• ich habe mich gefragt , warum ich eigentlich den Alkohol 🍸 so dringend brauch . Ich schlucke meine Gefühle runter !

    Weil ich sie nicht fühlen will . Ich denke auch das kennt hier sicherlich jeder !

    Du erlebst momentan vllt. ein Erkennen.

    Den Abschied von deinem alten Selbst.

    Da bist du nicht die Einzige.

    Jeder geschieht es zu irgendeiner Zeit.

    Die Gelegenheit zu einer Wiedergeburt.

    Klammere dich nicht aus Liebe

    oder Schwäche an dein altes Selbst.

    Auch wenn du an deinen Gefühlen hängst,

    hast du nicht die Kraft, sie zu behalten.

    Binde dich nicht ans Denken. Bleib wach.

    Was immer an Angst auch auftaucht.

    Vergiss niemals deinen Entschluss.

    Geh voran. Das ist das Geheimnis.


    Brant

  • Hallo AmSee13 da hast du womöglich recht !
    Meine Erfahrungen hier rein zu bringen hilft dann auch nicht wirklich .

    Ich habe mir schon Gedanken 💭 gemacht , wen ich in meinem Umfeld davon erzählen werde . Und mir dann zusammen mit dieser Person Hilfe beim Arzt hole . Alleine traue ich mich nicht !

    Ja sehr achtsam werde ich ab sofort mit mir umgehen müssen !

    Ich male sehr gerne und lese auch !
    In der Natur spazieren 🚶‍♀️ bereitet mir Freude !

  • Hallo Andrew,

    Ich habe mir schon Gedanken 💭 gemacht , wen ich in meinem Umfeld davon erzählen werde . Und mir dann zusammen mit dieser Person Hilfe beim Arzt hole . Alleine traue ich mich nicht !

    gut, dass du dir darüber Gedanken gemacht hast. Wenn das für dich keine zusätzliche Hürde ist, jemand anderen darauf anzusprechen, was sollte dann dagegen sprechen?

    Darf ich dich fragen, warum du dich alleine nicht zum Arzt traust?

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Ich male sehr gerne und lese auch !
    In der Natur spazieren 🚶‍♀️ bereitet mir Freude !

    Na, dann hast du ja schon mal Ansätze, die du weiterverfolgen kannst.

    Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass sich nach und nach weitere Interessen ergeben haben, nachdem ich mir überhaupt erst einmal bewusst geworden war, was mir gut tut bzw. was ICH gerne mache.

    In der Natur spazieren zu gehen war, ohne dass mir das tatsächlich bewusst war, das erste, wohin es mich getrieben hat.

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • AmSee13 ja natürlich darfst du fragen…


    Ich kann mir selbst keine genaue Antwort darauf geben aber es ist eher das Gefühl ohne halt zu sein in dem Moment . Dieses Gefühl reißt mir dann den Boden unter den Füßen weg .


    Jetzt hab ich zum Beispiel ein Gefühl was ich spüre während ich das schreibe . Und habe kein Glas in meiner Hand um es runter zu schlucken .

    🍀ich fühle mich sehr oft alleine 🍀

    Wahrscheinlich deshalb , weil ich meiner eigenen Wahrheit ins Gesicht sehe , dass ich krank bin .( Alkoholkrank)

  • Hallo Andrew,

    Danke dir für deine offene und ehrliche Antwort.

    Glaubst du mir, wenn ich dir sage, dass du selbst dir den Halt geben kannst?

    So manchen, der der Wahrheit ins Auge sieht, mit Alkohol nicht umgehen zu können, treibt am Anfang die Scham um. Mir zum Beispiel ging das vor fünf Jahren nicht anders.

    Doch sei doch mal ehrlich mit dir: Bist du absichtlich abhängig geworden, weshalb du dich jetzt schämen müsstest?

    Oder hat es sich auch bei dir so verhalten, dass du nichts anderes getan hast, als das, was in unserer Gesellschaft üblich ist?


    Beglückwünsch dich lieber, dass du erkannt hast, dass es so nicht weitergehen kann.


    Es gibt keinen Grund dich zu schämen, dass auch du der Wirkung des Alkohols verfallen bist. Der Kontrollverlust geschieht schleichend.

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Andrew07

    Ich habe mir schon Gedanken 💭 gemacht , wen ich in meinem Umfeld davon erzählen werde . Und mir dann zusammen mit dieser Person Hilfe beim Arzt hole . Alleine traue ich mich nicht !

    Stelle ich mir schwierig vor da so einfach los zu gehen. Meine Erfahrung ist dass die meisten Menschen so gar nichts damit anfangen können was es bedeutet den "Großen Durst" zu verspüren. Sie kennen das halt einfach nicht und denken wir müssten halt auch so wie sie sein. Das sind wir aber nicht.

    Es spricht auf alle Fälle für dich dass du beginnst reinen Tisch zu machen mit dem was deine Blockaden ausmachen.

    Ich kann mir selbst keine genaue Antwort darauf geben aber es ist eher das Gefühl ohne halt zu sein in dem Moment . Dieses Gefühl reißt mir dann den Boden unter den Füßen weg .

    Im Grunde ist an der Situation nichts verkehrt. Die Tragik ist vielleicht nur der Umstand dass wir kontrollieren wollen wie alles so sein sollte.

    Eine Zeit lang ohne Bodenkontakt zu sein ist sehr entspannend. Ich habe es mir zu einer Angewohnheit gemacht des öfteren völlig losgelöst die Zeit zu verbringen. Möglicherweise nennen das manche auch Meditation oder auch nur schlicht und einfach relaxen.

    Wenn ich ehrlich bin braucht mich die Welt da unten doch gar nicht so oft wie ich es mir vllt gerne einreden will.

    Gute 24 Stunden

  • AmSee13

    Nein , glauben kann ich es nicht mir selbst den halt zu geben .
    Mich selbst beglückwünschen ja …aber fühlt sich auch komisch an .

    Einsicht sei der erste Weg zur Besserung, sagt man glaube ich so .

    Dennoch hast du recht ! Absichtlich bin ich nicht abhängig geworden !! Sind wir alle nicht ! 🍀

  • Andrew07 , das kann ich sogar nachvollziehen, dass du es zur Zeit nicht glauben kannst.

    Mit der Erfahrung, dass dein Alkoholmissbrauch dich psychisch runtergezogen hat, bist du nicht alleine. Das ist eine der Nebenwirkungen, die Alkoholmissbrauch neben vielen anderem so mit sich bringt.

    Wenn du dir keinen Alkohol mehr zuführst und dich im Gegenzug auf die Suche nach dem begibst, was du wirklich brauchst, wird es dir mit sehr großer Wahrscheinlichkeit psychisch wieder besser gehen. Und dann wirst du auch erfahren, dass du selbst dir Halt geben kannst.

    Und dass sich das sich selbst beglückwünschen zur Zeit noch komisch anfühlt, finde ich auch ziemlich normal. Ich vermute mal, dass du gedanklich noch in dem drinsteckst, was die Gesellschaft uns in Bezug auf Alkohol so vorlebt. Wahrscheinlich wirst auch du anders darüber denken, je vertrauter du mit der Thematik wirst.

    Einsicht sei der erste Weg zur Besserung, sagt man glaube ich so .

    Wenn du diese Einsicht jetzt erstmal gewonnen hast, dann hast du zumindest eine Ahnung, wie du Besserung herbeiführen kannst. Oder? ;)

    Was ich dir auf jeden Fall im Moment empfehlen kann, ist möglichst viel Wasser oder Tee zu trinken. Ist der Bauch mit Flüssigkeit gefüllt, tritt ein Sättigungsgefühl ein. Das kann ziemlich hilfreich sein.


    Viele Grüße

    AmSee

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Hey Sparkassen_Helga lieb , dass du fragst ! Ich bin ziemlich still und in mich gekehrt . Lese hier aber sehr viel . Was mir generell gut tut .

    Ich hab den Schritt zum Hausarzt gewagt . Seitdem geht es mir aber auch nicht besser . Ich war allein dort ! Hab gezittert und geweint und ihm die Sachlage geschildert . Er ist leider nicht so ein netter Arzt 👨‍⚕️, wie ich ihn mir vielleicht wünsche . Aber er hat mir geraten, dass ich mir Hilfe suchen muss ! Was ich ja weiß , deswegen war ich da .

    Mir ist aber auch bewusst geworden , dass mein Problem viel viel tiefer liegt !
    Ich hab ne Riesen Baustelle vor mir und möchte gerade einfach nur weinen 😢

    Er wollte mir Tabletten verschreiben . Die hab ich erstmal abgelehnt ! Dafür habe ich meine Gründe .

    Dennoch gibt mir heute ein kleiner Trost , diese Gruppe hier gefunden zu haben!

  • Mir ist aber auch bewusst geworden , dass mein Problem viel viel tiefer liegt !
    Ich hab ne Riesen Baustelle vor mir und möchte gerade einfach nur weinen 😢

    Tu das! Ich konnte auch lange nicht weinen. Hab immer alles betäubt. Und am Ende durfte ich feststellen, dass das weinen ein mächtiges Ventil ist. Mit der Abstinenz wird viel Verschüttetes hochkommen. Das Gute ist, das Du dann die Klarheit hast die Probleme zu bearbeiten und herauszuwachsen.

    Der Hausarzt ist wirklich enttäuschend. Ich habe das gleiche 2008 erlebt. Damals war ich wegen einer anderen Sache bei meinem Hausarzt und hab ihm erklärt, dass ich ein massives Alkproblem habe. Seine Antwort war: das sein ja gar nicht schlimm, soviel tränke ich ja gar nicht. Seine Frau würde auch jeden Abend 1 Flasche Rotwein trinken. Man müsse das nicht überdramatisieren.

    Was willste machen. Hausärzte sind auch nur Menschen und viele haben auch eine Suchtproblematik. Ich sag mir einfach, dass er andere Talente hat. Dieser Arzt hat übrigens geraucht - kannste Dir nicht ausdenken.

    Nichtsdestotrotz ist das nicht das Ende. Vielleicht kannst Du eine örtliche SHG besuchen und dort eine gute Anlaufstelle in Erfahrung bringen? Ich schreibe Dir gleich noch eine private Nachricht. Oben rechts wird ein roter Punkt erscheinen.

    Beste Grüße Helga

  • Mir ist aber auch bewusst geworden , dass mein Problem viel viel tiefer liegt !
    Ich hab ne Riesen Baustelle vor mir und möchte gerade einfach nur weinen 😢

    Ich kann nachvollziehen wie du dich fühlst. In den ersten Tagen, Wochen und Monaten kommen Gefühle hoch, die man so gar nicht mehr kennt und halt auch nicht mehr per Knopfdruck wegmachen kann. Wobei ich dir nicht zu erklären brauche, dass dieser "Knopfdruck", wenn überhaupt, nur kurzfristig wirkt und spätestens am nächsten Morgen alles nur noch schlimmer ist.

    Mir hat es geholfen, nicht so hart Mir selbst gegenüber zu sein. Traurig, betrübt, melancholisch, neutral, aufgedreht, ruhelos - all das ist ok und geht auch wieder vorbei.

    Ich kenne deinen Lebenslauf und die Probleme, die dich beschäftigen nicht. Mein Rat ist, nicht alles auf einmal ändern zu wollen. Das funktioniert in aller Regel nicht. Die Baustelle "Alkohol" reicht fürs erste. Viele vermeintlich unlösbar scheinende Probleme haben sich bei mir mit fortschreitender Trockenheit relativiert und ließen sich einfacher als vermutet lösen.

    Gruss

    Tom

  • Hallo Andrew,

    ich kann das nachvollziehen, dass das für dich gerade nicht leicht ist. Auch ich hab das mit dem Weinen ähnlich wie Helga erlebt, nämlich dass das ein mächtiges Ventil sein kann.

    Das ist enttäuschend, dass dein Hausarzt nicht so reagiert hat, wie du das gebraucht hättest, aber ich finde das wichtig, dass du dann doch den Mut gefunden hast, zum Arzt zu gehen.

    Auch wenn dein Arzt mit Suchtproblematik vielleicht nicht vertraut ist, so ist er noch immer ein Arzt, ja sogar dein Hausarzt und nun im Bilde, wie es um dich steht. Und das ist nicht unwichtig! Und er hat ja wohl auch erkannt, dass du Hilfe brauchst, auch wenn er sie dir offenbar leider nicht geben konnte.

    Leider ist das wohl so, dass (noch?) viele Ärzte nicht mit Suchtproblematik vertraut sind, meine ehemalige Hausärztin war das zum Beispiel bedauerlicherweise auch nicht. Das hat mein Vertrauen in sie und in ihre Qualifikation erschüttert. Ich habe mir daraufhin einen anderen Arzt gesucht und schließlich eine Hausarztpraxis mit mehreren Ärzten gefunden, bei denen ich mich gut aufgehoben fühle.

    Ich finde, du darfst dir dafür, dass du den Mut aufgebracht hast, zu deinem Hausarzt zu gehen, durchaus auf die Schulter klopfen. Du hast einen weiteren Schritt getan, um dir selbst Hilfe zu leisten.

    Wenn man vor einem großen Berg steht, den man abtragen muss, so kann das mächtig überfordern an die ganze Sache auf einmal zu denken. Deshalb ist das wichtig, sich nur auf den jeweils nächsten Schritt zu konzentrieren.

    Mein Mann hatte vor vielen Jahren einen Spruch an der Wand seines Zimmers hängen. Es war ein Spruch, der Konfuzius zugeschrieben wird. Er lautet so: „Der Mann, der den Berg abtrug, war derselbe, der anfing, kleine Steine wegzutragen.“

    In diese Richtung geht auch die Weisheit des Straßenkehrers Beppo, die dir möglicherweise nicht nur hier im Forum schon begegnet ist. Auch die begleitet mich inzwischen schon viele, viele Jahre.

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Mir ist aber auch bewusst geworden , dass mein Problem viel viel tiefer liegt !
    Ich hab ne Riesen Baustelle vor mir und möchte gerade einfach nur weinen

    Ich habe versucht in den ersten Wochen besonders liebevoll und geduldig mit mir selbst zu sein. Dabei war ich sogar gespannt wie sich was und wann entwickelt. Dadurch hat mir die Abstinenz sogar Spaß gemacht. Ich war neugierig darauf mich selbst wieder zum Vorschein zu bringen und mich wieder neu kennen zu lernen.

    Die Riesen Baustelle wird auch mit kleinen Taten weniger. Immer ein bisschen erledigen führt auch zum Ziel. Genau wie bei der Abstinenz, da funktionieren kleine Schritte auch am Besten.

    Weinen ist gut, das reinigt.

  • Ich verstehe Deine Angst vor dem "Nie wieder". In dem Alkohol hat man den verlässlichen Helfer, wenn´s mal wieder schwierig wird. Die einfache Lösung aus der Flasche, wirkt innerhalb von 5 Minuten.

    Die Vorstellung nie wieder trinken zu können, ist für viele Trinker bedrohlich. Uns wird suggeriert, dass das Glas Sekt zum Anstoßen normal sei und zur gelungenen Feier dazu gehört. Das kalte Bier am Strand - wer hat´s gesagt? Sail away. Wir segeln in das nasse, vermeintlich glückliche Leben und ertrinken darin. Ein Weihnachtsmarkt ohne Glühwein? Undenkbar, oder?

    Als ich noch getrunken habe, konnte ich mit dem Begriff der zufriedenen Abstinenz nichts anfangen. Ich hatte immer das Gefühl mir würde dann zukünftig etwas fehlen. Ein Mangel. Heute verstehe ich, was zufriedene Abstinenz bedeutet. Ich MUSS nichts mehr trinken. Mein Kopf ist frei und entscheidet frei, wie ich die Abende verbringen möchte. Bei mir geht nicht um 16:00 wieder die Gedankenspirale los "hab ich noch Bier im Keller?". Dieses Glück über de Freiheit des selbstbestimmten Lebens erkennt man erst nach einer gewissen Zeit. Die Sucht vermittelt uns immer wir würden etwas verlieren. Die Sucht lügt!

    Beste Grüße Helga

  • Ich verstehe Deine Angst vor dem "Nie wieder". In dem Alkohol hat man den verlässlichen Helfer, wenn´s mal wieder schwierig wird. Die einfache Lösung aus der Flasche, wirkt innerhalb von 5 Minuten.

    Ich kann diese Angst vor dem „Nie wieder“ ebenfalls nachvollziehen.

    Als ich hier aufschlug, war das für mich nicht so, dass ich in Alkohol den verlässlichen Helfer gesehen habe, wenn‘s mal schwierig wird, obwohl auch ich zuletzt Alkohol missbraucht hatte, um irgendwie funktionieren zu können und Aufgaben, vor die ich mich gestellt sah, von denen ich mich aber überfordert sah, überhaupt noch bewältigen zu können.

    Ich selbst hab zu dem Zeitpunkt, als ich hier aufschlug, lediglich damit gerungen, dass ich meinen Konsum, wenn ich denn mal mit einem oder zwei Gläsern begonnen hatte, nicht wirklich kontrollieren konnte. Bei mir kam der „Durst“ sozusagen beim Trinken.

    Lange hatte ich geglaubt, dass das ich mich nur mehr zusammenreißen müsste, um es kontrollieren zu können. Auch vertraute ich darauf, dass mein Durst von sich aus erlischt, wenn ich ein bestimmtes Maß, das ich für vertretbar hielt, getrunken hatte.

    Tatsächlich wurde das Maß schleichend immer mehr. Ich hielt auch das lange Zeit noch für vertretbar, aber zuletzt kippte bei mir die Stimmung immer ganz übel und ich fühlte mich dann nur noch grenzenlos müde, erschöpft und zerschlagen.

    Durch den Austausch mit anderen hier wurde mir bewusst, dass es leichter für mich war, es ganz bleiben zu lassen, als meinen Konsum weiterhin zu kontrollieren zu versuchen.

    Ich hab anfangs noch mit mir gerungen, ob ich nicht doch ab und zu mal eine Ausnahme machen dürfe, aber durch den Austausch hier begriffen, dass das keine Lösung für mich ist.


    Und dann machte ich im Laufe der nächsten Wochen und Monate eine Entdeckung, nämlich dass es mir körperlich und psychisch zunehmend besser ging. Diese Entdeckung sowie das, was ich mir an Informationen über Alkohol anlas, bestärkten mich dann auf meinem Weg.

    Ich habe mich damals nicht an einem „Nie wieder“ orientiert, sondern an „Heute trinke ich nicht“. Mir hat das tatsächlich geholfen.

    Irgendwann später brauchte ich das dann nicht mehr.


    Viele Grüße

    AmSee

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Sogar ganz alleine !
    Was habt ihr anstelle des Alkohols ( in dem Moment ja das Bier, Wein 🍷 etc. ) anders gemacht ?

    Hallo ,

    auch ich trank in den ersten Tagen ... Wochen recht viel Tee, Wasser, besonders am beginnenden Abend, genau zu dem Zeitpunkt wo ich immer mit dem Bier anfing = langsam gewöhnte sich mein Körper, besonders mein Gehirn daran, dass kein Alkohol mehr kam.

    Zugegeben, das passiert nicht von heute auf morgen ... immer wieder ploppte der Gedanke an Bier oder etwas Alkoholisches auf - da half nur stur weiter Tee oder Wasser in sich hineinzuschütten, so hart wie's klingt, das muss man aushalten und sich daran gewöhnen und das braucht Zeit!!!

    Beschäftige dich! Fernsehgucken, Aufräumen, Socken stopfen, Sport/Bewegung, einem Hobby nachgehen ... egal was, Hauptsache du bist beschäftigt, dein Gehirn hat etwas zu tun und kommt nicht auf die Idee, jetzt ein Bier oder 🍷zu trinken.

    Auch entzog ich ohne jegliche Hilfe, ich glaubte an mich, nach zwei ... drei Tagen hatte ich mir bewiesen, dass es geht. Auch ich schleppte mich am Anfang von Tag zu Tag, dann von Woche zu Woche, doch dann wurde es immer leichter.

    An "nie wieder" verschwendete ich keinen Gedanken, heute nicht und maximal morgen nicht trinken, genügte mir völlig. Warum sollte ich mich zusätzlich unter Druck setzen?

    Keinen Alkohol mehr trinken, das war mein Ziel und da ist Stress, vor allem ihn sich selbst machen, kein guter Begleiter.

  • Ich habe mich damals nicht an einem „Nie wieder“ orientiert, sondern an „Heute trinke ich nicht“. Mir hat das tatsächlich geholfen.

    Genau so ging's mir auch! Die SHG, welche ich besuchte, propagierte auch ständig dieses "nie wieder" ... mantraartig, das war definitiv nichts für mich.

    Ich appellierte an meine Vernunft, an mein Wissen, meine Erfahrung ... wenn ich 2...3 Tage ohne Alk auskommen kann, schaffe ich auch eine Woche, sogar zwei - ich brauchte den Aha-Effekt, dass ich es kann.

    Einmal editiert, zuletzt von Paul (21. November 2025 um 13:13)

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