• Sehr viele Menschen trinken ständig Alkohol, das wird als normal angesehen. Alkohol zu trinken gilt als normal. Bekennt man sich aber öffentlich dazu eine Alkoholikerin zu sein, ist man unnormal. Wenn man auch noch sagt, dass man keinen Alk mehr trinkt, weil man trockene Alkoholikerin ist, dann ist man noch unnormaler.

    Dabei sind wir Helden 🥹

  • Bekennt man sich aber öffentlich dazu eine Alkoholikerin zu sein, ist man unnormal. Wenn man auch noch sagt, dass man keinen Alk mehr trinkt, weil man trockene Alkoholikerin ist, dann ist man noch unnormaler.

    Daher binde ich es anderen Leute nicht auf die Nase. ich trinke nicht und damit ist es für mich erledigt. Was andere daraus machen, ist mir wurscht.

    Das ist das alte Problem, wen man alles so einweiht. Ich habe den Kreis sehr klein gezogen und damit bin ich gut gefahren.

  • Sehr viele Menschen trinken ständig Alkohol, das wird als normal angesehen. Alkohol zu trinken gilt als normal. Bekennt man sich aber öffentlich dazu eine Alkoholikerin zu sein, ist man unnormal. Wenn man auch noch sagt, dass man keinen Alk mehr trinkt, weil man trockene Alkoholikerin ist, dann ist man noch unnormaler.

    Dabei sind wir Helden 🥹

    Jupp, konkret auf ein Beispiel übertragen, wie sich das mit dem „normal“ so verhält. 😉


    Irre, nicht? In diesem Fall bist offenbar auch du gar nicht mal so „normal“, wie du‘s bislang gedacht hast…. - Dein Problem sind die Normalen. 🤣 Zwinker

    Ein bisschen Humor muss sein, oder?

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Moinsen. Genau, Humor ist ein guter Skill^^ Ich lasse das jetzt hier so stehen. Hat mir gut getan gestern die Zeit zuhause mit ausgeschaltetem Smartphone. Unterwegs habe ich ja sowieso fast immer Flugmodus. Sehr entlastend. Wünsche uns allen hier einen guten Tag 🌈 Ich besuche später meinen großen Sohn, da freue ich mich drauf 💜

  • ichso Ich hab tatsächlich einen Handyknast zu Hause. Das ist ne Box mit Zeitschaltuhr. Ich packe das Handy rein und komme dann auch nicht mehr dran für eine Zeit X. Wenn ich das Handy nicht wegschließe oder auch nur in eine Schublade tue, schlawenzele ich drum herum. 🙄 Wenn das Handy im Knast ist, hab ich innerlich Ruhe. Hat mir schon die eine oder andere Klausurphase gerettet und verschafft mir qualitative Lebenszeit. Viele Wege führen nach Rom, Hauptsache es funktioniert. 😊 Und wie du siehst: Du bist nicht allein mit der Handyproblematik. 😉

  • Jetzt wollte ich zweimal grinsen^^ "Handyknast" und "du bist nicht allein"

    Aber tatsächlich ist es ja ein besorgniserregendes Thema geworden. Und deshalb finde ich alles gut und wichtig, was "uns" wieder mehr Zeit in der Realität verbringen lässt 🤘🌞😊

  • Es wurde/wird mit Psych-Labs bei der Ausgestaltung von Handys und Apps zusammengearbeitet. Das Handy ist darauf ausgelegt, möglichst viel Zeit davor zu verbringen und dort Geld zu lassen. Es wurde von Menschen konzipiert, die wissen, wie unser Hirn arbeitet und wird gegen uns eingesetzt, um es mal zugespitzt zu formulieren. Ich bin auf jeden Fall dafür empfänglich und tendenziell verdaddele ich zu viel Zeit davor. Ich habe meine Benachrichtigungen auf Insta abgestellt, jeglicher Content, dem ich folge, steht auf stumm und somit hat Insta seinen Reiz verloren. TikTok hab ich zum Glück nicht und wird auch nicht auf dem Handy landen. Der Anfang war hart, weil mein Gehirn sich entwöhnen musste und der Griff andauernd automatisch zum Handy ging, um irgendwas Belangloses nachzuschauen, obwohl es im Knast lag. Mittlerweile geht’s. Wenn ich mich dabei ertappe, muss ich grinsen. Ich kriege meinen Allgagskram besser auf die Kette, ich gerate nicht mehr so unter Zeitdruck, weil ich das schaffe, was ich zu tun habe bzw erledigen will. Ich habe mehr Zeit und setze diese auch besser sein. Es steigert meine Lebensqualität und Zufriedenheit. 😊

  • Ich hatte festgestellt, dass ich bei jeder Pause von was auch immer "automatisch" auf das lautlose Handy guckte, ob ich was verpasst hatte. Wie früher mit der Zigarette: Pause machen = rauchen. Dachte 2016, als ich PC und WLAN abschaffte, so Problem gelöst. Aber natürlich sollen wir immer leichter, angenehmer, besser auf den kleinen Handys verführt werden. So nutze ich null soziale Medien ausser 2 Foren und WhatsApp.

    Spannendes Experiment für mich: Vor 2012 schon verlegte mein letzter Exmann (Dipl.-Informadi) seinen Wohnsitz zum testen virtuell bei Facebook nach Russland. Es dauerte keine 2 Minuten, da bekam er nur noch Werbung in russischer Sprache angezeigt. Und jetzt bin ich gerade dankbar, dass ich bei ihm soviel Hintergrundwissen anhäufen durfte...

  • Moinsen Bürger und -innen,

    ist nicht die Angst irgend etwas zu verpassen oder die Annahme, an etwas teilhaben zu können bzw. ausgeschlossen zu sein und sei es selbst der größte Schwachsinn, das, was diese "Handysucht" tagtäglich befeuert?

    Ob in China gerade ein Sack Reis umfällt ... interessiert mich das wirklich? Lustige Katzenvideos, selbst die Weltpolitik ... wie langweilig muss mir sein?

    Wie langweilig muss mein Gegenüber sein, wenn ich dem Handy so viel Aufmerksamkeit schenke oder mein Leben?

  • Das Problem ist nicht die Langeweile, sondern die kurzfristige Dopamin-Ausschüttung, die mit dem Durchscrollen z.B. eines Insta-Feeds einhergeht. Belohnung und das auf denkbar einfachste Weise…und darauf springen Menschen an. Wir handeln nunmal nach dem Lustprinzip.

  • Das Lustprinzip trainieren wir uns aber doch an oder?

    Durch das was wir denken bzw. erlernen, von anderen kopieren. Bin ich für "einfache Reize" empfänglich, diese "Belohnung", verfalle ich dem. Bemerke ich den "ganzen Schwachsinn", wird mir doch bewusst, was ich da tue.

    Allein wenn ich mir vorstelle, Menschen benötigen ein Handi-Gefängnis, um ihrer Sucht überhaupt widerstehen zu können ...

    ist's doch ähnlich der Alkoholsucht = da hilft nur Abstinenz und jede Menge Bewusstsein!

  • Also ich habe es heute ausprobiert. Hatte weder Handy, Smartwatch noch Ipad in der Hand, erst jetzt genau in diesem Moment. Nachher kommt alles wieder weg.

    Wa soll ich sagen, es ist einfach klasse normal zu leben ohne ständig in Mails, Whatsapp oder Foren zu gucken. Ich fühle mich wesentlich entspannter, habe alles erledigt was ich machen wollte und fühle mich viel wohler.

    Ich werde beim Job nicht mehr nebenbei noch ins Handy gucken, abends beim Fernsehen nicht gleichzeitig noch mit dem Ipad im Internet surfen. Werde mal wieder eine meiner normalen Armbanduhren anziehen.

    Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.

    Danke liebe Ichso für deine Inspiration.

  • Sehr gern :) Ich finde ein Handygefängnis ein gutes Werkzeug. Denn tatsächlich empfinde ich das Internet als einen viel gefährlicheren Sog als andere Suchtmittel. Kein Beschaffungsproblem, gesellschaftlich ein musthave, kaum Kosten, das Gehirn wird getriggert ohne Ende durch bunte Bilder und likes. Evtl. ist es bei dem ein oder anderen schon lange keine Langeweile mehr, sondern beim Blick hoch in die versiffte Bude eine der wenigen Möglichkeiten, nicht auf suizidale Gedanken zu kommen? Ich weiß es nicht, aber ich vermute es.

  • Also ich habe heute bei dem simplen Test so einen gewaltigen Unterschied gemerkt wenn man das alles mal länger liegen lässt. Das ist eine absolute Wohltat. Ich brauche da gar kein Handy Gefängnis, den Unterschied finde ich krass. Ich werde mich fast überall abmelden. Ich brauche weder Insta noch Tiktok, auch sämtliche Newsletter melde ich ab. Ich werde das mir zu liebe so drastisch reduzieren wie nur möglich.

    dAnn konzentriere ich mich nur auf das was ich im Moment mache. Jetzt schreibe ich im Forum. Nachher gehe ich mit dem Hund Gassi, dann Küche aufräumen, danach etwas Fernseh schauen.

    Ich werde es unterlassen nebenbei noch mit dem Handy oder Ipad zu surfen. Das Handy ist nicht mehr länger Zeitvertreib. Es ist gut für wichtiges, keine Frage.

  • Es gibt zu dem Thema auch eine Doku auf Netflix "Das Dilemma mit den sozialen Medien", die aufzeigt wie das Internet süchtig macht. Ich sehe mich dafür tatsächlich nicht empfänglich, weil ich weder Facebook, Insta, Tictoc oder andere soziale Medien nutze. Mein Gefängnis sind eher WA-Gruppen, wo man sich terminlich und organsatorisch abspricht und irgendwie doch den Faden verliert, wenn man nicht dauernd reinschaut. Ich bekomme dort oft den Eindruck: es wurde schon alles gesagt, nur nicht von jedem...

    Das gleich Problem ergibt sich übrigens bei Youtube, wo man automatisiert passende Videos vorgeschlagen bekommt. Man kann den automatischen Start aber auch abschalten. Auf Youtube gibt es allerdings auch großartige Dokumentationen, zB. wie man Stress abbauen kann. Dort wurde auch beschrieben, dass viele Menschen, die den ganzen Tag am Bildschirm arbeiten die Entspannung im TV glotzen oder vergleichbarem suchen. Dieser Bildschirmstress allerdings lässt sich nur durch eine andere Entspannungsform abbauen, zB. den Gang durch die Natur. Bildschirm mit Bildschirm bekämpfen funktionert nicht. Und genauso könnte jemand, der körperlich hart abreitet, zB als Landschaftsgärtner seine Entspannung im TV glotzen finden. Man muss also aktiv eine andere Aktivität wählen, als die die man ausdauernd davor hatte.

    In diesem Sinne war ich dieses Wochenende mal wieder im Bus unterwegs und gestern auf einer Party. Es gab feines Fresschen und diverse Getränke. Niemand hat sich dafür interessiert, was der andere getrunken hat. Ich kann gerade nichtmal sagen, wieviel Prozent der Gäste Alk getunken haben. Im Sinne der Entstressung nutze ich heute den letzten sonnigen Tag bevor das Wetter wieder umschlägt.

    Beste Grüße Helga

  • Ein Zitat dazu, was ich letztens irgendwo gelesen habe und sehr gut zu dem Thema passt: Entspannung findet man eher nicht im Nichtstun, sondern darin das zu tun, was wir sonst nicht tun. 🤜🏻🤛🏻

    Trifft den Nagel auf den Kopf. Adé Bildschirmzeit. 👋🏻 Aber: Ich muss mich austricksen, um zum gewünschten Ergebnis zu gelangen. 😅🙈 Ergebnis zählt am Ende.

  • Moinsen. Wie sagte "Birne Helmut Kohl" schon vor vielen Jahren so treffend: "Wichtig ist, was hinten rauskommt."^^

    Habe mich auch gestern in dem anderen Forum (Stricksachen) stillgelegt. Und tatsächlich nervt mich WhatsApp auch schon wieder eine ganze Weile. Hatte das Jahre auch nicht (nur gewollt SMS) aber die Lieblingsenkelin 💜 hat mich doch wieder überredet. Nun habe ich ca. 15 Menschen dort und zwei Gruppen (Walking u. politisch). In der Walkinggruppe wird sich auch äußerst ausführlich über jeden Mist ausgetauscht, puuuhhh... Und dann das Dilemma: Bitte ich die Leiterin, mir extra eine Nachricht bei Terminänderungen zu senden (was noch nie vorgekommen ist) - oder gehe ich einfach aus der Gruppe und wenn ausnahmsweise mal niemand da ist am Walkingtreff, gehe ich wie früher allein eine Runde? 🤘🤭

    Youtube habe ich zum Glück durch das abgewählte WLAN nicht mehr an der Backe. Ab und zu ein Lied, das wars schon. Stricken kann ich ja inzwischen nach fast 20 Jahren einigermaßen ohne Anleitung^^

    Und jetzt beim Schreiben denke ich gerade, wie bizarr es mir scheint, im Internet gegen das Internet zu argumentieren. Aber tatsächlich finde ich es gerade hier in diesem Forum sinnvoll.

    Und so komme ich last but not least nochmal auf Paul: Du schriebst sinngemäß "eigene Entscheidung und Willenskraft wie beim Alkentzug". Ja. Meine Erfahrung war damals, dass die reale Gruppe mir erstmal bewusst machte, was da alles dranhängt und welche Möglichkeiten/Werkzeuge es gibt. Und deshalb mag ich hier weiter schreiben. Nicht zuletzt auch an mich selbst.

  • Bei Whatsapp & Co. fagte ich mich oft und dann die Absender: warum rufen die mich nicht einfach an?

    Weil's so schön unverbindlich ist? Weil "Laberrhabarber" so genial einfach zu verbreiten ist, egal, ob es jemanden interessiert oder nicht, ein Gefühl von Wichtigkeit/Aktivität verströmt? Weil man sonst nichts (Interssantes) mitzuteilen hat, wie bspw. fotografiertes Essen.

    Handygefängnis ...🤣, braucht's nichts eher eine (andere) "Gehirnbefreiung"? Einen Kurs in Kommunikation, Aufmerksamkeit/Interesse dem Anderen gegenüber? Je mehr wir verlernen miteinander zu kommunizieren, desto mehr verfallen wir doch diesem Schwachsinn.

    Dank immer mehr genutzter KI (künstl. Inelligenz), lassen wir demnächst alles machen und müssen gar nicht mehr nachdenken. Na herzlichen Glückwunsch!💐

  • Paul , wie wär’s, wenn du dein jeweiliges unmittelbares Gegenüber einfach mal freundlich und ernsthaft an seiner Antwort interessiert fragst, warum er/ sie dies oder jenes tut, statt im stillen Kämmerlein (so wirkt dein Schreiben manchmal) irgendwelche eigenen, nicht selten stark verallgemeinernde Theorien zu entwickeln?

    Bighara hat gestern etwas geschrieben:

    Es wurde/wird mit Psych-Labs bei der Ausgestaltung von Handys und Apps zusammengearbeitet. Das Handy ist darauf ausgelegt, möglichst viel Zeit davor zu verbringen und dort Geld zu lassen. Es wurde von Menschen konzipiert, die wissen, wie unser Hirn arbeitet und wird gegen uns eingesetzt, um es mal zugespitzt zu formulieren.

    Hast du dich mal ernsthaft damit beschäftigt?
    „Bewusstsein“ ist in diesem Zusammenhang sicherlich hilfreich, aber du machst es dir zu einfach, alles auf diese „Lösung“ zu reduzieren.
    Und denk bitte mal ernsthaft über die Konsequenzen einer „Abstinenz“ vom Handy und vom Internet nach! Kennst du irgendeinen Beruf, in dem es tatsächlich heutzutage noch ganz ohne Handy und Internet geht?
    Denk mal darüber nach, in welchen Bereichen deines Privatlebens du heute tatsächlich noch ohne Handy und Internet auskommst.
    Kriegst du Bankgeschäfte ohne Internet hin? Hast du in letzter Zeit mal ein neuen Telefonanschluss gebraucht oder Probleme mit deinem Telefonanschluss gehabt?
    Und und und….

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

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