Weihnachten und Neujahr

  • Jemand schrieb ein besinnliches Weihnachtsfest ...

    Gerade zu Weihnachten wünschen und hoffen alle so viel ... weniger Krieg, weniger Klimakatastrophen, weniger ... keine Ahnung was.

    Möge man sich besinnen, wer das alles verursacht und vor allem warum.

    Komisch ist's, dass sich niemand dafür verantwortlich fühlt. Viel zu schnell wird abgewiegelt ... "was hast du denn getan?" hört man oft, sicher kein Vorwurf, sicher nicht, und schon fühlt man sich besser, denn man selbst tat ja etwas, das hat zwar nichts verändert, aber immerhin. Hauptsache man wünscht und hofft ordentlich.

    In diesem Sinne allen ein besinnliches Leben!

    P.S. Den Brauch der Wintersonnenwende ist ein schöner.

  • Ich wünsche euch auch schöne und besinnliche Weihnachtstage! Für mich sind es ja die ersten nüchternen Weihnachten seit x Jahren und ich habe diese Zeit noch nie so (positiv) intensiv erlebt wie dieses Mal.

    P.S. Den Brauch der Wintersonnenwende ist ein schöner.

    Deswegen leuchtet mein Bäumchen auch schon seit dem 21. 😊🎄

  • Hallo zusammen! Ich bin dieses Jahr Weihnachten alleine gewesen und nicht so wie letztes Jahr zu der Familie eines guten Freundes gefahren, die mich aufgrund des Kontaktabbruchs meiner Mutter dankenswerterweise aufgenommen hatte. Mein Sohn ist im Urlaub mit seinem Papa…von daher…dachte ich mir, ich probiere es mal ganz allein. Nachdem ich letztes Jahr emotional in völlige Einsamkeit und Bedeutungslosigkeit an Heiligabend gefallen bin, lief es gestern erstaunlich gut. Ich war schwimmen und hab danach bis in den späten Nachmittag hinein mein Wohnzimmer gestrichen. 😅 Wenn man dem Tag die Bedeutung nimmt, dann ist es im Endeffekt ein Tag wie jeder andere Tag des Jahres auch.

    Aber klar, ist natürlich nochmal ein Unterschied zwischen der selbst gewählten Einsamkeit so wie bei mir dieses Jahr und der unfreiwilligen Einsamkeit wie letztes Jahr. Unfreiwillige Einsamkeit ist einfach ne echt harte Nummer. Muss ich nicht nochmal haben. 😅

    In diesem Sinne: Frohe Weihnachten, feiert schön mit euren Liebsten und genießt die gemeinsame und hoffentlich harmonische Zeit. ♥️

  • Hallo zusammen! Auch ich habe mir einen anderen Plan für Weihnachten 2024 zurechtgelegt. War die letzten Tage bei Schwester und Bruder auf Besuch. Im 2023 hatte ich nach den ersten Monaten Nüchternheit die Festtage alleine zuhause geplant. Im Nachhinein keine gute Idee. Saufdruck aufgebaut und zudem hatte ich mich nicht großartig dagegen gewehrt. Das Resultat war ein übler Alk und Koks-Absturz und tagelanger Katzenjammer danach.

    Ich glaube folgendes daraus gelernt zu haben:

    Ich kann und muss meinem Bauchgefühl wieder mehr vertrauen, beim Entscheid, alleine Weihnachten zu verbringen, konnte ich die Alarmglocken eigentlich schon läuten hören.

    SHG: damals hatte ich weder das Forum hier noch die AA. Ich glaubte, es alleine schaffen zu können und bildetbildete mir sonstwas darauf ein. So ein Quatsch. Sich austauschen und Hilfe annehmen ist kein Zeichen von Schwäche, ganz im Gegenteil

    Nachdem ich entspannte Feiertage verbracht hatte, hat das Suchtteufelchen gestern bei der Rückreise tatsächlich wieder mal angeklopft. Tja, die Festtage waren halt über viele Jahre noch versoffener als sonst schon. "Suchtgedanken schaffen keine Tatsachen". Vielen Dank Bighara für dieses Leitmotiv!

    Beste Grüße

    Tom

  • Hallo Zusammen,

    Danke euch, Bighara und Tom für euer Teilen und so traue ich mich auch von mir zu teilen.

    Bei mir war und ist das so, dass ich Weihnachten keine wirkliche Wahl habe, ob ich allein oder mit anderen feiere. Ich bin in die üblichen Gebräuche und Festivitäten meiner Familie eingebunden und kann mich nur entziehen, wenn’s wirklich gar nicht mehr geht.
    Das fängt bei uns mit drei Geburtstagfeiern, die nun einmal alle vor Weihnachten liegen - eine am 23. - an, geht weiter über das gemeinsame Feiern am 1. und 2. Festtag und endet mit dem Geburtstag meines Mannes nach Weihnachten.

    Ja, es ist schön, dass ich Familie habe - es handelt sich um meine angeheiratete Familie, meine Herkunftsfamilie ist gibt es nicht mehr - und ich bin durchaus auch dankbar dafür, aber für mich ist die Zeit im Dezember und Weihnachten jedes Jahr ein gefühlter Marathon.

    Ich versuche da stets die für mich dringend nötige Balance zu halten, aber dieses Jahr ist’s für mich einfach zu viel geworden. Schon am 1. Festtag ging’s mir auf der Hinfahrt zur Familie nicht gut und gestern morgen war schließlich keinerlei Energie mehr da, dabei erwarteten wir gestern doch meine Schwiegereltern bei uns zum Essen.

    Mein Mann rief dann seine Eltern an, ziemlich verzweifelt, weil ich nur noch heulend im Bett lag. Sie boten ihre Unterstützung an, kamen und halfen bei den letzten Vorbereitungen fürs Essen. Ich stieß erst zum Essen hinzu, obwohl ich kaum präsentabel war.

    Es wurde dann schließlich doch noch ein guter und sogar sehr entspannter Tag für alle Beteiligten. Am späten Nachmittag konnte ich mich endlich in den Sessel setzen und ein gutes Buch lesen. Ich hatte endlich die Zeit und Ruhe, nach der ich mich die ganzen Tage zuvor so gesehnt hatte.

    Heute stünden eigentlich schon wieder Geburtstagsvorbereitungen an, aber das verschiebe ich auf morgen.

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Nachdem ich entspannte Feiertage verbracht hatte, hat das Suchtteufelchen gestern bei der Rückreise tatsächlich wieder mal angeklopft.

    Hallo Herr Tom,

    ich versuche mir es immer vorzustellen, das Suchtteufelchen ... was sagt es? Ist es ähnlich der Zeugen Jehovas oder einem Hausierer (Haustürverkäufer), der dich von irgendetwas überzeugen möchte, von dem du eigentlich (!) weißt, dass du es nicht willst?

  • Hi Paul

    Der Vergleich hinkt. Für die Zeugen Jehovas hab ich allenfalls Mitleid oder Gleichgültigkeit übrig. Mir ist es im Leben noch nie in den Sinn gekommen, mich auf deren Jesusgedöns einzulassen. Mit dem Suchtteufelchen hatte ich jedoch jahrelang eine sehr ambivalente Beziehung...

    Oder um mit den Worten eines großen deutschen Philosophen zu sagen: Nur vom Hulahula geht der Durst nicht weg :S

    Gruss

    Tom

  • AmSee fühl dich mal feste umarmt 🫶

    Ich hatte auch etwas mit Suchdruck zu kämpfen, habe aber erfolgreich widerstanden.

    Es fing am 23. Dezember an, da waren wir auf dem Weihnachtsmarkt in der Stadt. Überall Alkohol und ich kam mir überfordert vor, dem zu widerstehen. Plötzlich war ich richtig angefixt und getriggert. Mir war das definitiv zu viel und vielleicht war ich mit meinen erst 7 soberen Monaten einfach noch nicht soweit einen großen Weihnachtsmarkt zu besuchen. in der Weihnachtszeit vorher war ich nur auf 2 kleinen Weihnachtsmärkten und da aber nicht lange. So weit so gut. An Weihnachten zuhause war safe, einfach weil ich absolut nix alkoholisches im Haus habe und auch die Gäste bekamen nur alkoholfreie Getränke angeboten. Jedoch am 1. Weihnachtstag bei der Familie standen 2 Flaschen Rotwein. Die haben mich so dermaßen getriggert, ich war ganz nah dran mir ein Glas einzuschenken und zu trinken. Habe dann mehrere Gläser Sprudelwasser und Tee getrunken. Jedenfalls hatte ich ziemlich mit mir zu kämpfen. Habe trotzdem die Weihnachtstage sober geschafft und bin wirklich froh drüber.

  • Emily Die ersten Male sind was herausfordernd. Es wird noch so einige erste Male in deinem Leben geben, aber mit zunehmender Abstinenz wird es leichter und die ersten Mal naturgemäß weniger. Congrats zum nüchternen Weihnachtsfest. 😊 Sei stolz drauf.

  • Danke dir. Ich bin tatsächlich stolz drauf, dass ich Weihnachten nüchtern genießen konnte. Jetzt kommt noch Silvester, dann ist wieder der Alltag da und da bin ich es recht gut gewohnt alkoholfreie Getränke zu trinken.

    Für Silvester habe ich mir zum Anstoßen alkoholfreien Sekt besorgt. Ansonsten bleibt es bei Wasser und Tee.

  • Ich glaube folgendes daraus gelernt zu haben:

    Ich kann und muss meinem Bauchgefühl wieder mehr vertrauen, beim Entscheid, alleine Weihnachten zu verbringen, konnte ich die Alarmglocken eigentlich schon läuten hören.

    Fehler machen wir alle, aber du hast ja aus ihnen gelernt, machst es nun anders als damals und erzielst damit positive Resultate. Alles richtig gemacht, Tom 👏🏻👏🏻👏🏻

    Und es freut mich tatsächlich, dass dieses Leitmotiv für dich so hilfreich ist. Aus diesen Gründen bin ich im Forum aktiv. Mir gibt das voll viel im Kleinen vielleicht doch etwas bewirken zu können. 😊 Danke dir!

  • "Fehler machen wir alle ... " , das kann ja mal passieren, wir wussten es ja nicht besser oder hofften, das passiert nur den Anderen!

    Nun, wissen wir es und sind dennoch oft versucht, zumindest spielen mit dem Gedanken ...

    Warum ist das so? Weil wir das Risiko lieben, uns selbst (gern) überschätzen oder einfach nur doof sind?

    Jeder (!), der bemerkte ... einmal mit dem Trinken angefangen und dann nicht mehr aufhören können/wollen, wünscht sich diesen Zustand zurück? ... denn, es könnte ja klappen ... diesmal?

    Auch ich bewältigte Weihnachten nüchtern und werde es Silvester auch wieder tun. Schön war/ist es eigentlich immer nur, wenn man von angehmen Menschen umringt ist und dann ist's egal, was da gefeiert wird. Manche müssen sich diese "Feste" schönsaufen, weil's sonst unertäglich wird ... mit dieser "ganzen Fröhlichkeit". Ist Saufen oder der Wunsch danach, ein Wunsch der tristen Realität zu entfliehen? Wenn ich trank, beabsichtigte ich genau das: der Wirklichkeit entfiehen.

  • Paul Ich finde, du machst es dir zu einfach. Es gibt sicherlich Menschen, ‚die trinken, weil‘s sonst unerträglich wird mit der ganzen Fröhlichkeit‘. Dürfte aber nur eine kleine Anzahl sein und ich gehe eh davon aus, dass dieser Halbsatz nicht ganz Ernst gemeint war.

    Stell dir einfach mal vor, du bist total einsam. Du bist 83 Jahre, deine Kinder sind nicht da, weil sie bei der Familie des Partners feiern und alle deine Freunde sind schon tot. Dass man sich da voll einen hinter die Binde kippt, finde ich überaus nachvollziehbar.

    Oder die Familie ist so brüchig, dass nur der Alkohol die ganze Situation unter dem Weihnachtsbaum nicht eskalieren lässt, weil jeder Streit unter dem Suff begraben wird.

    Wie du selbst weißt, sind die Gründe zu trinken äußerst vielfältig. Und ich habe auch für jeden Verständnis, der sich an Weihnachten besaufen muss.

    Wir sollten dankbar sein, dass wir uns Umstände geschaffen haben, das nicht mehr tun zu müssen.

  • Ich bitte darum, nicht auch noch diesen Thread zu sprengen mit Fragen/ Themen, die in gewisser Weise schon wieder weit über das Thema und Interesse dieses Threads hinausgehen.

    Bitte ggf. ein neues Thema mit passendem Titel eröffnen!


    Freundliche Grüße

    AmSee (als Moderatorin)

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Hallo Miteinander,

    nun, kurz vor Ende dieses Kalenderjahres möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich bei allen, die hier regelmäßig schreiben, ganz herzlich zu bedanken:

    Danke, dass ihr dieses Forum durch das Teilen eurer Erfahrungen bereichert, Danke dafür, dass und wie ihr euch als Ansprechpartner für Hilfesuchende einbringt und Danke auch für eure konstruktiven Anregungen und Ideen.

    Ich denke, es sehr gut, dass es dieses Forum noch gibt und für Betroffene weiterhin als hilfreiche Resource, die von „Erster Hilfe“ über konstruktiven Austausch bis hin zu einer umfangreichen Wissens- und Erfahrungsbibliothek reicht, zur Verfügung steht. Dass das so ist, ist auf jeden Fall auch mit eurer Verdienst.

    Mein herzliches Dankeschön an dieser Stelle auch nochmals an unseren Admin Alex07 . Dein Engagement für dieses Forum ist einmalig.

    Ich wünsche euch einen guten Jahreswechsel und einen guten Start ins neue Jahr 2025.

    Freundliche Grüße

    AmSee

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Liebe AmSee13 auch ein dickes Dankeschön an dich. Durch dich lebt das Forum und du erhältst dieses Forum.

    Ich sehe und lese wieviel Mühe und Engagement hier von dir drin steckt. Der größte Dank geht somit an dich, fühl dich lieb gedrückt und ich wünsche dir nur Gutes für die Zukunft.

  • Herrn Alex07, dem Überhaupt-erst-möglich-macher, Frau AmSee13, der Niemals-aufgeben-woller*in und allen anderen: Danke, auch für die kontroversen Ansichten, die dieses Forum überhaupt erst lebendig machen!

  • Dieses Jahr haben wir es als Familie sehr gut geschafft, das ganze Weihnachten über wirklich sehr konsequent jeglichen Stress und Anstrengung von uns zu halten. Keine Verpflichtungen, keine fest terminierten Besuche, nur spontan nach Laune, auch an den Festtagen eher "einfache" Essensgerichte, diese aber mit Liebe gekocht.

    Wir haben daher eine sehr ruhige Zeit verbracht, die uns Kraft gibt. Haben uns fest vorgenommen das nächstes Jahr wieder so zu machen, oder eventuell sogar noch mehr zu vereinfachen.

    Ich wünsche Allen hier im Forum einen guten und nüchternen Jahreswechsel - und einen guten Start in ein gesundes und glückliches Neues Jahr 2025! 🍀

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