Stationäre Therapie

  • AmSee13

    Zitat

    Zitat von Nobs

    Was soll sich bis Woche 8 ändern wenn nichts da ist.

    Was meinst du damit?

    Damit meine ich, dass sich die 1. Woche von der 8. sich nicht Unterscheiden wird. Bezogen auf Aktivitäten oder Beschäftigungen. Es ist einfach sehr sehr wenig vorhanden.

    Das soll nicht heißen, dass ich Entertainmentprogramm, wie es Bighara beschreibt, benötige oder gar voraussetzen!

    Und noch was, das ist nicht auf mein denken, handeln was Alkohol betrifft gemeint. Nur auf Beschäftigungen.

    LG Nobs

  • Damit meine ich, dass sich die 1. Woche von der 8. sich nicht Unterscheiden wird. Bezogen auf Aktivitäten oder Beschäftigungen. Es ist einfach sehr sehr wenig vorhanden.

    Woher willst du das jetzt schon wissen? Aus der Anschauung von ein paar Tagen oder hast du Therapiepläne von denen, in der 7 und 8 Woche sind, bereits eingesehen?

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Als ich in der Klinik war, sagte ich Ok, 3 Wochen, mal Boxenstopp, zusammenflicken, was kaputt ist und wieder raus. ich war ja auf keinen Fall so hinüber und bescheuert wie die anderen Mitpatienten...

    Rückblickend reagierte bzw. redete ich so, weil ich mich einnfach in Grund und Boden schämte, in einer Klinik gelandet zu sein. Meine Sichtweise veränderte sich nach den ersten Wochen fundamental. Das wünsche ich mir auch für dich

    Gruss

    Tom

  • Also, in der Entwöhnung geht auch um Struktur und den Leuten beizubringen sich anderweitig zu beschäftigen als mit Alkohol. Bei uns gab es jeden Tag bis auf einen Gruppentherapie, dann gab es noch zwei Mal pro Woche Sport (z.B. Yoga), verschiedene Dienste in der Klinik (z.B. Küchendienst), Kunsttherapie und so Werkelzeugs. Und er wollte bzw. Bedarf hatte, dem stand auch noch Einzeltherapie zur Verfügung. Diese Monotonie ist durchaus gewollt. Wie gesagt: Kein Entertainmentprogramm. Die Patienten sollen mal runterkommen, wieder ihre Gefühle und Bedürfnisse wahrnehmen, den Körper spüren und einsetzen, sich auf sich selbst konzentrieren unter dem Schutz der Käseglocke. Das ist ne harte Umstellung und viele schlagen da ganz hart auf. Statt sich mit dem Handy abzulenken, kann man sich auch Gedanken machen über sich selbst und warum man nun hier ist. Ich hab z.B. ganz viel über Gefühle gelesen und Suchtliteratur verschlungen. Ich wollte meine Krankheit verstehen. Hinzu kamen bei mir Flashbacks, die mich nach einem Monat in der Klinik eingeholt haben…da war ich aber schon drei Monate nüchtern! Es dauert ein wenig bis der Alkoholpanzer brüchig und durchlässig wird. Eine lange Konsumdauer benötigt vor allen Dingen Zeit! Alle, die mit mir in der Entwöhnung waren, hatten am Ende das Gefühl, dass die Zeit nicht gereicht hat und die Meisten - so wie ich auch - hatten noch verlängert. Man soll sich aber auch nicht zu wohl fühlen und dann in der Klinik verstecken wollen. Das passiert auch manchen Patienten.

    Am Ende steht, was du für dich aus der Maßnahme machst und für dich mitnimmst.

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