• Hallo, ich weiss gar nicht wie ich mich richtig vorstellen soll.

    Ich bin 38 Jahre alt und bis ich 35 war habe ich eigentlich gar nicht getrunken, vielleicht zwei Cocktails pro Jahr.

    Vor zwei Jahren hat sich das geändert, ich hatte ein ziemlich schlimmes Erlebnis und da habe ich glaube ich zum ersten Mal aus einem Grund getrunken. Einfach um es zu verdrängen. Dann kam immer mehr und mehr dazu und das Trinkverhalten wurde immer schlimmer. Es hat sich aber angefühlt, als würde jemand das Steuer übernehmen und ich mir dabei zusehen. Ich wusste wohin das führt und hab mich trotzdem so machtlos gefühlt. Ich hab mich aber auch nicht mehr wie ich selbst gefühlt. Dinge die mir früher Spaß gemacht haben, haben überhaupt nichts mehr in mir ausgelöst. Früher bin ich viel laufen gegangen, reisen und wandern und jetzt trau ich mich kaum noch vor die Tür. Früher hab ich sehr auf mein Äußeres geachtet und jetzt hab ich so große Tränensäcke, darauf könnten Schlümpfe Trampolin springen und 10 kg zugenommen. Aber irgendwie war mir das obwohl ich es gesehen habe gar nicht richtig bewusst und dann letzten Samstag kam ich aus der Dusche, hab mich im Spiegel angesehen und es war als würde eine völlig fremde Person mich anstarren. Dann kam der ganze Schmerz, den ich die letzten zwei Jahre so gut unterdrückt habe hoch und ich dachte, entweder trinkst du jetzt einen Liter Vodka oder du schüttest ihn weg und heulst. Ich hab mich dann für die zweite Variante entschieden und das war nicht schön. Samstag ging es mir körperlich dann zunehmend immer schlechter und Sonntag und Montag auch. Montag musste ich eine Tavor nehmen. Aber seit Samstag habe ich auch wirklich nicht mehr getrunken. Ich weiss das ist noch nicht sehr lange, aber ich dachte vielleicht ist es besser.... sich früher Rat von Leuten zu holen....die selbst betroffen sind...als später.


    Ich hab eine Therapie angefangen, in der jetzt aber erstmal die Stabilisierung der PTBS im Vordergrund steht.


    Ic wünsche euch noch einen schönen Abend

  • Hallo du! Schön, dass du den Weg hierhin gefunden hast! Du bist nicht allein und kannst hier gern deine Gedanke, Gefühle, dein Herz und alles ausschütten. Du bist hier in einem save space unterwegs. 😊

    Ja, der Alkohol wirkt ganz wunderbar, um sich zu betäuben und keine Gefühle mehr spüren zu müssen. Aber die Gefühle sind da und werden nur verdrängt. Von daher….wenn du eine Therapie machst, wäre das schon klug langfristig mit dem Trinken aufzuhören, damit du auch an den Kern der Sache drankommen kannst…auch wenn‘s hart und schmerzhaft wird.

    Aber sei‘s drum…genug der Worte. Komm erstmal hier im Forum an und lies dich in Ruhe ein. Bei Fragen…fragen. 😃

    LG von der Bighara

  • Danke☺️

    Ich hab schon ein paar Fragen und zwar zur ersten Phase. Mir sind sie ein bisschen unangenehm 😅.

    Hat jemand in der ersten Phase die Erfahrung gemacht, dass der Bauch sich sehr aufgebläht hat und man unter Verstopfung leidet? Ich hab mir deswegen ein Abführmittel und Sauerkrautsaft besorgt.

    Ich hab überhaupt keine Appetit und trotzdem seit Samstag ein KG zugenommen? Ich zwinge mich jeden Tag einen Teller Gemüsesuppe und einen Joghurt zu essen. Hat jemand auch diese Erfahrung gemacht?

    LG

  • Hmmmh, also, ich kenne solche Beschwerden nicht, aber da reagiert jeder Körper auch anders. Von welchem Pensum kommst du denn vom Alkohol her zur besseren Einschätzung? Dass der Körper aber meckert, wenn du ihm den Alkohol entziehst, ist normal. Pass aber auf, denn so ein kalter Entzug kann auch gefährlich sein…wenn du schon in der körperlichen Abhängigkeit angelangt bist, musste vorsichtig sein mit dem alleine entziehen. Wie fühlst du dich denn sonst so momentan bis auf die körperlichen Zipperlein? Bist du alleine oder hast noch Menschen um dich herum, die ein Auge auf dich haben?

  • Also, ich hab zuletzt schon so 300ml Vodka über den Tag verteilt getrunken, an ganz schlimmen Tagen auch ein paar Mal 350.

    Gerade bin ich eigentlich lieber alleine, weil wenn ich jemanden da habe immer das Gefühl hab sie bewirten zu müssen. Ich hätte aber Personen, die ich zur Not anrufen kann.

    Psychisch Hmmm versuche ich mich gerade mit diesem neuen ich anzufreunden und damit dass es den Anschein macht, dass es erstmal schlimmer wird als besser und es eine Weile dauern wird, bis ich "mich" wiederfinden werde. Ich versuche mich mit Sachen wie lesen abzulenken.

  • Das ist gut, dass du Leute hast, die du zur Not anrufen kannst, um dich mitzuteilen.

    Weiß dein Therapeut von deinem Alkoholkonsum? Ich weiß, dass das bisweilen alles was schwierig ist in der Therapie, weil man eigentlich ja abstinent sein soll, aber manche Therapeuten machen es ja trotzdem auch ohne Abstinenznachweis. Ich vertrete ja die Meinung, dass man weder seinen Arzt noch seinen Anwalt anlügen sollte. Und Therapeut fällt für mich unter Arzt. 😁

    Sich vom Alkohol zu entwöhnen, ist gerade am Anfang sehr anstrengend, weil in dir drin alles nach dem Alkohol schreien wird. Insoweit ist Ablenkung gar nicht so verkehrt. Hast du mal über eine Selbsthilfegruppe bei dir vor Ort nachgedacht, sofern du Zugang dazu hast? Andere Menschen, die deine Situation verstehen und dich Supporten können, sind Gold wert.

  • Hallo und Willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe,

    Danke dir für deine Vorstellung, ich schalte dich gleich für den Austausch im öffentlichen Bereich frei und verschiebe deinen Thread in das entsprechende Unterforum.

    Empfehlen kann ich dir schon mal, dich in unserem Info-Bereich etwas näher einzulesen. Insbesondere mit der Problematik eines sogenannten Kalten Entzuges solltest du dich vielleicht mal näher vertraut machen.

    Ein gutes Ankommen hier wünsche ich dir und einen hilfreichen Austausch.

    Freundliche Grüße

    AmSee (als Moderatorin)

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Hallo Nenilius,

    Hat jemand in der ersten Phase die Erfahrung gemacht, dass der Bauch sich sehr aufgebläht hat und man unter Verstopfung leidet? Ich hab mir deswegen ein Abführmittel und Sauerkrautsaft besorgt.

    Ich hab überhaupt keine Appetit und trotzdem seit Samstag ein KG zugenommen? Ich zwinge mich jeden Tag einen Teller Gemüsesuppe und einen Joghurt zu essen. Hat jemand auch diese Erfahrung gemacht?

    🤔, solche Beschwerden hatte ich nicht, die könnten aber durchaus mit deinem Alkoholmissbrauch zu tun haben, so dass da ein bisschen was durcheinander ist, das heißt, dass die Magenschleimhaut gereizt ist sowie die Darmflora in Mitleidenschaft gezogen.

    Zusätzlich wirkt sich natürlich auch psychischer Stress aus, wie du ihn zur Zeit durchleidest.

    Das Zunehmen könnte etwas damit zu tun haben, dass dein Körper etwas mehr Wasser eingelagert hat, auch die Verstopfung könnte sich so auswirken. Trinkst du zur Zeit ausreichend Wasser? Wenn nicht, so rate ich dir dazu, ja sogar noch mehr Wasser zu trinken als üblich. Das hilft auch, um keinen oder zumindest weniger Durst nach Alkohol aufkommen zu lassen.

    Alkoholmissbrauch sorgt auch für Veränderungen in der Neurochemie und -biologie des Gehirns, das hat etwas mit der Überflutung des Gehirns mit Botenstoffen, die durch den Alkohol ausgeschüttet werden, zu tun.
    Führst du dir weniger Alkohol zu als gewohnt, wirkt sich das auf das sogenannte Belohnungssystem aus.

    Die gute Nachricht ist, dass sich das im Laufe der Abstinenz wieder normalisiert. Das dauert nur eine ganze Weile. Deswegen kann es dir zur Zeit durch den Entzug nicht nur körperlich schlechter gehen, sondern insbesondere auch psychisch.

    Das wiederum kann sich durchaus auch auf den Appetit auswirken.

    Als ich - das war noch bevor mir mein Alkoholkonsum entglitt - in eine tiefe depressive Phase glitt, hatte ich überhaupt gar keinen Appetit mehr. Ich musste mich regelrecht zwingen, überhaupt etwas Nahrung zu mir zu nehmen.

    Wenn du in der Therapie gerade dabei bist, dich zu stabilisieren, wirst du sicherlich ein paar Übungen kennengelernt haben, die du für dich anwenden kannst.

    Hast du ansonsten schon mal darüber nachgedacht, dich wegen deiner derzeitigen Symptome an einen Arzt zu wenden? Wäre in Anbetracht der Umstände vielleicht ratsam…


    Wenn du ansonsten Fragen an uns haben solltest, nur heraus damit. Vielleicht können wir dir mit unseren eigenen Erfahrungen Hilfe zur Selbsthilfe geben.

    Viele Grüße

    AmSee

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Hallo, ich war schon bei meinem Hausarzt und der hat mir geraten langsam zu entwöhnen, erst zwei Tage nicht trinken, dann drei usw. aber das will ich nicht, weil ich Angst hatte aus zwei wird wieder nur ein Tag. Obwohl mir der Gedanke am Anfang geholfen hat, ich hab gesagt zwei Tage schaffst du und dann dachte ich drei geht auch....

    Ich hab so eine Box, die eigentlich für die PTBS ist, aber sie hilft auch da ganz gut. Ansonsten versuch ich jeden Tag 10.000 Schritte zu machen, damit ich mich wenigstens ein bisschen bewege.

    Ganz viel der letzten Monate kommt jetzt hoch, ganz viele schlimme Dinge.


    Liebe Grüße

  • Kommt es für dich in Frage dich mitzuteilen und über die schlimmen Dinge zu reden? Reden entlastet ja bekanntlich. Ansonsten die schlimmen Dinge vielleicht niederschreiben, damit sie raus sind aus dem Kopf?

  • Hallo Nenilus,

    ein kalter Entzug kann von Schwitzen, Unruhe, Angst- und Panikzuständen begleitet werden,

    kann aber auch zu heftigen Kreislaufbeschwerden, Krampfanfällen, Delirium bis hin zum Totalausfall führen, Durchfall oder Verstopfung ... alles ist möglich. Aber! Es muss nicht zwingend passieren.

    Kalter Enzug birgt immer diverse, nichtvorhersehbare Risiken!!! Deshalb empfiehlt auch keiner einen kalten, unbegleiteten Entzug.

    Es gibt keinen allgemeingültigen, "normalen" Verlauf beim Entzug von Alkohol! Es kann beim leichten bis heftigem Unwohlsein bleiben, kann aber auch auf der Intersivstation oder beim Bestatter enden.

    'Durm konsultiere einen Arzt, immer! Nicht jeder Arzt hat Erfahrung auf diesem Gebiet und oft überwiegt die Scham des Patienten ... wer will schon gern als Säufer angesehen werden.

    Doch wie will ein Arzt behandeln, wenn er die eventuelle Alkoholproblematik nicht kennt?

    Blähbauch, Appetitlosigkeit kann (!) auch div. Ursachen haben - Psyche, eine schlechtfunktionierende Darmflora, zu wenig Flüssigkeitsaufnahme, mangelde Bewegung (Verbrennung im Körper) u.s.w.u.s.f.. Der möglichen Ursachen gibt es so viele!

    Darum konsultiere bitte einen Menschen, der sich auskennt, richtig auskennt!

    Vielleicht hilft ja deine Sauerkrautkur, wenn die Gase auch entweichen können, vielleicht, vielleicht ... doch ist die eigene Scham es wert, so zu leiden?

  • Paul Also, soweit ich das verstanden habe, weiß der Arzt von Nenilius über den Konsum an sich Bescheid, nur über die Menge nicht. Nenilius hat sich dahingehend mitgeteilt, insoweit kann doch überhaupt keine Aussage getroffen werden, ob da Scham eine Rolle spielt oder nicht. Ärztliche Behandlung findet bereits statt, was schon ein riesiger Schritt ist. Und ich empfinde es nicht als hilfreich hier so ein Angstszenario zum kalten Entzug aufzubauen. 300ml Vodka sind immer noch keine ganze Flasche oder mehr. Ich würd persönlich da die Kirche mal im Dorf lassen.

  • Hallo Nenilius,

    mir tut es fast körperlich weh Deinen Beitrag zu lesen. Es tut mir sehr leid, dass Du in so einem schlechten Zustand bist. Umso besser, dass Du den Teufelskreis durchbrechen willst. Es wird alles leichter ohne Alkohol.

    Zu Deinen Verstopfungen fällt mir beim Thema Alkohol nicht viel ein. Aber Du nimmst auch Tavor? Regelmäßig? Tavor begünstigt Verstopfungen. Ist Deine Schilddrüse in Ordnung? Manchmal sind Depressionen, Schilddrüsenprobleme und Alkohol vergesellschaftet. Die Darmflora kann auch durch den Alkoholkonsum in Mitleidenschaft gezogen sein - versuche Dein Mikrobiom mit guten Lebensmitteln aufzubauen. Vollkorn, Gemüse und Fermentiertes können helfen. Ggfls auch eine Unverträglichkeit ausschließen lassen. Bis dahin helfen Dir evtl. aufgeweichte Flohsamenschalen? Sauerkrautsaft ist schon eher für Fortgeschrittene, oder? Aber es gibt von Voelkel einen fermentierten Gemüsedrink "Fitnessdrink", der hat auch abführende Wirkung.

    Ich bin auch kein Typ, der mit Fremden face-to-face über Probleme sprechen kann. Hier in der Anonymität fällt es mir sehr leicht. Nutz Du auch diese Quelle von Menschen, die Dich verstehen. Niemand trinkt einfach so. Wir haben hier alle unsere Probleme auf unterschiedlichen Ebenen und können uns gut gegenseitig Trost spenden und auch Hilfestellung, wenn es um ganz praktische Probleme geht.

    Beste Grüße Helga

  • Hallo, ich war schon bei meinem Hausarzt und der hat mir geraten langsam zu entwöhnen, erst zwei Tage nicht trinken, dann drei ...

    Dein Hausarzt empfahl, den abrupten Stop von Alkohol und dann "einfach" aushalten ... bis der Körper von selbst die Balance findet? Das ist kalter Entzug - da muss man mental schon sehr gefestigt sein.

    Das kann funktionieren, muss aber nicht. Ich reduzierte die Alkoholmenge (die ich täglich trank), ich gewöhnte mich, meinen Kopf, meine Gedanken über zwei ... drei Wochen daran, auch meinen Körper, dass es nun immer weniger Alkohol gab.

    Ich entwöhnte mich langsam ... allmählich. Ein abrupter Alkoholverzicht hätte mich sicherlich mental überfordert, meinen Körper/Kopf regelrecht in Panik versetzt. Die ersten zwei ...drei Wochen der Anstinenz trank ich wie ein Verrückter, Tee, Wasser ... alles was 'reinging = klar, ich musste auch pieseln, wie ein Verrückter. Doch ich wollte (!) von dem Stoff loskommen - unbedingt! Und das möglichst stressfrei.

    Das Schwierigste war für mich, diese Angst, Unsicherheit, diesen Verzichtsgedanken aus dem Kopf zu bekommen - daran musste ich mich gewöhnen und das brauche Zeit!

    Der Körper schafft das auch allein, Hauptsache er hat ausreichend Nahrung und genügend Flüssigkeit, Schlaf und Beschäftigung.

  • Also, erstmal danke für eure Antworten.

    Tavor nehme ich nicht regelmäßig, eigentlich nur bei starken Panikattacken. Das kam bis jetzt so ungefähr einmal im Monat vor. Da waren die Attacken nicht mehr auszuhalten und die Box hat nicht mehr geholfen.

    Ich trinke so 2,5 Liter am Tag, meistens Wasser und Tee, ab und zu Cola ohne Zucker und jeden Tag ein Glas Sauerkrautsaft und ein Glas Tomatensaft.

    Körperlich geht es mir eigentlich gut, ich schwitze nicht mehr, kein Herzrasen, beim Sport bleibt mein Puls normal und kein Zittern (vor dem hatte ich irgendwie am meisten Angst). Es ist eher was sich in meinem Kopf abspielt, sehr viel Trauer und Schmerz.

    Ich hab mir jeden Tag die Alkoholmenge notiert als ich gemerkt habe es wird schlimmer und 6 mal bin ich tatsächlich über die 300 gekommen und da waren es dann 350.

    Schilddrüse ist eingestellt ich nehme dafür Medikamente.

    Ich hab mir jetzt eine Darmkur und Stoffwechselkur bestellt.

  • Ah, vielleicht hab ich mich auch nicht klar ausgedrückt.

    Meine Therapeutin weiss nicht wieviel es ist und kann es glaub ich auch nicht so richtig einschätzen, weil ich das glaube ich sehr gut verstecken konnte. Sie kannte mich auch vorher nicht und deswegen ist ihr das Gewicht und die Veränderung der Haut und im Gesicht nicht aufgefallen. Ich bin auch nicht so übergewichtig geworden, dass sie sich darum hätte sorgen müssen (65 kg auf 169cm). Mein Hausarzt kennt die Menge. Entschuldigt die Verwirrung.

  • Weißt du schon, was bei dir diese Panikattacken auslöst? Kannst du da gegebenenfalls schon vorher für dich sorgen oder kommen die für dich sozusagen noch aus heiterem Himmel?

    Es ist eher was sich in meinem Kopf abspielt, sehr viel Trauer und Schmerz.

    So mancher hier berichtet davon, wie klar und deutlich Gefühle plötzlich hochkommen, wenn er aus der Vernebelung des Alkoholmissbrauchs heraustritt. Das ist insofern also recht „normal“.

    Allgemein ist man in den ersten Wochen und Monaten emotional etwas instabil. Das habe ich selbst so erlebt und auch schon von vielen anderen gelesen.

    Das hat wohl durchaus etwas mit der Umstellung in der Neurochemie und -biologie des Gehirns zu tun. Dazu kommen dann noch die Triggersituationen, in denen man üblicherweise Alkohol konsumiert hat. Das sogenannte Belohnungssystem, das vom Alkoholmissbrauch gekapert wurde, springt auf solche Situationen an. Das kann dann durchaus auch mal fordern.

    Wenn du in der Stabilisierungsphase der Therapie bist, wirst du nach und nach weitere Übungen zur Selbsthilfe kennenlernen. Ich selbst habe für bestimmte traumatische Erinnerungen eine Übung kennengelernt, um solche Themen erstmal in einer Art imaginierten Tresor wegzusperren, um diese zum richtigen Zeitpunkt im geschützten Raum der Therapie bearbeiten zu können.

    Das, was du Box nennst, kenne ich auch. Das hat mir auch schon in anderen Bereichen geholfen.

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!