Guten Morgen!
ZitatIch würde wahrscheinlich genau dasselbe schreiben wie du, wenn ich nicht über Allen Carr von meiner Sucht abkommen wäre, sondern zur Entgiftung in ein Krankenhaus und anschließend in eine Langzeittherapie gegangen wäre. Dort hätte ich von Experten erfahren, wie Sucht funktioniert, dass ich lebenslang krank bin und dass ich nie wieder einen Tropfen Alkohol trinken darf. Und ich wäre davon ausgegangen, dass alles genau so ist, wie mir die Suchttherapeuten dort verklickerten. Denn dass ich nicht kontrolliert trinken kann, hatte ich ja in den Jahren davor zu Genüge erfahren.
Es scheint wirklich 2 Wege zu geben. Einmal der "Carr'sche Weg", ich nenn ihn einfach mal so, mit dem es mit einer einer anderen Sicht/Verständnis über das Suchtmittel gelingt, die Droge (egal ob nun Nikotin oder Alkohol oder auch etwas anderes, was einem eigentlich nicht gut tut, man aber irgendwie nicht lassen kann) künftig nicht mehr zu konsumieren und dann der klassische Weg über Entziehung, Therapie etc. Nun mag ich mir gut vorstellen, dass der 1. Weg tatsächlich eher denjenigen hilft, die vielleicht noch nicht "ganz unten" sind sondern irgendwie noch "gerade so die Kurve kriegen".
ABER!!!!
Ich denke (ohne zu wissen, denn ich bin ja "nur" einen Weg gegangen und den anderen nicht), dass hinterher, also nach dem Ausstieg, egal ob nun so oder so die Einstellung zum Alkohol ganz entscheidend für einen Rückfall ist.
Soll heißen, auch jemand, der in einer Klinik war, sich darüber Gedanken machen könnte, ob er:
- nie wieder trinken darf
- oder nie wieder trinken will.
Ich glaube, das ist für das menschliche Wohlbefinden ganz entscheidend, ob ich ein Gefühl von Verzicht habe oder ein Gefühl von Unabhängigkeit.
Also könnte doch auch "Carr" nach der klassischen Alkoholtherapie greifen kann bzw. durch Psychologen gefördert werden?
Liebe Grüße
Nowina