Dem Teufel von der Schippe gesprungen?

  • Anmerkung nebenbei. Nicht so wichtig. Reine Meinungsäußerung.

    Es ging mir eigentlich mehr um die Tatsache der Verstoffwechselung. Der Körper mindert den Stoffwechsel, wenn du deine Kalorienzufuhr so drastisch reduzierst. Mit "mehr essen", aber gezielt und gesund und Stoffwechsel anregend ist dem Körper wohl besser geholfen, denke ich. Meine persönliche Meinung. Ich esse "clean" und bei 158 cm mit 49/50 kg Unmengen. Allerdings kein Brot oder nur ganz ganz selten. Sonst alles und gern und viel. Ich war allerdings auch noch nie dick.

    Auf dem Weg zu mir lerne ich mich immer besser kennen. <br />Ich habe Freundschaft mit mir geschlossen und freue mich, dass ich mir begegnet bin.<br /><br />Ich bin lieber ein Original als eine herzlose Kopie.

  • Buonasera Anton!

    Langweilen??? ..aber woher denn, ganz im Gegenteil!!

    Ist total gut von dir zu lesen. Immer! Und ich hatte mich tatsächlich in den letzten Tagen immer wieder mal gefragt wie's dir so geht. Schön ist das zu lesen was Du schreibst. Bleib weiter auf Kurs, es lohnt sich wirklich sehr. In der ersten Zeit reflektiert man viel, man beobachtet sich und diese neue Art zu leben und tastet sich da nach und nach hinein in den eigenen Weg - was einen erwartet ist jedenfalls eine nach und nach immer greifbarer und realer werdende persönliche Freiheit, und viel pure Lebensfreude :)

    Alle erdenklich Gute innere Kraft an Dich immer!

    Keep it up! 44.

    Ahoi und bis bald,
    Land-in-Sicht

  • Hi Anton,

    also ich empfinde es auch nicht als langweilig, was Du hier über Deine Erfahrungen schreibst, ganz und gar nicht!

    Deine Antwort auf meine Therapiefrage ist für mich gerade wirklich sehr interessant, denn dieses Thema "Suchtverlagerung auf Therapien" ist bei mir in den letzten Tagen schon mal auf den Tisch gekommen. Ich finde diesen Aspekt auch gerade deshalb interessant, weil es bei mir in den ersten Jahren tatsächlich auch so war. Aber das musste bei mir ganz persönlich auch so sein, weil ich nicht in der Lage gewesen bin, mein Leben alleine hinzubekommen. Ich musste das erst lernen, was andere Menschen als Kinder schon gelernt haben.

    Auch ein interessanter Gedanke dazu, der mir vor ein paar Tagen mal unterkam ist, dass eine Therapie ja auch das Säen sein kann, die Pflege, das Wachsen und Blühen dann aber auch ohne Therapie gut weiterverfolgt werden kann. Es kommt halt einfach immer darauf an, was so alles therapeutische Hilfe in unserem Inneren benötigt.

    Mir sind übrigens auch schon so einige Menschen über den Weg gelaufen, die eine Suchtverlagerung in Richtung des Glaubens gewählt haben. Mein persönlicher Weg wäre es nicht, aber das muss es ja auch nicht.

    Ein ganz persönlicher Eindruck, der natürlich keinerlei Anspruch auf Richtigkeit hat ist, dass mir bei 500 Kalorien am Tag auch eine gewisse Exzessivität auffällt. Aber vielleicht ist so eine körperliche Hardcore-Umstellung auch mal ganz gut. Das kann ich nicht beurteilen, ich wollte meinen Gedanken dazu nur einmal einstreuen.

    Alles Gute weiterhin!

  • Hallo Tsekyi, hallo zusammen,

    eine sehr reflektierte und „dichte“ Antwort („dicht“ im Sinne von „Gedicht“ = in wenigen Worten viel gesagt)!
    Ich sehe, dass auch Du intensiv an Dir arbeitest. Meinen Glückwunsch!

    Ich sehe das Ziel einer Therapie ähnlich wie Du: nachholen, was man in der Kindheit nicht gelernt hat bzw. neu lernen, was man damals falsch gelernt hat.
    Das Bild vom Säen und Pflegen ist dabei sehr schön gewählt.
    Kaum jemandem ist z.B. bewusst, was der Begriff „Seminar“ bedeutet. Das ist eine „Saat- oder Pflanzstätte“. Dort soll Anleitung zur eigenverantwortlichen Tätigkeit gegeben werden.
    Eine Psychotherapie verfolgt, wenn gesund, den selben Zweck.
    Wird eine Therapie zu einem Abhängigkeitsverhältnis, ist sie m.E. zum Scheitern verurteilt.

    Die Suchtverlagerung in den Glauben – ein sehr „heißes“ Thema!
    Ich will hier nicht meine gesamte Lebensgeschichte auspacken; nur so viel: mein Vater hätte in einem anderen Zeitalter „mit Feuereifer“ Hexen verbrannt (und das ist keine Übertreibung!).

    Heute lasse ich jedem seinen Glauben; verblendete Eiferer meide ich jedoch.
    Den Zeugen Jehovas wünsche ich freundlich aber bestimmt einen schönen Tag und schließe die Türe. Auf Diskussionen über Religionen oder deren moderne Ersatzkonstrukte lasse ich mich nur mit „Freidenkern“ ein.

    Die Suche nach „dem Sinn“ geht schon seltsame Wege.
    Entweder man vernebelt sich selbst oder man lässt sich den Sinn „vorschreiben“.
    Die Frage nach einem Sinn offen zu lassen, erfordert hingegen Mut und einige Aufgeklärtheit.

    Meine „Hardcore-Umstellung“ läuft mittlerweile in milderen Bahnen.
    Mein Primärziel steht nach wie vor fest: dauerhaft keinen Alkohol mehr.

    Meine Zwischenziele (Gewichtsreduktion und überhaupt den Verzicht wieder zu lernen) verfolge ich nach wie vor, aber jetzt gemäßigt. Zehn Kilo habe ich verloren, bin bei 78 Kilo angekommen. Ich möchte jetzt „gemütlich“ die 72 Kilo erreichen; das wäre bei meiner Größe und für meine Altersklasse ein gutes Normalgewicht mit etwas Reserve nach oben.
    Ich esse zwar noch immer relativ wenig, achte aber nicht mehr so sehr auf den Energiegehalt.
    Um die 1000 Kilokalorien dürften es momentan täglich sein. Dabei hungere ich gar nicht mehr, da ich mir so viel frisches Obst und Gemüse gönne, wie ich mag. Ich meide nur Süßigkeiten und sehr fetthaltige Lebensmittel (bis auf Fisch). Eine einfache Regel genügt mir jetzt: keine „toten Kalorien“.
    Auch wenn das ein wenig „mechanistisch“ klingen mag: ich habe meine Schalter für Hunger und Durst „umprogrammiert“.
    Bei mir zumindest waren Hunger und „Saufdruck“ eng miteinander verknüpft – essen und Alkohol trinken waren zunächst gleichrangig. Ähnlich wie früher das Rauchen oft den Hunger unterdrückt hat.
    Zuletzt hatte jedoch der Alkohol Vorrang.

    Durch den „exzessiven Verzicht“ (eigentlich ein Widerspruch in sich ;) ) habe ich jetzt wieder gelernt, meine wirklichen Bedürfnisse wahrzunehmen und auf gesunde Weise zu befriedigen.

    Das wichtigste Ergebnis dieses Lernprozesses ist für mich jedoch die Erkenntnis, dass Hunger stärker ist als „Saufdruck“. Wenn ich den Hunger aushalte, dann schaffe ich die Sucht schon lange.

    Für mich hat dieser Weg (bisher) funktioniert. Ich bin zuversichtlich, dass es so bleibt.
    Auch für Weihnachten habe ich schon vorgesorgt. Meine Verwandtschaft ist informiert, dass Alkohol für mich nicht mehr in Frage kommt.
    Also eine Türe mehr, die ich hinter mir zugeworfen habe!

    Andere machen in dieser Zeit „Türchen auf“ - ich werfe Tore zu.

    Allen eine schöne Vorweihnachtszeit!

    Liebe Grüße

    Anton

  • Hallo Anton,
    deine bisherige Entwicklung ist wirklich beeindruckend und motivierend. Bei so viel Mut und Durchhaltevermögen stellt sich mir schon die Frage, wieso du nicht viel eher den Absprung geschafft hast. Ich finde deine Dual-Methode super und auch der extreme Einstieg beeindruckt mich. Auch wenn du es selber nicht empfehlen würdest, der doppelte Blitzstart ist bestimmt sehr motivierend und du hast recht, dass du dir auf der Diätseite natürlich einen Ausrutscher leisten könntest. Hattest Du denn gar keine Tiefpunkte oder so Gedanken "jetzt kann mir ja nichts mehr passieren", die dich dann leichtsinnig werden lassen?
    Also weiter guten Erfolg! 44.
    Robert

  • Hallo Robert, hallo zusammen,

    wenn ich durch Schilderung „meines Weges“ jemanden motivieren kann, empfinde ich das als große Ehre und selbst auch wieder als moralische Unterstützung für meinen weiteren Weg.

    Daher an dieser Stelle meinen Dank an alle hier im Forum.

    Vor dem „kalten Entzug“ warne ich jedoch ausdrücklich. Wenigstens die Unterstützung seines Hausarztes sollte man sich unbedingt holen. Mir war diese Problematik bewusst. Ich war jedoch schon so weit, dass ich die Einstellung hatte: „entweder ich krepiere oder ich schaffe das“.

    Deine Frage nach dem „warum nicht eher?“ ist sehr berechtigt.

    Die will ich mal auf zwei Weisen beantworten.

    Da ist zunächst meine emotionale Seite, die ich gewohnt bin, rational zu kaschieren, meine verletzliche Seite letztendlich.
    Jeder, der in der Sucht landet, flieht m.E. vor irgendetwas, einer individuellen Mischung aus Gedanken und Gefühlen/Ängsten.
    Ich höre mir gelegentlich den Song von Purple Schulz an, „Sehnsucht/Ich will raus“.
    Beim Refrain, diesem unglaublich geqäult geschrieenen „ICH WILL RAUS“ läuft es mir immer noch eiskalt den Rücken hinunter, besonders beim zweiten mal.
    Wer sich den anhören will: einfach bei Youtube „ich will raus“ eingeben und das Original wählen.
    Einerseits macht mir dieser Song immer wieder bewusst, vor was ich in den Alkohol geflohen bin, andererseits verstehe ich den Refrain mittlerweile weiter gefasst: „Ich will raus AUS DER SUCHT“.
    Ich konfrontiere mich jetzt wieder mit all dem, wovor ich lange mittels Saufen geflüchtet bin.

    Vorbereitet habe ich mich auf meinen Entzug aber eher rational. Ich habe immer rigoroser Bilanz gezogen, mich und meine Umwelt beobachtet.

    Über lange Zeit war der Alkohol noch Genuss für mich, obwohl ich schon regelmäßig und reichlich getrunken habe.
    Durch Ausdauersport bin ich trotzdem noch gut in Form geblieben. Das war ein „labiles Gleichgewicht“, klägliche Überreste einer sehr sportlichen Zeit.

    Erst, als ich mit dem Sport ganz aussetzen musste und der körperliche Abbau begann, hat sich die negative Entwicklung beschleunigt. Wie aus weiter Ferne habe ich über viele Jahre meinen „Verfall“ beobachtet: Rückgang der Muskulatur und der Beweglichkeit, Kurzatmigkeit, Schmerzen, Fettanlagerungen, Vergesslichkeit, Launenhaftigkeit usw.
    Irgendwann habe ich begonnen, sehr genau hinzusehen: schonungslos.
    Ich musste etwas tun.
    Erste halbherzige Versuche, aufzuhören mit dem Alkohol, fanden immer wieder ein schnelles Ende (meistens schon nach 2-3 Tagen).
    Lediglich die Raucherentwöhnung gelang mir von einem Tag auf den anderen – immerhin ein erster Schritt.
    Von da an hat es jedoch noch Jahre gedauert, bis mein Entschluss wirklich reif war, auch den Alkohol ganz weg zu lassen.

    Meine Doppelstrategie ist dabei schon extrem, für mich jedoch „zielführend“. Ich belohne mich selbst, indem ich mich wieder so herstelle, wie es meinem „Bild von mir“ entspricht.
    Der schnelle Erfolg (jetzt schon über 10 Kilo Gewichtsverlust, weniger Schmerzen, verbesserte Atmung, wacheres Bewusstsein) machen mir Mut, durchzuhalten.
    Mittlerweile esse ich wieder etwas mehr, bin jedoch noch immer im Kaloriendefizit mit klarem Zielgewicht. Anflüge von Sucht beziehen sich hauptsächlich auf Essen, nicht auf Alkohol.
    Tatsächlich habe ich das für mich durch meine Doppelstrategie gut „kanalisiert“.

    Teil meiner Strategie ist natürlich auch, mich hier im Forum „nackig zu machen“. Nur, wer zu seinem Alkoholismus schonungslos steht, kann ihn hinter sich lassen.
    Wenn das andere motiviert: schön so und wiederum für mich motivierend.

    Tiefpunkte bleiben auch mir nicht erspart.
    So hatte ich letztes Wochenende einen Anflug eines grippalen Infektes mit Schüttelfrost, Gliederkälte und Mattigkeit. Die Versuchung war da, aus „medizinischen Gründen“ die Zutaten für einen Grog zu besorgen. Da habe ich mit mir gekämpft. Daraus geworden ist eine Hühnerbrühe und ein heißes Bad sowie Stolz am nächsten Tag, dass ich der Versuchung widerstanden habe.
    Das wird nicht das letzte Mal gewesen sein.

    Sollte mir mal in Gesellschaft der Gedanke kommen „jetzt kann mir nichts mehr passieren“ und der Alkohol verführerisch winken, werde ich sofort nach hause gehen, mir ein frugales Menü kochen und mir damit ersatzweise eine „Fressnarkose“ verpassen.
    Bisher kann ich mich noch immer genüsslich mit frischer Rohkost oder ein paar Nüssen „retten“. Das ist der große Vorteil, den ich mir durch meine Radikalmethode erkauft habe.

    Eines meiner Lieblingssprichwörter lautet:„Der Teufel ist ein Eichhörnchen“.
    Soll heissen: „Die Versuchung kommt immer niedlich und flink daher“.

    Übrigens, noch ein praktischer Tipp für Einladungen: nehmt euch eine Flasche vom Lieblingssaft mit. Damit kann man dem „Konsumzwang“ leichter entgehen. In kommerziellen Lokalen erklärt man das dann mit einer „Diät“ und bietet dem Betreiber ein sogenanntes „Korkengeld“ an.
    Als Stammgast kann man sich mit dem Betreiber auf vielfältige Weise einigen.

    Liebe Grüße

    Anton

  • Hi Anton

    Zitat


    Jeder, der in der Sucht landet, flieht m.E. vor irgendetwas,
    einer individuellen Mischung aus Gedanken und Gefühlen/Ängsten.


    Genau

    Zitat

    Ich konfrontiere mich jetzt wieder mit all dem,
    wovor ich lange mittels Saufen geflüchtet bin.


    Cool

    Zitat


    Irgendwann habe ich begonnen, sehr
    genau hinzusehen: schonungslos.


    Ist die Tür hinaus (meine Erfahrung)

    Zitat


    „Nackig machen“. Nur, wer zu seinem Alkoholismus
    schonungslos steht, kann ihn hinter sich lassen.


    Glückwunsch

    Brant (ehemaliger Quartalssäufer)

  • Hallo Anton,

    schon beeindruckend, wie knallhart Du Dein Ziel verfolgst.

    Eines verstehe ich nicht ganz:

    Zitat

    Nur, wer zu seinem Alkoholismus schonungslos steht, kann ihn hinter sich lassen.

    Zitat

    Übrigens, noch ein praktischer Tipp für Einladungen: nehmt euch eine Flasche vom Lieblingssaft mit. Damit kann man dem „Konsumzwang“ leichter entgehen. In kommerziellen Lokalen erklärt man das dann mit einer „Diät“ und bietet dem Betreiber ein sogenanntes „Korkengeld“ an.

    Warum sollte ich deswegen lügen?
    Für mich ist es, wie für viele, die ohnehin keine alkoholischen Getränke mögen, völlig normal etwas Nichtalkoholisches zu bestellen.
    Ich kenne jedenfalls kein Lokal, in dem mir bislang die Bedienung oder der Wirt etwas aufschwätzen wollten.
    Ausnahmen sind u. U. griechische Lokalitäten, in denen der Ouzo nach dem Essen obligatorisch ist.
    Aber auch dort wurde problemlos akzeptiert, wenn ich sagte, ich wolle keinen.

    Grüße
    Dietmar

  • Hallo Dietmar,

    das kann tatsächlich erklärungsbedürftig rüberkommen.

    Die nichtalkoholischen Standardgetränke in der Gastronomie mag ich nicht (außer Mineralwasser und Kaffee).
    Cola etc. finde ich eklig, und Fruchtsäfte sind dort meistens übersüßte Kindergetränke.
    Selbst im gut sortierten Getränkemarkt sucht man oft lange nach sog. Direktsäften und nach ungesüßten Diätsäften.
    Diese Säfte erlebe ich momentan als Genuss, bei dem ich nicht wehmütig auf den Rotwein am Nachbartisch schiele.
    Wenn mir aber nur Mineralwasser als Alternative bleibt, fehlt mir etwas.
    Wenn ich mal gehobene Gastronomie besuche, wird es sicherlich immer Tomatensaft, Tonic Water oder Bitter Lemon geben.
    Ich stand beim Alkohol schon immer auf herbe Biere, trockene Weine oder Bittergetränke.
    Alkoholfreie Entsprechungen dazu sucht man meistens vergebens.

    Mein Stammlokal weiß schon Bescheid und hat eine Kiste Diät-Saft für mich gebunkert.
    Mit dem Wirt dort habe ich auch offen über die Hintergründe gesprochen.
    Da ich jedoch einen geschäftlichen Ruf zu wahren habe, kann ich mein Problem in der näheren Öffentlichkeit nicht „herumposaunen“ (ich lebe auf dem Land). Da ist eine „Diät“ einerseits Selbstschutz, andererseits eine „höfliche Lüge“, mit der beide Seiten gut umgehen können.

    Beste Grüße

    Anton

  • Hallo Anton,

    Ich trinke dieses Zeug. :) 44. in Verbindung mit Mineralwasser oder mit frisch gepresstem Orangensaft wahlweise auch Grapefruit. Es schmeckt lecker (bitter) und ist erfrischend. Ein paar Minzblätter rein, dann ist es noch besser. Gibt es beim Edeka.

    LG Betty

    Auf dem Weg zu mir lerne ich mich immer besser kennen. <br />Ich habe Freundschaft mit mir geschlossen und freue mich, dass ich mir begegnet bin.<br /><br />Ich bin lieber ein Original als eine herzlose Kopie.

  • Dann auch noch Sanbitter (bitte googeln) von San Pellegrino ist geschmacklich vergleichbar mit Campari. So Sachen gibt's in der Metro oder ähnliche Läden.
    LG Gerd

  • Das scheint so ähnlich zu sein. Schmeckt auch wie Campari.

    Hier mal die Erklärung und Zutaten:

    Bitter bzw. "Amer" bezeichnet gemeinhin einen Apéritif-Likör aus einem Aufguss von bitteren Pflanzen. Der Bitter wird rund um die Welt häufig in Cocktails verwendet: im Handumdrehen macht er eine Mischung zum ausbalancierten Drink. "Bitter" hatten über längere Zeit den Ruf, heilende Eigenschaften zu besitzen.
    MONIN Konzentrat Bitter enthält keinen Alkohol und ist somit eine sehr gute Alternative zum Campari. Dieser Sirup enthält wie das Original Enzian, Kardamom, Nüsse, Ingwer und Paprika. Probieren Sie die Ausgewogenheit dieses Bar-Klassikers in Ihren Cocktails und mixen Sie klassische Cocktails als Virgin-Cocktail ohne Alkohol!

    Zutaten
    Wasser, Zucker, Aroma, konzentrierter Zitronensaft, Farbstoffe: E150b, E163 & E124, Konservierungsstoff: E 202.
    E124 kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen. Allergiehinweis: enthält Enzian und Nussextrakt.
    Hersteller/Importeur
    Bernard-Massard Sektkellerei, Jakobstraße 8, 54290 Trier

    Auf dem Weg zu mir lerne ich mich immer besser kennen. <br />Ich habe Freundschaft mit mir geschlossen und freue mich, dass ich mir begegnet bin.<br /><br />Ich bin lieber ein Original als eine herzlose Kopie.

  • Hallo ihr Lieben,

    danke für die Hinweise. So etwas Ähnliches hatte ich mal bei einem Besuch in Düsseldorf. Hat mir gut geschmeckt.
    Sollte mal jemand über eine Alternative zu Angostura Bitter stolpern, immer her damit! Ich verwende es gelegentlich gerne in der Küche.
    Zwar schlägt der Alkoholgehalt kaum zu Buche, dennoch....

    LG

    Anton

  • Hallo zusammen,

    vielleicht macht es ja jemandem Mut: ich lebe jetzt seit fast vier Monaten ganz ohne Alkohol.
    Vieles hat sich seitdem verändert.
    Meine Haut hat sich verbessert. Ich habe 13 Kilo an Gewicht verloren und bin jetzt stabil im oberen Bereich des sogenannten "Normalgewichts".
    Rückenschmerzen habe ich durch das verringerte Gewicht nur noch selten.
    Mein Ruhepuls, vormals bei 80, ist wie in meinen besten Zeiten wieder bei 60 angekommen.
    Physisch habe ich mich also gut gefangen.
    Meine Doppelstrategie (Abstinenz plus Reduktionsdiät) hat sich für mich bisher bewährt.
    Wann immer mir Alkohol in den Sinn kommt (immer seltener), esse ich etwas Deftiges, was ich sonst vermeide.
    Statt mir "die Kante" zu geben, esse ich dann einen Döner oder eine Currywurst und genieße die "Fressnarkose".
    Da greift dann mein "Sicherheitsnetz": essen statt trinken.

    Ich wünsche allen Entziehenden und allen Standhaften alles Gute.

    Beste Grüße

    Anton

  • Ich freue mich sehr zu lesen, dass es Dir gut geht! Da Du Dich ja rar gemacht hattest, kommen einem schon komische Gedanken ...

    vielleicht macht es ja jemandem Mut: ich lebe jetzt seit fast vier Monaten ganz ohne Alkohol.

    44. :heartBalloon:

    Wann immer mir Alkohol in den Sinn kommt (immer seltener), esse ich ... einen Döner oder eine Currywurst und genieße die "Fressnarkose".

    Ja, ja - nur Döner macht schöner ;D

    Gruß
    Greenfox

    Es rettet uns kein höh’res Wesen,

    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun

    Uns aus dem Elend zu erlösen

    können wir nur selber tun!

  • Hallo Anton,

    super, dass du schreibst !
    Ich hatte dich ebenso wie Greenfox gedanklich eher im Rückfall gesehen - MIR persönlich erschien dein Weg mit Abstinenz den 500 Kalorien (so war das doch am Anfang?) extrem hart .
    Super, dass es für dich so geklappt hat und weiterhin eine gute Zeit.

  • Hallo zusammen,

    melde mich mal wieder als "Mutmacher".
    Für mich hat es sich als richtig erwiesen, mich nicht ständig mit der Problematik zu konfrontieren.
    Daher habe ich mich hier wenig blicken lassen.
    Dennoch fühle ich mich verpflichtet, gelegentlich zu berichten, gerade, weil ich hier im Forum sehr viel gelernt habe und auch Mut geschöpft habe.

    Es sind jetzt rund 10 Monate, dass ich den radikalen Schnitt gemacht habe.
    Bis auf eine Marmelade mit etwas Rum (über sowas mache ich mir mittlerweile keine Gedanken mehr) bin ich seitdem eisern geblieben.
    Ich meide Alkohol als Getränk absolut. Wo er mir als Kochzutat begegnet nehme ich ihn als Geschmacksträger hin, wie auch bei reifen Früchten.

    Trotz gewaltigem Stress mit der neuen Lebensplanung fühle ich mich auch ohne Betäubung wohl.
    Mein Gewicht ist stabil dort geblieben, wo ich mich hin gefastet hatte, Tendenz weiter leicht sinkend.
    Ich bin jetzt und bleibe im Bereich des Normalgewichts.
    Positive Folgen: ich bin fitter, ohne Schmerzen im Rücken.
    Erkrankungen, die sich teils durch den Alkohol entweder entwickelt oder verschlimmert hatten, haben sich beinahe in Luft aufgelöst.

    Also: bis ich mein einjähriges Jubiläum verkünden kann, spreche ich allen hier Mut zu:
    die radikale Abkehr vom alkoholischen Leben ist möglich.

    LG
    Anton

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