Meine Gedanken kreisen grad permanent um Alkohol. Allerdings, weil ich mich für das Thema jetzt interessiere und irre viel hier in dem Forum rumstöbere.
das ist nicht direkt das, was ich meinte, wobei ich auch das ziemlich gut kenne, wie es dir gerade mit dem Thema geht.
Ich habe am Anfang auch alles gelesen, was ich in die Finger/ vors Auge bekam. Das Thema hatte mich gepackt und typisch für mich bin ich da sehr intensiv herangegangen. Mein Arzt meinte mal zu mir, ich würde aus allem, was mich interessiert, eine Doktorarbeit machen. 😅
Warum ich das erzähle: Sowas hat seine Vorteile, aber auch seine Nachteile. Ein Nachteil liegt in der Überforderung. Und ich selbst hab mich, wie ich dann feststellen musste, tatsächlich überfordert.
In den Momenten, wo ich das nicht tue (also bei der Arbeit ausserhalb der Pause oder beim Sport), denke ich nicht an Alkohol.
Vielleicht ist das bei dir tatsächlich so, vielleicht täuschst du dich aber auch darin.
Ich selbst hab mich lange getäuscht und war mir sicher, kein Alkoholproblem zu haben. Erst im Nachhinein hab ich erkannt, dass ich schon lange, bevor‘s mir bewusst wurde, ein Alkoholproblem hatte.
Warte mal das halbe Jahr ab, wie‘s sich mit Gedanken an Alkohol verhält, beobachte das.
Ich habe so viele Geschichten hier gelesen, vor allem im EKA Bereich. Das hats mir grad irgendwie verlitten.
Kann ich gut nachvollziehen.
Ich bin ja selbst ein EKA, hat mich trotzdem nicht davon abgehalten, dem Alkoholmissbrauch zu verfallen. Was ich hier dann so gelesen habe, hat mich zum einen erinnert, wie‘s bei mir zuhause war, es hat mich aber auch erschüttert, weil ich nicht nur meinem Vater, sondern teilweise auch mich in den von Angehörigen geschilderten süchtigen Partnern wiedererkannt habe.
Wenn du dich mit den Schattenseiten des Alkoholmissbrauchs beschäftigst, wird dir ganz anders. Und du siehst das, was um dich herum so geschieht, mit anderen Augen.