Hallo Nowina,
zu dem was Greenfox Dir geschrieben hat, möchte ich noch kurz etwas sagen. Also vorab erst mal, ich sehe es ganz genauso wie er.
Speziell zu dieser Aussage:
ZitatUnd bevor ich jetzt von Bassmann oder anderen dafür "bemitleidet" werde, den ganzen Tag das Mantra "Ich darf nicht trinken!" vor mich hinmurmelnd durch die Gegend zu schleichen: so ist es keineswegs.
Es ist absolut nichts schlimm daran, sich mit seiner Krankheit auseinander zu setzen. Anfangs sicher etwas mehr, später dann vielleicht weniger. Einige, wie Greenfox, finden ihre "Berufung" dann auch z. B. durch großes Engagement in einer SHG oder in der Suchthilfe generell. Ich denke das müsste er nicht, aber er WILL es wohl. Gut so und gut das es diese Menschen gibt.
Auch ich setze mich immer wieder mit meiner Krankheit auseinander und ja: es hilft mir. und nein: es belastet mich nicht. Und ich tue es auch nicht ständig, sondern wenn mir danach ist. Z. B. hier im Forum schreiben oder mal ein Gespräch mit einem guten Freund darüber führen. Aber ganz bestimmt nicht jedes Gespräch! Also ein ganz normaler Umgang irgendwann mal.
Und übrigens, ich sehe das so, dass das bei anderen chronischen Krankheiten ganz genauso ist. Ein Diabetiker beispielsweise kann auch nicht einfach so tun als gäbe es seine Krankheit nicht. Also er kanns probieren, aber es wird nicht funktionieren. Ich kenne Menschen mit Schilddrüsenkrankheiten, ja die müssen sich auch ständig damit auseinander setzen. Immer wieder die Medikamente anpassen, neu einstellen usw. Ist halt so. Wenn man Alkoholismus bei sich als Krankheit anerkennt, dann hat man damit auch keine Probleme.
LG
gerchla