Stationäre Therapie

  • Die Tage bis zum heutigen 1. Tag sind alles andere als leicht gewesen. 100te Telefonate, etliche Arzttermine, rechtliches klären, mit dem Arbeitgeber offen reden, das zu Hause regeln etc. etc.

    Die Nacht war durchwachsen, nur kurz geschlafen. Dann zeitig auf um zu den Öffis zu gelangen, Bus-Zug-Bus und dann noch 30 min. mit schweren Gebäck in die Klinik. Mit dem eigenen Fahrzeug ist es ja nicht erlaubt.

    Dann Gespräche, Untersuchungen, Gespräche und dann, endlich das Mittagessen 😉

    Danach aufs Zimmer das Handy leutet, nächstes Gespräch steht an...

    Es ist ein sehr kleines Zimmer, was man zu zweit teilt, das WC und die Dusche muß durch 4 geteilt werden. Oje, was hat mich bis hierher geritten.

  • Oje, was hat mich bis hierher geritten.

    Mehr wie "Oje" ... fällt mir da auch nicht ein, wenn ich deine Erzählung lese. Da kann man nur hoffen, dass es besser wird.

    Bin gespannt, wie und ob du dich einlebst. Wie sind deine Mitstreiter so drauf? Was tut man so mit dir, bzw. was darfst du/ihr dort tun? 👋

  • Tag 2 die Nacht war schrecklich, der Zimmerkolege hat so laut geschnarcht, dass ich erst nach 3 eingeschlafen bin.

    Frühstück und ab zu den vereinzelten Therapien. 1x eine Gruppe, war recht angenehm. Dann noch eine Hausführung wo sie mir alles gezeigt haben um die Langeweile, nennt sich Beschäftigungstherapie, zu umgehen. Für mich ist da nicht viel dabei, das meiste mache ich jeden Tag in meiner Arbeit. Danach hatte ich noch gleich mit zwei Psychologen Einzelsitzungen, die sind richtig gut.

    Im gesamten Haus stinkt es nach Zigaretten, gefühlt jeder raucht und es gibt noch einen Raucherraum von wo sich der Gestank noch besser im Haus verteilen lässt.

    Ausgehzeiten sind richtig scharf geregelt, immer nur kurz und nach der 4ten Woche, 2 mal mit Übernachtung. Wenigstens habe ich mir eingehandelt, dass ich ab Samstag jeden Tag für 1 Stunde zum laufen raus kann. Ansonsten währe das auch nur eine halbe Stunde.

  • Nobs ich kann da nicht mitreden, ich war nie in so einer Therapie. Nimm alles mit, was dir hilft. Wie wär’s mit Ohrstöpsel nachts? Nutze die Zeit dort um dich mit dir auseinandersetzen und deine Abstinenz zu sichern. Ich hoffe, dass sich viel Nützliches für dich zeigt und du dich reflektieren kannst.

    Bestimmt können sich da einige andere hier besser mit dir austauschen bezüglich dem Klinikaufenthalt.

  • Emily ist bei mir auch das 1. mal, und das Letze mal zugleich. Ich werde alles daran setzen, um mein Leben nüchtern zu meistern.

    Tag 3 Vormittag eine 3 min. kurze Visite, ob ich die brauche oder nicht, zumindest sind es zwei sympathische Damen. Den restlichen Vormittag verbringe ich mit mir dem Handy, Google etc.

    Am frühen Nachmittag wollte ich in den Turnsaal um ein wenig zu steppen, wurde dann aber gleich wegen einer Gymnastikgruppe verjagt. Also, raus kann ich nicht, im Haus ist Sport, außer Treppensteigen, nicht möglich, somit bleibt mir wieder nur das Handy.

    Am späteren Nachmittag zeigt mir dann endlich eine Junge Dame vom Personal (ich weiß nicht mal wie die heißen, sind es Betreuer oder was, ist aber egal) auf einer Töpferscheibe zu drehen. Nach einer halben Stunde ließ sie mich dann alleine. Und nach 2 Stunden, hatte ich meine ersten 5 Tasse fertig, natürlich bei weiten noch nichts zum vorzeigen. Das beste aber war dann, dass eine Frau mich gefragt hat, ob ich ihr das nicht morgen zeigen könne.

    Somit hat der Tag doch noch sehr viel positives gebracht.

  • Somit hat der Tag doch noch sehr viel positives gebracht.

    Das stimmt, denn du bist an dem Tag nüchtern geblieben. Das ist das allerwichtigste überhaupt. Je mehr Tage du nüchtern bist, desto stabiler wird deine Abstinenz. Also war der Tag sehr positiv. Kannst dich ja auch einfach ausruhen und entspannen. Zuviel am Handy ist auch nicht so das wahre. Dann lieber Treppensteigen als sportliche Betätigung. Kannst ja auch für uns alle hier Forumstassen töpfern. 👍

  • Hallo Nobs ,

    von meiner Seite ein Danke, dass du deine Erfahrungen und Gedanken mit der stationären Therapie mit uns teilst. Für den einen oder anderen, der sich vor einer vergleichbaren Situation befindet, könnte das möglicherweise interessant sein.

    Ich kann bezüglich eines solchen Aufenthaltes nicht mitreden, denn ich war, als ich aus meiner Alkoholabhängigkeit ausstieg, nicht in stationärer Therapie und von den diversen Aufenthalten meines Vaters in vergleichbaren Kliniken wie deine, weiß ich zu wenig. Und selbst wenn ich mehr darüber wüsste, wäre das längst nicht mehr aktuell, weil das in den 70er und 80er Jahren war. Was ich ansonsten darüber weiß, habe ich mir angelesen, das ist aber mit persönlichen Erfahrungen in einer entsprechenden Klinik nicht vergleichbar.

    Ich war aber wegen schwerer Depressionen vor ein paar Jahren in einer Klinik und das, was du bislang geteilt hast, erinnert mich an meine Anfänge dort. Ich war auch in einem Doppelzimmer untergebracht, wir hatten aber immerhin ein eigenes kleines Bad für uns zwei. Im Nachbarzimmer waren drei Patienten untergebracht.

    Bei mir war der Therapieplan in der ersten Woche so gut wie leer, außer Wassertreten vor dem Frühstück, Morgenrunde mit allen Patienten, bei der wir einer nach dem anderen kurz unser jeweiliges Befinden beschreiben sollten und einem Arztgespräch war da nichts. Erste Therapie-Angebote setzen meiner Erinnerung nach erst ab der zweiten Woche ein und auch in der zweiten war das noch sehr wenig.

    Man erklärte mir damals, dass das absichtlich sei. Ich sollte erstmal ankommen. Das ist bei Depressionen vielleicht auch wichtig und richtig.

    Ich kann aufgrund dessen, was ich über Suchterkrankungen weiß, nur vermuten, dass sich das auch bei Suchterkrankungen ähnlich verhält.

    Ich durfte immerhin auf dem Klinikgelände spazieren gehen, musste mich dafür nur jedesmal im Büro des Stationspersonals ab- und wieder anmelden. Nur einmal, als es mir psychisch überhaupt nicht gut ging, verbot man mir, die Station zu verlassen. Ich hatte dafür herzlich wenig Verständnis und war stinksauer. Ich wusste zwar, warum sie das taten, denn sie trugen in gewisser Weise Verantwortung für mich, aber ich fühlte mich entmündigt.

    Nachdem sich der schwer depressive Zustand, in dem ich mich zum Zeitpunkt der Aufnahme befand, allmählich besserte, konnte ich die viele freie Zeit nach und nach für mich nutzen. Ich war im Grunde ja schon immer ein kreativer Mensch gewesen.

    Rauchen durften die Patienten dort nur draußen auf einer Dachterrasse. Es war ihnen gestattet, weil man eben nicht alle Baustellen auf einmal angehen kann. So stank es auf der Station nicht nach Zigarettenrauch.


    Ich wünsche dir, dass du dort das mitnehmen kannst, was du für dich brauchst. Dass die Einzelsitzungen mit gleich zwei Psychologen richtig gut waren, hört sich vielversprechend an.


    Viele Grüße

    AmSee

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Hallo Nobs,

    das klingt ja alles sehr überschaubar ... wie kann man sich da beschäftigen, den ganzen Tag? Seine Freude zum Treppensteigen zu entdecken, kann ja nicht gerade das Ziel sein oder doch?

    Gibt es da wenigstens Bücher?

  • Seine Freude zum Treppensteigen zu entdecken, kann ja nicht gerade das Ziel sein oder doch?

    Nee, ich bezweifle sehr, dass das das Ziel ist.

    Vielleicht erfährt Nobs ja im Laufe der Zeit, ob es Gründe gibt, warum man das dort so handhabt, und teilt diese Gründe mit uns?

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Hallo Nobs

    Ich war 2004 vier Monate stationär. Die erste Woche war sehr hart, körperlicher Entzug und zusammen mit psychisch Kranken aller Art in der Geschlossenen. Dabei hatte ich doch nur zuviel getrunken, haha 😉

    Was ich sagen will, lass dir Zeit, anzukommen, und fixiert dich nicht auf die Sachen, die dich stören. Ich hatte auch allerhand seltsames Zeugs gebastelt, so sehr, dass die Kunsttherapeutin mich mal zur Seite nahm und mit mir darüber reden wollte...

    Lass dich einfach darauf ein, denn vergiss nicht, das ist dein Start in ein besseres Leben

    Gruss

    Tom

  • Hallo Emily

    Das stimmt, denn du bist an dem Tag nüchtern geblieben. Das ist das allerwichtigste überhaupt.

    Vollkommen richtig, ein Tag zum anderen, obwohl ich die Tage nicht zähle.

    Hallo AmSee13

    Man erklärte mir damals, dass das absichtlich sei. Ich sollte erstmal ankommen. Das ist bei Depressionen vielleicht auch wichtig und richtig.

    so ungefähr wurde es mir/uns auch gesagt, allerdings glaube ich das nicht, Was soll sich bis Woche 8 ändern wenn nichts da ist.

    Hallo Paul

    Seine Freude zum Treppensteigen zu entdecken, kann ja nicht gerade das Ziel sein oder doch?

    Das wird so sein. Laut Psychologe XY sind bei ihm bis zur Ende der Therapie schon viele gestandene Männer mit bemalten Seidentücher gekommen.

    Hallo Tom und alle anderen

    und fixiert dich nicht auf die Sachen, die dich stören.

    Mich stört es nicht, ich will nur ganz real meine Sichtweise darstellen. Sollte es anders rüberkommen, bitte einfach sagen. Ich beschönige nichts und werde auch nichts weglassen.

    Tag 4

    Wegen dem abholzen der Wälder vom Zimmerkollegen, hatte ich wieder eine lange Nacht mit viel TV, da ich aber nun schon recht früh einschlafe, dann in der Nacht mal TV schaue und in der Früh wieder gut schlafe, fast zu gut denn ich hätte fast das Frühstück verpennt, ist das zur Zeit OK. Für die Mahlzeiten haben wir genau 1/2 Stunde zeit, dann wird abgeräumt.

    Heute hatte ich mich für eine halbe Stunde Walken angemeldet. Ich leicht bekleidet, mit Stöcke, der Rest der Truppe mit Pelzmantel und co. , es wahren auch minus Grade. Nach dem Spaziergang wusste ich warum alle so dick angezogen wahren, da währe jeder alte Mensch mit Rollator mitgekommen. Mir wurde spätestens nach der heißen Dusche dann auch wieder warm.

    Dann wieder ein Gruppentherapie, auffallend ist, dass viele lieber über die Bierpreise, Gasthaussterben, wegfallen von Saufkollegen... jammern. Aber es gibt da dann auch noch anderer, die positiv in die Zukunft schauen. Und genau mit solchen Leuten bin ich dann ins Gespräch gekommen. Den restlichen Tag und Abend habe ich dann mit Töpfern und ein wenig steppen verbracht.

    Wenn ich das alles vorher gewusst hätte, dann würde ich wieder gehen, allerdings anders einpacken. Weniger Gewand dafür eventuell einen Helikopter-Bausatz oder so.

  • Was soll sich bis Woche 8 ändern wenn nichts da ist.

    Das fragte ich mich auch, als ich in einer ähnlichen Einrichtung war, zugegeben ich war schon immer ungeduldig.

    Du kannst doch nur aus dem etwas machen, was möglich ist ... vielleicht wirst du ja auch ein begnadeter Seidentuchmaler oder Tassentöpferer, endeckst die Fachbibliothek und bildest dich weiter, Meister im Treppensteigen oder begeisterte Gymnastik-Queen, nutzt permanent Sauna, Schwimmbad, Tischtennisplatte - falls vorhanden oder baust doch einen Helikopter zusammen.

  • So, ich muss mich jetzt mal einklinken. Nobs Ich war acht Wochen im Entzug und dann noch fünf Monate in der ReHa. Der Entzug ist kein Entertainmentprogramm, sondern dazu da, dass du mal was runterfährst und zu dir kommst. Raus aus der Ablenkung, hin zu dir selbst. Schraub deine Erwartungshaltung was runter und schau mehr in dich hinein, wie es DIR geht und nicht, was die Umgebung alles macht. Allein deinen Worten kann ich entnehmen, dass du noch nicht angekommen bist und dich vor allen Dingen auch noch nicht richtig eingelassen hast. Du bist skeptisch, weil du die Sinnhaftigkeit der Maßnahme in seiner Form und den Mehrwert für dich noch nicht erkennen kannst. Verstehe ich. Aber das kommt mit der Zeit. Da wird sich noch Einiges tun. Meine Güte, immer diese Erwartungshaltung. 😅 Für mich war der Entzug plus Reha der Ausstieg. Seitdem bin ich nüchtern seit über drei Jahren und auch kein Rückfall. Es kommt drauf an, was man draus macht. Auch aus der Langeweile.

    Und wenn dein Zimmernachbar so krass schnarcht, würde ich mich um einen Zimmerwechsel bemühen. Guter Schlaf ist wichtig, gerade im Entzug, wo bei Vielen die Schlafprobleme wieder hervortreten, die sie zuvor mit dem Alkohol therapiert haben.

  • Nobs Ich denke, du meinst mich. Ah ok, also ist das ähnlich wie die ReHa der Rentenversicherung angesiedelt. Weil diese Erwartungshaltung aus deinen Worten herausklingt. 🤷‍♀️ Ganz einfach. Deine Worte erinnern mich an mich selbst und wie ich da reingegangen bin. Ich war richtig heiß drauf jetzt loszulegen, Erfolge zu erzielen…zu performen. Aber so funktioniert Therapie nicht.


    Ich gehe davon aus, dass das deine erste Maßnahme dieser Art ist und du bislang keine Vorstellung davon hast, wie Therapie funktioniert. Ging mir auch so. Trust the process…gibt einen Grund, weshalb es viel Leerlauf gibt. Die Patienten bringen auch sehr unterschiedlichen Voraussetzungen mit…als funktionale Alkoholikerin hatte ich keine Probleme mich lange und konzentriert mit Handarbeiten oder Whatever zu beschäftigen. Es gab aber auch welche, die konnten sich nicht mal 10 Minuten am Stück konzentrieren und den Fokus halten. Die wirkliche Therapie fand mE auch außerhalb der eigentlichen Therapiemaßnahmen statt. Wenn die Patienten sich unterhalten, wenn man Ruhe und Leerlauf einkehrt…dann holt einen viel ein. Ich hab mich damals durchaus schwer getan, dass ich nun monatelang in solch einer Einrichtung saß mit teils wirklich traurigen Gestalten. Aber von denen kann man viel lernen. Und wenn die Lehre ist, dass man auf keinen Fall dorthin kommt, wo diese Personen sich befinden.

    Die nassen Gespräche zwischen den Patienten sind normal. Das Suchtmittel ist nah dran, das Suchtmittel hat einen lange etwas gegeben. Damit ist es nun vorbei, es ist ein bisweilen wehmütiger Abschiedsprozess. Aber es sollten auch nicht nur diese nassen Gespräche geführt werden. Bei uns wurde da dann auch von Therapeutenseite mal eingegriffen, wenn da zu viel Glorifizierung einsetzte.

  • Hallo Nobs,

    ich glaube auch, du meinst Bighara.

    Als ich bei einer Reha-Massnahme war, auch kein Entzug, hatte ich natürlich eine Erwartungshaltung, ich wusste zwar nicht was ich erwartete, doch ich war dermaßen unterfordert, unterbeschäftigt, auch gelangweilt, dass ich es nur schwer ertragen konnte ... Ruhe, Alleinsein = beschäftigungslos, musste ich erst lernen, in einer völlig fremden Umgebung mit arg begrenzten Mittel, fiel mir das sehr schwer. Zum Glück gab es Bücher, also las ich, fast den gesamten Tag, die "Beschäftigungsprogramme" forderten mich eher wenig, zumal man fast alles allein zu absolvieren hatte, auch das Klientel war für mich sehr gewöhnungsbedürftig. Vielleicht lag es auch daran, dass ich schon immer ein "ADHS-Kind" war und Beschäftigung brauche und sei es nur geistige (???). Mich auch mal auspowern muss.

  • Paul das klingt ganz nach mir. Bis auf die Erwartungshaltung, ich bin hierher gekommen, ganz ohne Erwartung, ich habe das mit den Beratern im Vorfeld so kommuniziert und gesagt, ich schaue mir das ganze mal an und werde dann, für mich das beste mitnehmen.

    Hallo Nobs,

    ich glaube auch, du meinst Bighara.

    Als ich bei einer Reha-Massnahme war, auch kein Entzug, hatte ich natürlich eine Erwartungshaltung, ich wusste zwar nicht was ich erwartete, doch ich war dermaßen unterfordert, unterbeschäftigt, auch gelangweilt, dass ich es nur schwer ertragen konnte ... Ruhe, Alleinsein = beschäftigungslos, musste ich erst lernen, in einer völlig fremden Umgebung mit arg begrenzten Mittel, fiel mir das sehr schwer. Zum Glück gab es Bücher, also las ich, fast den gesamten Tag, die "Beschäftigungsprogramme" forderten mich eher wenig, zumal man fast alles allein zu absolvieren hatte, auch das Klientel war für mich sehr gewöhnungsbedürftig. Vielleicht lag es auch daran, dass ich schon immer ein "ADHS-Kind" war und Beschäftigung brauche und sei es nur geistige (???). Mich auch mal auspowern muss.

  • Ich gehe mal genau darauf ein:

    ich war dermaßen unterfordert, unterbeschäftigt, auch gelangweilt, dass ich es nur schwer ertragen konnte ... Ruhe, Alleinsein = beschäftigungslos, musste ich erst lernen, in einer völlig fremden Umgebung mit arg begrenzten Mittel, fiel mir das sehr schwer.

    Das mag sein, dass das einem Menschen mit ADHS noch schwerer fällt als einem „normalen“ Menschen, aber denkbar ist, dass genau das zur Therapie dazugehört.

    Denke ich an die vielen Gründe, aus denen Selbstbetroffene sich mit Alkohol selbst behandelt haben, oft Überforderung, manchmal auch Unterforderung, sehe ich die Möglichkeit, dass die einen erstmal von ihrer Überforderung runterkommen und bei denen anderen ihr Problem sehr klar zu Tage tritt. Wenn sie in der Einrichtung gute Psychologen haben, dürfte das eine wie das andere im Laufe der Zeit Thema werden.

    Was soll sich bis Woche 8 ändern wenn nichts da ist.

    Was meinst du damit?

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

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