Glutamat "Gaspedal"

  • Moin Zusammen,

    meine Trockenarbeit umfasst aktuell unter Anderem intensive "Unterhaltungen" mit unterschiedlichen KI Sprachmodellen. In meinem Fall, weil mich mein blödes Herzgestolpere (es ist mehrfach untersucht und gesund) und meine Schlafstörungen beschäftigen.

    Heute hab ich mit Gemini zu dem Thema gechattet und da kam eine für mich neue, hoch interessante Information heraus: Wenn man über einen langen Zeitraum Alkohol konsumiert (in meinem Fall 30-35 Jahre) erhöht der Körper den Glutamat-Spiegel. Das macht das Gehirn deshalb, weil es auf die wiederkehrende Dämpfung reagiert. Das Gehirn mag es nämlich nicht gedämpft zu werden.

    Das Problem dabei ist, dass die Glutamat-Aktivität im Hirn auch dann erhöht bleibt, wenn man bereits eine längere Zeit keinen Alkohol mehr trinkt. Laut Studienlage und Forschung braucht es 18-24 Monate bis das Hirn den Glutamat-Spiegel wieder runter gefahren hat. Und so lange ist das System noch überreizt. Mit folgenden Symptomen:

    • Neurologisch: Kopfschmerzen, Migräne, Konzentrationsschwäche, Taubheitsgefühle (besonders im Nacken), brennendes Gefühl um den Mund, Schwindel.
    • Körperliche Missempfindungen: Hitzegefühl, Schwitzen, Engegefühl in der Brust, Schmerzen.
    • Herz-Kreislauf: Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen.
    • Psychisch/Kognitiv: Angstzustände, verminderte kognitive Kontrolle, erhöhte Anstrengung bei geistiger Arbeit.
    • Verdauungstrakt: Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall.
    • Andere: Hautausschlag, Juckreiz.

    Darauf bin ich gestoßen, weil ich parallel zum Sport aktuell mit sanften Dingen wie Magnesiumglycinat, L-Theanin, Phosphatidylserin und jetzt Passionsblume experimentiere. In erster Linie um mir etwas Gutes zu tun und meinen Regenerationsprozess zu unterstützen. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich positiv auf Passionsblume anspreche. Ich bin innerlich ruhiger, mir ist weniger kalt, ich kann besser kacken (sorry für die Ausdrucksweise) und mein Herzrhythmus ist stabiler (nicht perfekt, aber definitiv besser). Das ist ziemlich wahrscheinlich ein Hinweis auf eine gestörte GABA-Glutamat-Balance und ein Grund für mich Passionsblume weiter zu nehmen. Zumal Passionsblume keinen Gewöhnungseffekt hat.

    Warum wird einen sowas nicht beigebracht? Ja, keine Ahnung. Ich persönlich hab eh das Gefühl, dass es den einen oder anderen Arzt schlicht nicht interessiert. Dabei spielt genau diese GABA-Glutamat-Dysbalance eine nicht unerhebliche Rolle bei Rückfällen. Und genau dagegen kann man aktiv etwas tun. Ernährung, Bewegung und eben sowas wie Passionsblume. Abgesehen davon, dass es gut tut sich mit dem Thema auseinander zu setzen, zu informieren, aufzuklären, sich zu orientieren.

    Ich bin weder Arzt noch sonst wie medizinisch ausgebildet. Ich interessiere mich bloß dafür mich und meine Situation besser zu verstehen. Und das heute mit dem Glutamat "Gaspedal" finde ich so interessant, dass ich es gerne mit Euch teilen möchte.

    Habt Ihr bezüglich der oben aufgeführten Symptome in dem Zeitraum von 18-24 Monaten ähnliche Symptome gehabt? Wenn ja: Wie seid Ihr damit umgegangen?

    Viele Grüße, Loner

  • Das ist ein sehr interessanter Beitrag. Danke dafür Loner

    Ich habe am Anfang meiner Abstinenz Gaba genommen. Hatte davon gelesen. Das habe ich immer da und hin und wieder nehme ich es eine Weile.

    Ich habe schon jahrelang Herzrhythmusstörungen und nehme deshalb Medikamente. Die sind sehr gut eingestellt und derzeit habe ich keine Probleme. Als ich noch getrunken hatte, habe ich diese Medikamente auch schon genommen und hatte trotzdem immer mal wieder Herzrhythmusstörungen und Herzrasen.

    Das ist jetzt komplett verschwunden und ich habe mir erst vor kurzem Gedanken gemacht, ob ich mit meinem Arzt spreche und evtl. die Medikamente ausschleichen lasse.

    Was hat der Glutamat Spiegel mit Gaba denn zu tun? Ich habe von medizinischen Dingen gar keine Ahnung.

    Ich bin jetzt 1 Jahr und 8 Monate abstinent.

  • Das Problem dabei ist, dass die Glutamat-Aktivität im Hirn auch dann erhöht bleibt, wenn man bereits eine längere Zeit keinen Alkohol mehr trinkt. Laut Studienlage und Forschung braucht es 18-24 Monate bis das Hirn den Glutamat-Spiegel wieder runter gefahren hat. Und so lange ist das System noch überreizt. Mit folgenden Symptomen:

    Neurologisch: Kopfschmerzen, Migräne, Konzentrationsschwäche, Taubheitsgefühle (besonders im Nacken), brennendes Gefühl um den Mund, Schwindel.
    Körperliche Missempfindungen: Hitzegefühl, Schwitzen, Engegefühl in der Brust, Schmerzen.
    Herz-Kreislauf: Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen.
    Psychisch/Kognitiv: Angstzustände, verminderte kognitive Kontrolle, erhöhte Anstrengung bei geistiger Arbeit.
    Verdauungstrakt: Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall.
    Andere: Hautausschlag, Juckreiz.

    Interessant, aber kann ich nicht bestätigen, im Gegenteil:

    Neurobiologisch: keine Veränderung

    körperliche Missempfindungen: während meiner Trinkerzeit schwitze ich wie ein Bär bei der kleinsten körperlichen Tätigkeit und bei Stessempfinden, war Horror. Innerhalb weniger Monate hat sich das extrem verbessert und ich bin so froh drum

    Psychisch/Kognitiv: Meine diagnostizierten Angstsörungen sind beinahe weg und behindern mich kaum mehr in meinem Alltag. Kognitive Leistungsfähigkeit empfinde ich subjektiv besser als zuvor. Mein Erinnerungsvermögen jedoch spielt mir regelmäßig Streiche: ständige Déjà vus; die verunsichern mich und ich kann sie nicht einordnen.

    Verdauungstrakt: so viiiiel besser als vorher, tonnenweise Magenschoner bruch ich nicht mehr

    Andere: nach 10 Tagen Abstinenz hatte ich meinen ersten Gichtanfall... Ob reiner Zufall oder das abrupte Kappen der Purin-Zufuhr in Form von Bier der Auslöser war? Keine Ahnung. Problem latent vorhanden, aber aktuell auch ohne Medikamente mehr keine weiteren Schübe gehabt.

    Regelmäßig Bewegung und Sport ist für mich der Schlüssel zu den oben beschriebenen Symptomen. aAn der Ernährung könnte ich noch arbeiten und Supplemente nehm ich zwar (Multivitamine, Magnesium), aber da vermute ich bei mir, dass der Placeboeffekt mehr wirkt, als die Präparate an sich.

    Deshalb geh ich jetzt raus in die Kälte, 25km-Marsch und Vorbereitung für den Megamarsch im März🥾🥾

    Schönen Sonntag allerseits

    Tom

  • Ich kann auch berichten, dass mein Körper die Abstinenz sehr dankbar angenommen hat. Dass ich mich am Morgen nach Tag X so extrem gut gefühlt habe, war (mit) ein Auslöser bzw. maximaler Motivator, die Flaschen stehen zu lassen, weil alles schlagartig besser wurde.

    Und was Tom sagt, kann ich ebenso spiegeln. Dabei hatten mich die Angststörungen durchs PTBS einst überhaupt erst trinken lassen. Als ich aufhörte, ging es mir aber paradoxerweise deutlich besser. Was ich persönlich sehr erstaunlich fand – ich dachte ja immer, ich ‚brauche‘ das zur Beruhigung.

    Ich kam damals aus einer fatalen Denk-Spirale: Ich dachte, der Alkohol sorgt überhaupt erst für ein soziales Leben. Die Realität war aber: MIT Alkohol ging es mir deutlich schlechter, besonders an den Katertagen. Wenn ich da an manche Situationen denke... boah, heftig, wie ich mich da selbst gegeißelt habe.

    Von daher: Auf ganzer Linie hat mein Körper die Abstinenz gefeiert. Zum Glück. Dass das nicht unbedingt die Regel ist, ist mir auch klar, deswegen bin ich sehr dankbar dafür.

  • Warum wird einen sowas nicht beigebracht? Ja, keine Ahnung. Ich persönlich hab eh das Gefühl, dass es den einen oder anderen Arzt schlicht nicht interessiert.

    Nichts für ungut, aber Ärzte sind ausgebildet Medikamente zu verschreiben. Der gemeine Hausarzt hat wieviele Minuten für einen Patienten? 8 Minuten? Die Wahrscheinlichkeit einen Arzt zu treffen, der Bock auf seinen Beruf hat, ist eh schon recht gering. Ich sehe es ehrlich gesagt auch nicht als Aufgabe des Arztes den Patienten an die Hand zu nehmen, um ihm zu erklären, wie man gesund lebt, sondern als Mittelsmann für meine Medikamente, weil sie verschreibungspflichtig sind. Dass Alkohol (Rauchen/ schlechte Ernährung/ mangelnde Bewegung...) krank macht, ist ja kein großes Geheimnis und der Körper erholt sich ja auch irgendwann wieder von allein, wenn man ihn gut behandelt.

    Wenn Dich das Thema interessiert, kannst Du Dir ja mal den YT Kanal von Dr. Janis anschauen. Er erklärt in einem Video wie das mit den Neurotransmittern funktioniert - unter anderem, dass GABA und Glycin Gegenspieler sind. "Neurotransmitter wirklich verstehen" heißt das glaube ich. Ich interessiere mich ja auch für diverse Themen, muss aber feststellen, dass KI gerne mal halluziniert und dann totalen Blödsinn erzählt. Ich hatte das mit ChatGPT bei einer Sache, wo ich ganz genau wusste wie etwas funktioniert und auf meinen Hinweis, dass das gerade falsch war, kommt von ChatGPT nur ein: Oh, ja, stimmt, Du hast Recht. Ich nutze KI trotzdem sehr viel im Alltag und Beruf, aber da muss man schon gut hinterfragen ;)

    Von Deinen aufgezählten Symptomen habe ich auch einige, glaube aber nicht, dass sie bei mir vom Alk kommen. Insofern erhoffe ich mir da keine Besserung. Mit GABA hab ich auch mal experimentiert, vertrage ich gar nicht gut, bekomme Kopfschmerzen. Die Abstinenz lehrt uns geduldiger zu werden. Nichts geht über Nacht, nur mit Konsequenz und Ausdauer. Und so bleibe ich für meinen Teil bei guter Ernährung, Sport und hoffe auf das Beste.

    Deshalb geh ich jetzt raus in die Kälte, 25km-Marsch und Vorbereitung für den Megamarsch im März🥾🥾

    Ich schließe mich Dir gleich mal an, aber keine 25km.

    Beste Grüße Helga

  • Was hat der Glutamat Spiegel mit Gaba denn zu tun? Ich habe von medizinischen Dingen gar keine Ahnung.

    Soweit ich es verstanden habe, ist Glutamat das Gaspedal und GABA die Bremse. Sehr vereinfacht ausgedrückt. Wenn der Glutamat-Spiegel zu hoch ist, wird zu wenig gebremst und das Nervensystem ist überreizt. Bissl wie beim Kater. Nur halt dauerhaft. Eine GABA-Glutamat-Dysbalance.

    Interessant, dass Du auch Herzrhythmusstörungen hast und diese mit der Abstinenz besser werden. Ich drücke Dir die Daumen, dass Du die Medis bald auschleichen kannst!

    Interessant, aber kann ich nicht bestätigen, im Gegenteil

    Ja, es ist individuell. Bei manchem geht es schneller, beim anderen dauert es länger. Eine GABA-Glutamat-Dysbalance kann auch von anderen Dingen begünstigt werden. Nicht nur durch Alkohol. Dauerstress, Schlafmangel, Näherstoffmangel, zu viel Kaffee, etc. Freut mich sehr, dass es Dir diesbezüglich schon deutlich früher wieder besser geht!

    Ich sehe es ehrlich gesagt auch nicht als Aufgabe des Arztes den Patienten an die Hand zu nehmen, um ihm zu erklären, wie man gesund lebt, sondern als Mittelsmann für meine Medikamente, weil sie verschreibungspflichtig sind.

    Das sehe ich inzwischen auch so. und bezüglich KI: Absolut. Darüber streite ich mich mit meinen Chef jede Woche, weil er ein 100% KI-Höriger ist und ich immer sage, dass man alles gegen prüfen muss was von Sprachmodellen kommt. Deshalb hab ich auch abseits von Gemini im Netz bezüglich der GABA-Glutamat-Dysbalance recherchiert. Ernährung und Bewegung sind übrigens zwei mächtige Instrumente um die Neurotransmitter wieder ins Gleichgewicht zu bekommen. Besser als Medikamente oder andere Mittel. Ich werde heute auch noch raus. Vielleicht mal wieder die 10 km gehen.

  • Warum wird einen sowas nicht beigebracht?

    Weil es nur eine der unzähligen Ursachen sein kann.

    Die KI bastelt sich aus den ihr zur Verfügung stehenden Informationen etwas zusammen, auch die Häufigkeit der Aufrufe bzw. der zur Verfügung stehenden Artikel/Argumente ist auschlaggebend, auch wie, welcher Logatithmus zum Einsatz kommt.

    Salze der Glutaminsäure sind sicher nicht unerheblich, so wie tausende andere Stoffe auch ... in unserem äußerst dynamischen System "Körper" mit all seinen Wechselwirkungen (der Stoffe).

    Ich hatte bspw. in den ersten Monaten der Abstinenz eine Veränderung der Pigmentierung der Haut, das zog sich so ca. ein Jahr lang hin - KI brachte die abenteuerlichsten Erklärungen und konnte oder wollte keine Verbindung mit Alkohol herstellen, Ärzte rätselten ähnlich herum ... bis hin zu Hautkrebs war alles im Angebot, div. Unvertäglichkeiten ebenfalls.

    Nach ein ... zwei Jahren verschwanden diese flächigen dunklen "Altersflecken" allmählich wieder. Hatte sich die Leber erholt? War die Sonnenstrahlungbelastung nun eine andere, die Ernährung, mein Denken und damit die verbundene Botenstoffausschüttung?

    Keene Ahnung! KI und und ihre vermeintliche Intelligenz, ihr "Wissen" in Bezug auf die Vorgänge im Körper, ist wohl sehr vorsichtig, wage, denn auf Annahmen, nicht auf Erfahrungen basierend, zu nehmen. Klar kann alles möglich sein, wenn man's denn weiß.

    Mir ist ein Arzt, möglichst ein alter, erfahener, lieber, der sagt: Ich weiß es auch nicht, als diese pseudo-intelligenten computer(re)generierten Antworten.

  • Vielen Dank für Euer Feedback zu diesem Thema. Das war für mich ein Anlass bezüglich einer Gaba-Glutamat-Dysbalance noch mal weiter zu recherchieren. Glücklicherweise arbeite ich mit zwei Mikrobiologen zusammen. Mit einem der beiden habe ich ein gutes Verhältnis. Außerdem habe ich auch noch mal abseits von Sprachmodellen besonders nach der Tatsache geschaut warum eine Gaba-Glutamat-Dysbalance bei manchen Menschen ein Thema ist und bei manchen nicht.

    Ich muss dazu sagen, dass ich seit meiner Kindheit eine Angst- und Panikstörung habe und zwei mal stationär in Therapie war. Ich bin zwar schon lange stabil. Aber soweit ich es verstanden habe kann das eine Rolle beim Thema Gaba-Glutamat-Dysbalance spielen. Menschen mit so einen Hintergrund, oder ähnlichen Besonderheiten wie z.B. PTBS oder Depressionen sollen wohl eher zu so einer Dysbalance tendieren. Das ist auch der Grund warum viele Betroffene sich unbewusst mit Alkohol selbst therapieren. Weil Alkohol genau da rein geht, Gaba erhöht was zu einer angstlösenden Wirkung führt. Das kennen nicht betroffene auch. Wenn es beim Auskatern allerdings wiederkehrend zu Angstzuständen und/oder Panikattacken kommt, kann das ein Hinweise auf eine höhere Sensibilität für eine Gaba-Glutamat-Dysbalance sein.

    Mir persönlich sind aktuell zwei Dinge bei mir selber aufgefallen: Mit Magnesiumglycinat werde ich eher unruhiger als ruhiger und Passionsblume chillt mich. Magnesiumglycinat kann bei bestimmten Personen kontraproduktiv wirken. Wenn die NMDA-Rezeptoren (entscheidende, durch Glutamat aktivierte Ionenkanäle im zentralen Nervensystem) bereits überstimuliert sind, wirkst es wie Öl ins Feuer gießen. Passionsblume hingegen ist quasi ein Gaba Wiederaufnahmehemmer.

    Nur noch mal sicherheitshalber: Ich bin weder Arzt noch anderweitig medizinisch ausgebildet. Und ich bin auch nicht so naiv, dass ich einfach so alles glaube, was die KI ausspuckt. Ich arbeite selber als ITler und betrachte das Theme KI generell kritisch. Nichts desto trotz kann KI bei der Orientierung zu helfen. Auch wenn der Output mitunter quatsch ist. Aber zwischen den Zeilen stehen manchmal Dinge, die man abseits der KI weiter recherchieren kann.

    Leider hab ich keinen Zugriff auf einen ausreichend ausgebildeten Mediziner, der Zeit und Lust hat weiter in die Tiefe zu gehen. Und ich bin halt sehr neugierig. Deshalb werde ich jetzt mal Magnesiumtaurat als Alternative zu Magnesiumglycinat ausprobieren. Angeblich soll das für Patienten mit ventrikulären Extrasystolen und einer bestätigten oder vermuteten Sensibilität für eine Gaba-Glutamat-Dysbalance besser sein, weil Taurin das Herz besser vor Stress abschirmt und das Nervensystem nicht reizt. Oder so ähnlich.

    Keine Ahnung. Vielleicht ist es Quatsch. Aber ich bin nun mal ein Nerd und wenn es mir nicht schadet? So what? Im schlimmsten Fall finde ich Dinge, die mir gut tun. So wie die Passionsblume. Auch wenn ich weiß, dass Ernährung und Bewegung die wichtigsten zwei Punkte sind. Deshalb gehe ich jetzt raus und danach Gewichte stemmen, danach inne Wanne.

  • Ich nutze KI auch sehr viel im Beruf und privat. Bei KI kommt es, und das weißt Du als ITler sicherlich am besten, auf die richtigen Fragen an.

    Beispiel: wie sind die Steuersätze in Portugal? Und wie sind die Steuersätze für deutsche Steuerausländer in Portugal? Da kommen zwei grundlegend unterschiedliche Antworten bei raus. Und je mehr Variablen hinzugefügt werden, umso größer ist die Abweichung zur Standardantwort =O Je größer also das grundsätzliche Wissen zum Thema ist, desto konkreter oder differenzierter können auch die Fragen formuliert werden. Und hinzu kommt auch, dass Du vorangegangene Variablen in die weiteren Konkretisierungen einarbeitest. Ich finde das Thema KI auch sehr spannend aber was ich eigentlich fragen wollte:

    welches Passionsblumenpräparat nimmst Du da? Und mich interessiert auch Deine Erfahrung mit dem Taurat. Ich benutze das Mg von Sunday mit 11 verschiedenen Verbindungen und habe den Eindruck, dass es besser wirkt als Glycinat oder Citrat Verbindungen allein. Taurat ist da nicht enthalten, aber wird dort auch angeboten. Vielleicht teste ich das dann mal. Nimmst Du Mg jeden Abend?

    Leider hab ich keinen Zugriff auf einen ausreichend ausgebildeten Mediziner, der Zeit und Lust hat weiter in die Tiefe zu gehen. Und ich bin halt sehr neugierig

    Nutz doch die KI dafür. Man kann da ja auch zig 1.000seitige Dokumente hochladen und auswerten lassen. Man muss halt einfach kritisch mit den Antworten sein oder eine gewisse Unschärfe akzeptieren.

    Mir ist hier im Forum ein Buch empfohlen worden: "eine kurze Geschichte von fast allem". Da geht es auch um sehr viel Quatsch, der wissenschaftlich bewiesen wurde und wird - was sich im Nachhinein als nonsense herausgestellt hat oder immer noch ambivalent diskutiert wird. Auf all diese Informationen kann die KI zugreifen und soll dann selbst auswerten welche wissenschaftliche Erkenntnis die richtige ist? Drollige Vorstellung.

    Und poste vor allem Deine neuen Erkenntnisse. Ich lese sowas ja auch gerne.

    Beste Grüße Helga

  • Ich muss dazu sagen, dass ich seit meiner Kindheit eine Angst- und Panikstörung habe und zwei mal stationär in Therapie war. Ich bin zwar schon lange stabil. Aber soweit ich es verstanden habe kann das eine Rolle beim Thema Gaba-Glutamat-Dysbalance spielen. Menschen mit so einen Hintergrund, oder ähnlichen Besonderheiten wie z.B. PTBS oder Depressionen sollen wohl eher zu so einer Dysbalance tendieren. Das ist auch der Grund warum viele Betroffene sich unbewusst mit Alkohol selbst therapieren. Weil Alkohol genau da rein geht, Gaba erhöht was zu einer angstlösenden Wirkung führt.

    Hallo Loner, du sprichst mir aus der Seele und deshalb schreibe ich hier auch mal wieder :) auch ich habe seit meiner Kindheit und Jugend und bis ins mittlere ErwachsenenAlter hinein Panikattacken und Angstzustände gehabt. Im Erwachsenen Alter kamen dann noch Depressionen dazu. Seitdem ich seit ungefähr zwölf Jahren auf Citalopram und Trimipramin eingestellt bin, haben sich diese gebessert. Extrasystolen beziehungsweise Herzrasen habe ich trotzdem immer mal wieder. Das sei aber nichts schlimmes, sagte mein Hausarzt. Wenn ich getrunken habe, hatte ich diese Herzprobleme massiver. Ohne Alkohol geht es mir natürlich viel besser. Da ich trotzdem aber immer wieder mal Druck - in besonders herausfordernden Situation- habe, frage ich mich gerade, ob ich auch mit diesen Supplementen wie Gaba, und was ihr da so nennt, hantieren könnte. Ich kenne mich damit leider überhaupt nicht aus. Dürfte ich das überhaupt, wenn ich Antidepressiva nehme? Ich weiß nur, dass ich zum Beispiel Johanniskraut nicht nehmen darf und auch ein Nahrungsergänzungsmittel, Fructophan heißt das glaub ich, das bei Fructose Intoleranz wirken soll , auch nicht, obwohl ich ja Fructose intolerant bin… anscheinend, weil es den Wirkstoff L Tryptophan enthält.

    Kennst du dich vielleicht mit solchen Dingen auch aus? LG Ciara

  • Ich finde das Thema KI auch sehr spannend aber was ich eigentlich fragen wollte:

    welches Passionsblumenpräparat nimmst Du da? Und mich interessiert auch Deine Erfahrung mit dem Taurat. Ich benutze das Mg von Sunday mit 11 verschiedenen Verbindungen und habe den Eindruck, dass es besser wirkt als Glycinat oder Citrat Verbindungen allein. Taurat ist da nicht enthalten, aber wird dort auch angeboten. Vielleicht teste ich das dann mal. Nimmst Du Mg jeden Abend?

    Nutz doch die KI dafür. Man kann da ja auch zig 1.000seitige Dokumente hochladen und auswerten lassen. Man muss halt einfach kritisch mit den Antworten sein oder eine gewisse Unschärfe akzeptieren.

    Mir ist hier im Forum ein Buch empfohlen worden: "eine kurze Geschichte von fast allem". Da geht es auch um sehr viel Quatsch, der wissenschaftlich bewiesen wurde und wird - was sich im Nachhinein als nonsense herausgestellt hat oder immer noch ambivalent diskutiert wird. Auf all diese Informationen kann die KI zugreifen und soll dann selbst auswerten welche wissenschaftliche Erkenntnis die richtige ist? Drollige Vorstellung.

    Und poste vor allem Deine neuen Erkenntnisse. Ich lese sowas ja auch gerne.

    Jep. Ich nutze via mammouth.ai die Sprachmodelle Mistral, ChatGPT, Gemini & Claude. Ich hab also 4 Meinungen zu meinen Ideen, Gedanken und Fragen ^^. Denen hab ich meine gesamte Lebensgeschichte unter geschoben und hab das auch mal als "Therapaut" mit meinen Daten als dritte Person rein gehackt. Es ist tatsächlich hoch interessant wie schnell eine KI eine komplett andere Strategie empfiehlt sobald man einen Info ändert, hinzufügt oder entfernt. Ich sehe das wie gesagt auch eher kritisch. Allerdings taucht die Störung von Neurotransmittern halt auch so in der Fachliteratur auf. Das muss auf einen selber nicht zutreffen. Aber es Hinweise geben. Und dann kann man selber natürliche Mittel ausprobieren und schauen was passiert. Und wenn es nur ein Ausschluss ist. Im Zweifel bringt es einen einen Schritt weiter.

    Zur Passionsblume: Ich hab Pascoflair und nehme aktuell 3 davon am Tag. Das ist kein Hammer, eher so ein sanfter, leichter und unterschwelliger in keinster Weise sedierender, beruhigender Effekt. Mir war wichtig, dass es keine Gewöhnungseffekte gibt und eine längere Einnahme als sicher gilt.

    Aktuell nehme ich kein Magnesium, weil mich das Magnesiumglycinat eher pusht als chillt. Sobald ich mit das Magnesiumtaurat ausprobiert habe, schreib ich über meine Erfahrung damit. Bin gespannt :).

    Dürfte ich das überhaupt, wenn ich Antidepressiva nehme? Ich weiß nur, dass ich zum Beispiel Johanniskraut nicht nehmen darf und auch ein Nahrungsergänzungsmittel, Fructophan heißt das glaub ich, das bei Fructose Intoleranz wirken soll , auch nicht, obwohl ich ja Fructose intolerant bin… anscheinend, weil es den Wirkstoff L Tryptophan enthält.

    Kennst du dich vielleicht mit solchen Dingen auch aus? LG Ciara

    Gut, dass Du das sagst! Leider kenne ich mich mit Wechselwirkungen von Mitteln wie z.B. Passionsblume oder Magnesiumtaurat zu Citalopram und Trimipramin nicht aus. Das kann leider nur ein Arzt beantworten.

    Es ist generell sehr wichtig nicht einfach irgendwelche Mittel zu nehmen. Man muss sich vorher informieren, notfalls in einen Bluttest investieren. Diese ganzen Nahrungsergänzungsmittel wollen halt auch nur ihre Produkte verkaufen :!:. Außerdem gibt es die verschiedensten Qualitäten von Nahrungsergänzungsmitteln. Da muss man zudem auch die Inhaltsstoffe genauer betrachten :!:.

  • Hast du das mit einem Arzt besprochen oder woher weißt du, was gut ist? 🤔

    Nein, ich hab die KI genutzt um potentielle Wechselwirkungen auszuschließen. Wenn ich jedes Mal zu einem Arzt gehen würde, wenn ich wieder eine Idee habe was ich noch alles versuchen könnte, müsste ich im Monat vermutlich einen vierstelligen Beitrag zur Krankenkasse zahlen. Moment, der Höchstbetrag ist doch bloß dreistellig. Egal, lassen wir das ^^.

    Ja, ich nehme Mirtazapin. Aber nur in einer sehr niedrigen Dosis wegen meiner Schlafstörungen (Ein- und Durchschlafen). Deshalb schaue ich da immer nach bevor ich etwas ausprobiere. Das ist aber im Fall von Mirtazapin etwas anderes als für Citalopram z.B., weil Mirtazapin im Vergleich ein ganz anderes Wirkspektrum hat. Soweit ich weiß ist Citalopram ein selektiver Serotonin Wiederaufnahmehemmer. Mirtazapin wirkt zwar auch serotonerg, aber eher schwach. Mirtazapin geht eher auf die Rezeptoren für Noradrelanin und Histamin. In meiner Dosis nennenswert eigentlich nur auf Histamin. Aber genau da wird es komplex. Deshalb lieber einen Arzt fragen. Wenn ich das für mich selber mache und meine, dass ich das für mich Verantworten kann: Okay, das ist mein Risiko. Im Zweifel frage ich aber auch lieber einen Arzt oder lasse es helt sein.

  • „Bei gesundheitlichen Fragen ist stets auf qualifizierte Fachkräfte zu verweisen.“

    Das hat Loner doch getan, alles gut, oder? Ich habe nichts von Ersatz Drogen etc. geschrieben, sondern einfach nur über die Medikamente, die ich seit zwölf Jahren verschrieben bekomme und einnehme. 🤷‍♀️und ich denke, dass Loner das Mirtazapin auch verschrieben bekommt… Sind Gaba, Passionsblume etc. Ersatzdrogen? LG Ciara

  • Ist ja alles ok bis jetzt. Grund der genannten Regel ist, dass Diskussionen wie diese nicht in eine Anleitung für Medikamentenmissbrauch oder gefährliche Selbstversuche abdriften. Das wäre der Fall, wenn wir vom eigentlichen Thread wegkommen und uns über unsere Rezepte austauschen und beraten. Wäre schade um den Thread.

  • Es ist tatsächlich hoch interessant wie schnell eine KI eine komplett andere Strategie empfiehlt sobald man einen Info ändert, hinzufügt oder entfernt. Ich sehe das wie gesagt auch eher kritisch. Allerdings taucht die Störung von Neurotransmittern halt auch so in der Fachliteratur auf.

    Deshalb ist es ja so interessant und auch mit Vorsicht zu genießen, verändere ich nur einen Parameter, ist das Ergebnis ein völlig anderes.

    Da auch die Botenstoffausschüttung (Neurotransmitter) nie gleich ist, stimmungsabhängig, nahrungsabhängig, ist auch das Ergebnis (im Körper) nie gleich. Lässt man auch div. Placeboeffekte nicht ausser Acht, ist das Wirrwarr komplett = alles ist möglich! Je mehr Variablen es gibt, desto diffuser wird es. Gamma-Aminobuttersäure ist nur ein Bestandteil von den unzähligen Beeinflussern unseres, alles bestimmenden Stoffwechsels.

    Eine Freundin schwört auf Schüsslersalze, eine andere auf Globoli, andere bevorzugen Nahrungsergänzungsmittel ... alle sind fest überzeugt von der Wirkung = es geht ihnen gut oder besser. Ist das nun Einbildung (Placebo) oder ... ???

    Das wird man wohl nur unter exakt gleichen Laborbedingungen, bei exakt gleichen Indivduen (Stoffwechsel) herausbekommen.

    Was für den einen Buster (Gaspedal) ist, lässt den anderen unberührt. Ich machte die Erfahrung, (auch) entscheident ist, woran man glaubt bzw. was man glaubt.

    Fürchte ich immer "den drohenden Rückfall", ähnlich einer selbsterfüllenden Prophezeiung, werde ich anfälliger, wie bei jeder Angst(störung). Bin ich dagegen gelassen/entspannt (nicht unachtsam), bin ich auch nicht so disbalanciert ... was meine Neurotransmitter angeht.

    Alkohol war immer ein gutes Entspannungs-/Betäubungsmittel, ein guter Neurotransmitterblockierer, das fehlt nun, das bemerkt man sehr deutlich am Anfang der Abstinenz -> daran muss sich der Körper/Gehirn erstmal gewöhnen. Beim Einen geht's scheller ... ich war nach ~ einem Jahr aus dem Gröbsten (Verzichtsgedanken, Suchtdruck, Zweifel) 'raus ... nach anderthalb ... zwei Jahren völlig entspannt/angstfrei, was Alkohol angeht.

  • Eine Freundin schwört auf Schüsslersalze, eine andere auf Globoli, (...) ... alle sind fest überzeugt von der Wirkung = es geht ihnen gut oder besser. Ist das nun Einbildung (Placebo) oder ... ???

    Bei Homöopathie und Schüsslersalzen kann man aber ganz sicher davon ausgehen, dass es Placebo ist - denn Sie enthalten keinen Wirkstoff. Nada - ZERO -Nüscht!

    Und deshalb ärgert es mich wahnsinnig, wenn die immer in einen Topf mit Phytotherapeutika oder NEMs geworfen werden.

    Beste Grüße Helga

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