Ist es schon zu spät, oder kann man das noch retten?

  • Nüchtern Karaoke singen…davon bin ich völlig high geworden. 😅 Was aus der Komfortzone rausgeht, das sorgt für Erleben bei mir. Ansonsten in Verbindung mit andere Menschen gehen…Deep Talk erzeugt bei mir auch immer ein mega gutes Gefühl. 🥰 Ich war letzte Woche beim Fußballspiel, stand bei den Ultras, es hat in Strömen geregnet…aber irgendwann es alles scheiss egal, die Kontrolle ist gewichen und ich hatte den Spaß meines Lebens. Hab nachher sogar die Fangesänge mitgegröhlt und den Schiri beschimpft. 😂👌🏻 War richtig richtig gut. Go with the Flow!

  • So, ich melde mich auch mal wieder.
    Ich habe am Freitag getrunken. Nachdem mir das Nüchternsein nicht den größten Spass gemacht hat, hab ich gedacht: Betrunken sein is super. Mach ruhig. Hast ja jetzt drei Wochen nicht gesoffen.
    Tja und was passierte: Die erhoffte erlösende Entspannung blieb aus. Ich fands kacke. Tatsächlich hätte ich nüchtern mehr Spass gehabt und eine Kopfhautmassage hätte mir tausendmal mehr Entspannung gebracht. Hinzu kam, dass mir keines der Getränke geschmeckt hat-obwohl ich den Geschmack eigentlich liebe.

    Das Ergebnis war n kurzer Abend an dem ich mich permanent unwohl gefühlt habe und ein Kater, der sich gewaschen hatte.

    Ich hab keine Ahnung wo das herkommt. Ich hab Alkohol, seinen Geschmack, seine Wirkung immer gemocht. Aber tatsächlich fand ichs nur gruselig. Nicht nur den Tag danach, sondern den Abend selbst auch.
    Das Zeug war immer zuverlässig, aber diesmal hat es absolut gar nichts gebracht ausser ein scheiß Gefühl.
    Is sowas normal?

  • So, ich melde mich auch mal wieder.
    Ich habe am Freitag getrunken. Nachdem mir das Nüchternsein nicht den größten Spass gemacht hat, hab ich gedacht: Betrunken sein is super. Mach ruhig. Hast ja jetzt drei Wochen nicht gesoffen.
    Tja und was passierte: Die erhoffte erlösende Entspannung blieb aus. Ich fands kacke. Tatsächlich hätte ich nüchtern mehr Spass gehabt und eine Kopfhautmassage hätte mir tausendmal mehr Entspannung gebracht. Hinzu kam, dass mir keines der Getränke geschmeckt hat-obwohl ich den Geschmack eigentlich liebe.

    Das Ergebnis war n kurzer Abend an dem ich mich permanent unwohl gefühlt habe und ein Kater, der sich gewaschen hatte.

    Ich hab keine Ahnung wo das herkommt. Ich hab Alkohol, seinen Geschmack, seine Wirkung immer gemocht. Aber tatsächlich fand ichs nur gruselig. Nicht nur den Tag danach, sondern den Abend selbst auch.
    Das Zeug war immer zuverlässig, aber diesmal hat es absolut gar nichts gebracht ausser ein scheiß Gefühl.
    Is sowas normal?

    Das freut mich ehrlich gesagt, dass du das Trinken so empfunden hast. So wie du schreibst, hat der Alk dir gar nicht gut getan und nüchtern ist es besser.

    Auch wenn jemand wie du was trinken kann und auch wieder aufhören kann, dann finde ich das besonders interessant wie du das im Vergleich siehst. Ich habe bei dir nicht alles gelesen, aber ich meine mich zu erinnern, dass du gar keine Alkoholikerin bist und dir nur ab und zu am Wochenende die Kanne gibst.

    Wie ist das denn bei dir, kannst du wenn du möchtest nur 2 Gläser trinken? Und dann einfach was alkoholfreies?

    Danke fürs Teilen. Finde ich wirklich gut 👍

  • Blackisbeautiful Ich hab das mal was sacken lassen…Bewusstsein schaffen, ist ein zweischneidiges Schwert. Du hast es gecheckt und bist dir nun dessen bewusst, was du da treibst. Das nimmt dir die Freude daran. Ganz drastisch ausgedrückt: Nicht der Alk ist das Problem, sondern deine Lebensumstände. Und die kannste dir jetzt nicht mal mehr schön saufen, weil du gemerkt hast, dass das nicht funktioniert. Nun ist‘s vorbei mit dem Selbstbetrug. 🤷‍♀️ Und deswegen macht der Suff dir auch keinen Spaß mehr. Du siehst jetzt mehr den negativen Impact als die positiven Effekte.

  • Emily Tatsächlich hab ich noch nie getrunken wenns nur 2 Gläser sein dürfen. Dann trink ich lieber gar nicht. Also ich trinke weder das berühmte Gläschen zum Essen, noch den Sekt zum Anstoßen bei Jubiläen oder so. Daher trinke ich halt auch nie in der Woche. Auch nicht, wenn ich am nächsten Tag frei hab. In der Woche ist meine rote Linie. Und jedes Wochenende so wie neulich ist auch n No-Go.
    Bighara : jap, das wirds wohl sein. Ich jab meinen Papa mal wieder mit RTW ins Krankenhaus schicken müssen. Dann meine Ma versorgen. Nach 4 Tagen Daueranspannung hab ich dann mein übliches Entspannungsritual abgefackelt mit dem Ergebnis, dass es nicht mehr wirkt. Und das find ich gut so.

  • Ob ich Alkoholikerin bin, weiss ich ehrlich gesagt nicht. Ich glaube eher nicht,aber ich hab durchaus n riskanten Konsum, weil ich das Zeug instrumentalisiere. Ich hab auch nie irgendwie Entzugserscheinungen oder am Folgetag gekontert. Ausser in Willingen, da gehört das irgendwie dazu. Aber da muss ichs mir dann auch echt reinprügeln und steige dann meist ziemlich schnell auf Nicht-alkoholisches um, während sich die Welt um mich herum ins Nirvana trinkt. Irgendwas in mir macht n Cut, wenns reicht.

  • Tippe mal darauf, dass sich dein Entspannungsritual auch eher erbärmlich als entlastend angefühlt hat?!

    Jetzt musste halt schauen, ob du es hinbekommst dich auf andere Art und Weise zu entspannen. Wenn dir das schwer fällt und du dich trotzdem immer wieder in den Alkohol flüchten solltest, dann weißte Bescheid. 🤷‍♀️

  • Ich jab meinen Papa mal wieder mit RTW ins Krankenhaus schicken müssen. Dann meine Ma versorgen. Nach 4 Tagen Daueranspannung hab ich dann mein übliches Entspannungsritual abgefackelt mit dem Ergebnis, dass es nicht mehr wirkt. Und das find ich gut so.

    Hallo BiB,

    das kenne ich sehr gut. Bis Oktober letzten Jahres hatte ich auch noch beide Elternteile zu versorgen beziehungsweise zu betreuen und mich um die Angelegenheiten der Pflege zu kümmern. Jetzt habe ich nur noch meinen Papa, um den ich mich kümmere. Mein letzter „Rückschlag“ war auch wegen mehrerer RTW Einsätze und Sorgen um ihn 😔. Geholfen hat es mir nicht…

    LG Ciara

  • Bighara Ja, ab und zu find ichs sogar legitim. Mir wars einfach zu oft und da jetzt auch die sonst bekannte geschätzte Wirkung ausblieb, geh ich vermutlich eher zur Kopfhautmassage über, statt mich regelmäßig volllaufen zu lassen.
    Hat auch positive körperliche Effekte. Mein Körperfettamteil sinkt kontinuierlich, vor allem der Bauch ist deutlich weniger und der zu überwindende Schweinehund ist merklich zahmer geworden.

  • Nächstes Wochenende nach einer stressreichen Woche. Heute fällts mir schwer. Bestes Wetter, ich würd soooo gern. ABER da ich weiß, dass es mir weder schmeckt, noch wirkt, gehts nach ner Fantaschorle ab zum Sport. Abnahme in 4 Wochen 3,5 kg. Undzwar lt Körperanalysewaage ausschliesslich Fett weg, Muskeln oben drauf. Aus dem leichten 4-Pack ist ein gut sichtbares geworden. Das ist unglaublich motivierend! Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich in meinem Alter nochmal so schnell in Schuss kriege.

  • Kommt noch, jetzt ist es erstmal wichtig für dich weiter nüchtern zu bleiben. Das hat oberste Priorität.

    Ich seh das auch so mia Deine seelische Gesundheit ist jetzt wichtig. Sei freundlich zu Dir. Iss auch einfach ein Eis oder einen Keks, faulenze, sportel oder setz Dich vor die Glotze. Alles ist besser als saufen.

    Beste Grüße Helga

  • mia Wenn Verbesserung der Körperform für Dich n zusätzlicher Motivator zum nüchtern bleiben sein kann, warum nicht.

    Ich diäte und sporte so wie ich saufe: Extrem. Wenn, dann am Limit. Gottseidank ist das bei Sport und Ernährung gesund😅

    Naja....

    Meine Abstinenz begann auf den Tag Heute vor 7 Monaten. (Rückfälle nach 3 Monaten. )

    Ich mache Sport, nutze das Fahrrad viel öfter, das Nordic walken mit einer Stunde, die Bude bekommt viel mehr Aufmerksamkeit. Bewegung ist viel mehr da als vorher.

    Wie ich soff gab es kaum mal etwas süßes oder Knabberzeugs. Jetzt ja 😥. Habe da schon manchmal Angst wegen Suchtverlagerung.

    Bin letzte Woche deswegen auch mit diäten angefangen, vielleicht spielte das auch in meinen Tag gestern mit ein. Abstinenz vom Alkohol und nun auch keine Naschies mehr. Vielleicht alles noch zuviel an NEINS. Ich weiss es nicht.

    Hatte aber wirklich gedacht, dass die Sektkugel mit Beginn der Abstinenz schnell verschwindet, nichts da, die hält sich wacker.

  • mia Gib dir was Zeit. Ich hab 10 kg abgenommen, nachdem ich‘s Saufen aufgehört habe. Ich hab bald mein 3. Jahr ohne Alk voll. Das war aber ein Prozess und hat ein Jahr gedauert. Bin Anfang 40 und da ist der Stoffwechsel auch nicht mehr so fix. Dann hab ich vor 1 1/2 das Rauchen aufgehört und dann ging das Gewicht auch wieder um die 10kg hoch. Es ist halt so. Wenn dir das Naschen zur Zeit hilft, dann mach‘s. Es geht um die Balance und dass du dir selbst in den Spiegel schauen kannst. Abstinenz ist kein Wettbewerb.

  • Also, das Abnehmen war ein Prozess von einem Jahr, nicht die Abstinenz. 😅 Ich find, man sollte einen Schritt nach dem anderen gehen. Wenn man zu viel auf einmal will, dann geht das in der Regel nach hinten los. Kümmere dich darum, dass du stabil wirst und der Rest kommt von ganz allein. Ums Gewicht kannste dich dann immer noch kümmern. Du hast doch jetzt auch mit Bewegung angefangen…schau doch erstmal, was das in nächsten Wochen mit dir und deinem Körper macht, wenn du da am Ball bleibst. Ich bin auch echt kein geduldiger Mensch, aber tatsächlich soll Geduld ja auch ne Tugend sein. 😉

  • Hallo mia ,

    Habe da schon manchmal Angst wegen Suchtverlagerung.

    ich hab das selbst im anderen Forum so erlebt, dass „Suchtverlagerung“ immer mal wieder ein Thema war und davor gewarnt wurde.
    Ich persönlich habe das eher als Angst schürend, denn als befreiend empfunden.

    Es ist doch so, dass so Vieles auf einen einstürmt, wenn man aus der Dauerbetäubung durch Alkohol heraustritt. Und damit muss man erstmal umgehen lernen. Sich da noch zusätzlich Druck zu machen, finde ich wenig hilfreich.


    Und Angst vor allem Möglichen, Angst vor „Suchtverlagerung“ auf etwas mehr Nascherei finde ich persönlich kontraproduktiv.

    Du bist gerade dabei herauszufinden, was du wirklich brauchst. Hab etwas Geduld mit dir. Wenn die Nascherei dir etwas hilft, was spricht denn dagegen? So, wie ich das bei dir so mitbekomme, bleibt es nicht dabei, sondern du begibst dich weiterhin auf Entdeckungsreise für dich zu sorgen. Es ist schließlich noch kein Meister vom Himmel gefallen.

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

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