Schluss ab heute

  • Gerne. Warst du schon mal zum Arzt? Es wäre eine Option. Mit dem Entzug ist nicht zu spaßen. Sei auf der Hut und lass dir ruhig helfen. Es tut gut.
    LG Betty

    Auf dem Weg zu mir lerne ich mich immer besser kennen. <br />Ich habe Freundschaft mit mir geschlossen und freue mich, dass ich mir begegnet bin.<br /><br />Ich bin lieber ein Original als eine herzlose Kopie.

  • Guten Morgen. Ich gehe am Montag zum Arzt, mir geht es ganz gut. Konzentration ist auch besser. Heute ist Tag 11. Das war immer meine Grenze ::)

  • Moin,
    dann kannst du jetzt die 11 Tagegrenze knacken. Hast du Notfallideen, wenn dich der Suchtteufel ärgert? Eventuell einen Telefonpartner? Ansonsten hilft viel Wasser, frische Luft (laufen oder Spazierengehen). Vielleicht grundsätzlich zum Sport oder eine andere Beschäftigung, die dir Spaß macht. Ich wünsche dir weiter einen guten Erfolg. „Heute trinke ich nicht.“ Jeder Tag ist ein Gewinn in die neue Zukunft.
    LG Betty

    Auf dem Weg zu mir lerne ich mich immer besser kennen. <br />Ich habe Freundschaft mit mir geschlossen und freue mich, dass ich mir begegnet bin.<br /><br />Ich bin lieber ein Original als eine herzlose Kopie.

  • Hallo,

    das mit dem Sport ist ein guter Tipp. Ich hab immerhin ein Fahrrad im WZ stehen, da war ich die letzten Tage immer drauf. Mir helfen komischerweise richtig salzige Knabbersachen, z. B. diese Nüsse mit der Würzmischung.
    Heute Abend ist der 50. Geburtstag und ich hab echt etwas Panik da ohne Alkohol.

  • Hallo,
    der 50. Geburtstag? Es wird immer mehr Situationen geben, an denen du momentan widerstehen musst. Irgendwann wird kein Alkohol zur Normalität. Du wirst dich freuen, wenn du auch HEUTE keinen Alkohol trinkst. Du schaffst das. Es haben schon so viele geschafft. DU auch. Ich sitz dir heut im Nacken und flüster dir zu. "Kein Alkohol. Kein Alkohol." Und du wirst für dich schön bei deiner Entscheidung bleiben. Ich wünsch dir trotzdem oder gerade deswegen ganz viel Spaß.
    Gruß Betty

    Auf dem Weg zu mir lerne ich mich immer besser kennen. <br />Ich habe Freundschaft mit mir geschlossen und freue mich, dass ich mir begegnet bin.<br /><br />Ich bin lieber ein Original als eine herzlose Kopie.

  • Pass gut auf dich auf.

    Auf dem Weg zu mir lerne ich mich immer besser kennen. <br />Ich habe Freundschaft mit mir geschlossen und freue mich, dass ich mir begegnet bin.<br /><br />Ich bin lieber ein Original als eine herzlose Kopie.

  • Hallo Paperplane,

    Wenn du dich unsicher fühlst, würde ich einfach zuhause bleiben. Du bist ja gerade erst wieder ein paar Tage trocken. Es gibt noch genug Gelegenheiten, an Feiern teilzunehmen.

    Aber ich schreib dir nur, wie ich es machen würde (gemacht habe).

    Wenn du hingehst, denk dran, dass du auch jederzeit wieder gehen kannst.

    Gruß, Camina

  • Guten Morgen. Hab den Abend überstanden ohne Alkohol ;D Fühle mich großartig. Allen einen schönen Tag

  • 44. Perfekt. Das habe ich dir gewünscht. Schönen Sonntag.

    Ich war ganz schön stolz damals nach dem 1. Mal "alkoholfrei" nach einer Feier.

    Das kannst du jetzt auch sein.

    LG Betty :sun: :sun:

    Auf dem Weg zu mir lerne ich mich immer besser kennen. <br />Ich habe Freundschaft mit mir geschlossen und freue mich, dass ich mir begegnet bin.<br /><br />Ich bin lieber ein Original als eine herzlose Kopie.

  • Nun sind schon wieder 2 Wochen vergangen - wie geht es Dir?

    Es rettet uns kein höh’res Wesen,

    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun

    Uns aus dem Elend zu erlösen

    können wir nur selber tun!

  • Hallo :)
    Ich war am 1. Mai leider rückfällig... hab mich gar nicht getraut, mich hier zu melden. Konnte einem Glas Sekt nicht widerstehen und wog mich in Sicherheit, da zuhause ja nur der Bacardi meines Mannes steht, an den ich ja nicht dran gehe, wenn ich genug Wein zuhause hab.
    Mein Mann hat mich dann auf frischer Tat ertappt, als ich gerade mit Wasser die Flasche wieder auffüllen wollte ;( war natürlich total schrecklich. Ich hab ihm aber dann alles gebeichtet -auch, dass ich schon bei einer SG und beim Hausarzt war... Er hat gut reagiert und wir haben lange gerdet (soweit mir das noch möglich war).
    Am nächsten Tag war ich dann wieder in der SG, diesmal nicht heimlich.
    Ich muss mich einfach zusammen reißen.
    LG

  • Das sind ja keine schönen Nachrichten, aber auch kein Grund, um zu verzweifeln. Du hast ja den richtigen Weg eingeschlagen. Mir ist so etwas auch passiert. Ich dachte, ich sei schlauer als meine Sucht. Leider war das ein Irrglaube. Seitdem ich das erste Glas stehen lasse, habe ich die Oberhand. Das ist schlau. Man hat nicht einen einzigen Vorteil, wenn man Getränke mit Alkohol zu sich nimmt. Du bist hingefallen, aber wieder aufgestanden. Weiter machen. Nicht aufgeben. Du schaffst das.
    LG Betty

    Auf dem Weg zu mir lerne ich mich immer besser kennen. <br />Ich habe Freundschaft mit mir geschlossen und freue mich, dass ich mir begegnet bin.<br /><br />Ich bin lieber ein Original als eine herzlose Kopie.

  • Hallo!

    Darf ich fragen, wie Du an den Sekt gekommen bist?

    Daheim? Falls ja, wieso hast Du Alk im Haus, zumindest solchen, der dir gefährlich werden kann? Ich habe alles entsorgt, was ich mochte.

    Meine Frau hat 2-3 Piccolos Sekt im Keller, den ich nicht mag. Das war's auch schon als Alkohol.

    Auch habe ich mich in den ersten Monaten von Veranstaltungen fern gehalten, auf denen getrunken wird. Einfach, um mal Abstand zum Stoff zu gewinnen und zur Ruhe und Besinnung zu kommen.

    Mir ist der Ausstieg erst gelungen, als ich meine Abstinenz und Nüchternheit an oberste Stelle meiner Prioritätenliste gesetzt habe, der sich alles, wirklich alles unterzuordnen hat.

    Ich wüsste nicht, was gegen diese "bewährte" Taktik spricht.

    Gruß
    Rekonvaleszent

  • Danke Betty, ich gebe nicht auf. Ich habe auch schon einen Termin bei einer Psychologin, da sich leider bei mir Bulimie und Alkoholismus abwechseln. ;( ;( Aber dass ich in einer SG war und mein Mann jetzt alles weiß, hab ich ein besseres Gefühl.

    @Rekonvaleszenz: Ich habe keinen Alkohol, den ich mag zuhause. Den Bacardi würde ich nüchterm nie anrühren. Und das dachte ich auch, als ich den Sekt bei meiner Freundin trank. Wieder was gelernt... jetzt stehen auch erstmal keine Feiern mehr an.

    Liebe Grüße

  • Gute Entscheidung.
    Ich hab im Moment noch zu arbeiten, leider wenig Zeit. Sorry. Schön, dass dein Mann für dich da ist. Termin mit Psychologin, gut. Keine Feiern, macht die ganze Angelegenheit sicher einfacher. Gute Entscheidung.
    Gruß Betty

    Auf dem Weg zu mir lerne ich mich immer besser kennen. <br />Ich habe Freundschaft mit mir geschlossen und freue mich, dass ich mir begegnet bin.<br /><br />Ich bin lieber ein Original als eine herzlose Kopie.

  • Liebe Paperplane,

    gut, wenn du dranbleiben willst! (Willst du dranbleiben?)
    Und gut, dass du deinen Mann jetzt eingeweiht hast. (Ich kann mich an ganz ähnliche, schambesetzte Situationen erinnern.)

    Hattest du bei deiner Freundin denn Suchtdruck, oder wie kam es dazu, dass du das erste Glas getrunken hast?

    Zitat

    Ich muss mich einfach zusammen reißen.

    Hüstel. Hat das denn in der Vergangenheit gereicht? Ich hab mich auch immer „zusammenreißen“ wollen. Hab ich jahrelang versucht.

    Vielleicht wäre ja auch eine stationäre Therapie etwas für dich. Ist die Psychologin denn Suchttherapeutin?

    Herzliche Grüße,
    Camina

  • Guten Morgen Paperplane,

    ähnlich wie Camina würde es mich sehr interessieren, weshalb Du wieder getrunken hast. Spontan aus einer Laune heraus oder weil Du plötzlich einen enormen Druck verspürt hast? Oder war es eher so, dass Du dachtest "ein Glas geht und mehr trinke ich nicht"? Was hat Dir denn eigentlich gefehlt? Was hast Du Dir versprochen von einem Glas Sekt? Welche Wirkung, welches Ergebnis hast Du erwartet oder wonach hast Du Dich gesehnt?

    Ich glaube das es für Dich sehr wichtig ist das genau zu hinterfragen.

    Ich finde es sehr gut, dass Du jetzt sofort gegen steuerst und nicht aufgeben möchtest. Würdest Du aufgeben, würde es einfach immer weiter Berg ab gehen. Die Tatsache, dass Dein Mann jetzt "alles" weiß, wäre aus meiner Sicht eigentlich eine Grundvoraussetzung gewesen, die Du idealerweise von Anfang an schaffen hättest sollen. Es ist und wird für Dich schwer genug sein Deine Sucht zu überwinden (und wie ich jetzt lese liegt bei Dir ja auch noch eine zweite Erkrankung in dieser Richtung vor). Ich bin davon überzeugt, dass hier absolute Ehrlichkeit und Offenheit, zumindest gegenüber den wichtigen und bedeutenden Menschen in Deinem Leben, ein absolutes muss ist. Ich weiß wovon ich spreche weil ich mehrmals versucht habe heimlich trocken zu werden, ohne das jemand mitbekommt was bei mir eigentlich Sache war.

    Das es nie funktioniert hat, dass es gar nicht funktionieren konnte, darüber habe ich hier im Forum ja schon häufiger ausführlich geschrieben. Insofern kann ich Dir nur dazu gratulieren, dass Du hier jetzt klare Verhältnisse hast. Das kann Dich wirklich weiter bringen. Gut auch, dass Du einen Termin bei Psychologen ausgemacht hast. Du wirst sehen, ob er Dich weiter bringt. Ich glaube hier wird es auch wichtig sein, in wie weit Eure Chemie stimmt.

    Zitat

    Ich muss mich einfach zusammen reißen.


    Wenn Du immer noch denkst, dass es so funktionieren kann, dann wird es wohl nicht funktionieren. Mit zusammen reißen hat die Überwindung einer Sucht nämlich nichts zu tun. Wenn das so simpel wäre, dann würden ja nur willensschwache Menschen ohne Disziplin süchtig werden. Aber wie wir wissen, trifft es alle Schichten, jede Art von Menschen und die Liste hochdekorierter (teils auch prominenter) und gemeinhin als sehr erfolgreich und auch willenstark bezeichneter Menschen ist lang.

    Wenn man sich einfach nur zusammen reißen müsste um nicht mehr trinken zu müssen, dann könnten wir diese Forum hier wahrscheinlich manges Beteiligung schließen (das wäre schön!) oder den paar Menschen die dann hier noch aufschlagen einfach sagen: "stell Dich nicht so an, reiß Dich einfach mal zusammen".

    Es ist viel komplexer und eine Sucht steckt viel tiefer. Die Gründe für Deine Alkoholsucht und auch die für Deine Bulimie werden keine oberflächlichen sein, keine, die mit Deinem Willen zusammen hängen. Die Gründe herauszufinden ist eine der Herausforderungen. Sie dann zu beseitigen oder zu lernen sie zu akzeptieren um eben nicht mehr trinken zu müssen (besser: zu wollen) ist das Ziel.

    Schön, dass Du hier bist und weiter dran bleibst. Alles Gute!

    LG
    gerchla

  • Hallo, Paperplane!

    Ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen, insbesondere Gerchla.

    Allerdings möchte ich noch ein paar Worte zum Thema Ehrlichkeit gegenüber dem Partner und Freunden verlieren.
    ICH habe mich damals nicht nur meiner Familie gegenüber geoutet, sondern auch meinen Freunden (und auch Kollegen). Schon alleine für mich als Selbstschutz - damit mir eben nichts von ihnen angeboten wird. Und außerdem habe ich so auch noch so eine Art "Aufpasser" - falls mich doch etwas reiten sollte.

    Also das Outing den Kollegen gegenüber ist natürlich jedem selbst überlassen und nicht Jedermanns Sache. Aber Familie und gute Freunde halte ich für sehr wichtig, wenn nicht gar existentiell. Das sorgt für Rückhalt.

    Das Wichtigste ist aber auf jeden Fall Ehrlichkeit sich selbst gegenüber - und kein Selbstbetrug.

    Es rettet uns kein höh’res Wesen,

    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun

    Uns aus dem Elend zu erlösen

    können wir nur selber tun!

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