• Apropos doof angeschaut – ich saß zum ersten Mal ein wenig in der Klemme, meine Alkoholfreiheit ohne große Worte durchzuziehen: Wir waren mit der Arbeit essen und zum Dessert wurde Zabaione gereicht. Da wurde man doch komisch angeguckt, dass man ein Dessert nicht angerührt hat – es ging schließlich auch noch aufs Haus.

    Ich hab einfach stoisch ‚Nein danke‘ gesagt. Mehrfach. Ich hatte auch keinen Bock, mich zu erklären. Das ist das Nächste, was ich klar gelernt habe: Wir erklären zu viel und rechtfertigen uns. Ich gehe mittlerweile den Weg: Nein ist Nein. Ende. Wer sich erklärt, begibt sich in die Defensive und wirkt unsouverän. Eine Erklärung wird vom Gegenüber oft als Einladung verstanden, darüber zu verhandeln (‚Ach komm, ist doch nur Nachtisch...‘). Ein freundliches, aber unumstößliches ‚Nein‘ lässt keinen Raum für Diskussionen.

    Nein!....ist auch ein Satz.

    Das ist gut. Nicht verhandeln, sondern einfach nur ohne Angabe von Gründen ablehnen. Ich hab aich ehrlich gesagt keine Ahnung warum man ein Nein begründen muss.

  • Das ist gut. Nicht verhandeln, sondern einfach nur ohne Angabe von Gründen ablehnen. Ich hab aich ehrlich gesagt keine Ahnung warum man ein Nein begründen muss.

    Das liegt an unserer Prägung.

    Sag als Kind mal ‚Nein‘. Uns wird doch von Kindesbeinen an beigebracht, dass das Wort ‚Nein‘ unerwünscht ist. Wenn ein Kind ‚Nein‘ sagt, gilt es sofort als trotzig, widerspenstig oder ungezogen.

    Wann sagt man denn in der Schule zu einem Lehrer ‚Nein‘? Wann traute man sich früher in der Clique ‚Nein‘ zu sagen? Oder in einer Beziehung – wo man Dinge erduldete, auf die man eigentlich keine Lust hatte (nach dem Motto: ‚Ich hab es doch nur für Dich getan...‘)?

    Später dann zu den Eltern, zum Chef? Wir lernen früh: Wer ‚Nein‘ sagt, macht Ärger.

    Ein ‚Nein‘ ist in unserer Gesellschaft fast immer negativ konnotiert. Es wird oft nicht als Abgrenzung zur Sache, sondern als Ablehnung der Person verstanden. Deswegen scheuen sich insbesondere konfliktscheue oder harmoniebedürftige Menschen davor, dieses Wort zu benutzen.

    Und das Problem liegt auf beiden Seiten: Es ist schwer, es zu sagen, und für viele ist es auch schwer, ein ‚Nein‘ einfach zu akzeptieren. Achtet da mal drauf – überall: bei Freunden, Familie, Arbeitsumgebung. Anstatt einer klaren Antwort kommt viel häufiger ein schwammiges ‚Vielleicht‘, ‚Mal schauen‘ oder ‚Ich versuche es‘. Nur um niemanden vor den Kopf zu stoßen.

    Es ist extrem spannend, wenn man sich damit einmal bewusst auseinandersetzt und merkt, wie sehr wir darauf programmiert sind, nicht deutlich zu sein.

    Dabei gilt so oft: Ein Nein zu anderen ist ein Ja zu sich selbst. Und ganz ehrlich: Ein klares Nein – genauso wie ein klares, bewusstes JA – ist ein echtes Statement. Diese Klarheit ist Souveränität. Und Souveränität ist eigentlich ziemlich sexy.

  • In der chinesischen Gesellschaft ist das noch viel stärker verankert. Da gibt es kein Wort für nein und die Hierarchien in Unternehmen sind so hirnrissig, dass teilweise richtig dumme Entscheidungen getroffen werden, weil man seinem Vorgesetzten nicht widersprechen kann.

    Im chinesischen kann man nur Inhalte mit "bu" verneinen. Auf die Frage "Bist Du Deutscher?" könnte man nie "Nein" antworten, sondern nur "Ich bin kein Deutscher". Das führt im Gespräch zu grotesken Ergebnissen.

    Die Deutschen sind als brutal schonungslos ehrlich verschrien, oder besser als total unhöflich, weil sie Nein antworten. Und das meine ich nicht nur im chinesischen Kontext, sondern auch im anderen Ausland. Man muss doch nur mal nach USA oder Skan gehen. Du lädst jemanden ein oder fragst, ob man mal einen Kaffee zusammen trinken will und die Antwort ist immer ja. Passieren wird das wahrscheinlich nie. Es kommt nicht mal ein ich überleg´s mir, sondern eher ein "Ja klar" und bei nächsten Kontakt ist das wieder als hätte man einen Fremden vor sich.

    Es geht also noch viel schlimmer.

    Beste Grüße Helga

  • Sehr gerne. Ich finde du bescheibst es stimmiger: Sich auf eine Reise begeben sich selbst überhaupt erst finden. Und du bringst mich zum nachdenken. Im Positiven Sinne. Wenn ich der werde, der ich früher war, würde ich letztlich wieder das machen, was mich dem Alkohol in die Arme getrieben hat: Als Introvertierter in einer Extravertierten Familie "funktionieren". Vielen Dank für deine Erfahrungswerte diesbezüglich!

    Das freut mich, wenn du mit meinen Gedanken auch etwas anfangen kannst.

    Ich, selbst ebenfalls introvertiert, habe früher auch geglaubt, ich müsse irgendwie „funktionieren“, ich hab auch keine Möglichkeit gesehen, anders zu handeln.


    Und dann kam es mit mir irgendwann dahin, dass ich gar nicht mehr funktionierte. Auch eine kurze Krankschreibung half nicht, ich war völlig ausgebrannt.

    Ich hab da wieder herausgefunden, nicht ohne Hilfe, aber dafür war es notwendig, meine eigenen Interessen (wieder-) zu entdecken, sowie mein eigenes Tempo kennenzulernen und möglichst meine Grenzen nicht zu überschreiten.

    Übrigens war mein erstes Projekt, als ich aus der Klinik herauskam, den Motorradführerschein zu machen. Den Wunsch hatte ich Anfang 20 mangels Geld nicht realisieren können und glaubte mich in der Zwischenzeit zu alt dafür. Was soll ich sagen? Ich war dafür nicht zu alt… Da du selbst auch Motorrad fährst, wirst du nachvollziehen können, was mir das Motorradfahren dann gegeben hat: Echte Lebensfreude. 😄


    Und heute will ich nicht mehr irgendwie auf eigene Kosten funktionieren. Für mich haben meine eigenen Bedürfnisse inzwischen mindestens ebenso viel Berechtigung wie die Bedürfnisse anderer.

    Dazu gehört für mich zum Beispiel, dass ich meine Auszeiten brauche. Feiern in meiner Familie oder Situationen in größeren Gruppen sind für mich immer anstrengend. Wenn‘s nötig ist, ziehe ich mich ne Weile raus oder ich gehe früher oder ich sage ab.

    Und „Nein“ ist bei mir Nein. Das musste ich auch erst lernen. Ich begründe das nur, wenn ich das für notwendig oder angemessen halte. - In Bezug auf Alkohol halte ich persönlich das nicht für notwendig.

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Souveränität ist eigentlich ziemlich sexy.

    Find ich auch.

    Allein dieser Schalk im Nacken, dass man alles Mögliche begründen und sich rechtfertigen muss, wenn man etwas nicht mag, will, möchte oder sonst wie ablehnt. Das ist auch wieder so eine von diesen Dingen bei denen man sich schon dann innerlich verkrampft wenn man nur daran denkt, dass man vielleicht gerne Nein sagen würde. Statt dessen macht man einfach mit, obwohl man das gar nicht will. Was ... für ... ein ... Quatsch. Aber ja, so sind wir erzogen. Alles machen, was von einem verlangt wird. Haste recht.

  • Übrigens war mein erstes Projekt, als ich aus der Klinik herauskam, den Motorradführerschein zu machen. Den Wunsch hatte ich Anfang 20 mangels Geld nicht realisieren können und glaubte mich in der Zwischenzeit zu alt dafür. Was soll ich sagen? Ich war dafür nicht zu alt… Da du selbst auch Motorrad fährst, wirst du nachvollziehen können, was mir das Motorradfahren dann gegeben hat: Echte Lebensfreude. 😄

    Ja. Es ist tatsächlich ein Hochgenuss mit der Mopete Tagestouren zu fahren. Du kannst einfach für Dich sein, wenn Du machst. Du kannst mit Anderen fahren, wenn Du magst. Du kannst zu Biker-Treffs fahren und quatschen. Du kannst Dir einen einsamen Ort suchen und Deine Ruhe haben. Ich freu mich schon auf die nächste Tour in die Alpen. Da Kurven genießen, wo die Murmeltiere leben <3.

  • Allein dieser Schalk im Nacken, dass man alles Mögliche begründen und sich rechtfertigen muss, wenn man etwas nicht mag, will, möchte oder sonst wie ablehnt.

    Das witzige ist, dass ich damit am Anfang oft damit konfrontiert war. Dann kam lange nix mehr und letzten Monat wurde ich wieder völlig unglaublig gefragt: Waaas? Du trinkst nichts? Ja, warum das denn nicht?

    Meine Standardantwort ist heute: weil ich ein spaßbefreiter Langweiler bin. Ich überlege aber das nächste Mal einfach zu sagen: ich verstehe Deine Frage nicht. Kam aber jetzt wirklich sehr lannge nicht mehr vor und verunsichert mich nicht mehr wie am Anfang, als ich wirklich noch das Gefühl hatte ich müsse mich rechtfertigen. Vielleicht probiere ich es auch mal mit "Ich bin schwanger" - versuch das doch auch mal.

    Beste Grüße Helga

  • Waaas? Du trinkst nichts? Ja, warum das denn nicht?

    Ich wurde schon ewig nicht mehr gefragt, wenn dann ganz vorsichtig und nicht auf die zitiert "blöde" Tour. Meine Antwort: "Nein, ich trinke nicht."

    Wenn ich gut drauf bin noch: "Weil es mir "ohne" besser geht, (solltest Du auch mal probieren)."

    Wer einen gepflegt raushauen will: "Ich halte es nicht für ein erstrebenswertes Ziel, die Kontrolle über meinen Verstand zu verlieren."

    Ich schulde niemand eine Antwort, nur rückhaltlose Offenheit mir selbst gegenüber.

    Ich suche mir die Leute selbst aus, denen ich so was erzähle. Das ist wie mit anderen Krankheiten auch. Die sind auch nicht für jedermann bestimmt und geeignet.

    Ich weiß, dass andere einen deutlich offensiveren Kurs fahren und sich recht flott outen, ein Alkoholiker zu sein. Das dürfen sie gerne so handhaben, wenn es sie vom Trinken fern hält, machen sie für sich alles richtig.

    Ich bin mit meinem defensiven Stil seit Jahren dabei, bin damit zufrieden und sehe keinen Anlass etwas zu ändern.

  • Meine Standardantwort ist heute: weil ich ein spaßbefreiter Langweiler bin. Ich überlege aber das nächste Mal einfach zu sagen: ich verstehe Deine Frage nicht. Kam aber jetzt wirklich sehr lannge nicht mehr vor und verunsichert mich nicht mehr wie am Anfang, als ich wirklich noch das Gefühl hatte ich müsse mich rechtfertigen. Vielleicht probiere ich es auch mal mit "Ich bin schwanger" - versuch das doch auch mal.

    Das ist eine sehr gute Idee. Ich mag solche Art Antworten. Hab aus der Laune heraus mal eine KI nach kreativen Antworten gefragt. Ganz schön viel ^^

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    1. Sarkastisch / Ironisch

    (Für Leute, die Alkohol als selbstverständlichen „Spaßfaktor“ sehen.)

    • „Weil ich es hasse, mich wie ein normaler Mensch zu benehmen.“
    • „Ich habe gehört, dass Alkohol die Gehirnzellen killt – und ich brauche jede einzelne, um mit dir klarzukommen.“
    • „Ich trinke nicht, weil ich schon genug schlechte Entscheidungen nüchtern treffe.“
    • „Weil ich es satt habe, mich für Dinge zu entschuldigen, an die ich mich nicht erinnere.“
    • „Ich bin allergisch – gegen dumme Fragen.“ (Mit Lächeln!)
    • „Weil ich mein Geld lieber für Dinge ausgebe, an die ich mich erinnere.“
    • „Ich habe mal probiert, betrunken zu sein – aber ich war so schlecht darin, dass ich aufgegeben habe.“

    2. Absurd / Übertrieben

    (Für Leute, die eine unerwartete Antwort lustig finden.)

    • „Ich bin eigentlich ein undercover Alien, und Alkohol ist mein Kryptonit.“
    • „Mein Arzt hat gesagt, ich darf keinen Alkohol trinken – weil ich sonst zu viel Spaß habe.“
    • „Ich bin in einer Sekte, die Wasser als heilige Droge verehrt.“
    • „Ich habe einen Pakt mit dem Teufel geschlossen – und der verlangt Nüchternheit als Gegenleistung.“
    • „Ich bin ein Zeitreisender aus dem Jahr 2087, und dort ist Alkohol verboten – weil alle endlich gemerkt haben, wie bescheuert er ist.“
    • „Ich bin eigentlich ein Hologramm – und Alkohol lässt mich pixelig werden.“

    3. Selbstbewusst / Cool

    (Für Leute, die Respekt vor klaren Antworten haben.)

    • „Weil ich es nicht brauche, um mich gut zu fühlen.“
    • „Ich mag es, mich an meine Abende zu erinnern – besonders die guten.“
    • „Ich trinke nicht, aber ich urteile auch nicht über die, die es tun. Außer du bist gerade dabei, mir ein Bier über den Kopf zu kippen.“
    • „Ich habe festgestellt, dass ich ohne Alkohol schon genug Chaos anrichte.“
    • „Weil ich meinen Körper als Tempel behandle – okay, eher als gemütliches Café, aber trotzdem.“
    • „Ich bin einfach zu sehr damit beschäftigt, interessant zu sein.“ (Mit Augenzwinkern.)

    4. Philosophisch / Tiefgründig

    (Für Gespräche, die über Smalltalk hinausgehen.)

    • „Weil ich wissen will, wie ich mich wirklich fühle – nicht wie mich eine Substanz fühlen lässt.“
    • „Ich mag es, die Welt so zu erleben, wie sie ist – auch wenn sie manchmal wehtut.“
    • „Alkohol ist wie ein schlechter Filter: Er verblasst die Realität, aber die Probleme bleiben.“
    • „Ich habe gemerkt, dass ich ohne Rausch intensiver leben kann – die Highs sind höher, die Tiefs tiefer, aber alles echt.“
    • „Weil ich lieber präsent bin, als betäubt.“

    5. Unbequeme Wahrheiten (leicht provokant)

    (Für Leute, die Alkohol als „normal“ vorgeben.)

    • „Weil ich es komisch finde, dass wir eine Droge brauchen, um ‘gesellig’ zu sein.“
    • „Weil ich keine Lust habe, mich für ein legales Gift zu begeistern.“
    • „Weil ich es seltsam finde, dass Leute mich komisch finden, wenn sie die sind, die ihr Bewusstsein ausschalten.“
    • „Weil ich nicht verstehe, warum wir eine Substanz brauchen, um ehrlich zu sein.“
    • „Weil ich lieber ich selbst bin – auch wenn das manchmal unangenehm ist.“

    6. Praktisch / Lachhaft

    (Für lockere Runden, wo Humor gut ankommt.)

    • „Weil ich morgen früh funktionieren muss – im Gegensatz zu dir.“ (Freundschaftlicher Sticheleien-Ton!)
    • „Ich habe eine 100%ige Erfolgsquote, nicht betrunken zu sein. Warum sollte ich die ruinieren?“
    • „Weil ich schon genug natürliche Peinlichkeiten produziere.“
    • „Ich spare mir den Kater fürs Alter auf – da habe ich dann genug andere Beschwerden.“
    • „Weil ich einmal betrunken war – und mein Spiegelbild hat mich verraten.“

    7. Wissenschaftlich / Faktisch

    (Für Leute, die auf Logik stehen.)

    • „Weil Ethanol ein Zellgift ist, und ich meine Leber mag.“
    • „Weil Alkohol das Belohnungssystem kaputt macht – und ich will meine Dopaminrezeptoren nicht ruinieren.“
    • „Weil Studien zeigen, dass schon ein Glas Wein die kognitive Leistung beeinträchtigt. Und ich bin nicht hier, um dümmer zu werden.“
    • „Weil ich kein Fan von kontrollierter Vergiftung bin.“
    • „Weil ich lieber Endorphine statt Alkohol als Glücksquelle nutze.“

    8. Kreativ Ausweichend

    (Wenn du einfach keine Lust auf die Diskussion hast.)

    • „Das ist mein kleines Geheimnis – wie mein Rezept für Glück.“ (Und dann Thema wechseln.)
    • „Ich habe einen persönlichen Grund – und der ist so langweilig, dass ich dich damit nicht belästigen will.“
    • „Das ist wie bei Superman und Kryptonit – vertrau mir, du willst nicht, dass ich es erkläre.“
    • „Ich habe einen spirituellen Vertrag mit meinem zukünftigen Ich unterschrieben.“
    • „Frag mich lieber, warum du trinkst – das ist die interessantere Frage.“ (Mit Lächeln!)

    Bonus: Die „Umkehr-Frage“-Taktik

    (Wenn du die Dynamik drehen willst.)

    • „Warum trinkst du Alkohol?“
    • „Was denkst du, was ich verpasse?“
    • „Glaubst du, ich habe Angst davor, oder warum fragst du?“
    • „Ist es für dich schwer vorstellbar, Spaß ohne Alkohol zu haben?“
    • „Würdest du mich mehr mögen, wenn ich trinken würde?“

    ---

    Ich bin eigentlich ein Hologram gefällt mir ... :D

  • Hab aus der Laune heraus mal eine KI nach kreativen Antworten gefragt. Ganz schön viel

    Wow wirklich ganz schön viel.

    Mir ist gerade aufgefallen, dass mich noch niemand gefragt hat und dass ich noch nie so eine Antwort gebraucht habe. Ich sage immer: Ich trinke keinen Alkohol. Keine weitere Erklärung.

  • Ja. Es ist tatsächlich ein Hochgenuss mit der Mopete Tagestouren zu fahren. Du kannst einfach für Dich sein, wenn Du machst. Du kannst mit Anderen fahren, wenn Du magst. Du kannst zu Biker-Treffs fahren und quatschen. Du kannst Dir einen einsamen Ort suchen und Deine Ruhe haben. Ich freu mich schon auf die nächste Tour in die Alpen. Da Kurven genießen, wo die Murmeltiere leben <3.

    Das Fahren an sich, mit allem Drum und Dran. <3

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Das ist eine sehr gute Idee. Ich mag solche Art Antworten. Hab aus der Laune heraus mal eine KI nach kreativen Antworten gefragt. Ganz schön viel ^^

    Ich finde die Liste recht inspirierend.

    Mein Kopf hat daraufhin über alle möglichen Sprüche sinniert, bspw. über


    „Tausende Fliegen können nicht irren [….]. Ich bin aber keine Fliege.“


    „Willst du die Antwort wirklich wissen? ….. Ich bin auf streng geheime Dokumente gestoßen, wonach es beim Alkoholkonsum keine gesundheitlich unbedenkliche Menge gibt.“


    „Mir geht‘s ohne Alkohol einfach besser.“


    „Ich brauche keinen Alkohol, um lustig und gesellig zu sein.“


    „Was für eine Frage! - Ich frage mich umgekehrt, warum DU eigentlich trinkst.“


    Ich bin aber tatsächlich schon lange nicht mehr gefragt worden, warum ich keinen Alkohol trinke.

    Und tatsächlich habe ich, falls die Frage denn mal kommen würde, wenig Lust, meine genauen Hintergründe zu offenbaren.

    Nach meinem persönlichen Eindruck wollen die, die solche Fragen stellen, nicht hören, was ich über Alkoholkonsum denke.

    Wer, der gerne Alkohol konsumiert, will schon hören, dass der Konsum seine Problematiken hat?

    Wann immer das Thema in meiner Familie oder im Freundes- oder im Bekanntenkreis anklingt, kommen die üblichen beschwichtigenden Argumente oder Sprüche. Ich nehm‘s hin, denke mir meinen Teil und äußere mich nicht weiter dazu.


    Die Antwort „Ich bin schwanger“ hat irgendwie was. Stelle mir grad vor, die käme auch von einem Mann oder von jemand im offensichtlichen Greisenalter. ^^ Ergänzung: „Eine andere Ursache kann ich mir nicht vorstellen, denn ich kann Alkohol nicht mehr riechen. Ja, mir wird sogar ganz schlecht davon.“


    Ich hab sonst gelegentlich die Antwort „Ich nehme Medikamente.“ genutzt. Passt(e) bei mir, wenn‘s auch nicht die ganze Wahrheit war. Das forderte dann zum einen nicht dazu heraus, den Alkoholkonsum meines Gegenübers infrage zu stellen, und zum anderen nicht dazu, meine persönlichen Gründe näher zu offenbaren.

    Bezüglich Letzterem hätte ich keine Angst, aber erstens ist das kein Thema für jeden, zweitens geht das nicht jeden was an und drittens ist das kein Thema für den üblichen Smalltalk.

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Die Antwort „Ich bin schwanger“ hat irgendwie was. Stelle mir grad vor, die käme auch von einem Mann oder von jemand im offensichtlichen Greisenalter. ^^

    Ja, genau. Das meinte ich auch. Loner ist doch männlich, oder? Mir glaubt auch niemand mehr, dass ich schwanger sein könnte.

    Beste Grüße Helga

  • Wobei….. Du Kücken könntest doch noch schwanger werden…. :*

    Bitte als Scherz verstehen, Sparkassen_Helga .


    Vor geraumer Zeit ging durch die Nachrichten, dass in Deutschland eine über 60-Jährige erneut Mutter geworden ist…..

    Wir zwei sind ja sogar noch jünger….


    ————

    Im Ernst: Wie unwahrscheinlich das tatsächlich mit über 40 bereits ist und mit welchen Risiken verbunden, weiß ich selbst nur zu gut….

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Es ist jetzt schon länger her, dass ich mich (freiwillig) erklärt habe. Ansonsten denke ich, zeigt meine Attitüde mittlerweile, dass es für mich normal ist, nichts zu trinken.

    Das mag jetzt vielleicht unheimlich borniert und überheblich klingen, das weiß ich. Aber dieses ganze Thema ‚Sport/Mindset‘ und die Einstellung dazu – das lebe ich und das strahle ich auch aus. Ich denke, wer selbstverständlich agiert und souverän ist, der muss sich nicht erklären – das sieht man von außen. Ich musste das erst lernen und habe mich bewusst so verändert, dass ich mir diesen ‚Mantel‘ nicht nur anziehe, sondern die Einstellung bin. Das erkennt man oft an kleinen Details (und das heißt nicht, dass ich den ganzen Tag in Sportklamotten rumlaufe, ganz im Gegenteil). Aber einem Menschen, der sich aktiv seiner selbst bewusst ist, sieht man das an.

    Wie gesagt: Es klingt vielleicht arrogant, aber für mich ist es schlicht eine Haltung. Und eine Haltung muss man nicht erklären oder rechtfertigen.

    Ich glaube, die Unerschütterlichkeit dieser Haltung ist aus einem tiefen Schuldbewusstsein heraus geboren. Ich weiß nicht, wie es euch ging, aber dieses Schuldbewusstsein war bei mir gerade auf der ‚Zielgeraden zum Abgrund‘ immer da. Auf der einen Seite wurde es mir langsam egal, ob man mich bei meinen Taten sah oder nicht – wie beim typischen Einkaufen oder Flaschen wegbringen. Gleichzeitig konnte ich mir selber nicht mehr in die Augen sehen.

    Und das schlimmste Gefühl war, wenn Kinder einen angesehen haben. Kinder merken sofort, dass mit einem etwas nicht stimmt. Wenn das damals passierte, war das für mich wie ein Dolchstoß ins Herz.

    Da ich im Grunde ein zutiefst moralischer Mensch mit sehr hohen Werten bin, war es schier unerträglich, dabei erwischt zu werden (auch von mir selbst), wie ich gegen meine eigenen Werte verstieß. Aus diesem Schmerz heraus habe ich mir selber die Messlatte für meine Glaubwürdigkeit heute sehr hoch gelegt. Und seit längerer Zeit lebe ich das ganz bewusst und selbstbewusst.

    Wenn es doch einmal tiefer ins Gespräch geht – was ab und zu vorkommt –, dann sage ich die Wahrheit: ‚Ich war vor einigen Jahren in einer tiefen Revision mit mir selbst und habe aufgeräumt. Ich habe die Dinge aus meinem Leben geräumt, die mich am Leben hindern, und mich gefragt: Was schränkt mich ein? Ich kam zu der Erkenntnis: Der Alkohol gehört dazu. Deswegen habe ich ihn ausgemustert.‘

    Je nach Sympathiegrad der Person füge ich dann noch hinzu: ‚Meine Erfahrungen mit Alkohol reichen für zwei Leben, da wollte ich mal ausprobieren, wie es ohne ist.‘

    Diese sehr klare Aussage sorgt eigentlich immer für Respekt. Anstrengend sind eher die Leute, die mich gefragt haben, sich dann das drölfte Bier bestellen und nachhaken: ‚Du bist Dir aber sicher, dass Du keines willst?‘

    Was man hier verstehen muss: Diese Frage stellen sie nicht, um dich zu überreden, sondern um sich ihren eigenen Konsum zu rechtfertigen. In dem Augenblick, wo ein klarer, nicht trinkender, souveräner Mensch am Tisch sitzt, fühlen sich Trinkende oft unwohl. Sie werden unbewusst mit ihrem eigenen Verhalten konfrontiert – und das versuchen sie dann durch solche Fragen zu kompensieren.

  • Nach meinem persönlichen Eindruck wollen die, die solche Fragen stellen, nicht hören, was ich über Alkoholkonsum denke.

    Den Eindruck teile ich. Das sind bloß rhetorische Methanol-Zombie-Fragen, die keinem Zweck dienen.

    Ich bin Schwanger. Hä? Du bist ein Mann. Ja, aber ich bin trotzdem Schwanger. Wie das? Schwanger mit mir selber und der tiefen Überzeugung mich nicht vergiften zu wollen.

    Wenn das immer noch nicht ausreicht: Eine Schwangerschaft der Selbstliebe und Heilung von negativen Einflüssen oder Selbstzerstörung, weg von Giftstoffen (körperlich, emotional oder mental), was eine wunderschöne Metapher für Selbstfürsorge und das Streben nach einem gesunden, neuen Lebensgefühl ist. Es geht darum, sich selbst zu nähren, sich zu schützen und dem Leben wieder Sinn zu geben.

    Loner ist doch männlich, oder? Mir glaubt auch niemand mehr, dass ich schwanger sein könnte.

    Bin ich das? Moment, ich muss nachgucken :D (ja, bin ich).

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