• Aber ich bin im ersten Jahr nicht auf Events wie z.B. Oktoberfest, Weihnachtsmarkt, Weinfeste usw. gegangen. Meine Abstinenz stand wirklich an erster Stelle und ich habe alles getan um sie abzusichern. Ich bin auch abends in keinen Club, Kneipe oder Bar. Ich bin eher nachmittags mal mit Freunden und Familie in ein Café oder Eisdiele. Habe mich zum Kaffee verabredet. Ich hatte auch enge Leute eingeweiht und da kam viel Rückhalt.

    Das ist gut, ja. Ich bin die erste Zeit auch nicht irgendwo hin, wo es nicht nur zu einfach, sondern eher schon komisch ist wenn man kein Bier trinkt. Also für mich gefühlt zumindest. Vor einem Monat bin ich dann aber wieder mal mit ins Stadion zum Fußball. Das hat aber wirklich super funktioniert. Da hatte ich auch Rückhalt. Keiner hat etwas gesagt. Deshalb dachte ich, dass ich weiter wäre. Aber da hab ich mich wohl bissl zu früh gefreut. Das ist aber auch Okay. Inzwischen bin ich soweit, dass es ruhig länger dauern darf ohne, dass ich frustriert bin. Dafür weiß ich inzwischen halt auch einfach zu viel über die Toxizität von Alkohol.

  • Wäre es für dich denn eine Option gar nicht erst aufs Oktoberfest zu gehen und stattdessen einen Wellness- und/oder Sporttag zu machen, oder ne lange Wanderung und dann nen heißen Tee und gesunden Saft oder Smoothie.

    Ne, ich war noch nie in meinem Leben auf einem Oktoberfestzelt oder so. Das sind für mich eher schreckliche Orte als Introvertierter Mensch. Wenn, dann würde ich mir eine Kiste vom Getränkehändler holen und zu Hause konsmumieren. Aber das wäre jetzt halt auch zu einfach. Das möchte ich eigentlich nicht. Inzwischen bin ich schon so weit gekommen. Ich weiß aber auch was dahinter steckt und kann da ansetzen.

  • Wenn, dann würde ich mir eine Kiste vom Getränkehändler holen und zu Hause konsmumieren.

    Schick solche Gedanken ganz schnell in die Wüste. Such dir lieber neue Tee Sorten.
    Denk an die schönen Vorteile der Abstinenz. Das ist jetzt einfach ne Phase die eben mal vom Suchtgedächtnis kommt.

    Weiter oben sollte natürlich gratuliere dir heißen.

  • Wenn, dann würde ich mir eine Kiste vom Getränkehändler holen und zu Hause konsmumieren.

    Solche Gedanken hatte ich auch Anfangs oder "nur" 2...3 Bier, wohlwissentlich das es nicht dabei bleiben würde.

    War ich wirklich so ein Idiot, so ein Schönreder, Verharmloser? ... das "Suchtgedächnis" wollte mir das immer wieder einreden. Meine Vernunft dagegen appellierte an meine Stärke, dass ich es kann, NEIN zu sagen. Das ich eben nicht so schwach bin, wie all die anderen Säufer. Ich wollte mir etwas beweisen!

    Mir half es, die Anderen (Säufer) schlecht zu reden, ich für mich sllein, da fühlte ich mich besser, das motivierte mich. Irgendwann wurde das NEIN-sagen zum Alkohol normal, ganz automatisch! Neulich bot mir ein Nachbar ein Bier an, ganz automatisch sagte ich "nein danke", bevor ich überlegen konnte, bevor der Gedanke "na ein Bier kann ja nicht schaden" aufkam. Selbst nach vier Jahren alkoholfrei kommen bei mir noch, hin und wieder, kleine Zweifel auf ... aber nur kurz, sehr kurz.

  • mich. Irgendwann wurde das NEIN-sagen zum Alkohol normal, ganz automatisch!

    Das bemerke ich bei mir auch. Wie eine Selbstverständlichkeit sage ich: Ich trinke keinen Alkohol. Irgendwie schwingt da bei mir in der Stimme sogar ein bisschen „damit angeben“ mit. Ehrlich ich bin kein Angebertyp, aber ich sage: Nein danke ich trinke keine Alkohol mit Stolz. Als wäre ich was besseres und trinke alkoholfrei was besseres. Was ja auch stimmt. Alkoholfrei ist einfach was besseres.

  • Vielen lieben Dank an Euch beide! Emily   Paul Eure Feedbacks sind wirklich toll. Eure Geschichten mindestens genauso. Es tut gut und es ist für mich gerade sehr hilfreich!

    Inzwischen konnte ich den Anflug von Lust auf ein (oder mehr) Bier reflektieren. Es ging um eine Motorradrour in die Alpen. Die hatte ich wochenlang ausgearbeitet. Streckenverlauf, Zwischenstopps, Übernachtungsorte, Pässe und Wetterprognosen. Dabei hab ich mich mal wieder (sehr) zu viel gemacht. Zu perfektionistisch. Zu verbissen. Zu hart. Zu stressig.

    Um am Ende von Petrus einen Strich durch die Rechnung zu bekommen. Der schickt nämlich gerade Regen, Gewitter und Schnee in die Berge.


    Erst war ich enttäuscht. Aber es hat sich auch meine Spannung gelöst. Diese unterschwellige Unsicherheit ob meine Planung aufgeht, alles klappt und das Wetter mitspielt. Und zeitgleich dieser Gedanke an ein (oder meher) Bier.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Ich sollte vielleicht mal drauf achten wenn ich für etwas zu verbissen brenne. Besonders dann wenn es eh eher um Glück (mit dem Wetter) als Planung geht.


    Und was macht Petrus? Er schickt viel Regen. Ich war ganz einfach nur sehr, sehr, sehr enttäuscht.

  • Um am Ende von Petrus einen Strich durch die Rechnung zu bekommen. Der schickt nämlich gerade Regen, Gewitter

    Ich habe für mich gelernt, das Gute zu sehen. Wer weiß vielleicht war es Schicksal. Oft hatte bei mir eine Änderung einer Planung im Nachhinein Sinn ergeben, im Positiven. Vielleicht war es gut, dass du diese Tour nicht gefahren bist.

    Ich bin bzw. war eher der unruhige Typ, das hat sich irgendwie geändert. So als wenn mein wahres Wesen jetzt erst so richtig zum Vorschein kommt. Ich bin ein viel ruhigerer Mensch als ich gedacht habe. Auch Gelassenheit und sogar Geduld machen sich bei mir bemerkbar. Vieles muss gar nicht so wichtig genommen werden. Ich gehe viel gelassener durch Leben. Das bekommt mir ausgesprochen gut. Ich brauche keinen Alkohol mehr zum Entspannen oder runterkommen. Ich bin generell einfach bei allem entspannter.

    Wer will schon Bier oder Wein? Heute in der Stadt habe ich gesehen, dass man mit nem Smoothie to go in der Hand durch die Stadt geht. Habe ich dann auch gemacht. Tolle Sache, sehr lecker und noch gesund on top. Kam an einem Weinlokal vorbei und hatte ehrlich gesagt Mitleid mit den Leuten die da saßen und Wein, also Nervengift tranken. Mein Smoothie sah schick aus und fand ich viel cooler.

    Es ist spannend sich nüchtern neu kennen zu lernen und neue Seiten an sich zu entdecken.

    Loner dies hier ist deine SHG, lies so viel du kannst, das hilft ungemein. Hier bekommst du Hilfe zur Selbsthilfe. Pick dir raus was für dich passt. Im Notfall einfach denken, heute trinke ich nicht. Das ist für mich der allerbeste und allerwichtigste Satz schlechthin. Gestern waren es bei mir ja 474 „Heute“

  • Ich möchte kein Spielverderber sein, aber hier kurz KI-generiert zum Thema "Smoothies und Gesundheit":

    "Smoothies werden von Ernährungsexperten als potenziell ungesund eingestuft, da sie oft sehr viel Zucker (Fruchtzucker), Kalorien und freie Ballaststoffe enthalten können, die zu Übergewicht, Stoffwechselstörungen und Diabetes führen können, wie Studien nahelegen."

    Wer will schon Bier oder Wein? Heute in der Stadt habe ich gesehen, dass man mit nem Smoothie to go in der Hand durch die Stadt geht. Habe ich dann auch gemacht. Tolle Sache, sehr lecker und noch gesund on top. Kam an einem Weinlokal vorbei und hatte ehrlich gesagt Mitleid mit den Leuten die da saßen und Wein, also Nervengift tranken. Mein Smoothie sah schick aus und fand ich viel cooler.

    Ich dachte früher auch mal, dass Lebensmittel mit ausschließlich natürlich Grundlagen für den Körper "gut" sein müssten. Smoothies sind aber tatsächlich sehr ungesunde (Frucht-)Zuckerbomben. Es ranken sich einige Mythen um gesunde Ernährung: Smoothies sind da ganz vorne dabei.

  • Smoothies werden von Ernährungsexperten als potenziell ungesund eingestuft, da sie oft sehr viel Zucker (Fruchtzucker), Kalorien und freie Ballaststoffe enthalten können, die zu Übergewicht, Stoffwechselstörungen und Diabetes führen können, wie Studien nahelegen."

    Oh danke für die Info. Ehrlich gesagt, habe ich erst 3-4 Smoothies getrunken. Also eher selten. Trotzdem sind sie sicherlich gesünder als Wein oder Bier. Ich trinke sie nicht oft. Meiner Getränke sind Wasser, schwarzen Kaffee und Tee ohne Zucker. Aber wenn ich unterwegs bin werde ich nun öfter mal ein Smoothie trinken.

    Klar wenn man täglich mehrere trinken würde, kann ich mir natürlich schon vorstellen, dass das zuviel ist. Deshalb danke für deinen Hinweis. Daran hätte ich nicht gedacht.

  • aber hier kurz KI-generiert

    Je nach dem womit KI gefüttert wird, das spuckt sie auch aus: eine KI denkt nicht, sie nimmt die ihr zur Verfügung stehenden Daten und bastelt, aus den häufigst vorkommenden Daten, Meinungen, Ansichten eine Antwort.

    Viele (nicht alle!) nehmen dieses dann als Wahrheit an, oft absolut, ähnlich wie die Weissagungen eines Orakels, denn es ist ja eine KI, ohne zu wissen, wie diese funktioniert, wirklich funktioniert ... wenn ich in einen Smoothie nur zweifelfaftes Zeug reinschütte, ist selbiger selbstverständlich ebenfalls zweifelhaft.

    Obst und Gemüse (natürlich belassenes) sind grundsätzlich weniger "schädlich", als diverse, besonders hochverarbeitete/gezüchtete Produkte. Selber denken kann auch von Vorteil sein, vorausgestzt die nötigen Informationen stehen zur Verfügung und der eigene Logarithmus (Gehirn) wurde auch damit gefüttert. ^^

  • Inzwischen konnte ich den Anflug von Lust auf ein (oder mehr) Bier reflektieren.

    Hallo Herr Loner,

    diese "Anflüge", besser diese Lust ... auf was auch immer, trainierten wir uns an, jenachdem was wir damit verbinden.

    Je öfter wir, z.Bsp. Alkohol mit etwas Negativen verbinden, desto früher stirbt sie, die Lust.

    Affirmationen (positiv, bejahende Sätze/Gedanken) funktionieren ähnlich, sage ich mir immer wieder wie gut etwas ist, glaube ich es irgendwann, bin überzeugt davon. Beim sich-etwas-schlecht-reden ist es nicht anders!

    Alles was uns positiv erscheint (!), uns Befriedigung verspricht, wollen wir ... darauf haben wir Lust, egal ob Motorradfahren, Biertrinken oder Sex mit der Ex ^^ = erzeugen "diese" Handlungen eher oder oft Unbehagen, lassen wir es.

    Klingt einfach, ist auch einfach. Nur dauert es 'ne Weile bis wir es auch akzeptieren.

    Wenn ich mir alle (!) Nachteile des Alkoholkonsums aufrufe, müsste ich doch mit dem Klammerbeutel gepudert worden sein, würde ich weiter trinken.

    Welche Vorteile gibt's dagegen??? ... ausser, so etwas wie Fröhlich- und Entspanntsein oder Kulturgut?

  • Oh danke für die Info. Ehrlich gesagt, habe ich erst 3-4 Smoothies getrunken.

    Ich hatte meinen Beitrag auch nur geschrieben, da ich - insbesondere in der ersten Zeit der Abstinenz - im ziemlich starken Maße auf frischgepressten O-Saft und Schokolade umgestiegen bin. Das waren dann meine Ersatzdrogen, wobei ich damals (fälschlicherweise) dachte, dass doch der frischgepresste O-Saft soooo gesund sei. Pustekuchen: Zucker und Fuchtzucken sind gleichermaßen schädlich für den Körper - und mit zunehmenden Alter macht sich das vermehrt (negativ) bemerkbar.

    Generell gilt: Früchte essen ist besser als den gepressten Saft zu trinken. Dann sind automatisch Ballaststoffe dabei und die Menge ist ebenfalls automatisch begrenzt. Man kann zwar locker den Saft aus 4 Äpfeln trinken, aber wer isst schon in kurzer Zeit 4 Äpfel?

    Ich hatte mich in den vergangenen Jahren recht intensiv mit mir und meinem Leben beschäftigt. Das ging von gesunder Ernährung, Bewegung bis hin zu einem Mindset, das mir ein Leben ermöglicht, das ich später im Rückblick auch geführt haben möchte. Bei der Gelegenheit hatte ich über den Smoothie-Mythos gelesen, dem einige (ich ja zeitweise auch) verfallen waren/sind.

    Aber Du machst ja anscheinend alles richtig:
    Es geht - wie bei vielen Dingen im Leben - um das richtige Maß.

  • Man kann zwar locker den Saft aus 4 Äpfeln trinken, aber wer isst schon in kurzer Zeit 4 Äpfel?

    Danke dir sehr für diese Info. 💐 Da hast du absolut recht.

    Ich vertrage Fructose nicht gut und muss da eh auf die Menge achten. Deshalb ist dein Beitrag für mich sehr gut und hilfreich.

    Wie lange bist du denn schon nüchtern?

  • Im Notfall einfach denken, heute trinke ich nicht. Das ist für mich der allerbeste und allerwichtigste Satz schlechthin. Gestern waren es bei mir ja 474 „Heute“

    Mir hilft gerade die medizinische Perspektive bezüglich der Beeinträchtigungen und Gefahren. Also zum einen, dass Alkohol deine Wahrnehmung und dein Handeln zum Negativen verändert. Dass Alkohol das Hirn schrumpft. Dass Alkohol nicht nur Leber und Hirn, sondern vor allem auch das Herz und die Lunge angreift. Dass Alkohol durch die Erhöhung des Cortisol-Spiegels dein Grunsstresslevel erhöht. Dass Alkohol deinen Stoffwechsel verändert. Dass Alkohol deine Schlafqualität sark reduziert durch die gestörte und verminderte REM Phase. Und dann ist da noch das Ding mit dem Riechen. Und so vieles mehr. Das ist mir einfach mehr Wert als wieder zurück zu gehen. Im Ernstfall rufe ich mir hervor was ich bezüglich Acetaldehyd gespeichert habe. Spätestens danach hat es sich eh erledigt.

    Dann ist da noch der Krebs an dem mein Schwiegervater letztes Jahr gestorben ist. Das war ein Gallengangtumor. Nach der Diagnose 2022 haben wir als erstes gefragt ob das von seinem Alkoholkonsum kommen kann. Die Ärszte sagten nein. Nach meiner Recherche stimmt das aber nicht so ganz. Ja, Alkohol (und Acetaldehyd) stehen bisher nicht direkt in Zusammenhang mit einem Gallengangtumor. Aber indirekt halt schon. Oder anders: Es ist sehr wohl möglich, dass er sich tot gesoffen hat.

    Smoothies sind aber tatsächlich sehr ungesunde (Frucht-) Zuckerbomben. Es ranken sich einige Mythen um gesunde Ernährung: Smoothies sind da ganz vorne dabei.

    Oh ja. Eine dieser vielen ist angeblich gesund macht aber zu einem Snickers keinen großen Unterschied in Sachen Zucker. Entweder packt die Ernährungsmedizin überall Zucker rein, oder Zuckeraustauschstoffe die auch nicht so toll sind. Selbst frisches Obst sollte man eher in Maßen konsumieren. Natürliche Fruktose kann der Körper zwar besser verarbeiten und der Zuckerspiegel steigt nicht so schnell an, aber auch zu viel süßes Obst macht dick. Frisches Gemüse ist besser. Und es gibt echt leckere Gemüsesäfte, finde ich.

    Wenn ich mir alle (!) Nachteile des Alkoholkonsums aufrufe, müsste ich doch mit dem Klammerbeutel gepudert worden sein, würde ich weiter trinken.

    Welche Vorteile gibt's dagegen??? ... ausser, so etwas wie Fröhlich- und Entspanntsein oder Kulturgut?

    Es gibt tatsächlich nicht einen einzigen guten Grund Alkohol zu konsumieren. Alle bekannten Gründe (Entspannen, Mutiger sein, Spaß haben, Sich betäuben) sind dysfunktional, denn es bist nicht Du sondern der Alkohol. Und der macht Dich abhängig und schadet Dir deutlich mehr als viele denken.

    Generell gilt: Früchte essen ist besser als den gepressten Saft zu trinken. Dann sind automatisch Ballaststoffe dabei und die Menge ist ebenfalls automatisch begrenzt. Man kann zwar locker den Saft aus 4 Äpfeln trinken, aber wer isst schon in kurzer Zeit 4 Äpfel?

    Ja, genau. Daran denkt man nicht. Weil Obst ist ja gesund. Aber ganz so einfach ist es halt nicht.

  • Mir hilft gerade die medizinische Perspektive bezüglich der Beeinträchtigungen und Gefahren ... Acetaldehyd ...


    Es gibt tatsächlich nicht einen einzigen guten Grund Alkohol zu konsumieren.

    Und trotzdem ist der Alkohol omnipräsent und wird überall verteidigt, verharmlost, schöngeredet, gar als Erhaltenswertes, z.Bsp. Kulturgut erachtet.

    Ob im Film oder Fernsehen, in Geschäften ... überall wird Alkohol als lifestyle angepriesen, als Zeichen von Selbstbestimmung und Freiheit, das prägte und prägt bis heute ganze Generationen.

    Und gleichzeitig verblöden/verharmlosen immer mehr Menschen, ignorieren vermeintliche, nicht hundertprozentig nachgewiesene (Spät-)Folgen für Gesundheit und besonders die Psyche.

    Durch die tägliche Triggerei (Konfontation/Anblick) von glücklich machenden, freiheitsentscheidenden alkoholischen Getränken, immer und jederzeit verfügbar und auch noch für jeden (!) erschwinglich, ist es so gut wie unmöglich dem zu widerstehen. Einmal eingeimpft (am besten schon im Kindesalter) wird man diese "Fehlpägung" schwerlich wieder los.

    Höchstrichterliche Aussagen, man könne nichts dafür, bestätigen dann noch die eigene Machtlosigkeit.

    Die paar Wenigen, die sich von ihrer Sucht dauerhaft lösten und die, welche erst gar nicht zum Alkoholiker, zum problematischen Trinker wurden, scheinen das Ganze zu widerlegen.

    Auch die Politik, die die uns führen und richtungsweisend sein soll, uns vor Gefahren und Krankheit schützen/warnen könnte, sollte ... dessen Aufgabe es wäre ... setzen auf Eigenverantwortlichkeit = 's soll halt jeder selbst entscheiden

    und gleichzeitig wird die "Allmacht" des Alkohols, die ständige Verfügbarkeit, des nicht gerade förderlichen Mittels (Alkohol) regelrecht gefördert und beworben, durch die permanente Präsenz in allen Lebensbereich.

    Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

  • Ich weiß gerade nicht wohin vor Freude. Jetzt mal abgesehen von der steigenden Anzahl Tage ohne Alkohol (inzwischen über 250). Und die ausgehaltenen zwei schwierigen Momente. Es wird einfach alles weiter stetig besser.

    Heute war ich zum Kontrolltermin bei meiner Lungenärztin. Da gehe ich einmal im Quartal zum Check meines Asthmas hin. Seit dem ich aufgehört habe Alkohol zu trinken verbessert sich meine Lungenfunktion. Vor 3 Jahren war ich bei 73% und bin mit dem Wechsel des Medikamentes so auf 78 % maximal gekommen. Die letzen drei Termine hat sich meine Lungenfunktion auf heute 85% gebessert.

    Das ist der Hammer. Keine Ahnung ob ich mir einen Zusammenhang zwischen Alkohol und Lungenfunktion einbilde. Laut meiner Recherche gibt es den halt schon. Klar, dass ist nicht monokausal allein dem Alkohol zuzuschreiben. Aber egal wie groß der Einfluss ist, es ist der absolute Oberhammer.

    Tut mir leid Leute. Ich könnt gerade platzen vor Freude. Ich dachte ich komme nie wieder über 80%. Und jetzt steht sogar zur Aussicht die Medikation nächstes Jahr zu reduzieren, wenn es weiter so gut bleibt. Yes!

  • ... Statt dessen winselt man nur wieder rum, dass es doch nicht hätte sein müssen und das übliche Programm Schuldgefühle und Selbstentwertung.

    Mit genau diesem Bewusstsein/Wissen tastete ich mich immer weiter voran, gedanklich =:es spielt keine Rolle, ob ich trinke oder nicht, die Welt bleibt wie sie ist, nur mir geht's immer besch...eidener und ganz nebenbei, stresse ich meinen Organismus, schade ihm sogar und das wissentlich = wie blöd muss ich eigentlich sein, dass ich das immer wieder tue (tat)?

    Ich wusste, die Erinnerungen verblassen mit der Zeit und Ungeduld ist eher ein schlechter Ratgeber.

  • Wie blöd muss ich eigentlich sein, dass ich das immer wieder tue (tat)?
    Ich wusste, die Erinnerungen verblassen mit der Zeit und Ungeduld ist eher ein schlechter Ratgeber.

    Je, genau. Das ist es. Warum zum Teufel? Aber Alkohol ist halt auch einfach überall und wird komplett an der Realität vorbei verharmlost. Meist bekommt man schon als Kind Zuhause mit wie die eigenen Eltern Alkohol trinken. Deshalb finde ich persönlich den Austausch hier so wertvoll. Wo sonst kann man sich mal objektiv über Alkohol sprechen / schreiben ... ohne einen Kommentar von wegen man übetreibt und so schlimm ist Alkohol nicht.

  • Loner es ist gut, dass du heute mit der Glühwein Aktion hier im Forum schreibst und liest. Das war/ist eine ziemlich riskante und ziemlich nasse Aktion gewesen. Du setzt deine Abstinenz leichtfertig einer großen Gefahr aus. Pass auf dich auf.

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