Guten Morgen ihr Lieben.. Ich bin weiblich, 42 und trinke regelmäßig wieder seit September 2023.. Davor hatte ich eine Pause von einem dreiviertel Jahr und hab dann eher aus Langeweile wieder angefangen.
Zu meinem Konsum: ich hab zum Schluß in der Woche Abends zwei Bier getrunken, manchmal drei. Und an den Wochenenden wurden es täglich schon mal bis zu 6.
Ich trinke jetzt den zweiten Tag schon nicht mehr, körperliche Beschwerden habe ich keine, auch wenn ich natürlich weiß, das ein kalter Entzug nicht harmlos ist.
Meine Beweggründe sind eigentlich einfach.. Ich hasse diese Scham, betrunken was blödes gesagt zu haben, werde oft sehr emotional und oft auch ungerecht.
Am Tag danach natürlich Ängste, Scham und vor allem jede Nacht dieses Wachliegen und wissen, daß etwas gerade aus dem Ruder läuft.
Bei mir war es nur Bier, nie was anderes. Und ich hasse es langsam. Ich bewundere euch. Ihr wirkt alle so zufrieden und ich möchte gerne auch wieder diese Zustand erreichen und bin tatsächlich auch an dem Punkt, wo ich weiß, Trinkpausen machen die Situation schlimmer. Man glaubt, ach eins geht doch.. Aber meiner eigenen Erfahrung nach wird es nach jeder Pause schlimmer. Ich möchte es nicht mehr.
Das Einzige, was mir Angst macht ist, daß ich aktuell das Gefühl habe, ohne das Bier zum Kochen, zum Putzen etc macht nichts mehr Spaß. Ich hab ein dreiviertel Jahr ausgehalten und fand es gut. Und nun steh ich erneut da und kann kaum glauben, daß es wirklich so war.
Ich trinke eigentlich weder aus Streß noch aus Druck. Es ist bei mir tatsächlich eher so ein "Mir ist langweilig, ach wieso kein Bier jetzt.."
Alles sehr verwirrend grad für mich. Ich hoffe, ich hab nichts vergessen zu erwähnen.
Ach so, ich hab einen Job und ansonsten ein recht angenehmes Leben.