• Ich weiss nicht ob man das verstehen kann.

    Ich kann dich vollens verstehen!

    Ähnliches machte ich auch, ich nahm im Supermakt eine volle Flasche Bier in die Hand, allein der Gedanke erzeugte schon ein ungutes GefĂŒhl. Ich beobachtete mich, was passierte ... in mir?

    Ehrlich gesagt passierte nichts, selbst das ungute GefĂŒhl verschwand. Zugegeben es bestand noch die HĂŒrde: Flasche in den Einkaufskorb legen, bezahlen, öffnen ...

    Wollte ich das: trinken? Vielleicht bin ich etwas anders verrĂŒckt, Konfrontation - niemals!!!; ich könnte ja schwach werden ... wurde ich aber nicht. Warum auch?

    Die Flasche Bier blieb die Flasche Bier, gefahrlos, ebenso wie die Flasche Cola oder das Brot, blieb was sie waren.

    War das Vernunft? Oder hatte ich nur meine Angst verloren, besiegt?

    Warum hatte ich ĂŒberhaupt Angst und wovor?

    Ich musste lachen, ich erinnerte mich an meine Kindheit ... vor was hatte ich da nicht alles Angst ...

  • Guten Morgen...

    ist es Euch eigentlich schon mal passiert, dass ihr als ihr noch getrunken habt "besser" gewesen seid? Nicht im Sinne von lustiger oder man konnte besser mit euch feiern, sondern eher im Sinne von produktiver, besser im zuhören und Dinge angehen und RatschlÀge geben oder aktiver?


    Liebe GrĂŒĂŸe an euch

  • Guten Morgen,

    lass dich von dem, was da gerade bei dir abgeht bzw. zur Zeit nicht so wie gewohnt abgeht, nicht tÀuschen


    Wie du geschrieben hattest, hast du mit Alkohol etwas verdrÀngt, betÀubt.
    Das mag zwar fĂŒr eine Weile in gewisser Weise notwendig gewesen zu sein, aber zu deiner Genesung hat das bestimmt nicht beigetragen.

    Vergiss nicht, dass da bei dir gerade ein Verarbeitungsprozess aufgebrochen und in Gang gesetzt worden ist. Da passiert gerade unheimlich viel in deinem Kopf, auch emotional.

    Das erklÀrt, warum du zur Zeit eher weniger produktiv bist, weniger gut zuhören kannst usw.

    Ich hatte das auch in den Zeiten, in denen ich in solchen Verarbeitungsprozessen drinsteckte. Das gibt sich wieder und wird u.U. sogar besser, wenn du durch diesen Prozess durch bist.

    Also, ich bin inzwischen sehr viel besser als frĂŒher
. Kein Vergleich zu der Zeit, als ich mir genau das vom Alkohol versprochen habe


    Viele GrĂŒĂŸe

    AmSee

    Du kannst nicht zurĂŒckgehen und den Anfang Ă€ndern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende Àndern.

  • Haha, das ist die Droge, die Dich verfĂŒhren will. Ich kenne das nicht vom Saufen, aber vom Kiffen.

    Wenn wir frĂŒher exzessiv gekifft haben und nĂ€chtelang höchst intellektuelle GesprĂ€che ĂŒber die Welt und den Sinn des Lebens gefĂŒhrt haben, glaubten wir wirklich, dass wir gerade die Antwort auf alle Fragen gefunden hĂ€tten. Genauso beim Musik machen. Haben das aufgenommen und wirklich geglaubt wir wĂ€ren geniale Komponisten.... wenn man sich den Quark nĂŒchtern anhört ist das immer ganz schön viel Bullshit gewesen.

    Mir ist es diesen Sommer noch einmal extrem aufgefallen, als ich mit den Jungs die nacht am See "durchgesoffen/ gekifft" habe - also die anderen. Ich hab mich mit Grillgut und heißem Tee durch die Nacht gebracht - was erwachsene MĂ€nner fĂŒr einen MĂŒll sabbeln können.... unglaublich. Aber sie hatten Spaß und ich damit auch.

    Beste GrĂŒĂŸe Helga

  • Haha, das ist die Droge, die Dich verfĂŒhren will.

    Ähnliche Erfahrungen machte ich auch.

    Nie war ich besser, kreativer, lustiger schon gar nicht, im berauschten Zustand. Ich dachte das bzw. gaukelte mir das vor, nur um meinen Suff zu rechtfertigen.

    Immer, dann wieder nĂŒchtern, bemerkte ich, was ich fĂŒr einen Unsinn im alkoholisierten Zustand verzapfte. Sehr oft schĂ€mte ich mich dann und hoffte, es hĂ€tte niemand bemerkt.

    Wie Helga es treffend beschrieb, ist man als einziger nĂŒchtern, bemerkt man erst, was die anderen fĂŒr einen MĂŒll sabbeln oder tun.

    Ist das nicht einfach nur peinlich? So peinlich wollte ich nie wieder sein!

  • Also, ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass ich betrunken besser gewesen bin. Ich glaube ...ich hab das falsch formuliert. Ich hab mich eher einfach fĂŒr mĂŒde gehalten... nicht nur körperlich sondern einfach auch mĂŒde vom Leben.

    Wenn dir das aber andere Leute sagen, denkt man schon darĂŒber nach ob man nĂŒchtern eine Pfeife ist ,đŸ€·đŸŒâ€â™€ïž und wenn das eine Person sagt.okay..vielleicht hat das ja andere GrĂŒnde, aber mehrere Personen? Ich trink trotzdem nicht mehr.. weil ich mit 50 gerne noch Haare auf dem Kopf hĂ€tte und nicht stĂ€ndig angetrunken doch Gluten essen.

    Ich mein vielleicht... bin ich nĂŒchtern ne Pfeife die zufĂ€llig betrunken mit der Markow-Kette arbeiten konnte... mag sein, aber ich glaube ich kann auch nĂŒchtern wasđŸ€·đŸŒâ€â™€ïž

  • Ich glaube ich wĂ€r heute einfach nur ein bisschen verĂ€rgert...weil ein Kollege gesagt hat.. ich soll doch wenigstens noch trinken bis das Projekt vorbei ist.

    Mich hat das genervt... aber eigentlich liegt es an mir nicht auf solche Menschen zu hören. Es liegt an mir, mir ein gesundes Umfeld zu schaffen

  • Ich jammer hier ja immer ziemlich viel... aber heute ist auch was richtig schönes passiert.. die Kinder kamen und meinten sie wollen etwas basteln. Wir haben dann ein Schloss gebastelt, mit einem Geist der durch die jeweils beleuchteten Fenster fliegen kann. Ich kam mir vor wie der MacGyver der Klopapierrollen. Das war schön und ich weiss nicht ob sich das betĂ€ubt auch so schön angefĂŒhlt hĂ€tte.


    Es tat auch weh...mit meinen Kindern werde ich das nie machen und das ist traurig... aber es war trotzdem schön und ich hatte ĂŒberhaupt nicht das BedĂŒrfnis den Schmerz betĂ€uben zu mĂŒssen. Das war eigentlich ein ziemlich gutes GefĂŒhl

  • Ich war alkoholisiert niemals „besser“ als nĂŒchtern. Ich kam mir selbst immer wie ausgebremst und irgendwie „schwer“ vor. Nicht beim ersten Glas, aber nach 2-3 GlĂ€sern war das so. Dieses GefĂŒhl habe ich nicht gemocht. War ich vorher als ich noch nĂŒchtern war voller Tatendrang und Ideen, mit Wein wie weggeblasen. Zu nichts mehr war ich dann in der Lage. Selbst gute Laune und Energie waren nach Wein einfach verschwunden. Das möchte ich nie wieder so haben, das weiß ich jetzt wo alles „besser“ ist, ganz genau.

    Nenilius, ich finde, dein Kollege ist ein Ar
 und sehr taktlos. Laß dich von dem nicht beirren.

  • Hey. Ich kenne das GefĂŒhl mit dem besser sein. Wenn ich getrunken hatte, konnte ich eine Lockerheit und Leichtigkeit an den Tag legen, die mir nĂŒchtern sehr schwer fĂ€llt, weil ich sehr kontrolliert bin. Alkohol war fĂŒr mich der kontrollierte Kontrollverlust. Das war sehr angenehm. Es gibt ja auch Dinge, die mich zum Suchtmittel gefĂŒhrt haben
das erkenne ich auch an. Nenilius : Es gibt von jedem Suchtmittel eine Pro & Contra-Seite. Die Pro-Seite fĂŒr den Alkohol wie bei mir ‚Leichtigkeit‘ steht auf der Contra-Seite fĂŒr die Abstinenz, weil mir in der Abstinenz die Leichtigkeit fehlt: So ne Pro & Contra-Liste hat jeder fĂŒr sich selbst
.das Eine wird erstrebenswerter, wenn die negativen Konsequenzen des Anderen spĂŒrbarer werden. Eigentlich ne ziemlich einfache MilchmĂ€dchenrechnung. Aber auch hier gilt
das Suchtmittel ist nur ne AbkĂŒrzung. Du bist im Suff nicht besser als nĂŒchtern. Ich kenne Niemanden, der im Suff wirklich die beste Version seiner Selbst wĂ€re. Du etwa? 😅

  • Na ja, zwischen leicht Angetrunken und. Betrunken, gib es schon einen großen Unterschied. Ich kann oder konnte das leicht angetrunken, ĂŒber einige Stunden halten. Da war ich teilweise schon produktiver, motivierter teilweise auch kreativer, mutiger. Konnte Dinge von einem Ă€ndert Perspektive betrachten.

    Betrunken, nein, da ist Alkohol eigentlich nur hinderlich . Da war auch abschalten gewĂŒnscht.

  • Ich kam mir vor wie der MacGyver der Klopapierrollen. Das war schön und ich weiss nicht ob sich das betĂ€ubt auch so schön angefĂŒhlt hĂ€tte.

    Das freut mich richtig fĂŒr dich, dass du das so empfinden konntest. 👍

    Ein kostbarer Moment, wĂŒrde ich sagen. 😊👍

    Du kannst nicht zurĂŒckgehen und den Anfang Ă€ndern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende Àndern.

  • Na ja, zwischen leicht Angetrunken und. Betrunken, gib es schon einen großen Unterschied. Ich kann oder konnte das leicht angetrunken, ĂŒber einige Stunden halten. Da war ich teilweise schon produktiver, motivierter teilweise auch kreativer, mutiger. Konnte Dinge von einem Ă€ndert Perspektive betrachten.

    Betrunken, nein, da ist Alkohol eigentlich nur hinderlich . Da war auch abschalten gewĂŒnscht.

    Ich glaube, so richtig betrunken war ich nie... also nicht als Alkoholikerin sondern ein paar Mal davor und da hab ich dann auch ziemlichen Quatsch gemacht. Ich weiss nicht wie ich das richtig beschreiben kann... ich war abhĂ€ngig davon meine GefĂŒhle auszuschalten und vielleicht war ich dann auch produktiver. Leider hat es nicht nur den Schmerz verstummen lassen sondern auch andere positive. Die mich jetzt nĂŒchtern betrachtet das wertvolle in meinem Leben gekostet.

  • Ich hatte auch oft das GefĂŒhl, leicht angetrunken besser zu sein. Alles ging leichter, jeglicher Zweifel/Kritik war wie weggeblasen, Fehler wurden ignoriert oder einfach nicht bemerkt. Doch besser war ich nie, unaufmerksamer, unkrirtischer, das ja, aber war das besser?

    Wird etwas besser, nur weil ich etwas nicht bemerke?

    Alkohol war immer nur Mittel zum Zweck, mir die Welt so zu machen, wie ich sie gern hÀtte, alles Negative auszublenden.

    NĂŒchtern war ich immer prĂ€ziser, oft auch pingeliger, kritischer, auch oft nicht so kompromissbereit (im Ungang mit Menschen).

    Wirklich Vorteile brachte mir der Alkohol nie, im Gegenteil! Es dauerte eine Weile bis ich das begriff, zu sehr war noch die Gewohnheit in meiner Gedankenmatrix eingebrannt: mit Alkohol wird alles leichter.

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