Achtsamkeit - Was bedeutet das eigentlich?

  • "Wenn Momente wichtig sind, teilen wir ... "

    Wenn ich mich einem Anderen mitteile, der's aber nicht versteht, weil er ganz andere Prioritäten, ganz andere Assoziationen, Gefühle, Ansichten, vielleicht auch ein ganz anderes Vokabular hat, wird dieses "Teilen", diese "Achtsamkeit" doch schnell zur Farce bzw. führt eher schnell zu Missverständnissen.

    Viele Menschen bemerken, in ihrer "Weisheit", ihrer festen Überzeugung, gar nicht, dass der Andere nur Bahnhof versteht.

    Aus Höflichkeit hält sich der Nichtverstehende oft zurück, sei es im Ashram, in der Kirche oder beim Psychologen, auch bei der immer belehrenden Mutter ist das oft so -> man will keinen Streit, hasst mit der Zeit sogar diese konfrontativen Diskussionen ... bei vielen wird es sogar zum regelrechten Verteitigungsreflex.

    Bei aller "Achtsamkeit", ging vielen das Beachten, das Bemerken des Anderen verloren und wich oft dem Predigen = je mehr Fremdwörter benutzt werden, je abstrakter (unvorstellbarer) die Beispiele werden, desto unverständlicher und missverständlicher wird's! Egal - Hauptsache es wurde geteilt, egal, ob der Andere dem folgen kann oder nicht.

    Bei aller Achstsamkeits-Propaganda, geht oft das Beachten/Bemerken, sich verständlich machen und es auch können, verloren.

    "Sei im Hier und Jetzt" ... mein Hier und Jetzt? Oder deines?

    Achtsamkeit bedeutet für mich, auch den Anderen be...achten, zu bemerken, was um mich herum geschieht.

  • Achtsamkeit hat nur mit mir zu tun. Ich stelle im Alltag oft fest, dass ich viele Dinge nebenbei machen und dadurch ein Kuddelmuddel entsteht und ich gedanklich schon wieder neue Probleme schaffe, die am Ende nie eintreten werden. Achtsamkeit bedeutet für mich den Dingen in der Gegenwart Beachtung zu schenken und nicht alle Eventualitäten in der Zukunft bereits zu planen.

    Andere Menschen haben mit dem Prozess nix zu tun.

    Beste Grüße Helga

  • Achtsamkeit hat nur mit mir zu tun. Ich stelle im Alltag oft fest, dass ich viele Dinge nebenbei machen und dadurch ein Kuddelmuddel entsteht und ich gedanklich schon wieder neue Probleme schaffe, die am Ende nie eintreten werden. Achtsamkeit bedeutet für mich den Dingen in der Gegenwart Beachtung zu schenken und nicht alle Eventualitäten in der Zukunft bereits zu planen.

    Andere Menschen haben mit dem Prozess nix zu tun.

    Das trifft das, was ich meine. Dieser Prozess läuft bei mir ab und nur bei mir, selbst wenn ich in Interaktion mit anderen Menschen stehe.


    Greenfox brachte hier immer wieder einen Spruch, „Geht raus aus den Köpfen der Menschen.“ So mancher hier mochte den Spruch nicht mehr hören, aber ich finde, dass viel Wahres in diesem Spruch steckt.


    Am Anfang meines Weges, in MEINEM Hier-und-Jetzt zu sein, war es überhaupt erstmal wichtig NUR und GANZ BEI MIR nur bei mir zu sein; meine Aufmerksamkeit zum ersten Mal voll und ganz auf die Wahrnehmung meiner fünf Sinne zu richten; und dann, als ich darin etwas geübt war, auch auf das, was in meinem Inneren so abgeht.

    Für andere Menschen, denen ich vorher seeeehr viel mehr Aufmerksamkeit gewidmet hatte als mir selbst, waren da erstmal keinerlei Kapazitäten frei.

    Erst später, als ich geübt und emotional halbwegs stabil war, sah ich mich in der Lage, meine Aufmerksamkeit auch auf die Wahrnehmung anderer zu richten.

    Das, was ich da wahrgenommen habe oder wahrnehme, bleibt wiederum bei mir, ermöglicht mir aber, entsprechend zu reagieren oder zu interagieren.
    Und manchmal ist sogar besser, zu ignorieren…..


    Was diesen Freund betrifft, mit dem ich, insbesondere wenn wir Zeit miteinander verbringen, besondere Momente teile und er mit mir, so ist das für uns beide etwas Besonderes, weil wir uns zum einen innerlich ziemlich ähnlich sind und zum anderen gemeinsam und gleichzeitig jeder für sich durch eine sehr schlimme Zeit gegangen sind sowie gemeinsam und jeder sich aus unseren jeweiligen tiefen Löchern herausgekommen sind.

    In diesen besonderen Momenten spielt für uns das, was war, durchaus eine Rolle, denn das jeweilige Hier-und-Jetzt ist für jeden von uns beiden ein Geschenk, für das wir beide sehr dankbar sind.

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Am Anfang meines Weges, in MEINEM Hier-und-Jetzt zu sein, war es überhaupt erstmal wichtig NUR und GANZ BEI MIR nur bei mir zu sein; meine Aufmerksamkeit zum ersten Mal voll und ganz auf die Wahrnehmung meiner fünf Sinne zu richten; und dann, als ich darin etwas geübt war, auch auf das, was in meinem Inneren so abgeht.

    Oh, das hab ich vergessen, geht aber genau in die Richtung von Sparkassen_Helga … Wichtig wurde für mich auch, mich auf mein jeweiliges Tun zu konzentrieren, d.h. wie in der Geschichte von dem buddhistischen Mönch: „Wenn ich stehe, dann stehe ich; wenn ich gehe, dann gehe ich; wenn ich sitze, dann sitze ich; wenn ich schlafe, dann schlafe ich; wenn ich esse, dann esse ich; wenn ich trinke, dann trinke ich; wenn ich schweige, dann schweige ich; wenn ich schaue, dann schaue ich; wenn ich lese, dann lese ich; wenn ich arbeite, dann arbeite ich…“


    Ich bin nämlich auch so ein Mensch, der dazu geneigt ist, mehrere Dinge auf einmal oder viele Dinge nebenbei zu machen.

    Wenn‘s mir auffällt, weil ich mal wieder ruhelos oder leicht konfus oder unzufrieden bin, gehe ich zu meinem jeweiligen Hier-und-Jetzt zurück. - Und bin jedes Mal beeindruckt, wie gut mir das eigentlich tut. 😅


    Im Unterschied zu früher mache ich mir allerdings keine Vorwürfe mehr, dass ich nicht „perfekt“ bin und mich mal wieder hab hinreißen lassen. Vieles auf einmal zu machen ist irgendwie auch Teil meines Wesens. 😅

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

  • Meine Achtsamkeit hat sich seit ich nüchtern bin sehr verändert. Ich nehme viel mehr wahr. Spüre und erlebe alles viel bewusster.

    Das macht mich ausgeglichener und ich denke dass ich mich sogar weniger gestresst fühle. Das wirkt auch positiv auf meine Gesundheit und Wohlbefinden.

    Wie sieht das denn bei euch so aus?

  • Bei mir sieht das genauso aus, sogar noch einen Schritt weiter. Ich begebe mich bewusst in Situation die früher für mich stressig waren, in die ich mich aber begeben muss um eine Änderung herbeizuführen. Heute manage ich diese Situationen mit klarem Verstand, mit Selbstbewusstsein und einem positiven Mindset. Um eine Änderung herbeizuführen muss man sich in die Position bringen um die Veränderung auch herbeiführen zu können,...und um dieses zu tun musst Du die Akzeptanz von den Menschen haben die Dich zb. wählen für einen Vorstand oder befördern für eine neue Position im Job. Dieses gelingt natürlich wesentlich einfacher wenn man kein Trunkenbold ist :)

  • Dieses gelingt natürlich wesentlich einfacher wenn man kein Trunkenbold ist

    Es gelingt viel mehr wesentlich einfacher wenn man kein Trunkenbold ist. Das merke ich überall, ich kann viel besser Situationen lösen, schwierige Telefonate meistern und auch im Privaten oder in Bezug auf meine Gesundheit gibt’s nur Vorteile seit ich nicht mehr trinke.

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