Mein zufriedenes, nĂŒchternes Leben 🍀

  • Wenn‘s tatsĂ€chlich nur um Weinverkostung geht, frage ich mich, warum mich das noch interessieren sollte.

    Bei uns gibt es sowas auch und wir sind auch kein Weinanbaugebiet. Ist halt eher sowas wie Weihnachtsmarkt, Jahrmarkt oder Stadtteilfest. Ich gehe zu sowas, um Leute zu treffen. Und gutes Futti gibts da auch oft und Live Bands. Ich bin mittlerweile so weit weg von der Sauferei - auch schon ĂŒber 2 Jahre, dass ich gar nicht mehr darĂŒber nachdenke. Ich mache demnĂ€chst ein Partywochenende mit den MĂ€dels, dann ist da noch ein runder Geburtstag und ich kann mir gerade gar nicht vorstellen, dass mich der Alk in irgendeiner Weise stört. Leben und leben lassen denke ich mir immer - viele Menschen sind einfach keine Alkis und ich will nicht mein Problem zum Problem der anderen werden lassen. Es stört niemanden, dass ich nichts trinke. Und wenn jemand fragt sag ich immer, ich muss noch fahren.

    Beste GrĂŒĂŸe Helga

  • Bei uns gibt es sowas auch und wir sind auch kein Weinanbaugebiet. Ist halt eher sowas wie Weihnachtsmarkt, Jahrmarkt oder Stadtteilfest. Ich gehe zu sowas, um Leute zu treffen. Und gutes Futti gibts da auch oft und Live Bands.

    Wenn das so ist, könnte ich mir vorstellen, dort hinzugehen. Zu anderen Veranstaltungen wie JahrmÀrkten, Stadt(teil)festen und WeihnachtsmÀrkten gehe ich durchaus mit Freunden. Dass ich nicht trinke, ist da kein Hindernis, ja nicht einmal Thema.


    ErgÀnzung:

    Entscheidend ist fĂŒr mich geworden, ob ich mich bei etwas wohl fĂŒhle oder nicht. Inzwischen verfĂŒge ich ĂŒber genĂŒgend Erfahrung, um Situationen fĂŒr mich einschĂ€tzen zu können. Das war am Anfang zumindest bei mir nicht unbedingt der Fall, da hab ich mich aufgrund mangelnder Erfahrung durchaus ab und zu ĂŒberfordert.

    Insofern möchte ich hinzufĂŒgen: Wenn mir Unbehagen bereitet oder ich ein schlechtes GefĂŒhl habe, zu dieser oder jener Veranstaltung zu gehen, - und Emily hat fĂŒr sich formuliert, was ihr da Unbehagen bereitet - so halte ich das fĂŒr richtig und wichtig, diesem GefĂŒhl zu vertrauen. GefĂŒhle sind wichtige Hinweisgeber.

    Du kannst nicht zurĂŒckgehen und den Anfang Ă€ndern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende Àndern.

  • Weinfeste hier sind nicht so Ă€hnlich wie WeihnachtsmĂ€rkte. Da reihen sich die WeinstĂ€nde aneinander. Dazwischen sind Essen StĂ€nde. Ich wĂŒĂŸte dort nicht mal was ich trinken sollte. TraubensĂ€fte gibt’s oft, aber die vertrage ich nicht. Also ist es sinnfrei fĂŒr mich, mich durch trinkende und betrunkene Menschen zu drĂ€ngen und zu quetschen. Am Ende schĂŒttet mir noch jemand sein Glas ĂŒber mich, das kommt da vor.

    Manche grĂ¶ĂŸere Weinfeste haben noch Karusselle, Musikbands und Zelte. Evtl. gibt’s noch den ein oder anderen Stand mit Krimskrams. Aber ĂŒberwiegend gibt’s WeinstĂ€nde.

    Dann lieber in ein schönes Lokal mit Terrasse und gemĂŒtlich gut essen und trinken.

  • Das Problem sind doch nicht die Weinfeste, WeihnachtsmĂ€rkte etc. oder der angebotene Wein (Alkoholika). Auch im Supermarkt, die ĂŒbervollen Bier-, Wein-, Schnapsregale sind sehr "friedlich"/ungefĂ€hrlich.

    Wir, also das was wir tun, sind doch das Problem!

  • Das ist ja logisch. Das sehe ich auch so.

    Ich bin inzwischen gut gerĂŒstet, weiß wie ich mit Suchtdruck umgehe (hatte schon lange keinen mehr), weiß was ich mir zumuten kann und weiß was ich mir zutrauen kann. Unnötige Risiken meide ich einfach und setze mich wissentlich keinen vermeidbaren Gefahren aus. Ich kann inzwischen gut mit der Krankheit umgehen und leben. Da hat die Zeit viel dazu beigetragen und auch die ganzen VerĂ€nderungen die ich gemacht habe. Ich bin zwar in die Sucht gerutscht, aber ich habe den Weg raus gefunden und geschafft. Meine Abstinenz hat vor allem anderen PrioritĂ€t und ich achte darauf, dass ich weiter trocken bleibe. Eine große Hilfe war fĂŒr mich, nur immer fĂŒr „Heute“ zu denken. Das ist nicht schwer. Gerade die erste Zeit jeden Tag einfach nur „Heute“ keinen Alkohol trinken. Die ganzen „Heute“ ergeben Jahre. Das war fĂŒr mich am besten und ĂŒberschaulich. Meine Abstinenz ist fest und es fĂ€llt mir leicht nĂŒchtern und zufrieden zu leben. Jetzt bin ich einfach ganz selbstverstĂ€ndlich nĂŒchtern und trinke keinen Alkohol. Das ist eine Tatsache geworden und einfach nun normal. Genauso wie ich kein Fleisch esse.

    Ich bin noch im Forum, damit ich das nicht vergesse oder leichtsinnig werde und das Thema ab und zu aufgefrischt wird. Das habe ich mir an den Leuten abgeschaut, die schon lÀnger trocken sind als ich und immer noch hier sind.

  • Wir, also das was wir tun, sind doch das Problem!

    Das ist leider nur ein Teil der Wahrheit.

    Auf Sauffesten und in der Alk-Abteilung hat ein Abstinenter m.E. nichts verloren. Warum? Neueinsteiger können enorm getriggert werden und sei es, dass auf Bekannte getroffen wird, die einen um der "schönen" Geselligkeit wegen animieren wollen.


    Ich wĂŒsste gar nicht, was ich z.B. auf einem Wein- oder Bierfest machen sollte? Den anderen beim Saufen zuschauen? Wie langweilig. Und dann erst das verwaschene und niveauarme GeschwĂ€tz der Schluckspechte. Furchtbar. Nicht in dem Sinne, dass ich rĂŒckfĂ€llig werden könnte, sondern weil ich so was im Kopf nicht mehr aushalte. DafĂŒr ist mir meine restliche Lebenszeit zu schade.

  • Das Problem sind doch nicht die Weinfeste, WeihnachtsmĂ€rkte etc. oder der angebotene Wein (Alkoholika). Auch im Supermarkt, die ĂŒbervollen Bier-, Wein-, Schnapsregale sind sehr "friedlich"/ungefĂ€hrlich.

    Wir, also das was wir tun, sind doch das Problem!

    Hat denn ĂŒberhaupt jemand davon geschrieben, dass diese Feste das Problem seien?

    Du kannst nicht zurĂŒckgehen und den Anfang Ă€ndern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende Àndern.

  • Hat denn ĂŒberhaupt jemand davon geschrieben, dass diese Feste das Problem seien?

    FĂŒr mich sind sie nicht wirklich ein Problem, aber langweilig. Da gibt’s meistens wenig alkoholfreie GetrĂ€nke. Wasser klar, Traubensaft vertrage ich nicht. Fertig. Ich finde mich da einfach fehl am Platz und sehe das so wie Rekonvaleszent . Angenehme GesprĂ€che gehen bestimmt am Anfang noch, aber dann
.nö, da unternehme ich lieber etwas schöneres.

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