Nüchtern bleiben- egal was kommt

  • Hey zusammen, so gefällt es mir auch viel besser :)

    Danke für deine Worte, liebe Maggi . Ich hoffe immer noch, auf Wallfahrt gehen zu können. Es sind noch fünf Tage bis zum Flug. Ich nehme ja Antibiotika, aber wenn es viral ist, dann nutzt das ja nichts. Naja, wir werden sehen… Sei stolz auf dich, dass du deine Eltern mit klarem Verstand begleitet hast. Das konnte ich bei meiner Mutter leider noch nicht…. Meinem Papa geht es ja im Moment ganz gut, aber ist halt auch schon über 90 Jahre alt.
    Ja, Emily und Maggi ich muss handeln, mich bewusst entscheiden, mich nicht abzuschießen, wenn es mal wieder schwer wird.
    LG Ciara

  • Hey zusammen, so gefällt es mir auch viel besser

    Ja stimmt. Und auch das zu schnell Antibiotika verschrieben werden. Bei einem Virus hilft es nicht. Vielleicht versuchst du Sinupret mal, hilft bei mir gut. Ich schwör ja auf Akupunktur, mach ich bei mir auch. Ich drücke die Daumen, das es noch klappt mit der Wallfahrt. Und bei deinem Vater machst alles richtig! Und vergiss deine Geschwister, meine waren auch nicht da. Ich geh dann mal schlafen, der Flieger geht früh. :sleeping:

  • Emily

    Nett dass Du nachfragst. Im Grunde kann ich da wenig dazu sagen weil ich nach meinem letzten Glas, es war übrigens eine Flasche, nie Saufdruck hatte. Vielleicht lag das daran dass ich die ersten Tage, Wochen und Monate, also der Zeit wo es für die meisten am schwersten ist ihre Gier zu zügeln, wie schockgefrostet war. Ich sah von Anfang an wie weit heruntergekommen ich doch gekommen war. Saufen wenn möglich 24/7, falls das nicht klappte schon auf die nächste Dröhnung hinarbeitend und sich mal vom Alkohol erholen, diesen Luxus leistete ich mir schon lange nicht mehr. Das war dann meine jederzeit abrufbare Warnung in der Anfangszeit und sie funktionierte.

    Die Höhen und Tiefen?

    Über ersteres freute ich mich, jedoch nicht so euphorisch und überschwänglich, sondern nahm es einfach als Teil meines neuen Lebens mit.

    Und die Tiefen?

    Beispielsweise als der Hund mein bester Abstinenzbegleiter verstorben war, da lernte ich dass es oft keinen besseren Lehrer hier im Leben gibt als den Schmerz und die Krise. Auch wenn ich zuallererst die Augen zumachen wollte vor meinem Schicksal erkannte ich doch welch ein Potenzial diese Prüfungen für mich bereithalten sollten. Wirklich an meine Gefühle heranzukommen, Trauer, Abschied und wie diese ganzen Gefühlskinder heißen, das war so etwas von neu für mich und da brauchte es eine Taktik und Strategie und die hieß Geduld.

    Es dauerte solange es eben dauerte, ... very slowly... very slowly! Dann konnte ich auch meine Augen wieder öffnen und auf eine Welt blicken wo ich vollkommen akzeptierten konnte dass es okay war so wie es eben war.

    Der Alkohol hatte darin einfach keinen Platz mehr. Bei Gott nicht.

    Mit nüchternen Grüßen

    Brant

  • Es gilt bei trockenen Alkoholikern immer nüchtern zu bleiben, egal was kommt.

    Für mich bedeutet das nicht nur, keinen Alkohol zu trinken, sondern auch, sich aktiv mit den eigenen Gefühlen, Herausforderungen und Lebenssituationen auseinanderzusetzen. Die Nüchternheit ist nicht nur ein Zustand, sondern eine Haltung: sich selbst ehrlich begegnen, Verantwortung übernehmen und sich nicht von äußeren Umständen aus der Bahn werfen lassen.

    ICH bleibe klar, weil ICH es will und nicht, weil ich muss.

    Ob Stress, Trauer, Freude oder Langeweile, meine Devise ist und bleibt:

    Nie wieder ist JETZT.

    ~ bevör ik mi nu opregen deed, is dat mi lever egaal ~

  • Die wichtigste Erfahrung für mich - auf meinem persönlichen nüchternen Weg - ist der Zugewinn den ich (auch heute noch) nahezu tagtäglich konkret erlebe.

    Für nichts in der Welt möchte ich dieses kostbare Geschenk der Freiheit und Selbstfindung mehr hergeben oder eintauschen!

    Schon gar nicht für irgendwas, das letztlich doch nur mit leeren Versprechungen daher kommt, und dafür hinten herum einen ungleich hohen Tribut einfordert.

    LG Mojo

  • Das stimmt, ich bin auch so richtig in der Selbstfindung seit ich meinen trockenen Weg gehe.

    Aber das allerbeste ist diese grenzenlose Freiheit. Ohne Alk und den Weg aus der Sucht gefunden zu haben bedeutet diese Freiheit zu erhalten. Dieses Gefühl ist unbezahlbar und ist es wert auch die anfänglichen Hürden in Kauf zu nehmen.

  • Für mich bedeutet das nicht nur, keinen Alkohol zu trinken, sondern auch, sich aktiv mit den eigenen Gefühlen, Herausforderungen und Lebenssituationen auseinanderzusetzen. Die Nüchternheit ist nicht nur ein Zustand, sondern eine Haltung: sich selbst ehrlich begegnen, Verantwortung übernehmen und sich nicht von äußeren Umständen aus der Bahn werfen lassen.

    ICH bleibe klar, weil ICH es will und nicht, weil ich muss.

    Ob Stress, Trauer, Freude oder Langeweile, meine Devise ist und bleibt:

    Nie wieder ist JETZT.

    Ein toller Beitrag wie ich finde. 👍

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