• "Aufstehen und Krone richten ist was für Mädchen. Echte Frauen basteln sich aus den Scherben ihres Lebens eine Discokugel und tanzen darunter!"

    Das schrieb mir meine Enkelin mal 🥹 Und ich schicke es euch heute zum Weltfrauentag 🌈

    Never give up 💪 Der "liebe Onkel Suchtmittel" verar... mich nicht mehr. Also heute nicht. Feel free to say no.

  • ...Der nächste Planet wurde von einem Säufer bewohnt. Sein Besuch war nur sehr kurz, doch versenkte er den kleinen Prinzen in eine tiefe Traurigkeit: »Was machst du hier?«, sprach er zu dem Säufer, den er stumm sitzend vor einer Reihe leerer und einer Reihe voller Flaschen vorfand.
    »Ich trinke«, antwortete der Säufer mit düsterer Miene. »Und warum trinkst du?«, fragte der kleine Prinz. »Um zu vergessen«, antwortete der Säufer.
    »Was willst du vergessen?«, fragte der kleine Prinz, der ihm schon leid tat.

    »Ich will vergessen, dass ich mich schäme«, gestand der Säufer und ließ den Kopf hängen.
    »Über was schämst du dich?«, fragte der kleine Prinz beharrlich weiter, denn er wollte ihm helfen.
    »Ich schäme mich, weil ich saufe!«, sagte der Säufer abschließend und hüllte sich in tiefes Schweigen.

    Da verschwand der kleine Prinz bestürzt.

    »Die großen Leute sind wirklich sehr, sehr sonderbar«, dachte er sich während er weiterreiste.

    -aus: Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry, erstmals erschienen im April 1943-


    Moinsen. Sitze hier, stricke meinen Frühlingspulli weiter und höre wieder mal "den kleinen Prinzen", eines meiner Lieblingshörbücher 🥰 Dunkel meine ich mich zu erinnern, dass ich diesen Text schon mal hier ins Forum einfügte. Ich mag Dinge, die zu einem guten Ritual werden mögen 🤘😊

  • „Der kleine Prinz“ habe ich im KH während meiner Entgiftung gelesen, zum ersten Mal. Das ganze Buch ist einfach genial, aber das kurze Kapitel über den Säufer war natürlich etwas ganz besonderes!

  • Absolut - meine beste Empfehlung für alle Menschen, die immer noch die eigene innere Kindheit mögen; auch an alle, die an die wahre Liebe glauben können. Und an die, die die Sterne lachen hören wollen. Und an die, die Traurigkeit als Geschenk nehmen und trotzdem oder gerade weil wieder versuchen zu lächeln. 🌈

  • Moinsen. Und wieder mal Luxusprobleme? Mittwoch kam die neue Waschmaschine und seitdem bin ich gestresst. Die alte stand im Waschkeller, die neue will ich im Bad haben. Ich hasse Veränderungen. Und ich hasste den Waschkeller.

    Nun also umräumen, Platz machen, umsortieren, Möglichkeiten hin und her wälzen. Soll ja Menschen geben, für die ist das ein Hochgenuss. Ich habe sowohl die Zeit als auch ein bisschen Geld dafür. Nur nicht mehr die Nerven. Weggesoffen? Leider möglich. Aber ich bleib dran. Auf irgendwann schieben und lieber irgendwas konsumieren? Nein. Heute nicht. 🤘 Dafür habe ich mich viel zu lieb gewonnen. Und die neue Waschmaschine auch 🥰😉

  • Alte Frau ist leider kein D-Zug mehr ;) War heute Stunden unterwegs, puuuhhh... Aber ich habe ergattert: Ein passendes Schränkchen fürs Bad, einen süßen winzigen Schuhschrank mit Sitzbank (60plus Version^^) und tadaa: einen Akkuschrauber 🤘 Morgen geht's los. Aber ich schwör, ich ziehe nie mehr um! 😅

  • Moinsen. Ich hab keine Lust mehr. Null. Obwohl alles besser ging als ich dachte. Samstag alles aufgebaut uns sogar Löcher gebohrt, yesss! Sonntag ausgemistet, geputzt, geräumt, umgeräumt, Wandflecken mit Farbe ausgebessert. Aber heute noch nicht fertig. Und deshalb: Siehe oben ⬆️

    Jammern ist ok. Finde ich. Weil wenn frau neue Möbelchen kauft, ist ja sozusagen der Frühjahrsputz inklusive. Und jetzt zieh ich mir die Schürze^^ wieder an und mach weiter. Halbe Sachen will ich in meinem Leben nicht mehr stehenlassen.

    Ich wünsche euch, was ihr mir wünscht 🤘😉

  • Moinsen. 🎶Immer wenn ich traurig bin, trink ich keinen Korn🎶 (frei^^ nach Heinz Erhardt) sondern belohne mich. Mit Wäsche waschen in der neuen Maschine🤘 Und für die Schufterei der letzten Tage nachher mit einem Besuch in meiner Lieblingsstadt in einem meiner selbstgestrickten Lieblingskleider.

    Ein leckeres Mittagessen irgendwo und zum krönenden Abschluss lecker Kaffee in meinem "besonderen Café", wo liebe Menschen mit mir traurig sind über den Tod der Sängerin von Rosenstolz🌹

    Und auch heute wieder: Null Lust rauszugehen. Aber ich weiß jetzt schon (wie immer beim Nordic Walking), dass es hinterher gut war. "Einfach mal machen" steht an meinem Kühlschrank. So einfach und so schwer. Oder wieder mal Luxusproblem? Bin durcheinander. Auch politisch, aber das ist eine andere Geschichte.

    Wünsche uns allen Gesundheit🌞 und Frieden🌈

  • Moinsen. Es wird immer klarer: Ich kann nicht mit "netten Normalen". Das ist so ein Lebensmuster. Geboren und aufgewachsen im Drama, später viele Ortswechsel und selbst Regisseurin meines eigenen Suchtdramas.

    Und heute: Gleich wieder Walken in einer netten Gruppe. Ein paar Monate habe ich geschafft, jetzt ertappt ich mich dabei, dass ich mich überrede. "Die sind doch nett, die haben dich so freundlich aufgenommen, schmeiß doch nicht schon wieder soziale Kontakte, noch dazu beim sporteln - so wichtig für/gegen alles gesundheitlich, usw. usw."

    Meine Gegenargumente "die laufen zu schnell, ich kann besser alleine, die Anmeldung zum gemeinsamen Ausflug bereue ich auch schon, bla bla"

    Hier im Netz ist es so supereinfach. Ich quengel bissi rum, irgendjemand liest es, selten Antwort, aber ich bins gut los. Also ohne echte Konsequenz.

    Naja, laberrhabarber wieder mal... Hab gestern beim was Suchen ein Bild von meinem 40. Geburtstag gefunden. Mein großer Sohn 17, mit seiner Tochter 1, meine Tochter 15, mein kleiner Sohn 11. Da lebten wir schon getrennt. Und ein paar Monate später begann erst meine Suchtverlagerung auf Alk, scheiße... 💧 Manchmal hasse ich mich und mein Leben. Laufen statt saufen? Ja, klar... Aber es ändert null an meiner Trauer. Was für ein Trümmerhaufen 💔💔💔

    Und was wäre ich für ein Mensch, wenn ich versuchte, das schönzureden 🤢

  • Traurig bin ich sowieso (Lied von Bettina Wegner, uralt, die habe ich ca. 1980 das erstemal gehört) - und doch. Laufen hilft. Soziale Kontakte helfen. Ich müsste ein Herz aus Stein haben, um eben nicht berührt worden zu sein. Allein die Natur. Was Stilles Wasser im "Medizinrad" so wunderschön mit Frühlingsblüten schmückte - das sah ich eben draussen...

    Den gemeinsamen Ausflug habe ich abgesagt mit einer kleinen Lüge für normale Menschen. Und evtl. sind die Frauen (und der Quotenmann^^) heute langsamer gelaufen, weil es so ein Prachtwetter ist. Vielleicht bin ich auch fitter durch die Umräumerei die letzten Tage. Ich war stiller als sonst und begründete das auf Nachfrage mit dem Akt der neuen Waschmaschine.

    Ich werde weiter hin gehen.

    Denn wenn ich in eine erneute "Schuld-Depression" rutsche und meinen Kindern was vorheule, schade ich wieder allen. Auch mir.

    Danke fürs Lesen. Ich wünsche uns Kraft und Selbstliebe. 💜

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  • Moin ichso,

    die Formulierung „Ich kann nicht mit "netten Normalen". Das ist so ein Lebensmuster. Geboren und aufgewachsen im Drama, später viele Ortswechsel und selbst Regisseurin meines eigenen Suchtdramas“ wirkt, als wenn du da negativ über dich sprichst….
    Ist das so? Sprichst du da negativ über dich?


    Und was das andere angeht…. Siehe das Motto unter meinem Beiträgen…

    Alles hat seine Zeit, meine Liebe. Auch Trauern…


    Hier im Netz ist es so supereinfach. Ich quengel bissi rum, irgendjemand liest es, selten Antwort, aber ich bins gut los. Also ohne echte Konsequenz.

    Hier habe ich insbesondere durch wolfsfrau erkannt, dass es mitunter nur ums Teilen geht und nur ums Teilen und nicht mehr…

    Liebe Grüße

    AmSee

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Grüße dich, AmSee,

    nein, ich spreche nicht negativ von mir, ist eher gemeint im Sinne von "ist halt so". Als Beispiel nehme ich mal das Behindertencafé: Dort rede ich mit Null vorher nachdenken (genau wie ich hier anonym schreibe). Die Betroffenen und SozialarbeiterInnen dort wissen um meine Diagnosen und um meine Suchterkrankungen. Fühlt sich ein Stück weit an wie Wahlfamilie. Ähnlich wie bei den politischen Freundinnen, wo ich nachher zum Kaffee bin.

    Beim Nordic Walking sind es fremde (ausser eine mit psychischer Erkrankung, die ich aus dem Café kenne) und wahrscheinlich "eher normale" Menschen. Klar, auch Diagnosen, aber eher so körperliche Sachen. Da unterscheide ich in der Wahrnehmung (nicht in der eigenen!) zwischen "guten und schlechten" Krankheiten. Es fühlt sich gruselig für mich an, mich in diesem, sorry "spießigen" Kreis als saufende Mutter zu outen. Muss ich ja nicht. Muss halt dann mehr vorher überlegen, was ich raushaue. Weites Feld...

    Was ich dort lerne: Angemessen über angemessene Themen zu plaudern ;) Und das muss ich wollen, denn das hat in meinem Kopf wenig Sinn.

    Und wegen dem "hier Teilen": "Nur ums Teilen und nicht mehr" schriebst du. Für mich ist es "Teilen und nicht weniger" geworden ❤️‍🩹 Bin froh, dass ich wieder hier bin. Und jetzt mache ich mir einen "angemessenen Diabetes-Milchreis"^^ Den Tipp bekam ich vorhin von einer netten Normalen beim Walken 😋

  • Angemessen über angemessene Themen zu plaudern

    Welch' wahrer Satz!

    Wäre da nicht das Schwierige: dein Angemessen oder mein Angemessen? Wie offen und ehrlich darf ich meine Meinung äußern, damit es nicht für dich ungangemessen wird? Damit nicht deine Gefühle, eventuell, verletzt werden und/oder du dich weiter für dieses Thema interessierst oder überhaupt dafür interessierst?

    Viele wollen einfach nur etwas mitteilen, ihre Meinung sagen und fertig! Auch viele, wollen sich unterhalten, sich austauschen.

    Die "netten Normalen" sind zwar oft nett, ebenso wie die "netten Verrückten", doch manchen genügt einfach nur Nettsein nicht, weil's soooo nett auch schnell fad und belanglos werden kann.

    ^^

  • Liebe Ichso, ich muss gestehen, dass ich nur Bahnhof verstehe. Deine ganze Geschichte kenne ich leider nicht.

    Ich sehe mich als „nette Normale“ die leider einige Jahre zuviel gesoffen hat. Ansonsten alles normal, Familie, Job, Hund.

    Ich schaue, dass ich jeden Tag das beste aus dem Leben mache. Dabei ist auch vieles Alltag und Routine.

    Ein paar Krankheiten habe ich auch, spreche da aber so wenig wie möglich drüber. Auch gibt’s einige Probleme wie z.B. schlimme Krankheitsfälle in der Familie, die mich belasten.

    Das Lied kenne ich nicht, habe es mal angespielt, aber es gefällt mir nicht. Ist so gar nicht mein Ding.

    Wie geht es dir denn? Trocken bist du glaube schon lange, oder? Hast du gesundheitliche Probleme?

    Ist doch nett in einer Walking Gruppe zu sein. So kommst du raus und kannst den Frühling und die Natur genießen und hast auch noch Gesellschaft. Hört sich doch gut an.

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