...ich denke ich habs begriffen

  • Wenn du nicht süchtig bist, dann trink einfach mal mindestens 6 Monate nichts.

    Hallo Micha,

    Tom's Vorschlag ist doch ein akzeptabler, wenn dir 6 Monate zu viel sind, beginne mit 3 ... 4 Monaten. Das tust du doch für dich, nur für dich.

    Wenn dir trinken mehr Vorteile bringt und du dich (wirklich!) wohler fühlst, lass es so wie es ist.

  • wenn dir 6 Monate zu viel sind, beginne mit 3 ... 4 Monaten

    Ich kann nicht an zwei Händen abzählen wie oft ich das gemacht habe, ich habe das zigmal durch. Auch mal 2 Monate - um dann vor mir zu der Erkenntnis zu kommen: ES GEHT! Ich bin kein Alki, also wieder zurück zur Tagesordnung - weitertrinken. Dann hatte ich irgendwann wieder das ungute Gefühl es wäre vielleicht doch nicht alles in Ordnung - schnell mal wieder ne (Rechtfertigungs-)Pause eingeschoben. Aber Moment, nächste Woche ist auch noch die Geburtstagsparty. Dann höre ich erst danach auf. Was für ein krankes Mindset.

    Ich glaube die letzten 20 Jahre habe ich immer wieder mit dieser Erkenntnis meinen Konsum schöngeredet. Auch durch die Tatsache, dass ich keine Toleranz entwickeln konnte. Denn Alkis sind die, die sich zwei Flaschen Wein oder Schnäpse reinschrauben.

    In meinem persönlichen wissenschaftlichen Experiment bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass 6 Monate schon das Minimum sind, aber 1 Jahr Nüchternheit komplett das Denken verändert.

    Beste Grüße Helga

  • Wart mal ab. Da kommt gewiss noch mehr. 😉


    N bissl Sorgen mache ICH mir, weil du vor dem Stopp dermaßen viel Alkohol konsumierst hast und n kalten Entzug hinlegst. Denn das tust du gerade.
    Nimm das bitte nicht auf die leichte Schulter, auch wenn’s bislang gut gelaufen ist. Pass auf dich auf!

    Ja ich hatte auch sorgen ob das gut geht von heute auf morgen, aber wie gesagt im Moment, geht es echt gut. Danke für deine Worte.


    Ich mach da mal ne kurz Antwort raus. Meine Perspektive diese Lücke zu füllen ist der Sport, ich hab früher viel Sport getrieben und habe jetzt seit 5 Tage wieder richtig angefangen Diszipliniert zu Trainieren und das is mein Ventil. Keine Sorge mit dem zu nahe treten, ich kann einiges ab und bin ja auch hier um zu reden.

  • Ich kann nicht an zwei Händen abzählen wie oft ich das gemacht habe, ich habe das zigmal durch. Auch mal 2 Monate - um dann vor mir zu der Erkenntnis zu kommen: ES GEHT! Ich bin kein Alki, also wieder zurück zur Tagesordnung - weitertrinken. Dann hatte ich irgendwann wieder das ungute Gefühl es wäre vielleicht doch nicht alles in Ordnung - schnell mal wieder ne (Rechtfertigungs-)Pause eingeschoben. Aber Moment, nächste Woche ist auch noch die Geburtstagsparty. Dann höre ich erst danach auf. Was für ein krankes Mindset.

    Ich glaube die letzten 20 Jahre habe ich immer wieder mit dieser Erkenntnis meinen Konsum schöngeredet. Auch durch die Tatsache, dass ich keine Toleranz entwickeln konnte. Denn Alkis sind die, die sich zwei Flaschen Wein oder Schnäpse reinschrauben.

    In meinem persönlichen wissenschaftlichen Experiment bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass 6 Monate schon das Minimum sind, aber 1 Jahr Nüchternheit komplett das Denken verändert.

    Ich beantworte hiermit mal direkt die beiden letzten weils ziemlich das gleiche beinhaltet. Ich kann noch nich sagen was nach den 6 Monaten ist, es kann auch sein das ich sage: Hey ich mach weiter oder ich kann behaupten, ich habs geschafft.

  • Ich beantworte hiermit mal direkt die beiden letzten weils ziemlich das gleiche beinhaltet. Ich kann noch nich sagen was nach den 6 Monaten ist, es kann auch sein das ich sage: Hey ich mach weiter oder ich kann behaupten, ich habs geschafft.

    Ich sag’s mal so: Das ist jetzt auch nicht zu erwarten, dass du das schon sagen kannst.

    Ich selbst habe solche Erfahrungsberichte anderer übrigens zum Anlass genommen, mal genauer bei mir selbst hinzuschauen.

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Hallo tadlos

    Natürlich weiß ich nicht wie AmSee13 dieses tiefer gehen für sich erlebt hat. Bei mir hat es sich ungefähr so abgespielt. Ich gab dem Alkohol vielleicht 25 bis 30% und dachte halt darüber hinaus bin ich ganz normal und passabel mit all den Rollen die ich sonst im Alltag so spielte. Als ich dann trocken wurde fielen zuerst mal viele Hindernisse weg. Es klappte einfach vieles besser. So langsam begann ich Gefallen zu finden an diesem neuen Aussichten, spürte jedoch in mir dass ich da schon mal genauer hinschauen musste auf meine Denkschematas und Glaubenssätze in Verbindung mit dem Alkohol. Und ungefähr zwei Monate nachdem ich das Trinken aufgehört hatte war da so eine Art hindurchgehen für mich. Ich sah meinen Konsum und mein bisheriges Leben und war schockiert als ich fast leibhaftig dem begegnete wer ich denn wirklich war. Durchtränkt zu 100%. So deprimierend wie es sich vielleicht anhört kann ich nachträglich sagen dass war der Durchbruch. Denn von dem Zeitpunkt an fiel sehr viel von mir ab was so an psychischen Ballast vorhanden war. Der Alkohol verlor seinen Schrecken. Denn ich wusste jetzt um meine Rolle.

    Ich heiße Brant und bin ... und vorher wusste ich das doch nicht. Echt erstaunlich. So war es.

  • Hallo tadlos

    Natürlich weiß ich nicht wie AmSee13 dieses tiefer gehen für sich erlebt hat. Bei mir hat es sich ungefähr so abgespielt. Ich gab dem Alkohol vielleicht 25 bis 30% und dachte halt darüber hinaus bin ich ganz normal und passabel mit all den Rollen die ich sonst im Alltag so spielte. Als ich dann trocken wurde fielen zuerst mal viele Hindernisse weg. Es klappte einfach vieles besser. So langsam begann ich Gefallen zu finden an diesem neuen Aussichten, spürte jedoch in mir dass ich da schon mal genauer hinschauen musste auf meine Denkschematas und Glaubenssätze in Verbindung mit dem Alkohol. Und ungefähr zwei Monate nachdem ich das Trinken aufgehört hatte war da so eine Art hindurchgehen für mich. Ich sah meinen Konsum und mein bisheriges Leben und war schockiert als ich fast leibhaftig dem begegnete wer ich denn wirklich war. Durchtränkt zu 100%. So deprimierend wie es sich vielleicht anhört kann ich nachträglich sagen dass war der Durchbruch. Denn von dem Zeitpunkt an fiel sehr viel von mir ab was so an psychischen Ballast vorhanden war. Der Alkohol verlor seinen Schrecken. Denn ich wusste jetzt um meine Rolle.

    Ich heiße Brant und bin ... und vorher wusste ich das doch nicht. Echt erstaunlich. So war es.

    Ok das klingt sehr einsichtig... Ich hoffe das ich in ein paar Monaten auch weiter oder weiser bin als jetzt... Danke für deine Wort.


    Ich sag’s mal so: Das ist jetzt auch nicht zu erwarten, dass du das schon sagen kannst.

    Ich selbst habe solche Erfahrungsberichte anderer übrigens zum Anlass genommen, mal genauer bei mir selbst hinzuschauen.

    Und genau das is mein Plan hier Berichte, Berichte, Berichte....

  • ich hab früher viel Sport getrieben und habe jetzt seit 5 Tage wieder richtig angefangen

    Das mit dem Sport finde ich gut. Das hilft immer wieder gut auch um mal einfach den Kopf frei zu bekommen.

    Und die gute Nachricht ist ja, es gibt noch vieles mehr was hilft und was man so tun kann. Aber dafür bist Du ja u.A. denke ich auch hier. Bin gespannt wie es hier so weiter geht:thumbup:

    Ich kann noch nich sagen was nach den 6 Monaten ist,

    Kann ich auch gut nachvollziehen. Ging mir ebenfalls so.

    Ein halbes Jahr konnte ich kaum überschauen. Ich sagte mir, vielleicht ein viertel, vielleicht auch ein halbes Jahr. War aber auch offen dafür -wenn nötig- auch länger. Auf jeden Fall war für mich wichtig: auf jeden Fall so lange, bis sich wirklich grundlegend was verändert hat für mich.

    Gute Grüße in den Tag!

    Mojo

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