• Ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen…

    Ich bin weiblich, 44 Jahre alt, liiert und habe einen 6jährigen Sohn. Auch habe ich einen guten Job in Teilzeit, ein Haus und Hobbys. Bis jetzt noch. Wenn ich so weiter mache, werde ich das alles verlieren.


    Ich konsumiere seit ca 14 Jahren missbräuchlich, die letzten 10 Jahre süchtig. Hatte in den letzten 2 Jahren immer mal wieder versucht aufzuhören. Mit dem Programm von Nathalie Stüben. Mal waren es so 130 Tage, dann wurden die Abstände immer geringer und das letzte halbe Jahr geht gar nichts mehr. Trinke täglich und bin inzwischen auch krankgeschrieben.

    War bei meiner Psychiaterin, der Suchtberatungsstelle. Ich brauche einen stationären Entzug. Habe mich nun schon bemüht und würde gerne in die Lifespring Privatklinik. Hat da jemand Erfahrung mit? Da diese Woche meine Psychiaterin Urlaub hatte, habe ich den für die Kostenübernahme PKV / Beihilfe benötigten Arztbrief noch nicht. Somit bin ich momentan ziemlich lost.

    LG Sylvie

  • Hallo und Willkommen hier.

    Es ist schon mal toll, dass du erkannt hast, dass du zuviel Alkohol konsumierst und nicht mehr damit aufhören kannst. Das ist ein wichtiger Faktor. Bestimmt kann dir hier weitergeholfen werden. Ich war gar nicht in einer Klinik, deshalb kann ich da leider nichts dazu sagen.

    Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg.

  • Hallo und Willkommen, Sylvie,

    Danke für deine kurze Vorstellung. Ich schalte dich gleich für den Austausch im öffentlichen Bereich frei und verschiebe deinen Vorstellungsthread in das entsprechende Unterforum.

    Soweit mir das bekannt ist, gibt es hier keinen Nutzer, zumindest keinen aktiven Nutzer, der oder die Erfahrungen mit dieser Klinik hätte. Der Name ist hier meines Wissens nach bislang nicht vorgekommen.

    Nutzer mit Erfahrungen zu klinischem Entzug gibt’s aber grundsätzlich schon.

    Wünsche dir ein gutes Ankommen und einen hilfreichen Austausch hier.

    Freundliche Grüße

    AmSee (als Moderatorin)

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Hallo Sylvie-Dodo

    Willkommen zum Austausch

    Ich finde es gut das du es "anpacken" willst. Zu Therapien kann ich nur aus zweiter Hand was sagen da dieser Kelch an mir vorüberging. Ich habe mir jedoch die Seite von lifespring jetzt am Abend mal kurz überflogen und naja, ich weiss ja nicht wie so Suchtkliniken ihre Internetpräsenz darstellen aber meine Erfahrungen raus aus der Alkspirale spiegelt die Seite nicht.


    Da stehen so Sachen wie:
    Der Speiseraum hat einen direkten Zugang zur weitläufigen Terrasse. Jeden Morgen wartet ein großes Frühstücksbuffet auf Sie, und mittags haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Menüs von unserem Gourmet-erprobten Koch.


    Also irgendwie sowas was ich mir von einem Urlaubsprospekt erhoffe jedoch nicht unbedingt von einer Suchtklinik. Mein Weg war knallharte Konfrontation mit all den vielen Sachen die ich mein ganzes Leben versteckt hatte. Bei zuviel Sanftheit wäre ich wohl weiterhin in einem Schlaf der Illussionen verblieben und hätte kaum die Chance gehabt aus meinem selbstgezimmerten Gefängnis herauszukommen.


    Doch das ist jetzt mal nur eine kleine Reflexion meinerseits die nichts zu bedeuten hat. Mach dich auf dem Weg und probier es aus. Wie es doch so schön heisst: "Wenn du bereit bist ist die Tür immer offen".

    Einen schönen Abend noch
    Brant

  • Guten Morgen Sylvie,

    erstmal herzlich Willkommen und einen regen Austausch wünsche ich dir hier. Gut, dass da bist und auf die geballte Wissenskompetenz hier zurückgreifen möchtest.

    Ich bin Anfang 40, habe auch einen Sohn und war auch vor zwei Jahren im Entzug und habe danach noch eine ReHa-Maßnahme angeschlossen. Den Entzug habe ich stationär in einer Klinik gemacht und das Kind war in der Zeit beim Vater bzw. an den Wochenenden bei mir, als ich nach Hause durfte. Die ReHa habe ich wegen des Kindes als tagesambulante Patientin absolviert. Wie du siehst: Viele Wegen führen nach Rom. Grundsätzlich gilt rein statistisch: Je länger die Verweildauer im Suchthilfesystem, desto größer ist die Chance auf eine langfristige und dauerhafte Abstinenz. Du solltest wissen, dass während des Entzuges therapeutisch nicht viel passiert, denn da geht es rein darum das Suchtmittel aus deinem Körper rauszubekommen. Die therapeutische Aufarbeitung deiner Suchtgeschichte passiert in der Entwöhnung. Oder du machst das dann halt in Eigenregie mit Hilfe einer Therapie oder begleitend mit einer Selbsthilfegruppe. Was die PKV anbelangt, musst du genau die Versicherungsbedingungen checken, denn der Entzug selbst ist in der Regel miteinbegriffen, aber eine ReHa-Maßnahme nicht. In der PKV darfst du quasi nicht süchtig werden, aber das wissen die Kliniken und kennen da auch Tricks. Zu der Privatklinik kann ich nicht viel sagen, außer dass ein Entzug schon weh tun muss und das auch bei dir der Fall sein wird. Da kann das Ambiente noch so toll sein. 😅🤷‍♀️ Pass auf jeden Fall auf, dass du die Klinik nachher nicht als Selbstzahler blechen musst. Für mehr Austausch betreffend Klinik, schreib mir gern ne PN.

  • Moin,

    Ich bin selber auch privat versichert, zahle aber als Angestellter „normal“ meine RV-Beiträge. Deswegen wird eine Reha auch von der RV übernommen. Ob das eine Privatklinik einschließt wage ich zu bezweifeln.

  • Guten Morgen Sylvie

    Ich habe mir eben ein vierzigminütiges Video über die Life Spring Klinik angesehen. Wie schon gestern geschrieben, wenn die Kostenübernahme geklärt ist. DO IT!

    Schweikert/Houben: Suchtbehandlung in Privatkliniken

    Andreas Schweikert und Bart Houben aus der Life Spring Klinik in Bad Münstereifel referierten auf dem 8. CRA-Kongress zum Thema »Suchtbehandlung für Menschen in exponierter gesellschaftlicher Situation: Einführung in die Arbeit in einer privaten Suchtklinik«

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  • Stilles Wasser , vielen Dank für das Einstellen dieses Videos. Das hat auch meinen Horizont etwas erweitert.

    Es könnte meines Erachtens auch als Informationsangebot im Info-Bereich als Thema/ Thread im Unterforum „Selbsthilfe/ Therapie“ eingestellt werden, weil’s ggf. auch für andere, die das betreffen könnte, interessant sein könnte.

    Interessant fand ich persönlich auch, worin Inhalte/ Schwerpunkte einer klinischen Therapie bestehen, weil ich darüber bislang noch nicht informiert war. Ich vermute einfach mal - wer damit tatsächlich Erfahrungen gemacht hat, darf mich gern eines Besseren belehren -, dass es vergleichbare Inhalte / Schwerpunkte auch in anderen, nicht privaten Kliniken gibt.

    Freundliche Grüße

    AmSee (als Moderatorin)

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