• Von mir auch gute Besserung 🍀🍀🍀 Mir half am Anfang gegen die Wochenend-Langeweile in der Klinik aufschreiben, evtl. auch was für dich?

    Ich bin tatsächlich froh, dass ich einen authentischen Bericht über meine Anfangszeit habe. Und mittlerweile schreibe ich bei besonderen Anlässen (runde Jahrestage) auch hin und wieder mal ein Resümee in den dreiviertelvollen Collegeblock.

  • Ah ok... Ich vergesse oft, das ich zur Minderheit der PapierliebhaberInnen gehöre^^ Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass ein Internetbericht (oder mehrere) so abgrundtief ehrlich und auch detailliert sein kann wie ein privates Dokument (geht ja auch am PC). Meine Aufzeichnungen zum Beispiel kannte lange Jahre niemand. Jetzt so langsam bin ich bereit, die ein winziges Stückchen zu teilen, z.B. hier in der Bilderserie.

    Naja, laberrhabarber... Hauptsache, du tust dir Gutes 🤘😊

  • Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass ein Internetbericht (oder mehrere) so abgrundtief ehrlich und auch detailliert sein kann wie ein privates Dokument

    Ich finde das geht hier aufgrund der Anonymität sehr gut. Im echten Leben würde ich nie nie nie irgendemandem etwas Privates erzählen.

    Beste Grüße Helga

  • abgrundtief ehrlich und auch detailliert sein kann wie ein privates Dokument

    Hallo ,jetzt weiss ich auch ,wie du das meinst 😉

    Mir reichen meine Threats,den Rest kommt dann gedanklich dabei,wenn ich es wieder lese.

    Im echten Leben würde ich nie nie nie irgendemandem etwas Privates erzählen

    Ich auch nicht.

    Davon profitieren wir natürlich vor Ort in unseren Gruppen .

    Hier besteht diese Intimität,die ich sehr zu schätzen weiss.

    Liebe Grüße Laggard

  • Neues aus Tönnistein,

    Stilles Wasser Hallo, Nein ,machen wir nicht.

    Ich habe hier auch nichts davon gehört.

    Gesehen habe ich das mal im TV .Hirschausen war dabei.


    So langsam entwickelt sich ein therapeutischer Rhythmus

    Morgens 1,5 h mit /nachmittags 1 h ohne Therapeut.

    Dazwischen Sport,Achtsamkeit,PME,Autogenes Training,Schwimmen usw.

    Jenach Bedarf des Patienten.

    Die Einzelgespräche mit den Psychologen sind am Wertvollsten .

    Liebe Grüße Laggard

  • Hallo Laggard,

    am Anfang meiner Abstinenz fürchtete ich mich regelrecht vorm Alkohol, besser, dass ich wieder schwach werden könnte, in meiner alkoholfreien "Blase" war das alles kein Problem ... aus den Augen aus dem Sinn, doch schon der Anblick, wenn im TV gertunken wurde, ließ ein eigenartiges Gefühl aufkommen, auch im Supermarkt, in der Nähe der Alkregale, fühlte ich mich auffällig unwohl, also machte ich einen Bogen 'drumrum.

    Es kam zwar kein unbändiges Verlangen auf, doch eine gewisse Unsicherheit - soll ich oder lieber nicht? Ich konnte ja nicht immer die Augen verschließen.

    Ist das Thema bei euch?

  • Das könnte zu einem späteren Zeitpunkt Thema sein, es ist jedenfalls der Homepage zu entnehmen, dass es da auch was zu gibt…

    Viele Grüße

    AmSee

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Hallo Laggard,

    am Anfang meiner Abstinenz fürchtete ich mich regelrecht vorm Alkohol, besser, dass ich wieder schwach werden könnte, in meiner alkoholfreien "Blase" war das alles kein Problem ... aus den Augen aus dem Sinn, doch schon der Anblick, wenn im TV gertunken wurde, ließ ein eigenartiges Gefühl aufkommen, auch im Supermarkt, in der Nähe der Alkregale, fühlte ich mich auffällig unwohl, also machte ich einen Bogen 'drumrum.

    Es kam zwar kein unbändiges Verlangen auf, doch eine gewisse Unsicherheit - soll ich oder lieber nicht? Ich konnte ja nicht immer die Augen verschließen.

    Ist das Thema bei euch?

    Ich mache, wenn möglich auch einen großen Bogen um Alk. Das Risiko so gut wie nur möglich zu minimieren. Und mich erstmal an die Abstinenz gewöhnen und zu stabilisieren so sicher wie es nur ging. Das hat auch gut funktioniert.

  • Hallo ,

    Neues aus Tönnisstein.

    Aufgrund der Gespräche mit Psychologen und Therapeuten füllt sich der Tagesplan .

    Solange es mir nicht zuviel wird ,nehme ich alles mit.

    Zusätzlich arbeite ich /jeder an einen Suchtlebenslauf .Meinen trage ich am Freitag vor der Gruppe vor.Mit 55 gibt es da einiges zu rekonstruieren. Wann habe ich wo in welcher Lebenslage wieviel getrunken.Wann begann der Konsum/ der Missbrauch .?

    Ausserdem soll sich jeder einen Brief schreiben ,den er bei Entlassung zurück bekommt.

    Es gibt also viel zu tun.

    Von daher verzeiht mir bitte eine späte Antwort.Manchmal will man auch von Alkohol einfach nichts mehr lesen und hören .

    ch konnte ja nicht immer die Augen verschließen.

    Paul Hallo Paul , diese Unsicherheit kenne ich auch. Um die Alkoholabteilung mache ich auch einen grossen Bogen.

    Thema bei uns war das bisher nicht.In den ersten Tagen kamen nachmittags bei Gesprächen über Alkohol dumme Gedanken auf.Ich wurde gegen 14-15 Uhr extrem nervös. Das hat sich gelegt.Unsere Gruppenarbeit wurde auf nachmittags von 17-18 Uhr verlegt.Eventuel liegt es daran.

    Gestern hatte ich ein Gespräch mit der Psychaterin.

    Erste Gedanken zum Thema Arbeit und wie geht es weiter wurden besprochen.

    Ich brauche dringend eine Verhaltenstherapie.Bis dahin könnte man die Zeit medikamentengestützt versuchen zu überbrücken um den Rückfall zu vermeiden.Beim Gedanken an die Arbeit verdreht sich mein Magen.Eine richtige Blockade hat sich da aufgebaut.

    Arbeitsplatzwechsel ?Mit 55 ? Bestimmt nicht. Wer weiß schon,was ich dann bekomme ?

    Perspektiven habe ich innerhalb der Firma auch .Kürzer treten wäre mit weniger Gehalt wahrscheinlich auch möglich.

    Allerdings habe ich in meinem Bereich die meiste Berufserfahrung. Mein Chef würde mich ungern in einen anderen Bereich wechseln lassen und kampflos will ich meine Stelle auch nicht abgeben .

    Puhhhh....Viele Gedanken aber sehr wichtig für mich diese aufzuschreiben und zu reflektieren.

    Habt einen schönen Tag .

    Liebe Grüße Laggard

  • Hallo Laggard ,

    wiederum ein Danke von mir, dass du uns teilhaben lässt, wie das bei dir in der Einrichtung läuft und was dich dabei so beschäftigt.

    Und wieder mag ich dir Rückmeldung geben, dass du sehr reflektiert wirkst und selbstfürsorglich unterwegs bist.

    Von daher verzeiht mir bitte eine späte Antwort.Manchmal will man auch von Alkohol einfach nichts mehr lesen und hören .

    Das ging und geht mir auch so, dass ich manchmal von Alkohol einfach nichts mehr lesen oder hören will. Und es ist genau richtig, dann auf sein Bedürfnis zu hören und eine Pause einzulegen. 👍


    Deine ersten zwei Wochen von vorgesehenen acht Wochen sind nun um und das hört sich bei dir an, dass da schon so einiges passiert ist.

    Von daher ist davon auszugehen, dass du auch diesbezüglich in den nächsten Wochen etwas weiterkommen wirst und sich da für dich einiges sortieren wird.

    Wenn du ähnlich tickst wie ich, wird dein Gehirn mit den entsprechenden Anregungen mehr oder minder von allein Lösungen und Perspektiven anbieten, die jetzt - am Anfang - noch nicht da sind.

    Dir ebenfalls einen schönen Tag und viele Grüße

    AmSee

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Mit 55 gibt es da einiges zu rekonstruieren. Wann habe ich wo in welcher Lebenslage wieviel getrunken.Wann begann der Konsum/ der Missbrauch .?

    Moinsen Laggard, ich finde auch, du machst deine Sache großartig 🤘 Ein kleiner Tipp: evtl. im Suchtlebenslauf nicht nur Menge und ca. Daten aufschreiben, sondern auch ein erinnertes Gefühl dazu (Wut, Scham, Angst, Wollust, Lebensgier, Frust, Ärger, Erschöpfung, so Sachen). Brauchst du ja nicht mit vorlesen. Nur so als kleine (wichtige) Erinnerung für später. Ist in meinem Kopf auch eine gute erste Grundlage für die spätere Verhaltenstherapie. War einige Zeit bei einer Verhaltenstherapeutin und bekam dort die besten Werkzeuge an die Hand ❤️‍🩹

    Toi, toi, toi weiterhin 🍀🍀🍀

  • ... diese Unsicherheit kenne ich auch. Um die Alkoholabteilung mache ich auch einen grossen Bogen.

    Das geht wohl allen/vielen so, jahrelang eingeschiffene Automatismen/Gewohnheiten brauchen oft lange, bis man sie sich wieder abgewöhnt.

    Komisch ist, dass "Bilder", also das Ansehen bestimmter Dinge (die wir mal als angenehm empfanden oder Angenehmes damit verbanden), Bier-, Schnaps-, Weinflaschen oder trinkende Menschen im Biergarten oder auch im TV, so heftige emotionale Reaktionen auslösen. Dagegen bemerkte ich die vielen kleinen Schnapsflaschen im Kassenbereich zwar, doch die lösten in mir keinerlei Reaktion aus - weil ich die schon immer schrecklich fand? Schon immer mit den Heimlich-Säufern, welche ich nicht gerade achtete, verband? Auch Bilder von eimersaufenden Mallorca-Urlaubern fand ich schon immer schrecklich ... würdelos.

    Das konnte ich alles ansehen, da triggerte nichts.

    Heute, nach dem ich meine (oft sehr peinliche) Saufzeit aufarbeitete und das sehr nüchtern ^^ , schäme ich mich immer noch und genau dieses "nie wieder!" lässt mich heute lässig sämtliche Alkoholika links liegen lassen, angstfrei, fast schon belustigend ...

    Wie doof war ich damals:!:

  • weil ich die schon immer schrecklich fand?

    Das ging mir auch so, ich dachte immer wer sich die holt ist Alkoholiker. Ohne zu realisieren, dass ich selbst längst einer war.

    Ich dachte anfangs auch, dass nie wieder in den Getränkemarkt gehen kann, in dem ich immer Wein gekauft hatte - jetzt fahre ich ohne Probleme genau dahin, weil es nur dort leckere Limos mit wenig Zucker gibt (ja, das ist mir jetzt wichtig 😆). Und der Laden ist voll mit Bier und Wein. Ich habe das mal so ausgedrückt: die Weinregale sind für mich genauso interessant wie die Regale mit Damenhygiene,also gar nicht.

  • Paul

    meine (oft sehr peinliche) Saufzeit aufarbeitete

    Ich weiss genau ,wie peinlich man sich unter Alkohol benehmen kann.

    Von daher verstehe ich dich sehr gut.Es scheint ja auch was Gutes zu haben.

    Aufarbeiten kann man wie du nur nüchtern .

    Nass wird alles nur unterdrückt und die Gefühle weggesoffen.

    Liebe Grüße Laggard

  • Aufarbeiten ... klingt immer so "psychologisch" kompliziert, aufwendig.

    Ich schaute mir ein Foto an, von mir, schaute in meinen versoffenen, verklärten Blick - das war sowas von beschämend! Das genügte völlig, da bedurfte es weder Worte, noch Erklärungen, schon gar keine Diskussionen.

    Konnte man vor so einem Menschen Achtung haben?

    Andere verurteilt man immer schnell ...

  • Aufarbeiten bedeutet nicht nur das Elend zu betrachten, sondern auch Trinkmuster zu begreifen und dann hoffentlich zu durchbrechen. Wenn das alles so einfach wäre, könnte man doch alles mit nem Foto heilen. Ein Foto vom "übergewichtigen Selbst" am Kühlschrank.... und schwubbs greift man nicht mehr zum Keks.

    Beste Grüße Helga

  • Neues aus Tönnisstein ,

    Hallo , am Wochenende läuft hier nicht wirklich viel.

    In der Woche wurde mein Pllan noch mit Yoga und autogenes Traing angereichert.

    Als Neuling dachte ich bei Yoga immer an Qigong.

    Falsch gedacht...ist das anstrengend ;)

    Ansonsten habe ich vor der Gruppe gestern meinen Suchtlebenslauf vorgetragen.

    Fragen dazu wurden beantwortet.

    Am Montag wird das Schreiben vom Therapeuten auseinandergenommen um zu sehen ,welche Gründe ausser den offensichtlichen

    mich zum Trinken bewegten.Nennt sich Funktionsanalyse.

    Stilles Wasser du hast hier letztens was eingestellt.Voranzeichen für einen Rückfall.Superinteressant.

    Wo finde ich das nochmal ?

    Schönes Wochenende euch allen.

    Liebe Grüße Laggard

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