Mein zufriedenes, nüchternes Leben 🍀

  • Emily , auch ich fühle nicht ständig die große Freiheit meines alkoholfreien Lebens. Ab und zu aber juchzt es in mir auf, wie glücklich ich mich schätze, frei von diesem Zeug und allem, was da so dranhängt, zu sein. Und dann genieße ich dieses Gefühl und fühle Dankbarkeit.

    Ich könnte mir vorstellen, dass auch du ab und zu solche Momente haben wirst. Zu tun hättest du dann nur, es zu genießen. ;)

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Ab und zu aber juchzt es in mir auf, wie glücklich ich mich schätze, frei von diesem Zeug und allem, was da so dranhängt, zu sein. Und dann genieße ich dieses Gefühl und fühle Dankbarkeit.

    Ich könnte mir vorstellen, dass auch du ab und zu solche Momente haben wirst. Zu tun hättest du dann nur, es zu genießen.

    Genauso ist es bei mir.

    Ab und zu kommt mal so eine innere Freude auf, ganz alleine für mich. Da spüre ich richtige Glücksmomente. Ansonsten fühle ich nichts.

    Ach dann ist das also völlig normal und bei euch auch so.

    Herr Leute ich kann nun definitiv sagen, ich hab’s geschafft. 👍 😊

    Da hat das Forum auch seinen Teil dazu beigetragen. Deshalb an dieser Stelle mal ein dickes Dankeschön 👍

  • Ich schreibe mal wieder in meinem TB, denn es soll ja nicht verstauben 😊

    Es gibt jetzt Zeiten, da denke ich nicht daran, dass ich keinen Alkohol mehr trinke, da denke ich auch nicht daran, dass ich trotzdem noch süchtig bin. Da vergesse ich das ganze Thema und wie selbstverständlich mache mein Ding.

    Aber selbstverständlich ist gar nichts. Nur meiner strikten Abstinenz ist es zu verdanken, dass ich mein Leben wieder habe und alles normal und selbstverständlich erleben kann. Egal ob Job, Sport, Privatleben alles ist nur nüchtern möglich.

    Meine Gesundheit und Fitness sind wieder gut auf Vordermann. Alles habe ich nur meinem starken Entschluss zu verdanken endlich keinen Alkohol mehr zu saufen. Bis der Tag kam hatte ich schon vorher rumgeeiert und versucht weniger zu trinken. Das ging gar nicht weil ich meinen Pegel haben musste. Ich hatte gewusst, dass ich Alkoholikerin geworden bin und nicht mehr kontrolliert trinken kann.

    Meine Gesundheit hing am seidenen Faden und plötzlich hatte ich Angst davor Krebs zu bekommen und dass mein Leben enden wird. Nur die konsequente Entscheidung aufzuhören mit dem Saufen, konnte mich noch retten. Ich hatte Angst, ohne Alkohol leben zu müssen und ob und wie ich es schaffe ohne Alkohol überhaupt nur einen einzigen Tag zu überstehen.

    Aber meiner Gesundheit stand das Wasser bis zum Hals und da habe ich dann ganz spontan und ohne groß zu überlegen von einem Tag auf den anderen aufgehört zu saufen und das bis heute rückfallfrei durchgezogen. Mein Leben hat sich inzwischen stark verändert. Am Anfang war mein Fokus auf die Gesundheit gelegt. Es gab ernsthafte Baustellen zu verbessern. Es hat sich gelohnt. Inzwischen hat sich mein Körper erholt und es sind alle meine Blutwerte wieder im Normalbereich und alle Untersuchungen unauffällig und ohne besonderen Befund. Also ich bin wieder gesund. Das ist das allerwichtigste und allergrößte Geschenk, dass ich mir selbst durch die Abstinenz machen konnte.

    Es ist doch so, dass Alkohol nur eins kann, nämlich mein Leben zu ruinieren und mich zu zerstören. Aber ich habe nur dieses eine Leben und ich sorge nun mit klarem Kopf gut für mich.

  • Liebe Emily, deine Zeilen hören sich so gut an :)

    Du kannst wirklich stolz auf dich sein, dass du das alles so gut geschafft hast. Ich bewundere, wie du jetzt alle Gefühle, die du früher durch Alkohol verdrängt hast, aushalten kannst. Du hast es ja auch nicht leicht. Mir fällt das unheimlich schwer. Ich habe sehr lange mit Alkohol meine Ängste quasi selbst behandelt. Um keine Panikattacken zu bekommen, habe ich ein paar Bier getrunken und wenn jemand gestorben ist oder schwer krank war, wurde auch das Gefühl betäubt. Wenn ich mir das mal so überlege, waren das über die Jahre schon große Mengen, die mein Körper da verarbeiten musste. Hinzukommt, dass ich auch nur eine Niere habe…. Meine Blut- beziehungsweise Leberwerte waren aber komischerweise nie schlecht. Scheinbar liegt das bei mir in der Familie, dass wir das gut wegstecken. Bei meinem Vater und meinen Brüdern waren auch nie die Werte schlecht, obwohl sie viel mehr konsumierten als ich konsumiert habe. Trotzdem frage ich mich, ob es überhaupt einen einigermaßen gesunden Umgang mit Alkohol geben kann. Also ich meine jetzt andere Leute, nicht mich. Die, die immer mal ein Bierchen trinken oder auf Feiern Sekt und Wein und so…und dann aber einfach nichts mehr…. das kann doch auch alles nicht gesund sein, oder? Ja und Angst vor Krebs habe ich auch. Das habe ich schon immer. Ich bin sowieso so ein Angst Mensch.
    Eine ehemalige Arbeitskollegin von mir ist kürzlich an Leukämie erkrankt und liegt nun böse da. Sie hat keinen Alkohol getrunken, aber den ganzen Körper tätowiert. Das ist vielleicht auch nicht so gut… Und immer Cola und Red Bull getrunken…

    LG Ciara

  • Eine ehemalige Arbeitskollegin von mir ist kürzlich an Leukämie erkrankt und liegt nun böse da. Sie hat keinen Alkohol getrunken, aber den ganzen Körper tätowiert.

    Der kausalen Nachweis, dass die Chemikalien der Farben diesen Krebs verursacht haben, lässt sich nicht führen. Gesund ist das Zeug nicht. Es sammelt sich auch gerne in den Lymphknoten an und wenn die dann ausarten .....


    Genau so dürfte es sich m.E. mit dem so beliebeten Botox verhalten. Das muss der Körper auch erst mal abbauen. Vorher entfaltet es seine hochtoxische Wirkung.


    Aber als Gesundheitsapostel eigne ich mich nicht, denn ich habe mich durch meinen jahrzehntelangen Suff ebenfalls völlig falsch verhalten.


    Daher bleibe ich bei mir: ich trinke keinen Alkohol. Und damit komme ich prima klar.

  • Ciara ich verstehe deine Situation. Denke aber, dass Alkohol die Panikattacken eher verstärkt.

    Ich habe für mich erkannt, dass auch schlimme Krankheitssituationen im engen Familienkreis besser nüchtern zu durchleben sind. Alkohol macht ja nichts besser und hilft niemandem.

    Und gerade wenn das Leben eines Familienangehörigen zu Ende geht, dann ist diese Zeit, die noch bleibt, viel zu kostbar um sie versoffen und im Suff zu vernebeln und sich nur noch verschwommen dran erinnern zu können.

    Ich erlebe jetzt alles was das Leben für mich bereithält nüchtern und mit klarem Kopf. Ich kann auch viel besser auf meine Stärken aufbauen.

    Alkohol ist für niemanden gesund, weil es ein Gift ist. Selbst kleine Mengen Alkohol können Schaden anrichten. Das ist eine bestätigte Tatsache und ist überall nachzulesen.

    Ich wünsche dir Kraft für die anstrengende Zeit.

    Mein Leben ist es mir wert, es nüchtern zu erleben, mit allem was kommt.

  • Mein Leben ist es mir wert, es nüchtern zu erleben, mit allem was kommt.

    Liebe Emily ,

    in diesem Satz hast du treffend beschrieben, wie es auch mir seit inzwischen einer ganzen Weile geht. Und das fühlt sich für mich sooooo gut an!

    Dieses „mein Leben ist es mir wert“ fühlt sich insbesondere deswegen so gut an, weil das eine Empfindung ist, die ich früher nie hatte, weil für mich und meine eigenen Bedürfnisse sooooooo wenig Raum war.

    Das hatte mit meiner Prägung zu tun. Eine Form von „gesundem“ Egoismus gab es in meiner Familie nicht. Der Begriff „Egoismus“ war in meiner Familie negativ behaftet.

    Heute, mit dem Wissen und Bewusstsein einer Erwachsenen, begreife ich, wie sehr meine Familie von den sogenannten preußischen Tugenden geprägt war. An und für sich sind diese Tugenden nicht schlecht, sie sorgen für ein gutes Miteinander unserer Gesellschaft. Nur hat in meiner Familie offenbar keiner gelernt, was „gesunder“ Egoismus ist. Keiner scheint gewusst zu haben, wie „Selbstfürsorge“ geht und warum das soooo wichtig ist, um gesund zu sein und zu bleiben. Und so scheint es mir heute kaum verwunderlich, warum in meiner Familie fast niemand von Depressionen verschont geblieben ist und/ oder ein Alkoholproblem entwickelt hat.


    Ich bin froh und sehr dankbar, dass ich‘s dann doch noch gelernt habe. So fühlt es sich für mich richtig an.

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Ich hole mal einen Beitrag von mir, den ich in einem anderen Thread geschrieben habe zu mir. Da habe ich gut beschrieben wie bei mir der Stand der Dinge ist.

    Ich mache mir kaum Gedanken bezüglich Alk oder generell um Getränke. Getränke spielen einfach nicht mehr eine große Rolle in meinem Alltag. Unterwegs bestelle ich mir einfach selbstverständlich ne Limonade oder Wasser.

    Ich finde je weniger Aufmerksamkeit ich dem Thema beimesse, desto unkomplizierterer ist es. Den Respekt behalte ich zwar, aber das war’s. Da genügt mir das Forum für.

    Ich finde diesen entspannten Umgang und diese ruhige Einstellung sehr angenehm.

    So fühlt sich meine Abstinenz gut und richtig an. Manchmal habe ich diese leisen, subtilen Glücksgefühle.

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