Stelle mich auch vor

  • Hallo zusammen, ich bin schon seit mehreren Jahren hier am mitlesen

    Ich bin 57 Jahre Alt, hatte leider im Jahre 2000 von Schlaf Tabletten zu Alkohol gewechselt. Vorher sehr selten was getrunken.

    Dann brach alles zusammen in meinem Leben, und der Alk nahm mich komplett ein.

    Im Januar 2024 kam die Ende, nach der zweiten Pankratitis und darauf habe ich Abstinent gelebt. Auch, damit ich meinen Fahrsausweis ( Schweiz ) wieder bekomme.

    Alles super gelaufen, bis vor ein paar tagen, da kam extrem vieles auf einmal, und hatte mit Eine Flasche Balantines 0.7 dl geholt, und inner 2 Tagen getrunken.


    Nun komme ich zu der relevanten Frage: Die lezte Haarprobe war am 7.01. 2026, und die nächste wird wieder fällig in einem halben Jahr.


    Das sieht man wahrscheindlich schon in der Haaranlyse, denke ich mir, sollte ich das dann gleich zugeben, vielleicht ist das verständniss dann eher da?


    Liebe Grüsse

    Andy

  • Hallo Deleter

    Deine konkrete Frage wird dir niemand abschließend beantworten können, aber ich verstehe dein Dilemma. Ich war vor über 20 Jahren, auch in der Schweiz, auch in einer solchen Maßnahme. Vertrau dich deinem Hausarzt an. Denn was dich jetzt einzig und alleine beschäftigen sollte, ist deine Abstinenz wieder zu festigen, alles andere kannst kannst du nur bedingt und nur unter der Voraussetzung, dass du von nun an wieder nüchtern bist, beeinflussen.

    Erzähl doch ein bisschen, wie diese zwei Jahre Abstinenz dein Leben beeinflusst haben und wie du es geschafft hast, nach so langer Zeit mit Substanzmissbrauch den Absprung zu schaffen. Das ist doch eine Erfolgsgeschichte, die du dir doch durch diesen dummen, aber ernst zunehmenden Rückfall nicht kaputt machen möchtest, oder?

    Gruss

    Tom

    Anmerkung:

    Aus Interesse hab ich eine seriöse Quelle aufgestöbert. Aber wie gesagt solltest du weniger um die Haarprobe, als um deine Abstinenz besorgt sein.

    https://www.irm.uzh.ch/dam/jcr:000000…Haaranalyse.pdf

    Einmal editiert, zuletzt von Tom (1. Februar 2026 um 19:37)

  • Hallo zusammen

    erst mal Danke für Eure Antworten.

    Ja ich bin wieder Abstinent, und habe kein Problem damit. :)

    Ich habe den Absprung vom Alki durch verschiedene Faktoren geschaft.

    Erstens: Nach der zweiten Bauchspeicheldrüsen Entzündung innert 1 Jahr.

    Zweitens: Mein Fahrausweis, den sie mir Vorsorglich entzogen haben.

    Drittens: Sicher 2 meiner Partnerschaften giengen dadurch Kaputt, auch wenn ich nur alleine Getrunken habe. Am Schluss bis zu einer Flasche Whiskey pro Tag.

    Viertens: Nach fast 3 Jahren ohne Job, zuerst Linker Fuss 3 Fach gebrochen, und danach rechter Fuss Operieren ( Zehe richten usw. ) war aber erst richtig gekommen, weil ich diesen mehr belastet hatte.

    Fünftens: Ich wollte einfach nicht den Rest meines Lebens so weitermachen, da ich ein sehr Optimistischer Mensch bin.

    Nach Jahrzehtelanger Zolpidem einnahme ( Aerztlich kontrolliert ) hatte ich eines Tages scheinbar ein Blackout, und stieg in mein Geschäftsauto ein, obwohl ich ein Privates hatte, und wachte nebst Polizei usw. in einem Vorgarten auf:sleeping:

    Das wurde mir als Vorsätzlich angehängt, und dann nahm der Scheiss richtig Fahrt auf:cursing:

    So zu meinem restlichen Sachen: Rauchen vor 16 Jahren aufgehört, Zolpidem innert 1 Woche aufgehört, und zuletzt der Alk, innert 1 Woche aufgehört. ( Während dem Aufenthalt im Krankenhaus )

    Das könnt Ihr mir glauben oder nicht.

    Puhhh.... viel geschrieben, und nicht mal die Hintergründe dieser Eskapaden geschrieben.

  • Hallo deleter

    Über all die Jahre kommt so einiges zusammen... kenn ich. Ich schalte dich für den offenen Bereich als Mitglied frei. lies dich ein, in diesem Forum sind über all die Jahre schon viele interessante und hilfreiche Geschichten und Diskussionen zusammengekommen. Was die Haarprobe betrifft interpretiere ich aus dem Web-Fundus, dass auch einmaliger Konsum zwar Spuren hinterlässt, jedoch in der Regel unterhalb der Cut-off Schwelle...

    Gutes Ankommen und

    Gruss

    Tom

  • Nun komme ich zu der relevanten Frage: Die lezte Haarprobe war am 7.01. 2026, und die nächste wird wieder fällig in einem halben Jahr.


    Das sieht man wahrscheindlich schon in der Haaranlyse, denke ich mir, sollte ich das dann gleich zugeben, vielleicht ist das verständniss dann eher da?

    Hallo Andy,

    sicherlich hast du einen Endscheid bekommen, in dem steht, was zur Wiedererlangung des Führerausweises benötigt wird. Genau daran wird sich die zuständige Behörde halten.

    Eine Haaranalyse zeigt den Wert des im Haar enthaltenen Abbauproduktes Acetaldehyd und somit kann man Rückschlüsse ziehen, auf deinen Alkoholkonsum in den vergangenen Monaten. Leugnen oder beschönigen ist da eher von Nachteil. Verständnis???

    Die Behörde muss entscheiden, ob eine wiederholte Trunkenheitsfahrt für die Zukunft auszuschließen ist. Nicht mehr und nicht weniger! Persönliche Befindlichkeiten sind da eher irrelevant.

    Einen Nachweis über den regelmäßigen Besuch einer Selbsthilfegruppe und/oder einer Suchtberatungsstelle ist sicher von Vorteil, schließlich wollen sie wissen, ob du dich mit deiner Alkoholproblematik beschäftigt hast und ob du das auch belegen kannst ... erzählen/behaupten kann man ja viel.

    Ich habe dieses Prozedere in Deutschland schon mehrfach (!) durch und kann dir nur empfehlen, dich an alle Auflagen zu halten ... 100%ig, damit es nicht noch teurer wird und noch länger dauert.

    Auch wenn's weh tut! ... man gewöhnt sich langsam, sehr langsam an ein alkoholfreies Leben. Nach meinem letzten Füherschein-/Fahrausweisentzug, ich war 55 Jahre, fiel mir die Abstinenz sehr schwer, doch, ebenfalls Nachweis durch Haaranalyse, wusste ich, da muss ich durch, wenn ich jemals wieder die Berechtigung zur Führung eines Kraftfahrzeuges haben wollte -> also blieb mir nichts anderes übrig, als gänzlich auf Alkohol zu verzichten!!!!

    Ob und was du danach machst, kannst du immer noch entscheiden. Ich blieb ein alkoholfreier Mensch und muss gestehen, es war nicht die schlechteste Entscheidung.

  • Hallo Andy,

    ich las es wohl, das mit dem Ausrutscher, doch das interessiert einen Gutachter (zwecks Fahrausweis) ... vielleicht peripher.

    Auch ist dem Gutachter es völlig egal, was du tust - er soll nur garantieren/es begutachten, dass du nicht mehr unter Alkoholeinfluss fährst und wie willst du das glaubhaft machen? Drum mein Text.

    Auch meine Alkoholfahrten waren "nur" Ausrutscher, auch ich beteuerte "nie wieder" ... nur wer glaubt das, ohne Beweis? Lippenbekenntnisse überzeugen wenig, darum auch die "Härte" beim Abstinenznachweis.

    Zurecht?

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