Ja dankeschön.. Alles richtig
den Kreis halte ich sehr eng.....
schnellfrage
-
-
was mache ich bei suffdruck?
-
ICH habe es so gehalten, ersteinmal viel Wasser zu trinken und dann mit jemandem aus meiner Gruppe (alternativ einem anderen Vertrauten, der um Dein Problem weiß!) telefonieren und quatschen.
Es muss ja nicht unbedingt das Thema Saufdruck sein - einfach nur quatschen. Und im Normalfall ist ein solcher "Anfall" von Sauf-/Suchtdruck von 10-20 Minuten wieder vorrüber. Man muss nur diese Zeit überbrücken.
Der Gesprächspartner sollte nur deshalb um mein/Dein Problem Bescheid wissen, weil manchmal doch das Bedürfnis hochkommt, darüber zu reden, warum man reden will ... und das oft mitten im Gespräch.
Habe ich oft genug erlebt. Allerdings war immer ich der Angerufene ...Hoffe, Du hast den "Anfall" trocken überstanden.
Gruß
Greenfox -
was mache ich bei suffdruck?Ich stelle mir u.a. vor, wie eine unsichtbare und mir nicht wohlgesinnte Wesenheit versucht, mich durch diesen Saufdruck so zu manipulieren, dass ich wieder nach seinem Willen funktioniere. Dieser Alkoholdämon lebt in meiner Vorstellung von unseren negativen Gefühlen und Leiden, welche der Alkohol in uns entstehen lässt. Es kommt immer wieder zurück, um uns zu testen. Hierzu entfacht er in uns diesen Druck in der Hoffnung, dass wir ihm den Gefallen tun.
Dieser Alkoholdämon (davon ist wohl auch die Bezeichnung für Alkohol im Arabischen abgeleitet) versucht das von Zeit zu Zeit immer wieder mal und testet unseren Widerstand.
Ist halt ein Arschloxx.... Von mir bekommt er jedenfalls keine Nahrung mehr. Der kann mich mal...
Vielleicht hilft dir diese Vorstellung ja auch.
Das Leben ist schön.
Toni
-
Ich halte es für falsch, den Alkohol zu dämonisieren.
Der Alkohol tut mir nichts. Er ist passiv. Um ihn zu konsumieren, muss ganz alleine ich aktiv auf ihn zugehen.
Millionen Menschen können mit ihm umgehen, ich halt nicht. Das kann ich jetzt schlecht finden, ändert aber nichts an der Diagnose. Und an die müssen sich Hirn und Körper erst mal gewöhnen.
Der gelegentliche Gedanke an den Konsum liegt in unserem Hirn begründet, der mit dem Konsum halt schöne Dinge verknüpft, vornehmlich durch den Ausstoß des Glückshormons Dopamin.
Bei mir meldet sich der sehr gelegentliche Druck, zuletzt Ende November 2018 (!) dann schon mal, wenn ich in Situationen komme, in denen ich früher gerne und viel getrunken habe. Mache ich mir das klar und greife zu meinen Gegenstrategien, läuft er ziemlich schnell ins Leere.
In den ersten Monaten meiner Abstinenz habe ich den Alkohol auch mal verteufelt, lag damit aber falsch. Er ist mir mittlerweile egal. Wer ihn trinken möchte, bitte schön. Ist jedoch nichts mehr für mich.
Gruß
Rekonvaleszent -
Ich halte es für falsch, den Alkohol zu dämonisieren.Kannst du ja gerne so handhaben. Hat aber nichts mit der Frage von pokmul zu tun.
Vielleicht solltest Du erklären was deine Gegenstrategien bei Saufdruck sind, die du erwähnt hast.
Das Leben ist schön
Toni
-
Hallo pokmul,
... falls Du keine Telefonliste hast, schreibst Du hier:
https://alkoholforum.de//index.php?topic=1941.0
Der Faden wurde für zeitnahe Hilfe/Rückmeldung
eingerichtet.
-
Meine bislang bewährten Gegenmaßnahmen bei Saufdruck:
1.)
Erst mal inne halten. Evt. sind es ganz ganz profane Dinge wie Hunger oder Durst. Gegen Hunger hilft essen und gegen den Durst Minaralwasser, am besten mit viel Kohlensäure. Haut man sich davon einen 3/4 l zügig rein, ist zumindest das unmittelbare Verlangen nach Alk erst mal gebannt.2.)
Das sofortige Befassen mit Beschäftigungen, die einem Spaß machen.3.)
Ggf. ein sofortiger Ortswechsel. Eine andere Umgebung setzt erst mal neue Reize.4.)
Kontaktaufnahme mit Vertrauensperson: Partner; Freund; Teilnehmer einer analogen SHG, das Schreiben hier im Forum.5.)
Laufschuhe an und raus in die Natur, rennen, joggen, zügiges Gehen, aber nicht in Richtung der nächsten "Tränke". Alternativ aufs Fahrrad und anständig kurbeln.6.)
Bei mir ganz nützlich, mich selbst innerlich zur Ordnung rufen, indem ich mir sage :"Halt! Stopp! Da stimmt was nicht, denn ich will saufen!"Suchtdruck dauerte bei mir nie stundenlang, sondern war meist binnen einer Stunde verflogen.
Nur beim allerersten Mal wurde ich einen ganzen Nachmittag lang gleich mehrfach gepiesackt. Das war bislang jedoch ein Einzelfall.
Soweit ich informiert bin, wurde bislang fast jeder abstinente Alki irgendwann mal von Suchtdruck heimgesucht. Bei mir vornehmlich dann, wenn ich in Situationen komme, in denen ich früher getrunken habe. Aber auch das legt sich mit der Zeit.
Gruß
Rekonvaleszent -
Hallo Rekonvaleszent,
echt eine gute Liste.
Und Respekt dafür, dass es dir echt um die Sache geht und nicht um das Aufblähen von Ego und Eitelkeit. Ist nicht bei vielen so.Das Lebe ist schön
Toni
-
Hallo!
Wie gesagt, das sind meine persönlichen Erfahrungen mit Suchtdruck. Ich garantiere nicht, dass sie bei anderen rasche Linderung bringen. Nur sind mir bessere Handlungsmöglichkeiten bislang nicht bekannt worden.
Außerdem handelt es sich um eine männlich geprägte Sichtweise. Die liebe Damenwelt tickt gelegentlich etwas anders als die Herren und wird womöglich andere Schwerpunkte setzen, z.B. den komunikativen Aspekt stärker betonen als ich.
Das muss halt jeder für sich ausprobieren, was ihm/ihr hilft.
Und noch ein kleiner Nachschlag:
Ein cleaner Polytoxikomane erläuterte mir, wenn bei ihm Verlangen nach einem Suchtmittel aufkommt, er sich selbst vorhält: "Wenn ich jetzt nachgebe, dann fängt die ganze Sch.... wieder von vorne an."
Das leuchtete mir ein.
Gruß
Rekonvaleszent -
Alles anzeigen
Meine bislang bewährten Gegenmaßnahmen bei Saufdruck:1.)
Erst mal inne halten. Evt. sind es ganz ganz profane Dinge wie Hunger oder Durst. Gegen Hunger hilft essen und gegen den Durst Minaralwasser, am besten mit viel Kohlensäure. Haut man sich davon einen 3/4 l zügig rein, ist zumindest das unmittelbare Verlangen nach Alk erst mal gebannt.2.)
Das sofortige Befassen mit Beschäftigungen, die einem Spaß machen.3.)
Ggf. ein sofortiger Ortswechsel. Eine andere Umgebung setzt erst mal neue Reize.4.)
Kontaktaufnahme mit Vertrauensperson: Partner; Freund; Teilnehmer einer analogen SHG, das Schreiben hier im Forum.5.)
Laufschuhe an und raus in die Natur, rennen, joggen, zügiges Gehen, aber nicht in Richtung der nächsten "Tränke". Alternativ aufs Fahrrad und anständig kurbeln.6.)
Bei mir ganz nützlich, mich selbst innerlich zur Ordnung rufen, indem ich mir sage :"Halt! Stopp! Da stimmt was nicht, denn ich will saufen!"Sehr, sehr gute Liste! Danke dafür 44.
-
Green leider habe ich es nicht geschafft.
lieben Dank für die vielen Tipps. Danke Danke
am besten fand ich Laufschuhe an und raus in die Natur, rennen, joggen, zügiges Gehen, aber nicht in Richtung der nächsten "Tränke". Alternativ aufs Fahrrad und anständig kurbeln.
Danke -
Hallo!
Ich hoffe, Du gibst jetzt nicht auf.
Viele Neueinsteiger benötigen mehrere Anläufe bis sie so weit sind, abstinent zu leben. Es ist so vielen gelungen, warum nicht auch dir?
Also Kopf hoch und auf ein Neues.
Gehst Du in eine "analoge" SHG?
Gruß
Rekonvaleszent -
Green leider habe ich es nicht geschafft.
Was hast Du nicht geschafft: viel Wasser trinken und jemanden anrufen oder irgendeinen der vielen Tipps umzusetzen?
Vielleicht solltest Du Dir wirklich eine "analoge SHG" suchen - und zwar nicht unterstützend zu uns, sondern uns unterstützend nutzen zur analogen SHG.
Auf Grund meiner Erfahrungen wird mE nur so ein richtiger und passender Schuh draus - und nicht anders herum …Aber egal wie: Wer aufgibt hat schon verloren! Bei mir hat es auch nicht im ersten Anlauf funktioniert.
Und Reko hat völlig recht: Es ist so vielen gelungen, warum nicht auch dir?
Gruß
Greenfox -
Hallo pokmul
Wie geht es dir denn heute?
Den allermeisten gelingt der Ausstieg aus der Sucht nicht beim ersten Versuch...auch nicht beim 2. oder 3...Niemand behaupten dass es einfach ist!! Ich musste viele Male hinfallen,mich zu einem Neustart aufraffen und zum Teil meine Strategie korrigieren.
Ich bin auch erst seit einigen Monaten trocken,noch weit entfernt von einem „jetzt habe ich es geschafft „ Gedanken!
Das mit der realen SHG ist so eine Sache,ich schliesse mich Rekon und Green an...ohne ist es für die meisten schwierig. Für mich war es unmöglich. Ich muss life die Geschichten und Erfahrungen anderer Betroffener hören,damit ich diese Krankheit verstehen kann. Und da habe ich auch verstanden,dass ich nicht alleine bin,es geht ganz vielen so wie mir. Einige sind seit Jahrzehnten trocken,andere kommen seit Jahrzehnten zur Gruppe werden aber trotzdem noch rückfällig. Es gibt keine Heilungsgarantie...was aber all diesen Menschen gleiche ist,es geht ihnen mit der Gruppe allen besser. Keiner fällt tiefer...als ich es noch alleine versuchte war dies der Fall...die Abwärtsspirale schien unaufhaltsam.
Ich habe festgestellt,dass wenn ich trocken leben will,ich mein Leben von Grund auf anderst gestalten muss. Habe alte „Trinkfreunde“ fallen lassen, endlose Apéro und BBQ Nachmittage mit Freunden durch Aktivitäten und Ausflüge mit den Kindern ersetzt,Sonntagmorgen nicht verkatert im Bett sondern beim Frühsport,Aktiv-Urlaub statt Strand-Cocktail-Urlaub...etc. Einfach nur nicht-trinken hat bei mir nicht zum Erfolg geführt.
Und ja,abgesehen davon habe ich für mich die Entscheidung getroffen sämtliche Hilfsangebote die es gibt zu nutzen...auf jeden Fall habe ich alles ausprobiert,bin nicht überall hängen geblieben aber alles getestet.
Es liegt halt schon sehr viel an dir,wieviel Energie und Willen du in dein abstinentes Leben stecken willst. Es kann trotz aller Massnahmen immernoch scheitern,die Chancen auf Genesung stehen aber besser,wenn man sich aktiv und mit Hilfe darum kümmert.
Bleibe dabei und schreibe wie es dir geht,wo du stehst, Einsamkeit ist ein ganz übler Gegner auf der Suche nach Trockenheit!
Alles Liebe dir und viel Kraft,es lohnt sich!!
Rina
-
sorry bin nicht so oft hier gucken. Scham und co..
Rekon ja ich denke alles wird gut
Green viel Wasser fetzt nicht
ist aber gut. anrufen kann ich niemanden. das würde die überfordern.
Rina Mir geht es gut. Ich bin nur nicht trocken. Es läuft momentan ok. ich arbeite und mach mein ding. und abends trinke ich.Mein Gewissen überlegt jeden Tag. Ob ich es hinbekomme wieder normal zu sein. Normal 1 2 3 Bier oder mal paar Schnaps zu trinken.. ohne das auswuchert.
Der Verstand auf der rechten Schulter sagt nö nö das geht gar nicht. Nur null Alk geht. ich denke auch das stimmt. Das wie son dicken Freund verlieren.. spassig gesagt.kennt ja jeder.
man denkt man ist schlauer. ich habe mir viele Berichte von Instituten durchgelesen. nun ja wir schauen malVielen Dank für die Zuschriften. Da freut man sich Danke
-
Hallo!
Du glaubst, Du könntest ein irgendwie normales Trinkverhalten erlernen. Die meisten Alkoholiker können dies gerade nicht. Auch ich bin jahrelang diesem Glauben erlegen.
Schade, dass ich nicht früher den Ausstieg geschafft habe. Das hätte meiner Familie so einiges Leid erspart.
Gruß
Rekonvaleszent -
achja und nein ich gehe in keine SHG. Ich würde gerne. Aber ich habe Angst da jemanden zu sehen der mich kennt.
-
Die Leute dort haben das gleiche Thema wie Du.
-
ja das ist mir klar??
-
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!