidete sich ein Bewusstsein ... was tat ich nicht alles im nicht nĂŒchternen Zustand, wie viele Fehlentscheidungen traf ich, wie oft fĂŒhlte ich mich unwohl, hatte ein schlechtes Gewissen, wie oft verdrĂ€ngte ich all dieses, immer wieder ... mit Alkohol?

    Die Liste war betrĂ€chtlich. Heute, schon einige Zeit alkoholfrei, muss ich mir immer wieder eingestehen: was war ich doch fĂŒr ein Vollpfosten!

  • ... "zufriedenes, nĂŒchternes Leben" ... auch ich konnte anfangs nichts damit anfangen, bis ich die Aussage relativierte in "zufrieden nĂŒchtern/alkoholfrei", dass ich also damit zufrieden bin, dass ich keinen Alkohol trinke und nicht mehr stĂ€ndig hadere, gequĂ€lt von Suchtdruck oder den stĂ€ndigen Gedanken mir wĂŒrde etwas genommen, ich mĂŒsse verzichten.

    = gelassen (zufrieden) Alkohol einfach stehen lassen zu können, ohne dass sich irgendetwas in mir rĂŒhrt

    Paul das hast du perfekt geschrieben. So geht’s mir und so fĂŒhle ich mein zufriedenes nĂŒchternes Leben. 👍

  • Mir geht’s derzeit richtig gut. Sehr positive gesundheitliche Entwicklung und ich fĂŒhle mich ausgeglichen und wohl. Ich genieße immer wieder die Freiheit, die die Abstinenz mit sich bringt und die vielen wunderbaren Vorteile.

    Je lĂ€nger ich trocken bin, desto normaler und selbstverstĂ€ndlicher fĂŒhlt es sich an. Wichtig war und ist fĂŒr mich die SelbstfĂŒrsorge. Mich gut um mich zu kĂŒmmern, mich gesund zu ernĂ€hren, meinen Körper gut zu pflegen. Auch viel Ruhe und Zeit in mein Leben zu lassen. Stress und Hektik reduziere ich immer mehr. Ich nehme mir fĂŒr alles einfach die Zeit die nötig ist. Das tut mir unheimlich gut und fĂŒhrt mich auch zur Gelassenheit.

    Mein nĂŒchternes Leben ist generell ruhiger geworden. Ich muss nicht mehr ĂŒberall hin und ĂŒberall dabei sein. Ich bin mehr bei mir selbst und entdecke mich neu. Das ist spannend und ich freue mich ĂŒber meine Abstinenz jeden Tag

  • Hallo liebe Emily.

    Mich freut wie gut es Dir geht. Ich habe eine Frage dazu.

    Ich gehe ja auch meinen Weg. Ändere vieles. Letzte Woche z. B. hatte ich mich wieder mit Terminen die sein mussten zugeballert um die schnell hinter mich zu bringen. Termine stressen mich ja immer. Habe dann umgedacht. Nur einen Termin stehen lassen, die anderen verschoben. So geht es besser wie ich merke. Nicht schnell abarbeiten, sondern genug Zeit zum Ausruhen lassen.

    Nun ist folgendes. Bevor ich anfing regelmĂ€ssig zu sauren war ich eher schĂŒchtern. Mit der Sauferei entwickelte sich irgendwie eine Persönlichkeit in mir die auf andere zuging, ĂŒberall mit rumkasperte. Ich fĂŒhlte mich gut damit, dachte ich zumindest. Jetzt allmĂ€hlich denke ich ich tat das nur um vielleicht den Suff vom Vorabend zu ĂŒberdecken.

    Ich habe mir dieses Verhalten beibehalten, habe aber immer mehr das GefĂŒhl daß es mir nicht guttut. Heisst es, dass nun mit der Abstinenz auch wieder eine PersönlichkeitsĂ€nderung stattfindet oder auch sollte? Werde ich da auch wieder "neu"?

    ...wenn dieses in meinen Thread gehört, bitte ich es dorthin zu verschieben

    Freue mich auf Antworten.

    Liebe GrĂŒĂŸe mia

  • Ich werde mich in nĂ€chster Zeit hier im Forum etwas rar machen.

    Gibt krankheitsbedingte Familienangelegenheiten wo ich gefordert bin und mir daher neben Job einfach die Zeit fĂŒr das Forum etwas fehlt. Ist fĂŒr meine Abstinenz nicht weiter schlimm, sie ist inzwischen sehr stabil geworden. Auch meine Gesundheit hat sich gravierend verbessert, was mich besonders motiviert weiterhin nĂŒchtern zu bleiben.

    Bin nun 1,5 Jahre nĂŒchtern und bin froh, dass ich den Absprung geschafft habe. Nun habe ich mein Leben wieder in meiner Hand. Ich fĂŒhre tatsĂ€chlich ein zufriedenes, nĂŒchternes Leben. Meine Abstinenz hat Höhen und Tiefen unbeschadet ĂŒberstanden. Völlig frei von RĂŒckfĂ€llen oder VorfĂ€llen. Von daher gibt mir das auch Sicherheit.

    Ich schaue so oft es geht rein. Wollte nur kurz Bescheid geben, dass ich mich ne Weile hier nicht so viel einbringen kann.

  • Hallo Emily,

    Danke dir fĂŒrs Bescheid geben.

    Ich wĂŒnsche dir die nötige Energie fĂŒr die krankheitsbedingten Familienangelegenheiten und dass du dir die Auszeiten nehmen kannst, die du fĂŒr dich brauchst.

    Wir lesen uns.


    Liebe GrĂŒĂŸe

    AmSee

    Du kannst nicht zurĂŒckgehen und den Anfang Ă€ndern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende Àndern.

  • Schwupp kommt wieder Leben in die Bude. Ich komme mir schon vor wie ein Treiber. Bin ich mal paar Tage weg, ist Funkstille und alle sind im Tiefschlaf.

    Ich habe heute nun lediglich ein bisschen hier und da geschrieben, und den ein oder anderen direkt angesprochen. Und plötzlich ist wieder was los. Sogar jemand Neues kommt dazu.

    Wenn jeder hier ein bisschen mehr schreibt, dann lÀuft und klappt auch der Austausch. Also bitte seid etwas aktiv und beteiligt euch. Wer das Forum erhalten möchte, muss schon aktiv sein. Wenn es eingestampft werden soll, dann einfach weiter still bleiben. Es kann aber nicht sein, dass nur ich das Forum am Laufen halte.

    Klar kostet das auch Zeit. Meine Zeit kostet es aber auch. Wie wichtig ist dieses Forum als SHG euch denn?

  • Irgendwie ist bei mir die Luft raus. Bin etwas ausgepowert. Bezieht sich hauptsĂ€chlich auf den Job. Bin hĂ€ufiger unkonzentriert und genervt. Im Grunde könnte ich mal paar Wochen eine Auszeit gebrauchen um neue Energie zu tanken. Habe aber nur 28 Tage Urlaub im Jahr 😔

    Aber unabhĂ€ngig davon geht’s mir gut. Gesundheitlich ist alles ok und privat auch. Im Familienkreis gibt es ein paar bedrĂŒckende und traurige Angelegenheiten. Aber daran kann ich nichts Ă€ndern, nur beistehen und helfen wo es geht. Da kommt auch der Gelassenheitsspruch zum Tragen.

    Heute genieße ich aber das Wochenende und erhole mich vom Alltag so gut es geht.

    In Bezug auf Alkohol gibt’s nicht viel zu berichten. Alles im grĂŒnen Bereich, Alkohol ist weit entfernt von mir und das SuchtgedĂ€chtnis schlĂ€ft fest. Allerdings habe ich nach wie vor Respekt und bin nicht leichtsinnig. RĂŒckfĂ€lle nach jahrelanger Abstinenz gibt’s ja auch oft genug. Das ist fĂŒr mich immer auch eine Warnung, wachsam und aufmerksam zu bleiben.

    Mir ist aufgefallen, dass sich hier jemand rar macht
. Paul wo bist du? Lange nix mehr von dir gelesen. đŸ™‹â€â™€ïž

  • Irgendwie ist bei mir die Luft raus. Bin etwas ausgepowert. Bezieht sich hauptsĂ€chlich auf den Job. Bin hĂ€ufiger unkonzentriert und genervt. Im Grunde könnte ich mal paar Wochen eine Auszeit gebrauchen um neue Energie zu tanken. Habe aber nur 28 Tage Urlaub im Jahr

    Besprich das mal mit Deinem Arzt, vielleicht hat der ja 'ne zĂŒndende Idee. Nicht, dass Du in einen Burnout gerĂ€tst, das wĂ€re fatal.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!