• Mein Neuanfang zuhause nächste Woche /der Abschied aus der "sicheren "Klinik macht mir sehr viele Gedanken / auch im Unterbewusstsein.

    Hallo Laggard

    Klasse dass du die Tönis Etappe jetzt fast durch hast.

    Was die Zukunftsängste betrifft gilt wohl dass nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird. Der Verstand bauscht da wohl einiges unnötig auf um weiterhin der Herr im Haus zu sein. Der Verstand ist ein prima Diener für vieles, mehr aber auch nicht.

    Weiterhin toi toi toi auf deinem Weg.

    LG. Brant

  • Mich hat auch gestern wieder eine gewisse Traurigkeit /ein Gefühlschaos erfasst .

    Nüchtern spürt und fühlt man eben alles unbenebelt. Völlig klar und deutlich. Von der rosa Wolke voller Euphorie, dann diese seltsame Traurigkeit. aBer es geht trotzdem immer weiter. Schritt für Schritt und Tag für Tag. Auch zuhause einfach immer Tag für Tag nüchtern bleiben. Hier viel lesen und schreiben. So bist du im Austausch und hast immer Leute in deiner SHG hier, die dich verstehen und auch alles erlebt haben.

    Versuche entspannt zu bleiben und dich auf zuhause zu freuen. Du bist nüchtern und das ist großartig, da kannst du stolz sein und hoffnungsvoll nach vorne schauen.

  • Hallo ,

    Was die Zukunftsängste betrifft gilt wohl dass nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird

    Versuche entspannt zu bleiben und dich auf zuhause zu freuen.

    Gestern sind dann wohl die Zügel mit mir durchgegangen .

    Ich rate jedem ,seine Nüchternheit von Tag zu Tag zu sehen,mache es dann selber bei mir nicht .

    Das grosse Ganze mit ungewisser Zukunft war wohl zu viel für mich .

    Heute alles wieder besser.

    Danke für die unterstützenden Worte und Gedanken.

    Von Selbstbetroffenen hat das nochmal eine ganz andere Note.

    Liebe Grüße Laggard

  • Aber Sucht hat wenig mit Logik zu tun .

    Hallo Laggard,

    das mag stimmen, auch scheint die Gier/Sucht den Verstand völlig ausschalten zu können, zumindest bei sehr vielen, sonst würden sie nicht all die wahnwitzigen Dinge tun und sie hinterher bereuen.

    Woran liegt das? Ist das Stress-, Ärger-, Taurigkeitslevel sehr hoch, scheinen wir der (einer) Versuchung viel leichter erliegen zu können. Sind wir dagegen tiefenentspannt, fröhlich oder arg konzentriert/beschäftigt ist die "Gefahr der Versuchung" eine geringe oder gar nicht existent.

    Hilft dieses Wissen nicht weiter? Macht uns sogar entspannter, zu wissen wie man Stress vermeidet bzw. begegnet?

  • Sind wir dagegen tiefenentspannt, fröhlich oder arg konzentriert/beschäftigt ist die "Gefahr der Versuchung" eine geringe oder gar nicht existent.

    Das legt doch den Verdacht nahe, dass das Falsche "bekämpf" wird = die Wirkung und nicht die Ursache.

    Wie erreichen wir es (besser) ausgeglichener zu sein, d.h. nicht dem Drang erliegen, uns betäuben zu wollen, denn Alkohol oder der Konsum einer sonstigen Droge , bedeutet ja nichts anderes ... wie Flucht aus der Realität, denn objektiv verändert sich ja absolut nichts, das Problem bleibt, wenn es denn überhaupt eines gibt.

  • Das legt doch den Verdacht nahe, dass das Falsche "bekämpf" wird = die Wirkung und nicht die Ursache.

    Wie erreichen wir es (besser) ausgeglichener zu sein, d.h. nicht dem Drang erliegen, uns betäuben zu wollen, denn Alkohol oder der Konsum einer sonstigen Droge , bedeutet ja nichts anderes ... wie Flucht aus der Realität, denn objektiv verändert sich ja absolut nichts, das Problem bleibt, wenn es denn überhaupt eines gibt.

    Das ist ein guter Gedankengang, mal eine andere Sichtweise und nicht von der Hand zu weisen.

  • Hallo zusammen ,

    Seit 2 Wochen bin ich jetzt wieder zuhause .

    Und 100 Tage ohne 🙂

    Ich fühle mich geistig und körperlich fit wie schon lange nicht mehr. Anfang dieser Woche hatte ich ein Gespräch mit meinem Chef, es ging um meine Zukunft im Betrieb. Hier konnte ich zumindest schon mal andeuten , dass ich einen Wechsel im Betrieb anstrebe. Die Sache war für ihn noch nicht so klar und er sieht mich eher in dem alten Bereich, vielleicht unter anderen Bedingungen. Er hat mir allerdings auch angedeutet, dass er mir bei wichtigen Punkten nicht entgegenkommen kann. So werde ich weiterhin einen Wechsel zur anderen Stelle anstreben. Ansonsten versuche ich meine sportlichen Aktivitäten und meine Nachsorge zeitlich unterzukriegen so dass auch noch genügend Zeit für Haus und Garten übrig bleibt.Eine berufliche Fortbildung wurde auch unterbrochen und steht wieder an.

    Sucht Druck gab es während der letzten Zeit nicht, allerdings hatte ich am Dienstag nach dem doch etwas schwierigen Gespräch mit meinem Chef abends das Bedürfnis, den Kopf frei zu bekommen. Dieses Gefühl konnte ich jedoch ertragen ,habe nicht getrunken o.ä. und am nächsten Tag war alles wieder beim Alten.

    Einen schönen Sonntag euch

    Liebe Grüße Laggard

  • abends das Bedürfnis, den Kopf frei zu bekommen. Dieses Gefühl konnte ich jedoch ertragen ...

    Hallo Herr Laggard,

    dieses Gefühl trat bei mir auch, besonders nach stressigen Situationen, auf. Das war ich gewohnt, weil ich das früher immer so tat (Alkohol), das vergeht mit der Zeit. Man findet andere Möglichkeiten, den Kopf freizubekommen, doch daran muss man sich erst gewöhnen und sich immer wieder klar machen, was Alkohol (trinken) für eine Schwachsinnslösung ist.

    Bei mir hat's vielleicht ein Jahr gedauert (?) bis diese Betäubungsgedanken gänzlich verschwanden.

    Glückwunsch zu einem viertel Jahr alkoholfrei!👍

  • Und 100 Tage ohne

    Da gratuliere 🎊 ich herzlich.

    Nun bist du schon 2 Wochen die Schutzglocke der Therapie verlassen und bist zuhause.Anscheinend regelst du deine Angelegenheiten sehr gut. Mit klarem Kopf geht das natürlich auch besser.

    Das mit dem Job wird sich finden. Gute Leute werden immer gesucht. Ob du nun in der bisherigen Firma bleibst oder woanders hin wechselst wird sich zeigen.

    Bedenke, dass die Abstinenz unterschiedliche Phasen hat. Am Anfang erstmal entgiften, dann die Euphorie, auch rosa Wolke genannt. Dann kam bei mir auch eine Zeit der Lethargie und Traurigkeit, die gefühlt wie Stillstand war. Aber auch das gehört dazu. Die Entwicklung nimmt auch da ihren Lauf.

    Irgendwann aber fühlt es sich normal an nichts mehr zu trinken. Man ist mit sich im Reinen. Kein Hochgefühl, sondern diese zufriedene Normalität. Dein Leben wie es eben so ist, nur nüchtern und mit klarem Kopf.

    Die Gesundheit verbessert sich immer weiter und die Figur und Haut wird besser. Einfach ein Gefühl des Wohlbefindens.

    Wenn was ist, oder du wackelig wirst, dann rechtzeitig hier melden. Hier ist ja deine SHG und du kannst deine Sorgen, Gedanken und Gefühle hier lassen. Alles was dich beschäftigt und was so bei dir los ist im Leben.

    Ich freue mich für dich, dass du es geschafft hast aus dem Sumpf zu entkommen 💪👍

  • Hallo Laggard ,

    schön, von dir zu hören und zu lesen, dass es bei dir soweit gut läuft.


    Er hat mir allerdings auch angedeutet, dass er mir bei wichtigen Punkten nicht entgegenkommen kann. So werde ich weiterhin einen Wechsel zur anderen Stelle anstreben.

    Das klingt für mich so, dass du nun gegenüber deinem Chef für deine Bedürfnisse einstehen kannst und dich nicht so leicht unterkriegen lässt, weil/ wenn er dir bei wichtigen Punkten nicht entgegenkommen kann. Das hört sich nach neuer Stärke und neuem Selbstbewusstsein an.

    Diesen Konflikt anzugehen, war bestimmt nicht einfach für dich, aber du hast es geschafft und anschließend ebenfalls für dich sorgen können, und DAS zählt. 👍

    Wünsche dir weiter das nötige Selbstvertrauen und die Stärke für dich und deine Bedürfnisse einzustehen. 🍀


    Beste Grüße

    AmSee

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Hallo zusammen ,

    Heute war ich zum 3 . Mal bei der Caritas Nachsorge.Diesmal in der Gruppe.

    Als Ex Tönissteiner mit ehemals 2 x Gruppentherapie am Tag quasi ein Kinderspiel.

    War aber echt gut .Ich kann mir durchaus vorstellen , mich hier in Zukunft öffnen zu können.

    Was mir in meinem ersten nüchternen Urlaub auffällt :

    1. Doofe Gedanken(Alkohol) kommen immer mit Unterzuckerung /Hunger.
    2. Urlaubstage sind gefühlt unendlich.

    Nach der Gruppe ging es zuhause noch in den Keller -bischen Rückentraining mit anschließender Meditation.

    und deine Bedürfnisse einzustehen. 🍀

    Danke AmSee13

    Ich merke nach kurzer Zeit wieder,wie der Job mich nervt.

    Neuanfang/Wechsel wird von mir angestrebt.

    Ich hoffe nur es dauert nicht so lange.

    Machts gut.

    Liebe Grüße Laggard

  • Auch wenn das täglich grüßende Murmeltier, sich ständig wiederholt, bleiben die Fakten Fakten: Alkohol verändert absolut nichts ... alles bleibt wie es ist, nur weil wir es anders wahrnehmen oder gar nicht mehr in der Lage sind, es wahrzunehmen, berauscht, bleibt die Realität, die Fakten, unverändert.

    Ist einem das bewusst, kann doch gar kein Zweifel mehr aufkommen, ausser man hat grundsärzlich mit der Realtität bzw. deren Wahrnehmung ein Problem.

    Stimmt Alk ändert nichts, aber kann Dinge erträglicher machen, die nicht verändert werden können. Sagen wir es mal so, in der Anfangsphase kann Alk, eben durch die veränderte Wahrnehmung vielleicht schon Dinge/Veränderungen anstossen.

    Guter Satz, wenn man mit einer (auch objektiv betrachtet) - unschönen Realität - nicht klar kommt - wird es schwierig. Meine paar Gedanken dazu.

    Eine gute Nacht!

  • Ja hallo zusammen.

    Ich habe lange nichts mehr von mir hören gelassen. Tut mir leid .jetzt bin ich gerade im Urlaub in Holland und nutze diese Chance, um euch auf dem Laufenden zu halten.

    Seit 17.April nüchtern ist es bald ein halbes Jahr. .Mittlerweile empfinde ich es als normal.

    Nichts besonderes mehr.

    Jetzt ,im Kurzurlaub Holland .kam da nochmal kurz die Erinnerung und die Sehnsucht nach dem Begrüssungsbier hoch .Krass .

    Schließlich ist es der erste trockene Urlaub seit ca 40 Jahren.

    Mit alkoholfreiem Bier habe ich keine Probleme.Also gibts Heinecken 0,00.%

    Meine berufliche Situation klärt sich gerade.Ich gebe meine Stelle freiwillig auf .Nachfolger in Sicht.Muss nur noch „Ja“sagen.ich komme in eine Filiale .Der Rest wird sich klären.

    Einmal die Woche geht’s zur Nachsorge.Ein sehr wichtiger Termin für mich.Ab und zu gibt es Einzelgespräche.

    Zusammenfassend kann ich sagen:Es läuft.

    Was ich nicht mehr habe :Richtig schwere Schwindelanfälle,der quälende Husten am Morgen .

    Übrigens kann ich jetzt zu jeder Tageszeit Auto fahren 😉

    Was leider geblieben ist (und ich mit dem Alkohol verbunden sah) :Tagesmüdigkeit,schwere Beinen,mein Gewicht.

    Nun ja.Man kann nicht alles haben.

    Mittlerweile 56 hat sich der Körper halt verändert.

    Schönen Abend

    Liebe Grüße Laggard

  • Einmal die Woche geht’s zur Nachsorge.Ein sehr wichtiger Termin für mich.

    Hallo Laggard,

    verzeih' meine Neugier, was passiert bei so einer Nachsorge?

    Werden einem die positiven Aspekte eines alkoholfreien Lebens, also eines vergiftungsfreien Lebens bestätigt? Die langsame Erholung des Körpers, die Verbesserung der Vitalfunktionen, des Stoffwechsels?

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