Beiträge von Scrat

    Ich hatte mal Tropfen zum einschlafen genommen die Alkohol beinhalteten. Die waren für Kinder ab 12, darum hatte ich da nicht drauf geachtet, war damals aber auch noch nicht so lange Alkoholfrei, darum hatte ich noch nicht die Routine danach zu schauen.

    Hatte keinerlei Auswirkungen auf mich.

    Ich trinke auch ab und zu alkoholfreies Bier. Gab bisher auch keine Probleme.

    Ich muss dazu sagen das ich ohne Entgiftung und Therapie seit 15 Monaten problemlos trocken bin. Vielleicht war meine Stufe der Abhängigkeit (wenn es sowas gibt ) noch nicht so hoch das mein Wille "nicht zu trinken" stärker ist als der kleine Teufel der trinken möchte.

    Ich leg es natürlich nicht darauf an, aber falls ich mal aus einem falschem Glas trinken sollte bin ich im Kopf vorbereitet das mich das nicht automatisch zurück zum Alkohol führen muss.

    Seid Stolz auf ein nüchternes Leben.

    Scrat

    Bei mir sieht das genauso aus, sogar noch einen Schritt weiter. Ich begebe mich bewusst in Situation die früher für mich stressig waren, in die ich mich aber begeben muss um eine Änderung herbeizuführen. Heute manage ich diese Situationen mit klarem Verstand, mit Selbstbewusstsein und einem positiven Mindset. Um eine Änderung herbeizuführen muss man sich in die Position bringen um die Veränderung auch herbeiführen zu können,...und um dieses zu tun musst Du die Akzeptanz von den Menschen haben die Dich zb. wählen für einen Vorstand oder befördern für eine neue Position im Job. Dieses gelingt natürlich wesentlich einfacher wenn man kein Trunkenbold ist :)

    Gute Tag allesamt,

    der stille Mitleser meldet sich mal wieder. Der Grund: Heute vor 1 Jahr habe ich das letzte mal Alkohol getrunken, und seit dem bin ich auch hier in dem Forum, meistens als passives Mitglied ;) der aber fast alles mitliest.

    Mir geht es blendend, ich hatte in der Zeit fast keine kritischen Momente im Bezug auf Alkohol und genieße die ausschließlich positiven Veränderungen in meinem Leben.

    Ich wünsche allen die am Anfang stehen Durchhaltevermögen, die Früchte werdet Ihr ernten, habt nur Geduld.

    Ich wünsche allen die hier mit selbstlosen Aufwendungen immer wieder hilfreich zur Seite stehen noch viel Energie um weiter zu machen um den betroffenen zu helfen.

    Grüße gehe raus an Sparkassen_Helga

    Dann bis nächstes mal ;)

    Großartig, oder?

    Ja, ein ganz neues Gefühl gewesen mal entspannt und nicht so verkrampft und ängstlich zu fahren. Ich bin vorher ziemlich wenig gefahren, darum war jedesmal fahren wieder ein bisschen wie neu anfangen. Mein Moped wiegt 340 Kg, das bedeutet wenn man keine Routine beim Umgang hat ist das schwierig. Jetzt fahre ich viel, habe Routine und es macht unwahrscheinlich Spaß. Morgen mache ich mich auf den Weg nach Ostfriesland übers Wochenende, das sind ca. 350 Km. Das hätte ich vor 10 Monaten - so lange trinke ich keinen Alkohol mehr - nie gemacht :)

    Moinsen an alle,

    ich bin auch seit dem ich trocken bin viel öfter mit meiner 32 Jahre alten Honda Pan European unterwegs. Wie bei Loner ist bei mir auch alles viel intensiver in der Wahrnehmung. Das abends fahren, dem Sonnenuntergang entgegen :P, und auch mal 400 km abreißen habe ich früher nie gemacht. Heute ist der Weg das Ziel.

    Moin Ihr da draußen :),

    ich bin dankbar das ich mittlerweile 8 Monate auf Alk verzichte, das ich auch den 2,5 monatigen Aufenthalt meines Vaters im Hospitz, mit fast täglichen Besuchen, und sein Ableben letzten Monat - samt Beisetzung - Stark und Klar im Kopf, fokussiert auf die wichtigen Dinge, durchlaufen konnte und die ganze Abwicklung drum herum problemlos gemeistert habe.

    Ich bin dankbar das ich Stark geblieben bin und in den vielleicht schlimmsten Stunden meines Lebens die Kraft hatte und die Erkenntnis das ohne Alk alles besser geht, das ich mental gefestigt bin um solche Situationen durchzustehen. Das war die Prüfung der Prüfungen.

    So, genug Eigenlob rausgehauen ;) Mir geht es trotz allen super, ich bin komischerweise mental so stark wie nie. Wahrscheinlich weil eine Last abgefallen ist und ein Kapitel geschlossen wurde. Wer weiß ?

    Schönen Abend Euch noch :)

    Frohe Weihnachten Gemeinde :)

    Wollte mich nur mal kurz melden. Ich lese so ziemlich alles, beteilige mich aber nicht so häufig an einer Diskussion da meistens alles schon gesagt wurde. Bin also eher passiv hier unterwegs ;)

    Die ersten 5,5 Monate meiner Abstinenz habe ich jetzt hinter mir. Die Vorweihnachtszeit habe ich samt allen Weihnachtsfeiern gut und trocken gemeistert. Ich merke das Feiern macht mir noch nicht so viel Spaß,....war aber eh noch nie so der Partyhengst.

    Ich hatte jetzt erst meine ersten Triggermomente, wusste aber - auch durch Beiträge in diesem Forum - wie ich damit umzugehen habe.

    Geniest noch die restlichen Feiertage und rutscht gut und stolz in das neue Jahr :) Ich wünsch Euch vor allem Gesundheit und viel Liebe in Eurem Leben. Mehr brauchen wir nicht ;)

    Hallo Ihr Beiden,

    es ist ja auch nicht nur das wir -in den Situationen in denen wir uns befinden- Entscheidungen treffen müssen die auch Reichweite haben können und gut Durchdacht sein sollten. Wir müssen Verantwortung übernehmen und mit den Konsequenzen der Entscheidungen die wir treffen leben können. Darum hatte ich geschrieben das Alkohol in solchen anstrengenden, kräfte und auch nervenzehrenden Situationen kein guter Berater ist. Ich sitze manchmal abends traurig in meiner Wohnung weil alles nicht so einfach ist,...und das ist vollkommen normal und wäre wahrscheinlich komisch wenn es nicht so wäre. Ich bin aber dann auch stolz auf mich das ich mich in die Lager versetzt habe mit gutem Gewissen und klarem Kopf durch diese Zeit zu gehen. Das könnt Ihr auch !

    Ich hatte in einem anderen Post geschrieben wieviel Mehrwert mein Leben bekommen hat seitdem ich nicht mehr trinke,...das wünsch ich Euch auch :)

    Hallo Ciara,

    meine Situation ist folgende: meine Mutter ist im April verstorben, mein Vater kommt morgen ins Hospitz. Es sind noch ein paar andere Sachen passiert die einschneidende Wirkung haben( Unfall, Brand). Bei mir war es so das ich erkannt habe das der Alkohol ein schlechter Berater ist und ich habe aufgehört zu trinken. Das ist jetzt 4 Monate her. Einfach so. Ohne Probleme. Es ist jetzt vor einer Woche noch ein Freund von mir an Gehirntumor verstorben und ich weiß das ich wahrscheinlich Weihnachten ohne meinen Vater verbringen werde.

    Ich möchte nicht den Fokus darauf legen das ich schon mal bessere Jahre hatte sondern das mir die Bewältigung all dieser negativen Ereignisse - als ich noch getrunken hatte - wesentlich schwerer gefallen wären. Jetzt treffe ich jede Entscheidung bewusst, trauer bewusst, bin auf kommende Ereignisse vorbereitet und fokussiert und lebe nicht in einer schwarzen Wolke. Das ist das was mir die Stärke gibt da durch zu kommen.

    Da Dir Deine Pausen nicht so schwer fallen verlängere sie doch einfach. Es lohnt sich :)

    Moin Leute

    hier mal etwas etwas was keiner Problemlösung oder Unterstützung bedarf.

    Ich möchte Euch mal die bei mir persönlich durch die Abstinenz eingetreten positiven Veränderungen mitteilen.

    Ich bin jetzt 12 Wochen trocken und möchte damit die Forummitglieder ein bisschen motivieren die noch am Anfang des Weges stehen durchzuhalten um auch die positiven Effekte erleben zu können:

    Am wichtigsten die schon nach kurzer Zeit eingetretene körperliche Veränderung. Fit und konzentriert morgens aufzuwachen, Fit und konzentriert abends ins Bett gehen.

    Sachen erledigen die sonst aufgeschoben wurden, Probleme lösen und nicht auf morgen oder irgendwann verschieben. Ich habe alte Sachen abgearbeitet die seit Ewigkeiten auf meinen ToDo Liste standen.

    Ich kann mich wesentlich aktiver und verantwortungsvoller um meine Enkelkinder kümmern. Ich fahre viel mehr Motorrad als vorher. Ich bin ja 24/7 in der Lage das auch zu tun, und mache spontan Tagestouren oder Wochenendausflüge mit dem Moped, wenn es mir in den Sinn kommt fahre ich Nachts durch meine Stadt. Das habe ich sonst nie gemacht. Als lonesome Rider, aber glücklich, dem Sonnenuntergang oder Sonnenaufgang entgegen ;)

    Ich setzte mich alleine Nachmittags in ein Kaffee und trinke einen Cappuccino und genieße das, einfach so

    Mein Job habe ich schon immer gut gemacht,...jetzt noch besser.

    Ich spiele wieder mehr Gitarre, mache mich auch an komplizierte Klassik ran weil ich weiß das ich die Konzentration habe das auch zu lernen.

    Ich mach mehr Sport, mir wird gesagt ich sehe gut aus, weil die Veränderung auch optisch sich ins Positive verändert hat.

    Viel " ich ", aber darum geht es in diesem Beitrag: Wie ich die Veränderung erlebt habe und welche Auswirkungen das auf mein Leben hat. Nach nur 12 Wochen.

    Vielleicht möchte ja auch jemand was positives über die Veränderung in seinem Leben posten, als Gegensatz zu dem was der Alkohol alles kaputt gemacht hat.


    Grüße Scrat

    Guten Morgen CeBe

    ich bin jetzt in der 6. Woche und muss sagen das ich die Situationen die Du hast ein bisschen nachvollziehen kann. Meine Mutter ist im April verstorben und mein Vater hat kurz danach die Diagnose Krebs im Endstadium erhalten, dann hat mir eine Auto die Vorfahrt genommen als ich mit dem Fahrrad unterwegs war und ich war erstmal "out of order". Genau in dieser Situation habe ich mit dem trinken aufgehört. Ich hatte festgestellt das Alkohol ein schlechter Berater ist und mich mit Büchern versorgt und es einfach getan. Eine Gute Entscheidung. Aber auch eine Entscheidung die mich vor Herausforderungen stellt die ich bewältigen muss. Die hast Du jetzt auch und musst sie meistern, die alternative mal einen Wein zu trinken ist keine. Wenn es Dich triggert musst Du Dir Ablenkung suchen. Das Craving dauert 20 Minuten, die musst Du überwinden. Tu Dir Gutes, geh Eis essen oder (was ich jetzt viel mache) geh walken oder wandern. Einen Podcast oder Musik ins Ohr und einfach los. Bewegung und frische Luft bewirken Wunder. Lerne vielleicht ein Instrument um Dich abzulenken,...alles ist besser als das Gedankenkarussel auf dem Sofa. Wegen dem schlechten schlafen würde ich vielleicht mal Deinen Doc kontaktieren. Schlaf ist halt wichtig damit der Körper regeneriert und in Deiner Situation gibt es bestimmt Möglichkeiten wie Yoga oder Meditation um das zu verbessern.

    Halte Durch ;)

    Moin Lecake,

    herzlich willkommen hier, ich bin auch noch nicht lange angemeldet, konnte aber schon viel von der Erfahrungen der Mitglieder nur durch das mitlesen erfahren.

    Ich halte es für wichtig das Du weißt das es nicht den einen richtigen Weg gibt um mit der Sucht umzugehen und sie zu besiegen.

    Zitat aus einem Buch:

    "So, wie 2 Menschen dasselbe Bild betrachten, denselben Film sehen und doch vollkommen unterschiedlicher Meinungen dazu haben können, so können unterschiedliche Entzugsstrategien bei verschiedenen Menschen jeweils andere Resultate hervorrufen. Jeder reagiert anders auf einen bestimmten Reiz. Weil wir eben unterschiedlich sind." (Catherine Gray)

    Das bedeutet wenn es nicht gleich klappt, dann einen anderen Weg ausprobieren.

    Ich kann Dir aus meinen Erfahrungen nur sagen das es sich lohnt dran zu bleiben, es wird mit der Zeit einfacher und es dauert nicht lang und Du spürst die positiven Aspekte.

    Die erste Woche hast Du ja schon geschafft.

    Viel Erfolg

    Guten Morgen allerseits :)

    kurzer Erfahrungsbericht über meine Feuertaufe als Nüchterner.

    Gestern war großes Sommerfest von einem Verein in dem ich Mitglied bin und auch Vorstandsarbeit mache, und ich hatte Geburtstag, dementsprechend kam auch Familie und Freunde. Live Musik, Spiele und Alkohol auf einen Samstag ab 12:00 Uhr, als ich noch getrunken habe war ich um diese Uhrzeit auch schon immer dabei. Da ich Geburtstag hatte war ich natürlich ein gefragter Gesprächspartner, immer Verbunden mit Bier trinken. Früher hätte ich an so einem Tag mindestens 10 Halbe und ein paar Schnaps getrunken und wäre irgendwann nach Haus getorkelt :S,... gestern nicht, ich blieb trocken ;) und sitze jetzt hier Fit und ohne Kater, hole gleich meine Enkeltochter ab und verbringe einen schönen Tag mit Ihr, ...meine Belohnung das ich gestern durchgehalten habe. War übrigens nicht besonders schwer, die Anflüge von den Triggermomenten konnte ich gut abwehren, ich war ja darauf vorbereitet.

    Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntag

    Gruß Scrat

    Moin CeBe,

    ich bin jetzt 18 Tage ohne Alkohol und kann Dir nur empfehlen durchzuziehen, die Belohnung bekommst Du wenn Du realisierst das alles, aber wirklich auch alles, nüchtern viel schöner, besser und reflektierter ist, wenn Du für Dich selber Deine Benefits erkennst und Dir selber Belohnungen gönnst dir kein Geld kosten, z.B. bewusst im Wald Spazierengehen oder beim Nordic Walking um den See die Umwelt und die Schönheit zu erkennen. Ich bin irgendwann die Tage an einem schönen Morgen um 6.30 Uhr mit ABBA im Ohr der Sonne entgegen spaziert, Sonnenbrille auf und einfach los. War toll,...zumal ich sonst Metal höre 8o Die nächsten Tage heißt es noch durchhalten. Ich wünsch Dir viel Erfolg :)