Ich wage das zu bezweifeln.
Dann ist doch diese ganze Diskussion für die Katz' ! Suchtdruck ist das nicht auch ein Sich-abschiessen-wollen?
Ich wage das zu bezweifeln.
Dann ist doch diese ganze Diskussion für die Katz' ! Suchtdruck ist das nicht auch ein Sich-abschiessen-wollen?
Jeder ist so individuell und so hat jeder auch seinen eigenen individuellen Weg.
Genau, den muss jeder für sich finden, für sich allein, allen Kontroversen zum Trotz. Was bei mir funktionierte, funktioniert bei dir vielleicht nicht. Wird nicht darum sich auch ausgetauscht, um einen für sich passenden Weg zu finden?
Suchtdruck ist das nicht auch ein Sich-abschiessen-wollen?
🤔
Da hast du nicht ganz Unrecht. An die habe ich in diesem Zusammenhang hier gar nicht gedacht…
Ob die deine Ausführungen allerdings zum Nachdenken bringen, ob sie das lesen, wenn sie Suchtdruck haben ? - Ich weiß es nicht, kann‘s überhaupt nicht beurteilen. Die Zeit wird’s wohl zeigen.
Ob die deine Ausführungen allerdings zum Nachdenken bringen, ...
Wer's nie probiert, wird es auch nie herauskommen!
Hätte ich nie nachgedacht, auch über den vielen Schwachsinn, würde ich heute noch meine Alkflaschen zum Glascontainer bringen und mich bedauern!
Scheitern gehört auch zum Erfolg, ebenso wie Zweifeln, Hinterfragen.
Scheitern gehört auch zum Erfolg, ebenso wie Zweifeln, Hinterfragen.
Womit wir bei einer Sichtweise wären, die mir persönlich gefällt:
„Ich bin nicht 10.000 Mal gescheitert. Ich habe erfolgreich 10.000 Wege gefunden, die nicht funktionieren.“
Thomas Alva Edison, Erfinder der ersten brauchbaren Glühbirne
Will ich? ist doch die alles entscheidende Frage!
Einmal dem Suff verfallen, wird's nicht gerade einfach, wieder davon loszukommen. Aber es gelingt!
Antrainierte "Mechanismen" (im Kopf) wird man wieder los. Ich oder andere erfolgreich permanent Alkoholfreie sind doch keine "Sonderwesen" mit speziellen Fähigkeiten!!! Wir hielten durch, eigneten uns ein (anderes) Bewusstsein an, festigten es ... das ist doch keine Zauberei.
Es braucht Zeit, auch muss man geduldig sein, durchhalten, sich permanent in Gelassenheit üben (wohl der schwieigste Teil), doch es funktioniert!
Paul, ich finde das hast du großartig geschrieben und absolut auf den Punkt gebracht.
Suchtdruck ist das nicht auch ein Sich-abschiessen-wollen?
Ich würde sagen nein, jedoch während meiner trockenen Zeit. Während meiner Abstinenz hatte ich schon Suchtdruck. Da wollte ich mich nicht abschießen. Ich wollte meine Abstinenz erhalten und habe durchgehalten.
Aber während meiner nassen Zeit war es so. Ja da war Suchtdruck ein Sich-abschießen-wollen. Das war dann schlichtweg die Sucht und das ist bei Alkoholikern so.
Wer kein Alkoholiker ist, will sich vielleicht auch mal abschießen. z.B. in der Clique oder auf einer Party o.ä. dann am nächsten Tag den Kater auskurieren und gut ist. Der jenige muss ja nicht trinken. Aber ich als Alkoholikerin musste ja trinken. Ich konnte nicht aufhören, einfach weil ich süchtig war.
Das war dann schlichtweg die Sucht
Die Sucht ist doch ein Verändernwollen des gegenwärtigen Zustandes, mit den einfachsten, schnellsten, bekannten und bewährten Mitteln, ein hervorrufen von Wohlbedinden! Ein Ertäglich(er)machen.
Erst wenn die Folgen, der Kater (Achtung: nicht männliche Katze
) am nächsten Morgen, das drohende Leberversagen oder andere unerträgliche Folgen größer sind, als der zu erwartende Vorteil, man sich dessen bewusst ist, setzt doch ein Umdenken, ein "Wollen" ein. Wenn der zu erwartende Erfolg größer ist ( nüchtern sein und bleiben), als der kurze (berauscht sein).
Die Sucht ist doch nichts Reales, Haptisches (Greifbares), es ist doch ein emotional bedingtes Unvermögen (mit einer Situation zurechtzukommen), ähnlich der Angst, Trauer oder sonstigem negativen Gefühl, beim Süchtigen.
Die Sucht ist doch ein antrainiertes Verhalten, welche zur "Eigenschaft", die durch Botenstoffmangel oder -überprodukton (im Hirn), wurde.
Wer kein Alkoholiker ist, versucht doch dieses "Abschiessen" zu vermeiden, 'n bissel verzaubert sein, "angerauscht", locker sein ... das will man doch! Es kommt doch nur zum Blackout, weil man nicht richtig dosiert/dosieren kann.
"Ich musste trinken, weil ich süchtig war ..." = warum konnte ich bestimmte Situationen nicht ertragen oder wollte es nicht ertragen? Weil ich so selbstbewusst, mir so sicher war?
Aber ich als Alkoholikerin musste ja trinken.
Warum? Weil du dich selbst nicht ertragen konntest?
Was ist jetzt anders? Die Welt blieb ja gleich.
Warum? Weil du dich selbst nicht ertragen konntest?
Was ist jetzt anders? Die Welt blieb ja gleich.
Ich war dem Alkohol gegenüber machtlos. Das wurde gegen Ende immer schlimmer, immer mehr und ich hatte eine immer höher werdende Toleranz entwickelt.
Doch, ich konnte mich ertragen. An mir war und ist nichts warum ich trinken musste.
Denke ich war überlastet. Als alleinerziehende Mutter und voll berufstätig hatte ich kaum Freizeit. Und dazu kam, dass ich wenig Geld hatte. Ich musste meinen Kindern oft sagen es ist Geiz ist geil Zeit.
Ich bekam schon Panik wenn meine Gesichtscreme langsam leer wurde oder Kinderkleidung gekauft werden musste. Ich war auch manchmal neidisch auf Leute, die ein ruhiges und entspanntes Leben führen konnten. Die Finanziell safe waren und es sich gut lassen gehen konnten.
Ich habe in der Zeit angefangen abends zur Entspannung zu trinken. Mein Feierabend begann erst um 23 Uhr und morgens kurz vor 6 ging der neue Tage los. Da habe ich auf die Schnelle 2 Gläser Wein getrunken.
Als ich dann zur Alkoholikerin wurde, habe ich Wein wie Wasser getrunken.
Liebe Emily ich danke dir für deine Offenheit 💜 Das ist in meinem Kopf sehr mutig. Trinkende Mütter haben in der Gesellschaft meiner Erfahrung nach noch einen besonders schlimmen Stand. Ich war ja auch eine. Fühl dich umarmt und verstanden 🤗
Und das ist es auch, was evtl. Mut macht. Eigene Geschichten zu lesen oder zu hören (in realen Suchthilfegruppen). Und nicht: man oder wir oder die. Um nicht wieder von allen zu schreiben 🤮 Also in meinem Kopf.
Ich habe in der Zeit angefangen abends zur Entspannung zu trinken.
Benutzten wir nicht alle Alkohohl als "Beruhigungspille", als Herrunterfahr-Mittel, Sedativum, als Retter in der Not ... wenn gar nichts mehr ging? Wir am Ende unserer Kräfte, Nerven waren, wir der Verzweiflung, der Ausweglosigkeit machtlos (?) ausgeliefert waren? Anfänglich sicher auch als Stimula/Stimulierung, um bestimmte Reize zu verstärken - wenn denn die Dosierung stimmte!
Was hat sich heute, nüchtern, geändert? Sind wir gelassener geworden, weil wir eh' nix ändern können? Fügen wir uns, akzeptieren, worauf wir sowieso keinen Einfluss haben? Sind uns bestimmte Sachen schei**egal geworden? Oder ist's gar die "Altersmilde", uns bestimme Sachen jetzt/heute nicht mehr soooo wichtig erscheinen?
Warum rege ich mich nicht mehr so auf ... wie früher? Warum kann ich heute div. "Laberrhababer" lächelnd und sehr nachsichtig ertagen, worüber ich mich früher noch erregte?
Bin ich weiser geworden, sprich: gelassener, toleranter? Oder produziert mein Körper, altersbedingt, weniger Stresshormone? Früher wollte ich immer die Welt verändern.
Heute nehme ich die Welt wie sie ist, einfach so, fast (!) schon gleichgültig, gönne jedem seine Meinung, auch seine Fehlbarkeit und mir die meine.
... wenn der Nachbar seine Kinder schlägt, in fernen Ländern die Bomben fallen oder der Planet, langsam, sich mehr und mehr erhitzt ... was kann ich schon allein (!!!) dagegen tun? Mich aufregen - schadet nur mir!
Ein Bekannter, ein niemals nüchterner Alkoholiker, Mitte/Ende 60, fand sich mit sich und seinem nicht gerade rosigen Lebensumständen ab, mit dem Satz: "Was will man (ich) denn machen?" "... warum soll ich mit der Sauferei aufhören? Das ist doch noch das Einzige was ich hab' ... und sterben tu' ich sowieso, warum nicht besoffen? Dann tut's wenigstens nicht weh." = irgendwie traurig, doch wenn man keine Ziele mehr hat, jedenfalls keine erreichbaren?
...
Benutzten wir nicht alle Alkohohl als "Beruhigungspille", als Herrunterfahr-Mittel, Sedativum, als Retter in der Not ... wenn gar nichts mehr ging? Wir am Ende unserer Kräfte, Nerven waren, wir der Verzweiflung, der Ausweglosigkeit machtlos (?) ausgeliefert waren? Anfänglich sicher auch als Stimula/Stimulierung, um bestimmte Reize zu verstärken - wenn denn die Dosierung stimmte!
Warum ist dir das wir so wichtig, Paul , dass du das wir hier so betonst und auch an anderen Stellen über andere Menschen sprichst?
Ich bin u.a. durch dieses Forum hier sehr nachdenklich geworden bzgl. Aussagen über andere. Ich mache das zwar noch immer ab und zu, aber ich bemühe mich zumindest, umsichtiger damit umzugehen.
Ich weiß nicht, was in den Köpfen anderer vor sich geht, kann das nicht wissen. Ich bin niemals in deren Schuhen unterwegs gewesen und andere wiederum nicht in meinen.
Was ich kann, ist, aufgrund meiner eigenen Lebenserfahrungen Ähnlichkeiten zu den Lebenserfahrungen anderer auszumachen. Und darüber kann ich reden.
Emily hat über sich geschrieben. Und obwohl ich ein anderes Leben geführt habe als sie, finde ich etwas, was ich selbst erlebt habe, in ihrer Erzählung wieder.
Sie schreibt, sie fühlte sich dem Alkohol gegenüber machtlos. Ich selbst hätte das für mich nicht so formuliert und doch finde ich in diesen Worten etwas wieder, wie‘s mir zuletzt mit meinem Alkoholkonsum ging.
Ich hab mich, als ich noch trank, nicht abschießen wollen, aber zuletzt entglitt mir immer wieder die Kontrolle, wenn ich trank. Ich wollte eigentlich genießen, Lebensfreude leben, mich wohlfühlen, mich belohnen.
Nur ließ sich dieser Zustand nicht halten, ich konnte (wollte?🤷♀️) nicht aufhören, nachzukippen, um den schönen Zustand zu erhalten. Und dann kippte es in den letzten Monaten ständig mehr oder minder von jetzt auf gleich, ich fühlte mich nicht mehr wohl, sondern unendlich müde, erschöpft, zerschlagen, depressiv, todessehnsüchtig.
Ich nahm mir vor, am nächsten Tag oder in den nächsten Tagen nicht zu trinken, doch der Entschluss fiel in der Regel am späten Nachmittag. Die Flasche wurde geöffnet und es blieb nie bei einer. Sie waren immer so schnell leer.
Ich hab Wein auch wie Wasser getrunken. Kaum gefüllt war das Glas auch schon wieder leer.
Diesen Wunsch, mich richtig abzuschließen, hatte ich selbst tatsächlich nur das eine Mal, als ich bereits ein halbes Jahr trocken war, und in Folge mehrerer triggernder Situationen heftigsten Suchtdruck bekam. Völlig untypisch für mich, aber im Nachhinein für mich erklärlich.
Was hat sich heute, nüchtern, geändert? Sind wir gelassener geworden, weil wir eh' nix ändern können? Fügen wir uns, akzeptieren, worauf wir sowieso keinen Einfluss haben? Sind uns bestimmte Sachen schei**egal geworden? Oder ist's gar die "Altersmilde", uns bestimme Sachen jetzt/heute nicht mehr soooo wichtig erscheinen?
Ich hätte, weil‘s so einfach und selbstverständlich schien, nichts an meinem Leben und meinem Alkoholkonsum geändert, wenn mir nicht bewusst geworden wäre, dass ich so nicht weitermachen kann.
Da ich so aber nicht weitermachen konnte, wenn ich nicht zugrundegehen wollte, musste und wollte ich lernen, wie es anders und zwar nüchtern geht.
Ich hab gelernt, was echte Selbstfürsorge ist und wie wichtig sie für mich ist. Ich hab mich besser kennen- und sogar lieben gelernt. Und im Laufe meiner Abstinenz wurde mir die tiefere Bedeutung und der Sinn des sogenannten Gelassenheitsgebets immer bewusster.
Viele Grüße
AmSee
Was hat sich heute, nüchtern, geändert? Sind wir gelassener geworden, weil wir eh' nix ändern können? Fügen wir uns, akzeptieren, worauf wir sowieso keinen Einfluss haben?
Ja ich sehe mich gegenüber Alkohol machtlos. Es hat sich in meinem Leben geändert, dass ich alles nüchtern besser hinbekomme und alles, egal ob positiv oder negativ, nüchtern erlebe. Es ist mein nüchternes Leben und ich versuche es zu genießen und es mir so gut gehen zu lassen wir nur möglich.
Aber auch schlimme Situationen erlebe ich nun bewusst und lasse auch die Gefühle nüchtern zu. z.B. Trauer und Betrübt sein beim Anblick von kranken Familienmitgliedern.
Ich erlebe nun einfach nüchtern alles so wie es kommt. Den Gelassenheitsspruch versuche ich so gut es geht zu befolgen.
Hallo Emily,
Du bist doch nicht machtlos! Im Gegenteil, du allein hast die "Macht" , du entscheidest! ... nun wieder.
Ob du dich weiterhin psychoaktiven Substanzen aussetzt, kein Alkohol = kein zunehmendes Leid ... durch langsamen Zerfall, nicht nur auf neuronaler Ebene. Dank deines Bewusstseins, bist du wieder klar im Kopf, lebst bewusst - entscheidest selbst, nicht mehr dein, durch Toxine benebeltes Gehirn. Das ist doch 'ne freie Entscheidung mit der sich viel besser leben lässt.
Als ich begriff ... es steht in meiner Macht, nur in meiner, vom Alk loszukommen und ich auch begann diese, meine "Macht" auszuüben (nicht trinken), wurde das Leben wieder fröhlicher, nicht ideal, aber auch nicht so erbärmlich wie zuvor.
Wenn ich im Supermarkt das Bier, den Wein, den Fusel ansehe ... welche Macht hat er da, in seiner Flasche? Keine!
Du bist doch nicht machtlos!
Ich für mich weiß, dass Alkohol und eben die Alkoholsucht, stärker ist als ich. Ich bin dagegen machtlos. Das würde sich direkt zeigen wenn ich wieder 1 Glas trinken würde. Gegen Alkohol würde ich als Verlierer wieder in die Suchtspirale rutschen.
Und weil ich das ganz genau für mich weiß, habe ich aufgehört dagegen zu kämpfen. Und genau deshalb bin ich ein Gewinner, weil ich so die Sucht stoppen konnte und nun ein zufriedenes, nüchternes Leben führe.
Hallo Emily,
ich fürchte da liegt ein Missverständnis vor ... wenn ich Alkohol trinke, er in meinem Körper ist, bin ich natürlich auch "machtlos", dann wirkt er!
Wenn ich ständig an die vermeintlichen (!) Vorzüge des Rausches denke, mich nicht von dem Gedanken löse, ihn ständig am Leben erhalte, dann wirkt zwar nicht der Alkohol, unmittelbar, doch unbeeinflusst, in meinem Denken, Fühlen, bleibe ich dann auch nicht.
Dieses Gefühl (!), verblasste bei mir mit der Zeit, auch erst, als ich den gedanklichen Kampf aufgab. Als ich bergiff, Alkohol ist genau so ungefährlich wie WC-Reiniger oder Salzsäure, wenn ich ihn nicht trinke.
Warum sollte ich ihn also jemals wieder trinken wollen? Wusste ich doch, was er für einen Schaden in mir anrichtet ... bei mir, dem Ex-Alkoholiker. Ich hatte meine natürlichen Schutzreflexe verloren, durch jahrelanges Training (Trinken) hatte mein Körper eine dermaßene Toleranz entwickelt/erlernt (Suchtgedächnis "des Organismus").
Früher, also ich noch jung und alkohohlunerfahren (untrainiert) war, regagierte mein Körper recht schnell ... durch Übelkeit, Schwindel, leichte Verwirrtheit (unangenehm) - doch mit zunehmender Gewöhnung (Trainig) ließen all diese Schutzreaktionen nach.
Nicht, dass der Körper "besser" mit Alkohol umgehen konnte, doch er lernte, immer besser, diese o.g. Teilausfälle auszugleichen ... bis zur Menge X. Wurde diese Menge überschritten, verfiel ich in komatösen Schlaf = d.h. mein Körper schaltete völlig ab ... "verhinderte" eine weitere Aufnahme (des Giftes) ... Schwindel, Übelkeit hatte ich mir ja schon erfolgreich abgewöhnt! Das merkt sich der Körper (Suchtgedächnis), ähnlich wie beim Radfahren, für immer!
Auch ich kämpfte anfangs (Abstinenz) immer gegen den Gedanken, die "Verführung", was sicherlich auch sehr hilfreich war, doch erst als ich begriff, dass ich körperlich schon längst über'n Berg war und mich entspannte, nicht mehr "kämpfte", also nicht mehr die Gedanken an Verzicht, Wehmut o.ä. wachhielt, verlor ich meine Angst, wurde mir sicher.
Ich gestatte mir sogar Alkohol zu trinken (verbot es mir nicht mehr) - doch warum sollte ich dieses, schon einmal erlebte Elend wiederholen wollen? Wusste ich doch, was dann passiert! Wer sich einmal am heißen Ofen verbrannte, lernt doch auch daraus (meistens).
Ich hielt, bis heute, immer die Erinnerung an die fürchterlichen Ereignisse, als ich zur hilflosen Person wurde, wach, ähnlich der verbrannten Finger, die ich mir am heißen Ofen holte - wollte ich das wieder ... war das so schön?
"Ich denke, keiner wird aus Spaß an der Freude zum Alkoholiker… es gibt immer Gründe… sei es die Einsamkeit, Stress im Beruf oder in der Partnerschaft oder eben andere Dinge, die schwer zu bewältigen sind. Man könnte also immer sagen, die „anderen“ seien schuld. Es ist müßig, darüber zu diskutieren"
Ich leihe mir Mal ein (o.g.) Zitat aus: ... es gibt immer Gründe(?), um seinen Körper zu schädigen?
Denn nichts anderes tut der Trinker, ich tat das ebenfalls.
Und ich mache Andere dafür verantwortlich (Schuld) oder sogenannte Umstände/Ereignisse? Wie kamen wir (Trinker) zu diesen absonderlichen Auffassungen?
Was lief da schief?
Tatsache ist: Alkohol, ein hervorragendes Desinfektionsmittel, reinigt nicht nur sehr gut, löst Fette und tötet jegliche Keime, Bakterien und Viren, setzt man es hochdosiert ein, der Alkohol verändert auch, nicht so hochdosiert, Zellstrukturen, wie auch DNA, des Gehirns, Leber, die diverser Drüsen, des Lympfsytems (u.a. für Immun- und Abwehrreaktionen, Blutbilding, Kochenaufbau u.v.a. zuständig).
Nur weil wir, Menschen, diesen Stoff (Ethanol) mit allerlei Aromen und Zucker versetzten und ihn zu einem lieblichen, wohlschmeckenden, berauschenden Stoff etablierten, ist er nun plötzlich ungefährlich, zerstört keine Zellen mehr oder beeinflusst ihr Wachstum, unsere Zellen?
Glauben wir das wirklich? Sind wir wirklich davon überzeugt? Obwohl wir wissen (!), dass hunderttausende, wenn nicht gar millionen Menschen an den Folgen des Ethanol-/Alkoholkonsums/-vergiftung und deren Folgen leiden, erkranken, siechen und es sogar jeden Tag sehen, sofern wir es auch wollen.?!
Es ist müßig darüber zu diskutieren, wenn man den Fakt, der zellzerstörischerischen/kankmachenden Wirkung immer ausser Acht lässt und sich auf Befindlichkeiten/Umstände beschränkt.
Will ich ? ... krank werden, immer schlechter funktionieren, früher altern ... dann ist Alkohol ein Garant dafür, es auch zu erreichen. Vielleicht hat man auch Glück, so wie beim russischen Roulette, solange der Nervenkitzel überwiegt, kann man ewig darüber diskutieren.
es gibt immer Gründe(?), um seinen Körper zu schädigen?
Mir war das während der nassen Zeit gar nicht so bewusst. Dass Alkohol nicht gut und ungesund ist war mir schon klar. Aber ich dachte so schlimm wird es schon nicht sein. Falsch gedacht!
Es ist müßig darüber zu diskutieren, wenn man den Fakt, der zellzerstörischerischen/kankmachenden Wirkung immer ausser Acht lässt und sich auf Befindlichkeiten/Umstände beschränkt.
Will ich ? ... krank werden, immer schlechter funktionieren, früher altern ... dann ist Alkohol ein Garant dafür, es auch zu erreichen. Vielleicht hat man auch Glück, so wie beim russischen Roulette, solange der Nervenkitzel überwiegt, kann man ewig darüber diskutieren.
Ich habe das ignoriert und heute bereue ich das. Nun muss ich damit klar kommen. Heute tue ich alles um meine Gesundheit wieder aufzubauen. Während der nassen Zeit habe ich einfach die Augen verschlossen und meine Gesundheit aufs Spiel gesetzt.
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