Kaufe ich mir halt nachher selbst eine Rose und Schokoherzen. Oder Schuhe? Oder doch Wolle?
Oder eine Tasche 😘🙋♀️
Kaufe ich mir halt nachher selbst eine Rose und Schokoherzen. Oder Schuhe? Oder doch Wolle?
Oder eine Tasche 😘🙋♀️
Habe mich entschieden für: Lecker Fisch essen in der Nordsee
Und jetzt kaufe ich Schokoherzen und verteile die gleich in "meinem Behindertencafé" - geben ist seliger denn nehmen. Wobei ich auch immer was zurück bekomme: Ehrliche Gesichter und alkoholfreies fröhliches Gelächter, na, wenn das nix is heute 🥰
Nur kurz^^ denn ich habe heute großen Waschtag, so mit Bett frisch, alle Handtücher und so ![]()
Neulich hatte ich hier beim lesen gedacht, ich könnte ja mal aufhören, alles in Bezug setzen zu wollen mit Sucht. Aber eben so: Ach nö, doch nich. Denn es fällt mir immer soviel Gutes ein, warum sollte ich das weglassen? Das Buch zum Beispiel. Habe 1 Jahr drauf warten können. Gestern endlich als Taschenbuch (1100 Seiten^^) erhältlich in der Buchhandlung. Und mache doch jetzt erst Ordnung/Waschtag. Obwohl er mein Lebensschriftsteller ist 🥰 Ich kann Vorfreude auskosten. Lange. Und muss nicht mehr sofort konsumieren. Obwohl mir gerade buchstäblich das Wasser im Mund zusammen läuft - alte Leseratte, die ich (geworden) bin. Wünsche uns allen einen Tag voller bunter Buchstaben - Wissen ist Macht. Und nichts wissen macht was.
Moinsen. Paralleluniversum: Sitze hier und bastel nach anstrengender Woche (ein paar triggernde Termine gut bewältigt) an meinem Faschingskostümschmuck rum. Wird keine Eiskönigin (die hätte in meinem Kopf dann doch ein weißes/hellblaues Kleid haben müssen) sondern die voriges Jahr geplante Saloonbesitzerin aus Texas. Die fiel letztes Jahr aufgrund des Todes meiner Mutter aus. Also der ganze Fasching.
Und bin gerade wieder mal dankbar. Dass ich die Trennung von Teilen meiner Familie vor einigen Jahren einigermaßen gut überlebt habe. Meine Trauer darf bleiben, besonders wegen denjenigen, die noch leben. Aber ich will auch Freude haben. Und die erlaube ich mir. Und genieße die.
Und bin gerade wieder mal dankbar. Dass ich die Trennung von Teilen meiner Familie vor einigen Jahren einigermaßen gut überlebt habe. Meine Trauer darf bleiben, besonders wegen denjenigen, die noch leben. Aber ich will auch Freude haben. Und die erlaube ich mir. Und genieße die.
Sehr berührend. Ich wünsche dir ganz viel Freude und viele schöne Stunden. Lass es dir so gut gehen wir nur möglich 💐
Lieben Dank Emily
"Lass es dir so gut gehen wie nur möglich" das wünsche ich uns allen hier. In meinem Kopf einer der wesentlichen Schritte in Richtung Alkoholfreiheit.
"Wenn du einem geretteten Trinker begegnest, dann begegnest du einem Helden.
Es lauert in ihm schlafend der Todfeind. Er bleibt behaftet mit seiner Schwäche und setzt seinen Weg fort durch die Welt der Trinkunsitten, in einer Umgebung, die ihn nicht versteht, in einer Gesellschaft, die sich berechtigt hält, in jämmerlicher Unwissenheit auf ihn herabzuschauen, als auf einen Menschen zweiter Klasse, weil er es wagt, gegen den Alkoholstrom zu schwimmen.
Du sollt wissen: Er ist ein Mensch erster Klasse!"
-Friedrich von Bodelschwingh, 1904-
"Wenn du einem geretteten Trinker begegnest, dann begegnest du einem Helden.
Es lauert in ihm schlafend der Todfeind. Er bleibt behaftet mit seiner Schwäche und setzt seinen Weg fort durch die Welt der Trinkunsitten, in einer Umgebung, die ihn nicht versteht, in einer Gesellschaft, die sich berechtigt hält, in jämmerlicher Unwissenheit auf ihn herabzuschauen, als auf einen Menschen zweiter Klasse, weil er es wagt, gegen den Alkoholstrom zu schwimmen.
Du sollt wissen: Er ist ein Mensch erster Klasse!"
Dieser Text hat mich schon oft bestärkt und motiviert. Auch mal mit Tränen in den Augen den Kopf hoch zu heben und weiter zu machen. Ich finde ehrlich, dass wir Helden sind. Was wir bringen, das kann nicht jeder. Wir können sehr stolz auf uns selbst sein.
Moinsen. Fühlt sich mental und körperlich gerade an wie ein Kater. Versuche, so wenig wie möglich politisch zu sein. Es geht mir um das Gefühl, das mich anfällt, wenn ich wochenlang auf etwas hinfieberte - und dann ist es vorbei. Noch dazu mit einem von mir befürchteten/ungewollten Ausgang. Zack, alle Endorphine tot, es lebe die Katerstimmung? Depression? Altersmüdigkeit? Anflug von erbärmlicher Sinnlosigkeit des eigenen Tuns?
Und doch: Ein kleiner Funken Stolz und Freude über meine erste Tätigkeit gestern als Beisitzerin bei einer Wahl. Tolles Team 🥰 Berührende Momente mit ErstwählerInnen - erklär ma in dreissig Sekunden den Unterschied von Erst- und Zweitstimme 🙈
Das vorherrschende Gefühl aber dennoch: Katerstimmung. Für irgendwas ist die gut. Ich grübel gleich beim Wäsche aufhängen mal drüber.
Moin,
ist das verwunderlich, dass sich da Katerstimmung einstellt? Du hast investiert, aber das Ergebnis ist hinter den Erwartungen zurückgeblieben, die erhoffte Belohnung bleibt in gewisser Weise aus.
Nach allem, was ich inzwischen darüber weiß, wirkt sich das eben auch neurobiologisch aus, nicht nur in Bezug auf Endorphine. Und das sorgt eben auch für die entsprechende Stimmung.
Das freut mich für dich, dass du etwas Positives aus deiner gestrigen Tätigkeit ziehen konntest. Das ist wichtig, so etwas wahrzunehmen, und hat ebenfalls Einfluss auf deine allgemeine Stimmung.
Was ich persönlich gut an diesem Wissen über Neurobiologie finde, ist, dass es für diese oder jene Stimmung eine Erklärung gibt. Wenn ich eine einleuchtende Erklärung gefunden habe, weiß ich, wie etwas einzuschätzen ist und wie ich damit umgehen kann. Ich fühle mich dann nicht mehr so hilflos.
LG AmSee
Gewundert hatte mich die Intensität des "Katers" - und so verwandt in den Symptomen wie früher nach dem saufen... Schade finde ich, dass ich dem heute so nachspüren kann/will - und früher dem "echten Kater" mit Witzchen wie "das letzte Bier war schlecht" und ähnlich bescheuerten Kommentaren gar nicht die Möglichkeit eingeräumt hatte, mich zu sensibilisieren. Das schaffte erst mein "tiefster Punkt".
Life is a rollercoaster... Und heute schon wieder Altweiber 🥳 Gestern hatte ich mir für heute Abend mit Resten aus der Faschingskiste ein Kostüm gebastelt. Mit Spruch in hiesigem Dialekt drauf. Habe lange gefremdelt, wohne schon über 30 Jahre hier. Meine eigene schlimmste Zeit der Sucht, aber auch die Entzüge habe ich hier durchlitten. Scheint alles ewig her - und doch: Bei aller Freude am Fasching, lautem Mitsingen und Tanzen immer noch wachsam. Sucht will ich mir nie mehr antun, ich hüte mich wie einen Schatz 🎭
Plumps... Cinderella is wieder auf den A... gefallen. In der Phantasie ist das das ganze Jahr sooo schön: Nur Frauen, alle im Kostüm, stundenlang Faschingsmusik.
Liebe junge Altweiberschwester, wenn du das evtl. morgen hier liest: Ich wünsche dir, dass du nächstes Jahr nicht so viel Bier trinken willst. Und nicht dauernd mit Schlachtrufen kleine Schnapsflaschen auf den Tisch klopfen willst. Das du nicht ängstlich schaust, ob eine andere dein Kostüm scheiße findet. Das du dich traust, frei zu tanzen. Das du nachher nicht zum Bühneneingang gehst, um dem alten Sänger der Band (der mit dem Bierbauch und der Glatze, der nicht mehr textsicher war, aber alle zwei Minuten seine belegte Zunge rausstreckte) gefällig zu sein. Das du gegen HPV-Viren geimpft bist.
Als ich ging, standest du draussen und rauchtest. Ich wartete nicht mehr, bis ich dich in inniger Umarmung mit dem Frauenklo finden würde. Bin nach zwei Stunden Tanzsport und 2 Wasser nach Hause. Ich liebe Fasching, aber es gruselt mich jedes Jahr wieder.
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Und gerade fällt mir Helga ein, die neulich schrieb: "Wenn mir das früher eine alte Frau erzählt hätte..."
Und doch: Meine Hoffnung stirbt zuletzt.
ichso Du wirst es mit Sicherheit anders gemeint haben, aber ich möchte deinen Beitrag nicht so stehen lassen. Ich bin mir sicher, deine Altweiberschwester wüsste nichts mit deinen Worten anzufangen und sie möchte dein Mitleid auch nicht. Ich finde, deine Worte klingen auch ein wenig überheblich. Du weißt nicht, ob sie unsicher war wegen ihrer Kostüms, das Klopfen des Feigling‘s gehört sich so, Rummachen ist an Karneval quasi Volkssport und ob sie die Schüssel geküsst hat, weißt du alles nicht. Für die junge Frau gestern war das ein normaler Weiberfastnachtstag und sie hatte Spaß. Wenn du mit dem, was um dich herum passierst nicht klarkommst, dich unwohl fühlst, dann geh nicht hin. Und wenn du es tust, dann werte nicht. Raus aus den Köpfen der anderen Menschen. Bleib bei dir. Sonst nimmt das nur die Freude am Ereignis.
Ja höchstwahrscheinlich wüssten sie (es war ein imaginäres Schreiben an einen Saal voller junger Frauen, ungefähr im Alter meiner Enkelin, also 20plus) nichts damit anzufangen. Und ich wollte nicht überheblich sein. Ich war müde und traurig und ängstlich (nicht mehr um mich). Ein wenig habe ich es auch meinem jungen Ich geschrieben.
Natürlich ist das alles "normal" und nicht jede wird Säuferin, so wie ich. Habe übers Jahr kaum Kontakt mit Menschen, die Alkohol trinken, dann ist das an Fasching hochkonzentriert für mich. Fand es einfach so traurig, die jungen hübsch kostümierten Frauen zu sehen und den echt widerlichen Sänger, schätze er war um die 50. Davor die jungen Gesichter in ihrer Unsicherheit und dem großen Wunsch, geliebt/bewundert zu werden. Plus das biologische. Klar, spekulativ. Aber ein wenig Menschenkenntis traue ich mir ja auch zu.
Naja, laberrhabarber, habe mir Gedanken gemacht, denn ich will "bei mir bleiben". Warum will ich da immer noch hin? Vorhin gedacht: Es ist das vertraute legitimierte Saufen in Fröhlichkeit mit Singen und Tanz, das ich seit frühester Kindheit kenne. Im Gegensatz zu der sonstigen legalen Sauferei in brutalem Elternhaus hinter verschlossener Tür.
So wird es wohl darauf hinauslaufen, dass ich diese fröhliche Tanzbewegung woanders suchen will. Mein Problem: Wo getanzt/gesungen/gespielt (Verkleidung) wird, ist Alkohol nicht weit. Na, mal sehen... Eine Schachspielerin wird nicht mehr aus mir^^ Aber warum soll ich nicht werten? Es hilft mir oft, gerade durch die Wertung, bei mir und meinem erlernten Verhalten zu bleiben.
Nun ja, du hattest augenscheinlich Mitleid mit den jungen Mädels. Mitleid bedingt ein Über-Unterverhältnis…dem Anderen geht es schlecht, dir aber nicht und so leidet man mit. Deswegen mag Niemand Mitleid. 🤣 Wärst du bei dir geblieben in Form von ‚Ach, wunderbar, dass ich morgen nicht über der Schüssel hänge. Mensch ist das gut, dass ich Herrin meiner Sinne bin und nicht den Sänger angraben muss (wie früher vielleicht) und dass ich hier locker flockig tanzen kann ohne zu saufen‘…dann wärst du (denke ich) in die Dankbarkeit reingerutscht und hättest den Abend bzw. das Momentum mehr genießen können. So wie es gelaufen ist, hat es dich traurig gemacht.
Ich kann dich gut verstehen…Karneval hat früher gut funktioniert, aber der Spaß und die Freude von damals lassen sich nicht einfach so 1 zu 1 übertragen. Leider. Was früher funktioniert hat, geht halt heute nicht mehr. Ich find ja, dass du gestern sowas wie die Königsdisziplin veranstaltet hast…Karneval nüchtern, liebe ichso , ist einfach schwierig. Echt. Hut ab, dass du es probierst hast. Und sei nicht enttäuscht, dass es nicht so war wie erwartet. Karneval hat Menschen wie uns nur wenig zu bieten. Und das ist auch ok.
Ja, das ist ok. Und gut, dass es dieses Forum gibt. Durch deine Antworten konnte ich die falsche Denkrichtung erst klar sehen. Und kann mich freuen auf Dienstag, denn da bin ich eine texanische Saloonbesitzerin bei einer alkoholfreien Faschingsfeier im Behindertencafé 🥰 Die SozialarbeiterInnen wissen gar nicht, was das für eine große gute Bedeutung hat. Ich werde es Ihnen sagen 😊
Es gibt so gesehen keine falsche Denkrichtung. 😉 Nur eingefahrene Denkmuster. Wahrscheinlich hast du dich in den Mädels gestern gesehen und das macht halt was mit einem. Absolut verständlich.
Die Feier am Dienstag klingt nach einer ganz wunderbaren Sache. 😃 Und die Feier wird sicherlich schön und du kannst Spaß haben.
Moinsen. Bei uns ist heute Umzug, aber ich werde nicht hingehen. Zuviel Angst. Hatte gestern geschaut, wo die Absperrungen sind, also wegen parken. Ich tröste mich mit: Alles hat seine Zeit. Und begebe mich gedanklich auf die Suche nach einem "Karneval-Ersatz". Wird Zeit für mich. Weniger ist auch in diesem Fall mehr. Also so fühlt es sich an.
Zur Gedankenanregung: Ich bin dem Kölner Karneval entflohen und schreibe gerade aus Amsterdam. Zum ersten Mal ein Solo-Trip ganz allein. Ich erkunde die Stadt in meinem Tempo und nach meinen Präferenzen. Keine Kunst, aber dafür viel Geschichte. Wetter ist prima und es macht auf eine ganz eigene Art und Weise Spaß. 😊
Das finde ich ganz wunderbar... Allein in Amsterdam bei Sonnenschein 🥰 Hatte mich lange Jahre nicht getraut, war jedoch über die letzten beiden Geburtstage im April auch kurz allein verreist, einmal niederländische Küste und einmal an der Ostsee. Beide Male auch ein Hochgenuss! Ich freue mich mit dir 🌞
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