• Nicht letztendlich, sondern überhaupt stellt sich nur eine einzige Frage:

    trinke ich zu viel und will ich so weiter machen?

    Findet man darauf eine Antwort, ist eigentlich und uneigentlich alles gesagt!

    Wenn daraus kein Handeln resultiert, kann man sich die Beantwortung auch sparen!

    Ist das so schwer zu verstehen? Dann kann man sich auch den ganzen Schnickschack, die Wortklauberei schenken.

    Für alle, denen meine Kernaussage verborgen blieb:

  • 🤔 Möglicherweise ist jemand anderem entgangen, was sowohl Stilles Wasser als auch ich zum Ausdruck bringen wollten? 🤷‍♀️

    Egal, vielleicht kann der eine oder die andere etwas mit dem anfangen, was Brant und ich geschrieben haben.

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Ich finde, dass egal welche ich Worte wähle, letztendlich nur eins zählt. Und zwar habe ich den Tatsachen ins Auge geblickt und habe daraus meine Schlüsse gezogen habe und gehandelt habe. Jetzt bleibe ich einfach am Ball, jeden Tag. Ich vergesse nicht was war und ich habe ein Ziel.

    Egal wie ich es nennen mag, das kann auch vom täglichen Befinden abhängig sein. Etwas verschönt oder eben ungeschönt, für mich gibt es eine Tatsache, eine Handlung, ein Ziel und ein Ergebnis.

    Wer es schafft, kann es nennen wie er will, Hauptsache ist, dass es klappt und sich gut anfühlt.

    Wortspielereien können sich auch angenehm anhören, warum also nicht. Oder klipp und klar sagen was Sache ist, auch ok. Jedem so wie es am Besten passt. Aber der Ziel ist immer das gleiche. Nüchtern bleiben.

  • Ich kann ja nur von mir schreiben, wenn es nicht hierhergehört verschiebt es gerne in meinen threat.

    Also.

    Dass ich zu viel trank, war mir ab dem Zeitpunkt bewusst,wo ich jeden Tag trank. Das liegt über 25 Jahre zurück. Erst immer nur abends. Dann auch schon mal nachmittags. Irgendwann mal Tage durch. Immer wieder mit Pausen oder gedrosselt. Aber aufhören war nicht angesagt.

    Vor 2 Jahren etwa dann doch. Ich wollte nicht mehr trinken. Las sehr viele Bücher von Leuten die Abstinent wurden, ihre Wege. Naja. Hörte dann ohne wirkliches Hintergrundwissen auf. Hielt natürlich nicht lange an. Aber zumindest trank ich nicht mehr jeden Tag. Letztes Jahr im November, nach mehreren Tagen durchsaufens, wieder ein absoluter Tiefpunkt. Ich sass flennend bei einem Freund. Die Welt war so schlecht zu mir, alle wollen mir nur böses, keiner mag mich usw.....Ich wollte das nicht mehr, diesen Zustand. Aber erst den Tag drauf kapierte ich endlich wer mich immer wieder in diesen Zustand brachte. Nicht die böse Welt, nein, der Alkohol!

    Ab da war klar für mich, dass es für mich keinen Alkohol mehr geben wird. Inzwischen las ich schon in dem anderem Forum mit. Und ja, die Härte dort war genau richtig. Ich las mir raus was ich brauchte und befolgte dieses.

    Die ersten 3 Wochen igelte ich mich von der Außenwelt ab. Tat nur wonach mir war, was nicht viel war ausser essen, schlafen und Filme schauen. Aber es tat gut. Ich grübelte oder haderte nicht. Liess einfach nur geschehen.

    Nach und nach ging ich auch wieder raus, befolgte alles was ich gelesen hatte. Über Weihnachten und Sylvester war ich alleine Zuhause. Alles kein Thema. Kein Saufdruck, nichts. Im Januar war ich zur Reha, nicht wegen Alk, und auch da, Null Saufdruck. Weil ich die "harte Tour" durchzog.

    Nach ca. 3 Monaten der erste Rückfall. Ich meldete mich in dem anderem Forum an. Nun war ich dabei, konnte Fragen stellen. Begriff nach und nach immer mehr. Es gab harte und weichere Worte. Beides half mir ungemein. Mal die Härte, mal die wärmeren Töne.

    Nun, abgesehen von den Rückfällen, ist der 7te Monat, seit dem Tag, ab dem ich wusste, dass ich nicht mehr trinken will und möchte, halb um.

    Hört sich vielleicht blöde an, aber von Rückfall zu Rückfall (5 an der Zahl) verändert sich in meinem Kopf auch wieder was. Die Denke ändert sich jedesmal wieder. Ich merke, dass ich da manchmal nicht hinterherkomme was da gerade geschieht und dann stockt es irgendwie.

    Und genau da helfen mir Pauls Ausführungen nun weiter. Quasiemal aus einer anderen Perspektive zu schauen.

    Das gilt aber für jetzt und mich und zu diesem Zeitpunkt!!! Ich betrachte es nicht als : positives Denken, sondern nächsten Schritt von vielen.

    Als Neuling auf den Weg in die Abstinenz musste! ich gerüttelt, geschüttelt und ermahnt werden, das ist Fakt! Und da bin ich auch jedem, der da mitgerüttelt hat dankbar für.

    Ich weiss nicht wie ich es beschreiben soll. Mein Weg der Abstinenz ist ein Prozess, ein wandelnder, sich ändernder, verändernder. Manchmal schleichend, dann wieder üperrumpelnd....irgendwie so. Es gibt Phasen, Hochs und Tiefs. Irgendwie ein Lernen auch, Wachstum. Ich befand mich jetzt gerade irgendwie im Stillstand, wegen des letzten Rückfalles und deshalb tat mir! zu diesem Zeitpunkt der Perspektivwechsel gut.

    Meine Wachsamkeit werde ich deshalb nicht ausser Acht lassen. Die hat Prorität vor allem.

    Der Weg ist das Ziel

    Mia

  • Hallo mia ,
    von mir ein Danke für deinen Beitrag. Ich kann das gut nachempfinden, was du geschrieben hast, ich finde mich sogar teilweise in deinen Gedanken und Erfahrungen wieder.


    Und ich find’s auch gut, wie du deine Empfindungen und Erfahrungen mit dem anderen Forum beschrieben hast.
    Ich habe dort auch etwas für mich mitnehmen können, aber es hat dann letztlich doch nicht zu mir gepasst.

    Liebe Grüße

    AmSee

    P.S.: Guck mal in deine PNs.

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

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