Die Panikattacken, werden von ganz unterschiedlichen Dingen ausgelöst, bestimmte GerĂŒche, wenn jemand meinen Hals berĂŒhrt, laute plötzliche GerĂ€usche und noch ein paar andere Dinge, bei denen ist es aber nicht immer so.
Hallo đ
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Das klingt danach, dass du dich noch nicht auf so etwas vorbereiten kannstâŠ. đ€
Hast du schon mal von dem Begriff âSkillsâ gehört?
Falls nicht:
Mit dem Begriff âSkillâ wird jedes Verhalten bezeichnet, das in einer schwierigen Situation kurzfristig wirksam und dabei langfristig nicht schĂ€dlich ist. Skills sind VerhaltensmaĂnahmen, die kurzfristig im Umgang mit starken AnspannungszustĂ€nden und Krisensituationen hilfreich sind und langfristig dabei helfen, mit der eigenen Erkrankung besser zurechtzukommen. Hervorgegangen ist dieser Begriff aus der dialektisch-behaviorale Therapie (DBT) fĂŒr Borderliner, setzt sich inzwischen aber auch fĂŒr andere Bereiche durch.
Unter der verlinkten Seite findest du eine Verlinkung auf eine Liste zur Inspiration von möglichen VerhaltensmaĂnamen.
Das eine oder andere wendest du vielleicht schon mehr oder minder bewusst an, möglicherweise erschlieĂen sich dir Bereiche, wo du zur Selbsthilfe ansetzen könntest.
Je nach Anspannungsgrad bieten sich unterschiedliche Skills an, ggf. auch um die eigene Innere Anspannung herunterregulieren zu können.
Was GerĂŒche betrifft, zum Beispiel : Gibtâs da vielleicht eine Möglichkeit mit einem anderen Geruch, den du stets bei dir fĂŒhrst und als hilfreich empfindest, gegenzusteuern? Das kann ein stĂ€rkerer, sehr unangenehmer Geruch sein oder umgekehrt ein Geruch, den du als angenehm empfindest. Das Ziel von sowas ist, ins Hier und Jetzt zurĂŒckzukommen. -
Wir versuchen das immer wieder, nur leider ist das "UrmÀnnchen" in mir da noch zu stark. Es will einfach nicht einsehen, dass keine akute Gefahr mehr von dieser Situation ausgeht.
Ich hab schon einen Therapiering, eine Handcreme die sehr stark nach đ riecht (frĂŒher hatte ich eine Zimtstange, wĂŒrde dann aber immer ziemlich komisch angeschaut, mit meiner Zimtstange unter der Nase) und Tabasco. Es ist schon etwas besser geworden, frĂŒher hab ich eine Nadel gebraucht, die brauche ich ja Gott sei Dank nicht mehr.
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Ich will nochmal was zum SchilddrĂŒsenthema schreiben, weil ich da viele Jahre von Ărzten im Stich gelassen worden sind. Ich hab Autoimmun-Thyreoiditis seit 30 Jahren. Ich wiege 55kg und habe ĂŒber Jahre nur 75”g erhalten, weil es immer hieĂ super eingestellt, TSH ist prima und sie sind ja auch schön schlank - das MUSS korrekt sein. Eine Ărztin meinte sogar ich könne absetzen, obwohl meine Antikörper ĂŒber 2.000 lagen. Ich wĂŒrde Dir gerne das Buch von Leveke Brakebusch empfehlen und das Forum ht-mb.de Seit ĂŒber 10 Jahren nehme ich nun 125”g und hatte vom allerersten Tag an nie wieder eine Panikattacke - nicht ansatzweise. Ich weiĂ wirklich was das heiĂt aus dem Nichts Panikattacken zu bekommen. Am Ende wurde mir erklĂ€rt das sei alles psychisch. Von wegen. Die Dosis machts, und die ist IMMER individuell. Mein aktueller Arzt ist sehr flexibel und akzeptiert auch einen TSH von 0,2. Seitdem geht es mir was das angeht wirklich prima. Schau da nochmal genau hin.
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Meine Therapeutin kennt sich super damit aus, die hat dazu sehr viele Fortbildungen gemacht und BĂŒcher gelesen. Mein Hausarzt hat glaube ich von den ganzen TSH Werten und Co ĂŒberhaupt keine Ahnung.
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Falls nicht:
Mit dem Begriff âSkillâ wird jedes Verhalten bezeichnet, das in einer schwierigen Situation kurzfristig wirksam und dabei langfristig nicht schĂ€dlich ist. Skills sind VerhaltensmaĂnahmen, die kurzfristig im Umgang mit starken AnspannungszustĂ€nden und Krisensituationen hilfreich sind und langfristig dabei helfen, mit der eigenen Erkrankung besser zurechtzukommen. Hervorgegangen ist dieser Begriff aus der dialektisch-behaviorale Therapie (DBT) fĂŒr Borderliner, setzt sich inzwischen aber auch fĂŒr andere Bereiche durch.Ah, nochmal was dazu.
Ich hab gemerkt, mir helfen unterschiedliche Sachen in unterschiedlichen Situationen. Wenn es zum Beispiel drauĂen passiert, helfen mir GerĂŒche oder Reize auf der Haut. Wenn es passiert wenn ich drin bin hilft es mir am besten, bestimme Lieder auf der Geige, dem Klavier oder der Gitarre zu spielen. Das klappt auch nicht mit jedem StĂŒck, deswegen hab ich dafĂŒr spezielle rausgesucht. Was mir immer hilft ist das Buch Fermats letzer Satz, ich weiss nicht warum ausgerechnet dieses Buch und ich kann ja auch nicht immer ein Buch mit mir rumtragenđ . Ich hoffe mit der Zeit kleinere Dinge zu finden, die etwas unauffĂ€lliger sind.
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Wir versuchen das immer wieder, nur leider ist das "UrmÀnnchen" in mir da noch zu stark. Es will einfach nicht einsehen, dass keine akute Gefahr mehr von dieser Situation ausgeht.
Sowas in der Art ist mir selbst auch vertraut.
Ich weià nicht, womit du zu tun hast und du musst das hier auch nicht nennen. Was ich selbst erfahren habe, ist, dass es unter UmstÀnden Zeit braucht und auch den geeigneten Zeitpunkt, um an das, was traumatisiert hat, herangehen zu können und unter professioneller Begleitung verarbeiten zu können.
Ich hab meine Panikattacken auch nicht immer mit meinem âWerkzeugenâ in den Griff bekommen können, aber ich war immerhin auch nicht stĂ€ndig ausgeliefert.
Das hört sich bei dir aber immerhin nach einem guten Zeichen an, dass du die Nadel nicht mehr brauchst. -
Ich hoffe mit der Zeit kleinere Dinge zu finden, die etwas unauffÀlliger sind.
Na, entscheidend ist doch erstmal, dass du schon etwas gefunden hast, was dir hilft.đ Und wenn das Buch âFermats letzter Satzâ dir hilft, was spricht denn wirklich dagegen, es in einer Schultertasche mit dir zu tragen?
Ich hab ne Zeitlang alle möglichen hilfreichen Utensilien mit mir herumgetragen. Auch einen Block, um unterwegs was aufschreiben oder zeichnen zu können.
Mir gingâs so, dass ich - einmal offen fĂŒr mögliche Skills - alles Mögliche entdeckt habe, was ich als hilfreich empfand. -
Ich hoffe, dass ich auch an den Punkt komme wo ich einfach mehr Sachen finde. Wo ich vielleicht auch wieder Dinge schön finde und sie mir dadurch helfen. Ich hab frĂŒher immer die kleinen Dinge im Leben sehr geschĂ€tzt, im Moment sehe ich sie leider gar nicht mehr.
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im Moment sehe ich sie leider gar nicht mehr.
Du hast mein MitgefĂŒhl.
Das kommt mir bekannt vor, was du schreibstâŠ.Ich kann dir nur Mut machen, dass das wieder besser wird. Was du bereits von dir geteilt hast, klingt nach Schritten und Impulsen, die Ă€hnlich wie bei mir in die Richtung gehen, die dich da rausbringen werden.
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Heute hĂ€tte ich eigentlich Therapie gehabt... aber irgendwas ist schief gelaufen in der Kommunikation und der Termin ist ausgefallen. Ich hab irgendwie gehofft, dass ich einen Rat fĂŒr nĂ€chsten Donnerstag bekomme...da ist Ns ( mein Sohn) zweiter Geburtstag. Meine Oma sagt immer es gibt nichts was eine Flasche Vodka und Suppe nicht heilen kann. Ich hab diesen Ratschlag wohl zu ernst genommen. Deswegen hĂ€tte ich mir gerne eine andere Strategie ausgedacht
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Wenn du das möchtest, könnten wir via PN einen Austausch darĂŒber fĂŒhren.
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Meine Oma sagt immer es gibt nichts was eine Flasche Vodka und Suppe nicht heilen kann.
Mein GroĂvater hatte eine Ă€hnliche Weisheit: ein gutes Essen und eine gute Flasche Wein oder: trink doch erstmal ein Bier.
Das bedeutete nichts anderes, wie entspann' dich und tu' dir etwas gutes ... fĂŒr den Moment, sorge fĂŒr ein wohliges GefĂŒhl und denke nach, dann findest du auch eine Lösung.
Von berauschen oder Totalausfall (VerdrĂ€ngen/UnterdrĂŒcken eines Problems) war nie die rede! Ebenso der Satz "Ohne FleiĂ keinen Preis" ist mir noch in Erinnerung, ... wer nichts tut, sollte sich auch nicht beschweren ...
Das waren alles Apelle an meine Vernunft, auf der einen Seite auch Mal alle FĂŒnfe gerade sein zulassen (man darf sich auch Mal (!) gehen lassen), andererseits nie aufzugeben.
Die letzen zwei Jahre meiner Alkoholkariere soff ich tÀglich, Bier, Wodka, Wein, was gerade da war, Hauptsache "schön verzaubert". Ich war jenseits von Gut und Böse = dauerberauscht. Irgendwie schaffte ich es, noch einkaufen zu gehen. Die Vernunft war schon lÀngst im Alkohol untergegangen, nur manchmal, ganz selten, blitzte sie noch auf.
In einem solchen Moment entschloss ich mich, dem Alkohol "Adieu" zu sagen = ich musste mich entscheiden und tat es. Ich wusste, am Anfang half nur Durchhalten/Widerstehen und meiner eigenen Jammerei nicht nachgeben.
Das Durchhalten hat sich gelohnt! Ich hatte wohl Àhnliche Auf und Ab's, wie alle Anderen, zweifelte an mir, an der Welt, an allem. Jammerte, bewehleidete mich und wÀre am liebsten gestorben ... ganz langsam, wurde ich wieder klar im Kopf, die Vernunft gewann wieder die Oberhand und auch meine Bemitleidung lieà allmÀhlich nach. Nach ein paar Tagen alkoholfrei, hatte ich den Beweis - es geht, auch ohne: wer eine Woche schafft, der schafft auch zwei, einen Monat u.s.w..
Irgendwann wurde es zur NormalitĂ€t, meine Ăngste, Zweifel, UnzulĂ€nglichkeiten wurden davon weniger berĂŒhrt, doch jetzt konnte ich sie ergrĂŒnden und mir Strategien, die vielleicht zu einer Lösung fĂŒhrten, ĂŒberlegen.
Besoffen wÀre das nie gegangen!
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Meine Oma trinkt auch selbst ganz gerne... aber dazu muss man sagen, sie ist ĂŒber 80 Jahre, dement und blind und manchmal ist sie einfach schon um 8.00 Uhr morgens ein junges MĂ€dchen in Kasachstan auf einem Dorffest und will dann, das alle mit ihr trinken. Ich hatte da aber feste Regeln... nie vor 15.00 Uhr, weil ich vorher fahren muss, nie wenn ich noch ans Steuer muss, immer mit einem Messbecher abmessen und nicht ĂŒber 300ml (wobei es 6 Mal doch passiert ist, dass es 350ml waren), immer Tagebuch darĂŒber fĂŒhren und nur eine Sorte von GetrĂ€nk. Die letzte Regel hab ich fĂŒr mich aufgestellt, dass ich nicht in Versuchung komme zu sagen..ach, da steht noch ne halbe Flasche Wein, dann trink ich die halt auch noch.
Heute hab ich die erste Woche geschafft, wobei ich vor der zweiten mehr Angst habe.
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Hallo,
auch von mir. Das ist zum GlĂŒck, ja nicht sehr lange. Also, keine jahrzehnte lange Alkohol Karriere.
Mit kurz und heftig(er), hat man wohl die besten Chancen davon loszukommen.Beste GrĂŒĂe
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Also ich glaube meine "wirkliche Karriere" also die schlimmste Zeit, war ein halbes Jahr... davor war es eher Probearbeiten.
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Mit kurz und heftig(er), hat man wohl die besten Chancen davon loszukommen.Das ist ja eine interessante Theorie (?). Die erinnert mich an diverse ErklÀrungen, die mir google liefert, wenn ich nach "ab wann bin in Alkoholiker" o.À. eingebe. Ist das nun Allgemeinbildung, also das Wissen, was alle glauben zu wissen, von dem sie annehmen, dass es so ist, weil es alle behaupten?
Das wĂŒrde ja alle der LĂŒge strafen, die jahrelang konsumierten und trotzdem vom Alkohol gĂ€nzlich loskamen. Ăhnlich der Aussagen, vieler Ex-Alkoholiker, sogennannter Suchtexperten, Psychologen, SHG's etc., man mĂŒsse erst einen Tiefpunkt erreichen, also es mĂŒsse erst so richtig weh tun oder man mĂŒsse, sich (erst) als Alkoholiker bekennen und das wenn's geht vor der Gruppe, um sich ĂŒberhaupt eines Problemes bewusst zu werden.
Ticken die Menschen, alle, wirklich so? Was alle, viele behaupten ist die RealitÀt?
Oder ist das WohlgefĂ€lligkeit, ich ĂŒbernehme diesen Glauben, weil er mir wohl gefĂ€llt, es am einfachsten ist? Es alle so tun, ja, alle diese Meinung vertreten?
Dann mĂŒsste ich ja zu den absoluten Extoten (Ausnahmen) gehören, ebenso viele andere auch. Glauben/glaubten wir nur etwas anderes?
Ich glaubte daran, die Sucht wohnt nur im Kopf oder wusste ich es? Ich wusste, sich eine Gewohnheit wieder abzugewöhnen ist nicht gerade einfach.
Ich verband, jahrelang, Alkoholtrinken mit "gut", angenehm, Entspannung, Selbstbestimmtheit, eine Art ... Freiheit. Das gewöhnte ich mir an!
Menschen, die wohl viel klĂŒger sind (?), und weder saufen, noch sich andere Nervengifte zufĂŒhren ... haben die alle nicht Recht, die, die gesund leben (mit ihrem Wissen), weder lallen, noch div. komisches Zeug erzĂ€hlen, manchmal erschreckende motorische AusfĂ€lle haben oder ErinnerungslĂŒcken aufweisen - irren die alle?
Wo ist da das Bewusstsein?
Viel zu lange gehörte ich zu den WirklichkeitsverdÀngern, ich bemerkte doch, wie schlecht es mir ging, nach jeder durchzechten Nacht, ich bemerkte doch, dass Aklohol mir nie wirklich (!) gut tat.
Ich tat das was alle taten - ich verharmloste, weil es so schon bequem war.
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Ja die Wirklichkeit verdrĂ€ngen, die Augen verschlieĂen, verharmlosen. Nur um weiter zu trinken und sich alles andere schön zu reden. Den ganzen Sumpf ignorieren, Gesundheitssymptome als halb so schlimm weg wischen.
Nie wieder


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Das hab ich glaube ich tatsÀchlich nie... ich hab eher alle Symptome akribisch dokumentiert und es als eine Art Strafe gesehen.
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Echt als eine Art Strafe?

Ich war tatsĂ€chlich KĂŒnsterin im VerdrĂ€ngen und nicht wahrhaben wollen.
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