Hallo zusammen, dann bin also hier gelandet

  • Hallo zusammen,

    Mal wieder ein Lebenszeichen von mir.

    Mittlerweile bin ich im 16.Monat:)

    Es gab ein paar Feiern in den letzten Wochen, die habe ich "unbeschadet" überstanden (wir sind aber auch immer relativ früh gegangen).

    Meine Podcast-App hatte mir eine Folge vorgeschlagen, bei der es um kontrolliertes Trinken geht. Ich hab anschließend auch tatsächlich darüber nachgedacht.....aber wieder verworfen.

    Ich weis das ich über kurz oder lang wieder beim täglichen Abschuss landen würde und mein ganzes jetziges Leben wieder im Eimer wäre......no way!!!!!

    Apropos

    Beruflich geht es gerade schneller voran wie mir lieb ist.

    Mein Arbeitgeber hat mich ziemlich gepusht und es steht mittlerweile ein Posten als Führungskraft im Raum.

    Ich merke wie ich an meine Grenzen komme von dem, was mein Kopf leisten kann....das zehrt ganz schön und Alkohol würde komplett ausbremsen (nur wärs mir dann egal).

    Mal schauen wie das weitergeht :S

  • .....ich bin aber auch eine treulose Tomate😅

    Situation alkoholtechnisch unverändert, bald hab ich 2 Jahre voll😎

    Ich bin jetzt tatsächlich Abteilungsleiter geworden, was mich unglaublich fordert.

    Alkohol ist so unglaublich weit weg, ein Gefühl das mich sehr sehr glücklich macht.

    Also weiter gehts💪

  • Herjeh und wieder ein halbes Jahr, in dem ich mich hier nicht blicken lassen habe:rolleyes:

    Mittlerweile bin ich bei fast 2,5 Jahren ohne Alkohol :love:

    Mir gehts nach wie vor prima, keine gefährlichen Situation, Gedanken, der Alkohol widert mich nur an.

    Ich war auf einem JGA dabei.

    Erschreckend, in was für Zustände sich viele dort gesoffen haben.

    Und ich wäre einer der schlimmsten gewesen...soviel ist sicher.

    Einer erzählte mir, das er seit 3 Jahren täglich trinkt.

    Gründe wären die Baustelle daheim, Kinder usw....da braucht er das,um runterkommen....kann auch mal eine Kiste Bier am Tag sein8|

    Er will was ändern, dringend sagt er.

    Hab ihm angeboten ihm bißchen zu unterstützen.....aber erstmal abwarten ob er das heute überhaupt noch weis UND auch wirklich soweit ist.

    Ich dachte ich schick ihm zumindest mal den Podcast, der mir beim Ausstieg geholfen hat.

    Was meint ihr?

    Bei der Trinkmenge ists schon kritisch find ich.....ich denk mir aber, ICH in der Situation OHNE den echten Willen, hätte vermutlich über sowas wie einen Podcast gelacht.....

    An und für sich bräuchte vermutlich die Hälfte der Anwesenden beim JGA hilfe, aber den meisten ists das nicht bewusst.....erschreckend :(

  • Super! Du bist ein tolles Beispiel dafür, dass ohne Alk alles besser ist!

    Ich finde es auch immer schwierig, wenn andere den Weg aus dem Alk suchen. Will da nicht übergriffig sein und sagen: Du musst das und das machen. Einfacher ist zu sagen: ich hab mich vor 2 Jahren vom Alk verabschiedet und mein Leben hat sich soviel positiver entwickelt. Podcast ist auch nicht schlecht. Wahrscheinlich könnte ich mir den Seitenhieb nicht verkneifen zu sagen: "mit der Kiste Bier am Tag hat sich das Problem Baustelle und Kinder bald von alleine erledigt. Die meisten Angehörigen halten sowas nicht lange durch."

    Beste Grüße Helga

  • Ich bin ja eher die Fraktion Holzhammer, ob er den Kasten Bier am Tag noch für normal hält. Wenn der Papa andauernd besoffen ist und nicht stattfindet, leiden auch die Kids. Aber klar, muss er selbst wissen. Zwingen kannste ihn nicht und erstmal schauen, ob Podcasts bei ihm noch reichen oder ob sich der Alk schon tiefer reingefressen hat. Das sind ja schon Mengen, die sollte man nicht unbedingt kalt entziehen…

  • Hallo Johannes ,

    immer wieder schön, ein Lebenszeichen von dir zu lesen. 👍

    Das freut mich für dich, dass es so gut bei dir läuft. Und mit deinem Teilen hier bist du gewiss ein mutmachendes Beispiel für andere, die noch am Anfang stehen.

    Hab ihm angeboten ihm bißchen zu unterstützen.....aber erstmal abwarten ob er das heute überhaupt noch weis UND auch wirklich soweit ist.

    Finde ich gute Überlegungen.
    Du weißt ja selbst, wie lange es u.U. dauert, bis jemand wirklich bereit dazu ist, etwas an seinem Leben ändern zu wollen.

    Ich dachte ich schick ihm zumindest mal den Podcast, der mir beim Ausstieg geholfen hat.

    Was meint ihr?

    Da du direkt fragst:

    Was kann passieren, wenn du’s tust? Was spricht dafür, was dagegen?

    Ich würd’ mich zum Beispiel fragen, ob es Nachteile für mich haben könnte, wenn‘s mir bislang wichtig war, mein „Problem“ nicht jedem auf die Nase zu binden.

    Wenn das kein Problem darstellt, so würde ich mich fragen, ob ich ihn damit erreiche.

    Letztere Frage ließe sich so beantworten: Liegt nicht in meiner Hand, ist letztlich seine Sache. Entweder ist das was für ihn oder nicht. 🤷‍♀️


    Beste Grüße

    AmSee

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Danke für die vielen Antworten. 😊

    Zitat

    Will da nicht übergriffig sein und sagen: Du musst das und das machen.

    Ja schwierig, ich betonte deswegen, das es bei MIR so bisher klappt....aber jeder muss das für sich herausfinden.


    Zitat
    […]

    Das hab ich, aber nicht in dem Zusammenhang, das er die Familie verliert.

    ich hab ihm gesagt: dich wird dieser Konsum töten!

    Zitat
    […]

    Ich denke da da so, das ich ihm den Podcast nur schicken will, wenn er mir nüchtern auch so rüberkommt,das er wirklich aufhören will....sonst ists sinnlos und irgendwie Ressourcenverschwendung.

    Vielleicht könnte der Weg zu einem späteren Zeitpunkt funktionieren? Dann denkt er aber vielleicht: kenn ich schon....bringt nix.

    Aber ich hab eigentlich nicht das Recht darüber zu entscheiden.

    Zitat
    […]

    Persönlich denke ich,das die Schwelle aber es körperlich wirklich riskant wird,sehr viel höher ist....aber das ist nur meine Einschätzung.

    Den Hinweis auf Arztbesuch oder zumindest ein betreutes Umfeld, geb ich ihm auf jeden Fall mit.

    Zitat
    […]

    Dagegen spricht eigentlich nur die weiter oben angesprochene potentielle Ressourcen Verschwendung.....sofern ich da nicht völlig strange denke.

    Da ich ihm meinen bisher erfolgreichen Weg erklärt hab, ist das Thema auf die Nase binden sowieso schon durch😅

    Stört mich bei ihm nicht.

  • Bei mir in der Entgiftung war auch jemand ,der sich eine Kiste am Tag angetan hat.

    3 Tage Tremor vom Feinsten trotz Diazepam .

    Nur noch Haut und Knochen.

    Hat schnell wieder abgebrochen.

    Glückwunsch Johannes !!Echt stark

    Liebe Grüße Laggard

  • er hat massives Übergewicht

    Ich bin auch übergewichtig .

    Bis jetzt dachte ich immer ,ich sei Stress Esser .

    Ohne Alkohol kommt so langsam mein natürliches Hungergefühl durch /die leeren Kalorien bleiben auch aus

    und ich kann endlich dieses Thema angehen.

    Langsam aber stetig.

    Liebe Grüße Laggard

  • Ich bin auch übergewichtig .

    Bis jetzt dachte ich immer ,ich sei Stress Esser .

    Ohne Alkohol kommt so langsam mein natürliches Hungergefühl durch /die leeren Kalorien bleiben auch aus

    und ich kann endlich dieses Thema angehen.

    Langsam aber stetig.

    Bei meinem Bekannten ists wohl auch sinnloses Fressen in Verbindung mit dem Bier.

    Ich bin selbst auch mit nem halben Zentner zuviel gestartet - bei mir hat sich aber schon vor dem Ausstieg aus dem Suff vieles geändert und die Abstinenz war dann das letzte Puzzleteil.

    Wenn ich zurückblicke, gibt es oft Momente, in denen ich mir selbst mit Anlauf in dei Fr**** hauen könnte, wenn ich bedenke, wieviele Jahre meines Lebens ich weggeworfen habe!!!!!
    Das nagt momentan an mir:(

  • Moinsen. Das hat mich am Anfang auch stark umgetrieben. Die lange verlorene Zeit 😢

    Habe als Werkzeug dagegen im Bad ein größeres Bild hängen (mal vor vielen Jahren im Baumarkt gekauft - ist ein Stück Meer mit Strand drauf). Da hatte ich mal mit lila Edding (Was geht'n ab? Edding schomma net^^) drauf geschrieben:

    Jammer nicht wegen gestern.

    Hoffe nicht auf morgen.

    Jetzt. Hier. So what? 😉

    Trage mich gerade wieder mal mit Umzugsgedanken (bin sehr oft umgezogen/geflüchtet). Danke das ich durch deinen Blog gerade dran erinnert wurde und auch von mir ein freundliches Hallo 👋

    Und wegen dem Gewicht: Bin eine kleine alte Frau (1,57m, 61 J) und hatte 2007 "laufen statt saufen" gestartet. Von 94 kg runter auf 73, die ich bis heute halte. Klar ginge da noch was. Aber Quälerei war gestern^^

  • Laufen statt saufen - gefällt mir:)

    Ich hab schon 5 Jahre vor dem Ausstieg mit dem Laufen angefangen - damals noch nicht einmal mit dem Gedanken an einen Ausstieg aus dem Suff.
    Mit der Zeit ergab das das eine das andere, viele Veränderungen.

    Laufen tu ich immer noch - das ist mein Ventil.

  • Ich laufe auch wieder und stelle fest, dass mir das Laufen heute besser gefällt als früher. Natürlich tracke ich noch Zeiten und Länge, aber weniger mit dem Leistungsgedanken immer besser zu werden, sondern eher als Gradmesser meiner aktuellen Gesundheit.

    Beste Grüße Helga

  • Guten Morgen zusammen.

    Irgendwie hat die Situation mit meinem Bekannten bei mir ein paar alte Gedanken hochgeholt.

    Ich habe mich daran erinnert....ich muss so um die 15 - 16J. gewesen sein...damals kiffte ich recht viel schon.
    Und es kam dan auch öfter mal vor, das ich Abends alleine daheim eben nichts zu kiffen hatte.....dann bin ich immer wieder mal an den Schnapsschrank der Eltern und hab mir da Hochprozentiges reingeschüttet....wenn ich daran denke...in dem Alter||

    In dem Zusammenhang denke ich auch allgemein an den Umgang mit Alkohol / Zigaretten innerhalb meiner Familie.
    Ich kann mich nicht an kritische, belehrende, aufklärende Worte erinnern.
    Als ich mir 15 die ersten Vollsuffeskapaden daheim erzählte....das wir uns so vollsaufen bis einer kotzen muss...das fanden die ELtern witzig.
    Als ich die ersten Kippen aus der Schachtel der Eltern nahm und die das merkten....das fanden die nicht bedenklich...null.


    NEIN, ich will damit niemanden Schuld zuweisen!!!!
    Aber jetzt, wo ich in dem Alter bin wie meine Mutter damals.....ich kann das Verhalten nicht nachvollziehen.

    Ich weis das meine Mutter damals selbst große Probleme mit Alkohol hatte bzw. zu der Zeit das wieder etwas in den Griff bekommen hatte.
    Ich ekelte mich damals schon davor, ich haste die Abende zu Hause, wenn ich schon die Weinflasche auf dem Tisch stehen sah und ihren Blick.....und trotzdem hab ich den gleichen Scheiß gemacht.


    Was will ich damit sagen?
    Nichts..aber das einfach mal niederzuscheiben tut schon gut!

  • Das ist so ein weites Feld... Ich bin Kind von Süchtigen, war selbst süchtig (länger schon entzogen) als Mutter und habe betroffene Familienmitglieder, auch unter meinen Kindern.

    Gut, dass du dich damit auseinandersetzt. Dauert wahrscheinlich lange. Ist schmerzhaft. Aber reinigt. Also bei mir so.

  • Dauer lange....das triffts ja.

    Viele Situationen aus der Vergangenheit kommen so nach und nach hoch und erst jetzt wird mit der Bezug zum Alkohl klar.

    Es gibt einige Situationen, die sich eingebrannt haben, die ich eigentlich mit meiner Mutter aufarbeiten müsste.....aber das wird nicht funktionieren, das kann ich mir sparen.

    Das meine Familie kaputt war / ist, das ist eine Erkenntniss, die ich in der Tat schon im Jugendalter erlangte....immerhin:S
    Ich beneidete immer die Freunde, bei denen es so "normal" zu Hause ablief und wir als Freunde willkommen waren.
    Vermutlich hätte natürlich ein Blick hinter die Kulisse dort auch Abgründe aufgetan...aber damals war das für mich so der Blick in die heile Welt.

    Heute beneide ich die Familien, die zu Feiertagen zusammen den Tag geniesen, die sich gegenseitig helfen und eben Familie sind.
    Bei der Familie meiner Frau ist das so und davon bin ich gottseidank ein Teil.

    Der noch lebende Rest meiner Familie...da gibt es keine gemeinsamen Feiern.
    Ich besuche regelmäßig meine Mutter, aber da fällt es mir zunehmend schwer nicht alte, unausgesprochene Themen anzusprechen - ich weis aber das es dadurch zum Bruch kommen würde und meine Mutter ist schon Ende 70....hat außer mit sonst niemanden....also setz ich mich hin und hör mir ihre sich wiederholenden Geschichten an.

  • Puuuhhh, hartes Brot. Und meiner Geschichte ähnlich. Der Versuch, mit meiner Mutter was zu klären, ist damals grandios gescheitert. Sie war immer "nur Opfer" in ihrer Erinnerung.

    Heute habe ich das Thema gerade als Mutter. Ein Kind verarbeitet gerade. Ist für mich auch extrem schmerzhaft. Sowohl als Mutter als auch als eigene Person. Denn schuldig fühle ich mich selbstredend, obwohl Sucht eine Krankheit ist. Wie gesagt, weites Feld...

    Was ich mir als Plus zuschreibe ist, dass ich ziemlich vom Beginn an meiner Entzüge (THC 2002/3 und Alk 2007, seitdem clean und nüchtern) gegenüber meinen Kindern ehrlich und voller Reue war. Was uns leider nicht wirklich hilft, eine stabile Familie zu sein. Zu tiefe Narben. Also bei uns allen. Das ist systemisch 💧

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