Mein zufriedenes, nüchternes Leben 🍀

  • Ich bin inzwischen mehr als 1 Jahr nüchtern und es hat sich so viel in meinem Leben dadurch ins Positive geändert.

    Bei mir ist der Wunsch aufgekommen, alles hinter mir zu lassen und meinen Weg nun in einem neuen Thread weiterzuführen. Die alten Titel passen einfach nicht mehr, sind für mich veraltet. Ich habe mich sehr verändert und möchte einfach frischen Wind rein lassen. Die Altlast Alkohol habe ich entsorgt.

    Gedanken an einen Rückfall habe ich nicht mehr. Ich hüte meine Abstinenz und passe auf sie auf. Meine Gedanken und Gefühle sind leichter geworden, denn ich bin erleichtert. Die schwere Last mit dem vollen Rucksack mit allem was mit Alkohol zu tun hat, habe ich abgeworfen. Jetzt laufe ich leicht und beschwingt auf meinem nüchternen Lebensweg weiter.

    Das fühlt sich einfach nur großartig an. Ich bin sehr glücklich und froh, dass ich nun mein nüchternes, zufriedenes Leben wieder habe. Für nichts auf der Welt gebe ich das wieder her. Alkohol nein danke, ohne mich. Komme was wolle. Das ist mein neues Nie wieder…..😀

  • Hallo Emily

    An dieser Stelle möchte ich dir mal meine Anerkennung aussprechen für dein Engagement hier im Forum. Eine Botschaft weiterzugeben das ein würdiges Leben ohne die Beeinträchtigungen des Alkohols möglich ist das hat schon etwas für sich. Viele die hier sind und diejenigen die hier hoffentlich noch aufschlagen, werden den Wert deiner Zeilen zu schätzen wissen. Dafür ein inniges Dankeschön!

    Brant

  • Ich gebe sehr gerne etwas weiter, denn ich habe ja auch Hilfe bekommen und angenommen. Ich finde hier die SHG klasse und durch den Austausch erhalte ich Unterstützung. Gerne gebe ich das auch weiter, damit noch mehr Leute es schaffen aus der Suchtspirale zu entkommen.

    Und es ist wirklich machbar und möglich ein glückliches und zufriedenes, nüchternes Leben zu führen.

    Ein klarer Kopf ist im Leben unbezahlbar. Alkohol hilft bei nichts, das steht fest.

    Danke Brant, das ist ein sehr nettes Kompliment von dir 😀

  • Hallo liebe Emily.

    Ich finde es schön wie gut es Dir ohne Alkohol geht.

    Ja, es ist ein schwerer Rucksack den wir mit der Abstinenz nach und nach leeren können, um ihn dann ganz wegstellen zu können . Meiner wird Tag für Tag leichter. Ganz unter drin wuselt noch so'n bissel Krams rum, aber den bekomme ich auch noch zu packen.

    Der Weg ist das Ziel. Altes wertloses und beschwerendes werfen wir raus aus dem Rucksack, dafür füllen wir ihn mit Leichtigkeit und neuen Dingen die uns erfreuen und glücklich machen.

    Alles gute weiterhin für Deinen nüchternen, zufriedenen Weg 💕

  • Hallo Emily,

    was für ein schöner neuer Faden, der ja auch der Inspiration dienen könnte, Momente, Gedanken usw. zu teilen, wo das Leben weitergeht oder im Grunde eher erst beginnt.

    Schön, dass wir dich dabei begleiten dürfen.

    Von mir ebenfalls ein inniges Dankeschön.

    Liebe Grüße

    AmSee

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Kürzlich habe ich gespürt, dass etwas anders ist. Alkohol und sein Rattenschwanz ist in den Hintergrund gerückt und ist nur noch Erinnerung.

    Vom ersten Tag meiner Abstinenz an war das Thema nüchtern werden und Abstinz täglich allgegenwärtig. Habe immer nur „Heute“ gedacht. Heute lasse ich das erste Glas stehen.

    Aus den vielen „Heute“ ist nun über 1 Jahr geworden. In diesem Jahr ist vieles passiert, gutes wie schlechtes. Ich bin in allen Situationen trocken geblieben. Völlig ohne Rückfall.

    Ich habe aufgehört gegen den Alkohol zu kämpfen. Habe auch meinen Frieden mit mir und der Vergangenheit geschlossen.

    Und vor kurzem war es da, dieses Gefühl ein zufriedenes und freies Leben zu führen.

    Es hat nichts damit zu tun wie mein Leben läuft, natürlich gibt es Höhen und Tiefen. Aber ich erlebe alles wie es kommt nüchtern. Ich entscheide mit klarem Verstand, erlebe alles Gefühle und Gedanken nüchtern, ohne Nebel.

    Nun lebe ich mein Leben und Alkohol hat keinen Platz mehr darin. Ich bin frei. Ich zähle keine Tagen mehr und bin losgelöst aus den Fängen des Alkohols und der Sucht.

  • Diese Woche hatte einiges an Unschönem im Gepäck.

    Gesundheitliche Problemchen und auch ein größerer Schreck waren dabei, ein „schlechte Laune“ Tag ebenso, sowie ein paar Ärgernisse und Schwierigkeiten. So ist das Leben einfach manchmal.

    Aber in keinem einzigen Moment kam der Gedanke an Alk auf. Das sehe ich als großen Erfolg und ich weiß, dass meine Abstinenz auf einem sicheren Fundament steht.

    Das stärkt auch mein eigenes Vertrauen in mich selbst. Die Sucht hat ihren Schrecken verloren. Ich stehe ihr achtsam gegenüber und kenne meine Stärke. Ich bin der Sucht nicht mehr hilflos ausgeliefert.

  • Die Sucht hat ihren Schrecken verloren.

    So ähnlinch ging's mir auch, nach einem Jahr. Nur fürchtete ich mich nicht vor "der Sucht", sondern immer nur vor meinem scheinbaren Unvermögen, ich zweifelte an mir, ich traute mir nichts zu, ich haderte ... mir mangelte es an Selbstbewusstsein - so weit hatte der Alkohol mein Gehirn, mein Denken schon aufgeweicht.

    Im Nachhinein kann ich behaupten, so schlimm war die ganze Alkoholabgewöhnerei gar nicht. "Schlimm" war nur die Zeit bis zu dieser Erkenntnis, als noch alle/viele Gehirnzellen nach der "belohnungsstoffauschüttenden" Substanz gierten, wider aller Vernunft.

    Ich, mein Gehirn brauchte diese Zeit, der Rest des Körpers erhohlte sich recht schnell ... Verdauung, Schlaf verbesserten sich, sicherlich freuten sich auch die Nieren, die Leber, das Lymphsystem und alle anderen Funktionseinheiten meines Körpers, konnten sie sich jetzt endlich wieder ihrer eigentlichen Aufgabe widmen und mussten nicht ihre Energie für nötige Reparaturarbeiten verschwenden, die der Alkohol verursachte.

  • Doch eine gewisse Ähnlichkeit bei den Suchtkarrieren.

    Ich glaube auch, dass sich in der Sucht vieles ähnelt. Glaube auch, dass es früher oder später für fast jeden nassen Alki in der Suchtspirale ganz nach unten geht.

    Klar jeder Mensch ist anders und führt ein anderes Leben, aber die Sucht ist bei jedem gleich, sie führt abwärts. Glaube in der Abstinenz ist auch vieles ähnlich, aber jeder hat seinen eigenen Weg zu gehen.

  • Na ja, was heist abwärts. Klar werden die meisten erst etwas ändern, wenn es gar nicht mehr geht.
    Bei anderen Substanzen substituiert man ja durchaus erfolgreich und die Leute, leben weitgehend, ein gesundes und normales Leben. Ja, sie bleiben in der Suchtspirale, das ist der Nachteil.

  • Na ja, was heist abwärts.

    Mir hat die Trinkerei gesundheitlich ziemlich geschadet, sogar nachhaltig. Und Alkohol kann in den Tod führen.

    Bei anderen Substanzen substituiert man ja durchaus erfolgreich und die Leute, leben weitgehend, ein gesundes und normales Leben. Ja, sie bleiben in der Suchtspirale, das ist der Nachteil.

    Mit anderen Substanzen kenne ich mich nicht gut aus. Klar ich habe auch schon ab und zu Cannabis geraucht, aber eher selten und bin nicht süchtig. Das Rauchen selbst habe ich schon vor ca. 20 Jahren aufgegeben. Weitere Substanzen kenn ich ich nicht und habe ich nie konsumiert.

    Aber die Suchtspirale bei Alkohol führt abwärts und würde mein Leben ruinieren. Ich habe es geschafft rechtzeitig zu entkommen und das ist mein großes Glück. Meine Abstinenz hat für mich allerhöchste Priorität und ist das wichtigste für mein zukünftiges Leben. Nur nüchtern kann ich ein schönes Leben führen. Mit Alkohol würde mein Leben die Bach runter gehen und wäre kein Pfifferling mehr wert. Das ist mir so sehr bewusst, dass ich kein, absolut nicht das geringste Risiko eingehe, was meine Abstinenz gefährden könnte.

    Ich fühle mich so glücklich, frei und wirklich zufrieden ohne Alkohol mein Leben zu leben.

    Abwärts heißt für mich: krank, alles verlieren was ich habe, und ggf. Tod. Deshalb gehe ich meinen nüchternen Weg.

  • Okay verstanden, wenn auch nicht direkt aus eigener Erfahrung (mir hat es gerreicht), weiss ich genau wie übel das mit Alk werden kann.
    Gibt dennoch viel dazwischen, Leute trinken zwar riskant, sind sürchtig, funktionieren aber über Jahrzehnte usw. Einen richtigen Tiefpunkt gibt es da oft gar nicht, eher mehrere kleine.
    Gesund und Frei - ist natürlich ganz anders.

    Auch ja, ich bin ürbrigends ebenfalls heil froh, dass bei mir nichts mehr so läuft wie vor ein paar Jahren, was den Alk betrifft.
    Das sehe ich natürlich auch als eine große Befreiung. Mittlerweile ist mir z.B. ein gutes Eis um einiges lieber.. Man muss eben, etwas besseres dagegen setzen können.


    Freut mich für Dich wie es läuft!

  • Die letzten Tage ist mir wieder bewusst geworden wie kostbar meine Abstinenz für mich ist. Ich bin sehr dankbar und froh, dass ich es geschafft habe nüchtern zu werden und auch zu bleiben.

    Manchmal ist es nötig dabei bei sich selbst zu bleiben. Mich nicht beirren lassen auf meinem Weg ohne Alkohol. Missgunst oder Neid können als Stolpersteine belasten. Da habe ich gelernt, dass es wichtig ist zum Schutz meiner eigenen Abstinenz, mich abzugrenzen. Wie Alkohol eigentlich nette Menschen zum negativen verändert. Dies zu erleben, hat mich weiter davon überzeugt, nie wieder Alkohol zu konsumieren.

    Ohne Alkohol zu leben macht mich deshalb zufrieden, weil ich mein Leben wach und klar meistern kann. Mit klarem Kopf treffe ich gute Entscheidungen. Mein Leben ist nicht besser oder schlechter geworden, der Unterschied ist einfach, dass ich es nüchtern lebe. Und das ist das Schöne daran und macht mich glücklich und dankbar.

  • Hallo Emily,

    auch ich bin froh, es endlich begiffen zu haben: Alkohol macht nichts schöner, besser, erleichtert nichts.

    Im Gegenteil. Ist das nicht ein Lernprozess, ein Verstehen, Begreifen, ein sich bewusst werden?

    Muss man da besonders intelligent sein oder genügt da der normale Hausverstand, den man von zu Haus mitbekommt?

    Oder ist dieser von zu Haus (trinkende Mitmenschen) mitbekomme Verstand, der Beginn allen Übels?

  • Ich kenne jetzt beide Seiten vom Alkohol. Ich weiß wie es ist mit und wie es ist ohne.

    Ich weiß nicht ob man besonders intelligent sein muss um den Unterschied zu begreifen und sich bewusst zu machen.

    Bei mir war das einfach da, ich habe es gewusst auf welcher Seite ich stehen wollte.

    Die nüchterne Seite, sie ist für mich die richtige Wahl. Und da werde ich auch bleiben 😊

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!