• Ich kann das was Tom geschrieben hat, nur bestätigen. Keiner von uns hat getrunken, weil es so schrecklich war besoffen zu sein. Wir haben alle darin unser Seelenheil gefunden. Für mich war Alkohol die ultimative Medizin, um einen unangenehmen Zustand innerhalb von wenigen Minuten in einen Schönen zu verwandeln. Das Problem ist nur, dass man sich damit körperlich und seelisch zugrunde richtet.

    Wenn Du Dich ehrlich mit den Konsequenzen, die das für Dein zukünftiges Leben hat auseinandergesetzt hast, wirst Du Deinen Weg erkennen und Verantwortung für Dich und Dein Handeln übernehmen.

    Beste Grüße Helga

  • Komplett ohne, ist für mich nichts. Das habe ich in dem halben Jahr Abstinenz erkannt. Ich wollte das eigentlich nie, auch jetzt nicht - sondern den Konsum wieder in angenehme Bahnen lenken. Was mir gelungen ist. So gesehen, komme ich mit dem KT noch am besten klar.

    Ich bin derzeit auch nicht an einem Kipppunkt. Der Konsum ist über die letzten Jahre immer weniger geworden. Die vielen positiven Aspekte sehe ich somit selbstverständlich - auch in dem halben Jahr komplett ohne.

    Das mit dem abwägen ist gut, das mache ich grundsätzlich bei allen Dingen!

    Evtl. bin ich hier falsch. Ging mir schon oft so im Leben. Was soll´s, aber immerhin hilft es mir, Wachsam zu bleiben. Rückfälle in alte Muster kann es immer (schnell oder schleichend) geben, egal ob man es komplett lässt oder nicht.

    Danke, jedenfalls !

  • Hallo Zusammen,

    ich hoffe es geht auch gut! Ich trinke derzeit keine Alk, u. a. wegen der Erkältungszeit, da bin ich anfällig. Was ich früher nie zugeben hätte: Es ist wirklich ein Unterschied, am nächsten Tag, selbst wenn man nur 1 Bier am Vorabend getrunken hat, oder eben keines. Vielleicht bin ich auch feinfühliger geworden. Ich weiß es nicht. Auch wenn ich nichts schreibe, ich lese hier regelmäßig mit und bin dankbar für die zahlreichen Erfahrungsbericht!

  • Hallo Paul,

    wenn es mir passt, trinke ich auch Alkohol. Derzeit trinke ich nichts, wegen Infekten. Es ist so in Ordnung, wie es aktuell ist. Ich beobachte und forsche gerne, gerade an mir selber. Das geht am besten nüchtern.

  • Na dann ist doch alles in Ordnung, wenn du zufrieden bist mit deinem Konsum.

    Viele, wohl die meisten hier, waren eben nicht mehr in der Lage irgendetwas zu kontrollieren, wenn sie mit dem Trinken begannen und diese, so auch ich, lösten sich nun gänzlich von dem Stoff und bemerkten, dass es auch ohne Alkohol, das Leben ein sehr ertägliches sein kann. Nicht immer ideal, doch hundertmal besser ohne diese ganzen Total- oder Teilausfälle.:thumbup:

  • ...ab einem bestimmten Punkt, geht das wohl überhaupt nicht mehr. Das konnte ich ja, auch in meinem näheren Umfeld beobachten. Bei mir drohte es ziemlich ausser Kontrolle zu geraten, dann habe ich die Notbremse gezogen. "Halbwegs Gesund" war es aber schon lange vorher nicht mehr.

    Für die meisten Menschen spielt Alk überhaupt keine Rolle, trinken die halt genauso wenig wie wegen mir Karottensaft. Ist jemand absitnet zufrieden, würde ich nie und nimmer zu irgendwelchen Experimenten raten, unnötiges Risiko.
    Ja, ein nüchternes Leben kann sehr schön sein. Garantie gibt halt keine.

  • Ich wünschte ich hätte früher mein problematisches Trinken hinterfragt. Und ja, ein nüchternes Leben kann schön sein. Nüchternheit löst nicht alle Probleme, aber alle Probleme, die im Zusammenhang mit dem Alkohol entstanden sind.

    Und Karottensaft ist köstlich!

    Beste Grüße Helga

  • Die Grenze zur Sucht, hatte ich natürlich auch längst überschritten. Die Kontrolle kam eigentlich erst richtig, nach zwei längeren Konsumpausen zurück. Auch mit Aufarbeitung verbunden. Und ich mache so einiges anders, eigentlich nur noch Mix Biere mit 2,5% , weiterhin keinen Schnaps etc. Wein nur in Gesellschaft. Hoffe das bleibt weiterhin stabil.

    Nüchtern macht mir tatsächlich, so einiges mehr Spaß, wo ich vorher immer der Meinung war, da brauche ich etwas. Und natürlich ist das auch eine Befreiung ohne den Alk! Wenn man zumindest immer Abends um Zeit X seinen Alk brauchte, erforderte dies einiges an Planung und war mit Einschränkungen verbunden.

  • Hello und guten Morgen. Jetzt bin ich doch neugierig…wie praktizierst du das denn genau mit dem kontrollierten Trinken? Weil keinen Schnaps kenne ich auch noch aus meiner Suchtzeit, war nach dem 10. Kölsch dann auch egal und über Bord geworden. 😅 Mixgetränke hab ich stets abgelehnt, weil Purist. Kein Wasser im Wein und keine Cola im Bier.

    Kontrolliertes Trinken zeichnet sich ja dadurch aus, dass du die Menge peinlichst genau einhältst. Wenn du weggehst…von welchen Mengen sprechen wir dann da? Trinkst du dann fünf Bier am Abend und das war‘s dann? Trinkst du dir nen Schwipps an und hälst den Pegel oder hörst du dann auf? Sich einen Rausch anzutrinken, hat ja nix mit Kontrolle zu tun, auch wenn‘s nur selten ist oder verstehe ich das falsch?

    Hab mich nie wirklich mit der Praxis des kontrollierten Trinkens beschäftigt, weil ich alle in meinem Umfeld daran scheitern sehe. 😅

    Und ich denke, es wäre besser, wenn du mir per PN antwortest. Geht in dem Forum ja ums Aufhören und nicht ums kontrollierte Trinken. Nicht, dass das am Ende noch Menschen hier destabilisiert. Dat wollen wir ja nicht.

  • Hab mich nie wirklich mit der Praxis des kontrollierten Trinkens beschäftigt, weil ich alle in meinem Umfeld daran scheitern sehe.

    Diese Art der Argumentation findet sich ja an allen möglichen Stellen immer wieder. Es fehlt darin aber der Ansatz wirklich plausibler Faktenführung. Es gibt in meinem Umfeld ebenfalls viele, sehr viele Menschen die es einfach nicht schaffen nicht mehr zu trinken oder nicht mehr zu rauchen. Da sage ich auch nicht: „Nahezu alle die ich kenne „scheitern“ immer wieder an der Abstinenz oder am Nichtrauchen. Also kann das folglich definitiv nicht der richtige Weg sein!“

    Hinzu kommt noch, was man unter „Umfeld“ versteht. Wenn ich mich in einer AA Gruppe, oder einer anderen SHG bewege, die sich streng am absoluten Abstinenzgebot orientiert, natürlich und logischerweise werde ich dann dort niemanden finden der KT praktiziert. Und wenn man ein Selbsthilfe-Forum tatsächlich ausschließlich nach dem Abstinenzgebot ausrichten WÜRDE (ich schreibe das ganz bewusst in der Eventualitätsform, weil das hier für dieses Forum meines Wissens nach nicht zutrifft) dann würde irgendwann auch hier niemand mehr zu Wort kommen der von eventuell erfolgreichen Schritten berichten kann.

    Gute Grüße, Mojo

  • Die Grenze zur Sucht, hatte ich natürlich auch längst überschritten. Die Kontrolle kam eigentlich erst richtig, nach zwei längeren Konsumpausen zurück.

    Das kenne ich auch, nach einem Führerscheinentzug pausierte ich ein Jahr lang erfolgreich, sogar problemlos (Abstinenznachweis).

    Danach, ich hatte meinen Schein wieder, begann mein vorsichtiger "kontrollierter" Konsum wieder = max. Bier am Abend und niemals alkoholisiert ein Fahrzeug führen. Das ging dann mehr als 10 Jahre gut ... na ja, nicht so richtig gut. Ich fuhr zwar nicht mehr angetrunken Auto, doch über die Jahre steigerte sich mein Konsum stetig.

    Ich betrieb eine regelrechte Vorratswirtschaft, vernachlässigte soziale Kontakte, Hobbys u.s.w.. und bemerkte gar nicht wie viel und wie oft ich soff oder wollte es auch gar nicht mehr bemerken.

  • Mojo Ich verstehe voll, was du meinst, finde aber die Abwägung hier schwierig. Wenn Menschen versuchen vom Alkohol wirklich loszukommen und kann kommt hier Jemand ums Eck bei dem das kontrollierte Trinken klappt und dann auch noch die Umsetzung ggf. schildert, wie von mir angefragt…ich weiß um die Auswirkungen nicht. Da geht es auch um den Schutz der Allgemeinheit und (zumindest nicht von mir) darum, hier den Weg des kontrollieren Trinkens keinen Raum gegen zu wollen. Hoffe, mein Punkt ist halbwegs klar geworden.

  • Mojo Umfeld sind in meinem Fall Freunde, die ein problematisches Trinkverhalten haben, auch darum wissen und es daher mit dem kontrollierten Trinken probieren. Die tracken den eigenen Konsum auf Häufigkeit und Menge. Oder anders gesagt: Sie führen Buch. Regelmäßig werden die eigenen Vorgaben weder bei Häufigkeit noch Menge eingehalten. Und das ist meines Erachtens ein Scheitern im kontrollierten Konsum. Beim kontrollieren Trinken geht es ja nicht um ‚möglichst kein Exzess und möglichst wenig Nachwirkungen‘, sondern um das penible Einhalten genauer Vorgaben, wenn ich das Konzept richtig verstanden habe.


    Ach so, und ich selbst habe mich nie wirklich damit beschäftigt, weil für mich klar war, dass kontrolliertes Trinken als Konzept nicht in Frage kommt. Ich hab‘s natürlich auch damals mal probiert, aber ich kann meinen Konsum nicht kontrollieren. Hab das schnell aufgegeben mit dem Kontrollversuch.

  • Ich betreibe kein kontrolliertes Trinken, nach irgendeiner Vorgabe. Da werde ich immer falsch verstanden. Jetzt genau, nur ein Bier nach Plan zu trinken, wäre nix für mich. Das macht überhaupt keinen Spaß, klar das man sich dann lieber für die Abstinenz entscheiden sollte.;)

    Ich habe halt einfach einen Weg gefunden, mit dem ich aktuell klar komme. Wenn ich was trinke so ein Bier bzw. 2 bis 3 Radler. Da kann ich problemlos aufhören. Will auch einfach, überhaupt nicht mehr. Hatte auch nie, vollständig die Kontrolle über meinen Konsum verloren. Die Mengen mussten zu meinem Zweck passen.

    Was in 5 oder 10 Jahren ist, muss ich dann sehen .

    Wenn ich weg gehe, trinke ich meistens gar nix, oder sehr wenig. Um richtig betrunken sein, bzw. mich max. abdichten ging es mir nie.

    Vom Alk will ich nicht "loskommmen" (da bin ich ehrlich), entscheident ist für mich, dass er keine wichtige Rolle spielt.

    Einmal editiert, zuletzt von willibald42 (29. Dezember 2024 um 16:49)

  • Apropos loskommmen. So einfach lässt er einem nicht los. Z. B. letztens Sauna, ganz selbstverständlich gab es da vom Betreiber Freibier. Wollte nix, war mir zu früh. Dann sämtliche Feiern, man wird ständig gefragt, warum man nix trinkt. Wobei ich da langsam meine Ruhe habe und es verstanden wird, warum ich nichts mehr trinke. Muss gar nicht Lügen, wenn ich sage er macht mich einfach zu schnell müde und ich achte mehr auf meine Gesundheit.

  • Scheinbar hast du einen guten Umgang mit Alk für dich gefunden. Vielleicht warst / bist du auch gar nicht süchtig. Es hört sich so an, das du recht bedacht mit Alk umgehst und darauf achtest, nicht zuviel und sogar zu früh am Tag Alk zu konsumieren.
    Klingt wie bei nem Gelegenheitsraucher, kenne ich jemanden, raucht auf Festen oder zu bestimmten Anlässen, dann tage- oder wochenlang gar nicht.

    Solange du so gut zurecht kommst, warum nicht….ich weiß, dass ich das so nicht könnte.

  • Hi wilibald,

    Am anfang deiner post hab ich gedacht, dass du kt praktizierst. Für mich lesen sich deine posts do dass du früher etwas beim alkohol über die "stränge" geschlagen hast und jetzt trinkst du mässig alkohol wenn du z.b. lust hast ein bier zu trinken? Kannst mich gerne berichtigen.

    Ich finde deine thread intressant und auch deine posts finde ich interessant. 🙂 meiner meinung nach gibt es nicht nur den klassischen weg um abstinent zu werden. Also entgiftung therapie usw. Manche schaffen es alleine, andere von heute auf morgen. Hier in dem forum gibt es auch eine person, die gelegentlich trinkt, aber immer mässig.

    Wenn du damit zurecht kommst und du zufrieden bist ist doch klasse. Du hast ja auch wo geschrieben dass du mal 6? Monate abstinent warst. Vielleicht nöchtest du irgendwann ja ganz auf den alkohol verzichten wer weiss😉😉

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