Mein zufriedenes, nĂŒchternes Leben 🍀

  • HĂ€tten alle in deinem Umfeld gekokst, gekifft, Lachgas oder Klebstoff geschĂŒffelt und permanent vor Alkohol gewarnt, hĂ€ttest du dann auch zu Flasche gegriffen?

    Ich verstehe die Frage nicht.

    Ich denke auch nicht mehr in der Vergangenheit, sondern bin im Jetzt und schaue nach vorne.

    Ich hatte getrunken, aber jetzt trinke ich nicht mehr. That‘s it.

  • Ich musse erst meine Vergangenheit begreifen, wieso, weshalb, warum ... konnte es erst so weit kommen, um im Heute, Hier und Jetzt zu begreifen, was ich damals fĂŒr einem Irrglauben (Schwachsinn) erlag.

  • Ich musse erst meine Vergangenheit begreifen, wieso, weshalb, warum ... konnte es erst so weit kommen, um im Heute, Hier und Jetzt zu begreifen, was ich damals fĂŒr einem Irrglauben (Schwachsinn) erlag.

    Bei mir gab es kein besonderes Wieso, weshalb, warum. Einfach abends zur Entspannung nach nem stressigen Tag. Das ĂŒber Jahre hinweg und es wurde mehr und ich rutschte in die Sucht. So einfach war das. Aber ich habe alles aufgearbeitet und inzwischen damit abgeschlossen. Jetzt bin mit mir im Reinen.

    Weiter in zu graben und forschen wieso, weshalb, warum macht fĂŒr mich keinen Sinn mehr. Ich kann nichts mehr daran Ă€ndern. Es tut jetzt nichts mehr zur Sache. Jetzt lebe ich nĂŒchtern und das ist das einzige was zĂ€hlt.

  • Ich möchte mal wieder in meinem Tagebuch aufschreiben wie es mir nĂŒchtern so geht und was mich bewegt. Es ist ein entspanntes Leben geworden. FĂŒhle mich ausgeglichen.

    Keine Gedanken mehr an Besorgung von Alkohol oder die Entsorgung der leeren Flaschen. Keine Heimlichtuerei, kleine LĂŒgen, keine Verharmlosung der Alkoholsucht. Keine wissentliche SchĂ€digung meiner Gesundheit mehr, keine ĂŒberflĂŒssigen Kalorien mehr, keinen dicken Weinbauch, keine traurigen glanzlosen Augen, keine teigige Haut mehr, kein GedĂ€chtnisverlust und keinen Kater mehr.

    So sah das mal bei mir aus. Aber das ist Vergangenheit.

    Jetzt in der Gegenwart bin ich ein anderer Mensch geworden. Frei und unabhĂ€ngig. Der ganze oben genannte Ballast ist von mir gewichen. Ich habe mich sehr viel reflektiert, viel verĂ€ndert und neu ausgerichtet. Dabei bin ich nachdenklicher geworden und liebe Stille um mich rum. Ich habe Spaß daran mich gut zu pflegen und mich hĂŒbsch zurechtzumachen. Ich bewĂ€ltige meinen Alltag besser und leichter und fĂŒhle mich weniger gestresst.

    Ich weiß wo ich war und wo ich nicht mehr hin will. So gehe ich einfach immer weiter, immer Heute fĂŒr Heute. Die Vergangenheit bleibt Erinnerung. Aber die Gegenwart ist hell und klar.

  • Es gibt UmstĂ€nde, die erfordern, dass ich ganzheitliche VerĂ€nderungen in mein Leben und Alltag einbringen muss.

    Diese nötigen EinschrĂ€nkungen, Umstellungen, VerhaltensĂ€nderungen haben mich im ersten Moment ĂŒberfordert, aber inzwischen breitet sich eine innere Ruhe und Zuversicht aus, dass diese VerĂ€nderungen letztlich positiv fĂŒr mich sind.

    Es geht um langfristige und dauerhafte Maßnahmen in Bezug auf meine Gesundheit und Lebenseinstellung. Es ist von großer Wichtigkeit und Bedeutung, dass ich es schaffe diese Umstellungen langfristig in mein Leben zu integrieren.

    Ich muss mir das alles aufschreiben um den Überblick zu behalten.

    Denke meine Notizen werde ich fĂŒr mich aufschreiben, sind zu persönlich und privat um sie hier in meinem Thread aufzuschreiben. Überlege ich mir noch.

    Jedenfalls fĂŒhlt sich seit heute mein neues, ganzheitliches und persönliches Projekt langsam gut fĂŒr mich an. Die letzten Tage hatte ich eher Angst vor den ganzen Änderungen die vor mir liegen, seit ungefĂ€hr 1 Stunde bin ich jedoch optimistisch und zufrieden. Es wird mir gut tun und ich werde es hin bekommen.

    Ich werde lernen, EinschrÀnkungen als neue Chance zu sehen.

    Werde alles gut planen und aufschreiben und Tag tÀglich konzentriert umsetzen.

    Alkohol spielt keine Rolle mehr in meinem Leben. Alkohol hat meiner Gesundheit geschadet. Jetzt hat Alkohol in meinem Leben nix mehr zu suchen.

  • Viel Erfolg dafĂŒr, liebe Emily. 🍀

    Ich werde lernen, EinschrÀnkungen als neue Chance zu sehen.

    Ich hab fĂŒr mich gelernt, welchen Unterschied es fĂŒr mich macht, wenn ich mit der Perspektive auf mögliche Chancen, an meine Leben und die jeweiligen UmstĂ€nde herangehe.

    DarĂŒber hinaus gehe immer wieder mit der Perspektive heran, dass ich es bin, die entsprechende Entscheidungen trifft, die nach AbwĂ€gen der Möglichkeiten IHRE Wahl trifft.


    Im Urlaub hatte ich zwischendurch Schmerzen, sie beschĂ€ftigten mich zeitweise sehr, nahmen meine Aufmerksamkeit gefangen. Da habe ich mich umgesehen, habe mich auf den jeweiligen Moment fokussiert und mir gesagt, „Ich bin jetzt hier, dies ist ein Moment und ich habe mich dafĂŒr entschieden, hier zu sein.“ Klingt merkwĂŒrdig, wenn ich das so aufschreibe, aber es hat mir in den Momenten geholfen.

    Du kannst nicht zurĂŒckgehen und den Anfang Ă€ndern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende Àndern.

  • Da habe ich mich umgesehen, habe mich auf den jeweiligen Moment fokussiert und mir gesagt, „Ich bin jetzt hier, dies ist ein Moment und ich habe mich dafĂŒr entschieden, hier zu sein.“ Klingt merkwĂŒrdig, wenn ich das so aufschreibe, aber es hat mir in den Momenten geholfen.

    So Àhnlich war das bei mir heute Morgen, wÀhrend Job.

    Mir schwirrte das alles die ganze Zeit im Kopf herum. Wild durcheinander und chaotisch.

    Dann habe ich mich fokussiert und gewusst, ich brauche eine Struktur, einen Plan, ein Konzept. Das werde ich alles schriftlich fixieren um auch ggf. Anpassungen vornehmen zu können. Auch meine Aufmerksam sowie meinen Instinkt

    werde ich verschĂ€rfen, genauer reinfĂŒhlen und hinschauen.

    Jedenfalls ist aus Niedergeschlagenheit, Resignation und Stress nun Zuversicht und innere Ruhe entstanden. Und ich glaube daran, dass ich das bewerkstelligen kann und mit der Situation gut umgehen werde.

    Ich mache mich ans Werk. Alles wird gut 😊

  • Ich habe Probleme nun was sinnvolles in mein Tagebuch zu schreiben. Es gibt nichts Neues. Alkohol ist einfach kein Thema mehr bei mir und mir fĂ€llt nichts ein, was ich dazu schreiben könnte. d.h. Ich denke nicht mehr an Alkohol und kĂ€me nicht auf die Idee welchen zu trinken. Alkohol ist fĂŒr mich einfach nicht mehr da.

    FrĂŒher musste ich trinken, heute brauche ich nicht mehr zu trinken. Ich vermisse nichts.

    Ich bin froh, dass ich mich dazu entschieden hatte ein nĂŒchternes Leben zu fĂŒhren. Vorbei mit dem ganzen Stress den Alkohol so bei mir mit sich brachte. Ich habe ein großes StĂŒck Freiheit gewonnen. Deshalb hat sich mein Weg absolut gelohnt. Mein Leben verlĂ€uft weiter mit allen Höhen und Tiefen, aber ich bin dabei nĂŒchtern und ich erlebe mein Leben, statt es zu ertrĂ€nken und zu benebeln.

  • Ich habe Probleme nun was sinnvolles in mein Tagebuch zu schreiben. Es gibt nichts Neues. Alkohol ist einfach kein Thema mehr bei mir und mir fĂ€llt nichts ein, was ich dazu schreiben könnte.

    Das kenne ich - nicht mit Alkohol, aber so geht es mir mit dem Koks. Es ist schon erstaunlich wie etwas, das das Leben mal so dominiert hat, derart unwichtig werden kann. Und das ist schon mindestens 15 Jahre meiner 17 Cleanen so.

  • Liebe Emily, das ĂŒberlege ich auch. Alles im Leben hat seine Zeit und ich bin froh, dass ich meinen letzten Versuch nĂŒchtern zu werden und zu bleiben, hier begonnen habe. Wie Du weißt habe ich in der Vergangenheit viele Versuche unternommen, aber hier habe ich ein anderes mindset entwickelt, nicht zuletzt auch wegen der Menschen, auf die ich hier getroffen bin. Ich glaube tatsĂ€chlich, dass ich dauerhaft die Kurve bekomme habe.

    In meinem Alltag spielt Alk ĂŒberhaupt keine Rolle mehr, weder gedanklich noch praktisch. Ich gehe auf Parties oder Veranstaltungen ohne darĂŒber nachzudenken, ob es dort Alk gibt oder welche Ausrede ich verwenden könnte. Ich kĂŒmmere mich gerade um einige gesundheitliche Baustellen, wo Alk nur hinderlich wĂ€re. Ich sehe noch mindestens 20 spannende Jahre vor mir, die ich ganz neu erfahren kann. Herausforderungen, denen ich neu begegne und am Ende muss ich auch feststellen, dass ich andere Themen im Leben habe, als das Kreisen um die Droge.

    Du warst fĂŒr mich hier ein Vorbild, ein Leuchtturm! Und ich kenne kaum jemanden, der so gut seine GefĂŒhlswelt artikulieren konnte wie Du. Deine Offenheit ist entwaffnend und inspirierend. DafĂŒr möchte ich Dir gerne danken :) Wo auch immer uns unsere Wege hinfĂŒhren, Dein Name ist fĂŒr mich immer mit diesem Forum und meiner eigenen Reise verbunden.

    Beste GrĂŒĂŸe Helga

  • Du warst fĂŒr mich hier ein Vorbild, ein Leuchtturm! Und ich kenne kaum jemanden, der so gut seine GefĂŒhlswelt artikulieren konnte wie Du. Deine Offenheit ist entwaffnend und inspirierend. DafĂŒr möchte ich Dir gerne danken :) Wo auch immer uns unsere Wege hinfĂŒhren, Dein Name ist fĂŒr mich immer mit diesem Forum und meiner eigenen Reise verbunden.

    WOW, bin total gerĂŒhrt.

    Das hast du sehr liebevoll geschrieben, vielen Dank fĂŒr die netten Komplimente.

    Ich denke auch nicht mehr an Alkohol und meine Abstinenz ist stabil.

    Ich denke, dass es trotzdem wichtig ist in einer SHG zu sein, auch wenn man schon lĂ€nger nĂŒchtern ist.

    Es ist schade, dass hier kaum noch jemand schreibt und das Forum einschlÀft.

    Ich habe heute deshalb mal einige Threads wiederbelebt und bin gespannt ob wieder eine Kommunikation stattfindet.

    Also ich werde mich sonst jedenfalls wieder einer SHG anschließen. Ich finde es wichtig und ein Online Forum wie dieses ist doch wirklich wichtig und easy. Muss nirgendwo hin und so wie ich Zeit, Fragen oder Probleme habe kann ich es fĂŒr mich nutzen.

    Gerade ganz am Anfang ist es doch wichtig viel ĂŒber die Sucht zu erfahren.

    Gerade in letzter Zeit habe ich auch von einigen Leuten die jahrelang trocken waren gehört, dass sie wieder rĂŒckfĂ€llig wurden.

    Ich bin ĂŒberzeugt davon, dass eine SHG eine gewisse Sicherheit bietet.

    Liebe Helga ich finde dich ne coole Frau und hoffe, dass wir beide und viele andere User noch lange hier schreiben.

  • Liebe Emily,

    mich hat diese Frage auch immer mal wieder beschĂ€ftigt, zum einen, weil das Thema Alkohol bei mir im Laufe der Zeit keine Rolle mehr spielte und es diesbezĂŒglich nichts mehr gab, ĂŒber das ich Bedarf an Austausch mit anderen hatte. Zum anderen, weil‘s hier in der SHG phasenweise immer wieder sehr ruhig war (und gerade wieder ist.) Es gibt nicht soooo viele aktive Mitglieder und Neuankömmlinge scheinen lieber still mitzulesen, als sich vorzustellen und in einen aktiven Austausch einzutreten.

    So ein Forum lebt aber von der AktivitÀt.

    Wie du siehst, bin ich doch noch geblieben. 😉

    Nicht, weil ich das GefĂŒhl hĂ€tte, ohne diese SHG meinen Weg nicht gehen zu können. Ich denke, dass ich mit dem sogenannten Mindset, dass ich inzwischen erworben habe, meinen Weg durchaus auch ohne diese SHG gehen könnte.

    Ich bin geblieben, weil ich mich dieser SHG in gewisser Weise verbunden fĂŒhle, weil ich es schön finde, mit den paar Nutzern hier in Kontakt zu bleiben und weil der eine oder andere hier aus dem, was ich so beitragen kann, Hilfe zur Selbsthilfe mitnehmen kann.


    Ich denke, dass auch du ein entsprechendes Mindset erworben hast, dass du deinen Weg ohne diese SHG gehen kannst. Ich finde, es stellt sich eher die Frage, was du (und vielleicht auch andere) davon haben könntest, wenn du bleibst. Das kannst nur du fĂŒr dich beantworten.

    FĂŒr dieses Forum warst und bist du mit Sicherheit eine Bereicherung.

    Liebe GrĂŒĂŸe

    AmSee

    Du kannst nicht zurĂŒckgehen und den Anfang Ă€ndern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende Àndern.

  • Es ist schade, dass hier kaum noch jemand schreibt und das Forum einschlĂ€ft.

    Wie oft hab nicht nur ich schon gedacht, dass dieses Forum einschlÀft


    Und dann kam doch immer wieder unerwartet Bewegung hinein.

    Du kannst nicht zurĂŒckgehen und den Anfang Ă€ndern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende Àndern.

  • Wie oft hab nicht nur ich schon gedacht, dass dieses Forum einschlĂ€ft


    Und dann kam doch immer wieder unerwartet Bewegung hinein.

    Ich habe heute einfach mal versucht dem Forum wieder Leben einzuhauchen.
    Mir geht es dabei gar nicht um mich. Es geht auch nicht drum das Forum zu verlassen, das passiert ja automatisch wenn es eingeschlafen ist und niemand mehr schreibt.
    Heute habe ich nichts fĂŒr mich geschrieben, ich habe jede Menge Fragen in den Raum geworfen, die wieder einen Austausch anregen sollen.

    Meine heutigen BeitrÀge und Fragen sollen lediglich eine Gedankenanregung sein, ob das Forum einschlafen soll.

    Eine SHG wo ich Alleinunterhalter bin, bringt mir nichts und kostet nur meine Zeit.

    Ich habe heute auch Zeit in das Forum investiert um es aktiv zu halten. Mir ist dieses Forum etwas wert. Noch jemandem?

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