Herzlichen Glückwunsch zu 13 Jahren in Freiheit und alles Gute.
Bassmanns Jahresbericht
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Ich bin ins Jahr 14 gestartet.
Da gratuliere ich aber zu so einer langen nüchternen Zeit. Das ist großartig und eine tolle Leistung. 👍😊
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Danke Emily.
Ich sehe es jedoch nicht als Leistung, sondern als ein Geschenk, das ich mir selbst machte und an dem ich mich jeden Tag aufs Neue erfreuen darf.Bassmann
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Ich sehe es jedoch nicht als Leistung, sondern als ein Geschenk, das ich mir selbst machte und an dem ich mich jeden Tag aufs Neue erfreuen darf.
Das hast du schön formuliert, Bassmann-neu .
Mir geht’s da ganz ähnlich. 😊
Beste GrüßeAmSee
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Moinsen. Wirklich eine schöne Forulierung. Stellte dabei fest, dass ich es auch (für mich) als Leistung betrachte.
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Mir gefällt´s auch. Vor allem, dass durch die Abstinenz Dinge möglich werden, die ich vorher nicht in Erwägung gezogen hätte.
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Ich möchte noch etwas zu dem Nie-wieder sagen. Und ich mache das in Reaktion auf Posts von AmSee und mir in einem Faden von Blackisbeautiful.
Beim Nikotin war dieses Nie-wieder für mich kein Problem, sondern schlicht und einfach das einzig Denkbare und Sinnvolle. Ich hatte kapiert -leider nicht aus eigenem Nachdenken heraus, sondern mit Hilfe eines Allen Carr Buches- dass Nikotin schlicht und einfach eine Mogelpackung ist. Die mit dem Rauchen herbeigeführte Entspannung ist nichts anderes als die Beseitigung der Entzugssymptome, die nach dem Rauchen relativ schnell beginnen, weil die Wirkung der Droge rasch nachlässt.
Da es unmöglich ist, ohne bewusste Entscheidung zu rauchen, gibt es keinen Grund sich für einen solchen Fall zu wappnen.
Das sieht beim Alkohol anders aus. Der ist in versteckter Form in vielen Dingen enthalten. Und da bedeutet das Nie-wieder, sich für einen solchen Fall zu wappnen und -so sah ich es für mich- in ständiger Sorge/Angst zu leben, dass ich irgendetwas falsch mache und wieder in der Suchtspirale lande. Deshalb machte ich relativ früh den Test, ob diese Zwangsläufigkeit des Rückfalls tatsächlich ein ehernes Gesetz ist. Ich hatte ziemlich Schiss, aber es ging gut.
Nach AmSees Beitrag halte ich es jedoch für nicht ausgeschlossen, dass dieser Test bei einem Anderen zu völlig anderen -und vermutlich nicht gewünschten- Ergebnissen führt.
Bassmann
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Hallo Herr Bassmann,
verzeih' die Frage: lebst du nun abstinent, also alkoholfrei?
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Hallo Herr Paul,
nein.
Das war ja auch nicht mein Ziel. Mein Ziel bestand darin, die Abhängigkeit zu beenden, d.h., nicht jeden Abend mit dem Willen, ab dem nächsten Tag nichts mehr zu trinken, ins Bett zu gehen, um dann am nächsten Abend genau das wieder zu tun. Ich wollte dieses Gefühl, ein Schwächling zu sein, nicht mehr haben. Und ich wollte natürlich auch nicht jeden Morgen mit einem mehr oder weniger starken Kater aufwachen, den ich nicht selten mit Tabletten, die eigentlich auch nicht nehmen wollte, zu vertreiben.Diese Nichtabhängigkeit habe ich erreicht. Man kann mich jetzt zu jedem Zeitpunkt z.B. wegen eines Notfalls aus dem Schlaf reißen, und ich bin voll einsatzfähig. Nix Kater, nix Schwächlingsgefühl, nix Angst vor Leberschädigung...
Meine Welt ist (endlich) in ordnung.
Bassmann
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Das war für mich auch eine Triebfeder. Übrigens beim Rauchen genauso. Die Unfreiheit über Entscheidungen ging mir wahnsinnig auf die Nerven. Die 90 Minuten Taktung des Rauchen müssens.
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Danke für die Antwort, Herr Bassmann.
Wenn also die Vorteile überwiegen und einem das auch bewusst ist, man es verinnerlicht ... es Teil seiner DNA, seines Denkens wird ... fällt einem das Loslassen, z.Bsp. vom Alkohol, leicht ... leichter.
Bei mir war es bestimmt auch so ... erst als es mir gelang, gedanklich, den Druck, meinetwegen auch die Frucht vor'm "Rückfall", vor'm wieder Versagen, Schwachwerden zu nehmen, verschwand auch meine Anspannung und somit die Furcht und Alkohol wurde wieder zu dem was es schon immer war: eine Flüssigkeit in einer Flasche.
Nur meine Gedanken verbanden diese Flüssigkeit mit ... allem möglichen.
Und dazu brauchte es nicht mal diese Flüssigkeit, um gewisse körperliche Reaktionen hervorzurufen, daran denken genügte völlig, wie bspw. bei einer Spinnen- oder anderen Phobie -> ich denke daran und schon wird mir unwohl, obwoh es keinen wirklichen Grund gibt.
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