Apropos doof angeschaut – ich saß zum ersten Mal ein wenig in der Klemme, meine Alkoholfreiheit ohne große Worte durchzuziehen: Wir waren mit der Arbeit essen und zum Dessert wurde Zabaione gereicht. Da wurde man doch komisch angeguckt, dass man ein Dessert nicht angerührt hat – es ging schließlich auch noch aufs Haus.
Ich hab einfach stoisch ‚Nein danke‘ gesagt. Mehrfach. Ich hatte auch keinen Bock, mich zu erklären. Das ist das Nächste, was ich klar gelernt habe: Wir erklären zu viel und rechtfertigen uns. Ich gehe mittlerweile den Weg: Nein ist Nein. Ende. Wer sich erklärt, begibt sich in die Defensive und wirkt unsouverän. Eine Erklärung wird vom Gegenüber oft als Einladung verstanden, darüber zu verhandeln (‚Ach komm, ist doch nur Nachtisch...‘). Ein freundliches, aber unumstößliches ‚Nein‘ lässt keinen Raum für Diskussionen.
Nein!....ist auch ein Satz.
Das ist gut. Nicht verhandeln, sondern einfach nur ohne Angabe von Gründen ablehnen. Ich hab aich ehrlich gesagt keine Ahnung warum man ein Nein begründen muss.